Wie schon angekuendigt haben wir uns, am Freitag dem 13., zwei geile Honda 250 XR geliehen. Wir haben die Bikes am spaeten Nachmittag bei Jules Classic Bikes in Vientiane abgeholt. Die erste kurze Testfahrt durch die Stadt war schon nicht ohne. Rechtsabbieger ueberholt man eben nicht rechts und beim abbiegen aus einer abknickenden Vorfahrtsstrasse, sollte man auch Obacht geben. Leider hatte ich keine Cam auf dem Helm, denn das waere auf jeden Fall der ultimative start Movie fuer unsere Tour geworden. Leider ging an keiner Maschine der Tacho und somit gabs auch keinen Kilometerzaehler. Nachdem wir am naechsten morgen sowieso noch bei Jules vorbei mussten, erst mal kein Stress, werden die schon gefixed bekommen. Immerhin waere zumindest ein Tacho nicht schlecht. Vorallem weil wir eben weder GPS noch sonstiges Equipment am Start haben. Auf jeden Fall, geile Bikes und schon im ersten Moment der helle Wahnsinn, vorallem verglichen mit einem Honda Dream 125.
Geplante Route hatten wir keine, fest stand, dass wir die Bikes sieben Tage zur Verfuegung haben und somit sieben Tage quer durchs suedliche Laos schiessen werden. Das erste Etappen Ziel hat uns Jules, als Tip mit auf den Weg gegeben. Kong Lor Cave - von Vientiane Richtung Vieng Kham und anschliessend ca. 70km ins Landesinnere, Gesamtstrecke fuer den ersten Tag fast 300km.
Tag 1. Fast den ganzen Sa
mstag Vormittag haben wir in der Werkstatt verbracht, letztenendes bekam Stefan eine andere XR 250 mit halbwegs funktionierendem Tacho. Gegen 11:00 Uhr gings endlich los. Es stand ueberwiegend Asphaltstrasse auf dem Tagesprogramm, zumindest soweit man der Karte glauben darf. Die Strassen hier sind nicht so schlecht wie man meinen moechte, die Hauptverbindungen sind meisst in einem ziemlich gutem Zustand. Sicherlich nicht unser deutscher Standard und nicht glatt wie ein Buegelbrett, die XR 250, buegelt aber jede Unebenheit einfach weg. Als ploetzlich ein Schild am Strassenrand auf einen Wasserfall hinwies, gings das erste mal auf eine sandy road, ungewohnt aber spassig. Einer von uns beiden hat das Moped hier schon das erste mal hingelegt. Fuer die Besichtigung des Wasserfalls sind 10.000 Kip zu berappen, leider spring nach dem bezahlen nur noch meine Maschine wieder an. Ratlosigkeit, Sprit muesste schon noch passen, zwar nicht mehr viel, aber sollt schon laufen. Zudem hab ich auf den ersten Kilometern gleich den Ersatzschlauch fuer den Hinerreifen verloren. Was nun? Erst ma ne Wasserflasche voll Sprit holen und beim Ruckeweg zur Tanke nach dem verschollenen Schlauch ausschau halten. Beim Rueckweg von der Tanke kam mir Stefan schon entgegen, was das Moped fuer ein Problem hatte bleibt ein Mysterium. Wir sind dann gemeinsam zurueck zur Tanke, ich bin noch ein Stueck weitergefahren um den verschollenen Schlauch zu finden, war aber leider nix. Durch die ganze Action haben wir einiges an Zeit verloren und das angepeilte Tagesziel war vor der Daemmerung nicht mehr zu erreichen. Die Bundesstrasse 13, ist die Hauptverhersverbindung zwischen Vientiane und Pakse. Die Ortschaften die man passiert sind auf die reisenden spezialisiert, nachezu jeder im Ort versucht irgendwas zu verkaufen, natuerlich alles mit laotischer Gemuetlichkeit. GH sind ebenfalls fast in jeder Ortschaft zu finden und so sind wir planlos in das erst beste eingecheckt. Am GH haben wir drei Israelis kennen gelernt die auf zwei, in Vientiane, gekauften Minsk (125cc, Einzylinder) nach Ho Chimin Stadt unterwegs waren. Coole Action !
Tag 2. Am Sonntag gings locker und entspannt, nach Kong Lor. Die Strecke bis dahin war nicht weit und so konnten wir uns nachmittags gleich die Cave rein ziehen. Cave, mei, ich hab in Thailand ja schon eine gesehen, aber Kong Lor ist mit Abstand die krasseste Cave die ich bisher gesehen habe. Wir besteigen ein kleines klassisches Longtail
boot. Die zwei Guides, wovon einer im Heck und einer im Bug des Boetchens sitzt sind mit 12Volt Stirnlampen ausgeruestet. Das Boot ist eine wackelige Angelegenheit und ich habe kein gutes Gefuehl, weil ich meinen kleinen Rucksack mit dem ganzen wichtigen Scheiss dabei habe. Die Hoehle ist 7,5 km lang und ein Fluss fliesst hier unter einem Berg hindurch, nach ca. 40min kommt man auf der anderen Seite des Berges wieder raus. Der Mann im Bug, checkt die Umgebung waehrend der gesamten Fahrt, hat ein Ruder in der Hand und versucht so den groebsten Brocken auszuweichen. Sehr eindrucksvolle Action. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir in Kong Lor in ein GH eingecheckt, Kong Lor ist ein Ort im Nirgendwo, die Hoehle ist zwar eine Touristenattracktion aber so richtig entwickelt ist der Tourismus in Laos noch nicht. Demnach wirklich eine Unterkunft im Nirgendwo.
Tag 3. Heute war laut Karte die erste laengere Strecke auf sandy road angesagt, demnach schon am Morgen Vorfreude. Von Kong Lor gings ein Stueck zurueck und anschliessend Richtung vietnamesischer Grenze, von Lak Sao gings dann zum Tagesziel Mahaxay. Kurz nach Lak Sao fuehrt der neu geteerte Weg durch eine Seeenlandschaft. Ein riesiges Areal wurde hier aufgestaut, die alten Baeume ragen noch aus dem Wasser und in den angrenzenden Orten gleicht ein Holzhaus dem anderen. Mehr Infos darueber unter Nam Theun 2, wobei auf diesen Seiten uber die Umsiedelung
en usw. nichts zu finden ist. Die Empfehlung von Jules war etwas schwammig, mehr oder weniger meinte er aber wir sollen uns besser durchs Landesinnere durchschlagen als die Hauptstrasse zu nutzen. Auf der GT Rider Map sind einige Strassen enthalten, scheint aber nicht die neuste zu sein und so sind sandy roads teils asphaltiert und Asphaltstrassen werden manchmal zu einer sandy road. In Mahaxay haben wir leider nur ein GH gesehen, die GH Schilder sind oft nicht beleuchtet und nachdem es gerade dunkel wurde, war dieses GH die erste Wahlt. Nachdem Check-In fiel Stefan die etwas sonderbare Leuchtdekoration am Eingang auf, mei was will man machen, fuer eine Nacht war das Zimmer auf jeden Fall OK.
Tag 4. Von Mahaxay ueber Bualapha nach Vilabury. Das Tagesziel war vor Abfahrt nicht definiert, ich hatte eigentlich gedacht wir wurden es weiter schaff
en. Von Mahaxay ausschliesslich sandy road mit etwas Verkehr, anschliessend muessen wir einen Abzweig oder ahenliches verpasst haben, der Weg ab da, sehr trailartig, aber Spassig. Die ersten sonderbaren Bruecken waren fuer uns schon eine Herausforderung, zum Glueck liessen sich Rivercrossings vorerst noch vermeiden. Auf dem Weg haben wir immer mal wieder einen Pickup, beladen mit zwei Scootern getroffen, solange wir die Jungs wieder sehen, sind wir auf dem rechten Weg. Nach einer Bruecke die fuer einen Pickup nicht zu passieren ist und auch ein Rivercrossing mit Pickup unmoeglich scheint mischt sich etwas Unsicherheit in unsere Wegwahl. In einem kleinen Dorf fuehrt die Strasse dann aber tatsaechlich ohne Bruecke ueber einen kleinen Fluss. Wie gesagt sind wir super ausgeruestet und haben nur die GT Rider Map mit unserem gewohnten Zeichensatz. Der Laote im nirgendwo kann damit sehr wenig anfangen, wir sprechen die Namen aus und unterschiedliche Leute zeigen in unterschiedliche Richtungen. Was nun, die Strasse scheint nach dem Fluss weiter zu gehen, also los, dass erste Rivercrossing! Das war schon ein riesen Ereigniss, nicht nur fuer uns, sondern eben auch fuer das ganze Dorf. Nachdem uns der Weg anschliessend zieml
ich schnell im Stich liess, gings schon bald wieder zurueck. Wieder im Dorf haben wir, unsere Kollegen mit dem Pickup, wieder getroffen. So kamen wir wieder auf den rechten Weg. Unglaublich dass die Jungs diesen mit Ihrem Pickup fahren. Der ganze Weg aber ein riesen Spass. XR 250, ich schmelze bei dem Gedanken an ein Mountainbike mit Federweg ohne Ende und 250ccm. Ploetzlich kommen wir aus dem Jungle auf eine riesen feldartige Flaeche, alles braun und frisch gerodet. Die Arbeiter vor Ort koennen uns keinen Sprit geben, oder haben keinen, auf einer frisch geschotterten Strasse gehts rasant nach Vilabury wo die Tanks gefuellt werden und wir ein nettes GH finden.
Tag 5. Morgens wieder das alltaegliche Kette oelen und Oel Check, ausserdem muss an meinem Bike die Kettenspannung nachgestellt werden. Waehrend ich eine Werkstatt aufsuche besorgt sich Stefan neue trockene Schuhe. Tagesziel waehre eigentlich Salavan gewesen, mit ueber 250km ein weit entferntes Ziel. Die ersten 80 km Teerstrasse werden sich schnell wegschnaufen lassen und die sandy road wird schon nicht so schlimm werden. Bei Nabo, nach ca. 40 km, muessen wir uns fuer eine sandy road entscheiden. E
ntweder ueber Phin, laut Karte mit 50km Motorbiketrail, Rivercrossing und einer broken bridge nach Salavan oder nur sandy road mit nur einem kurzen Trail stueck ueber Nang an der vietnamesischen Grenze entlang. Wir entscheiden uns fuer den "save way" ueber Nang. Bis Nang alles kein Problem, den 5km Motorbiketrail nach Hap werden wir schon finden um dann ueber Ta Oi nach Salavan zu duesen. Der Weg verliert sich kurz nach Nong, wir fragen in jedem Dorf mehrmals nach dem Weg. Der Trail ist nett und macht Spass, nach dem 5. grossen Schlammloch oder Rivercrossing, schwindet die Begeisterung fuer diese Actions allmaehlich. Die Entscheidung umzukehren wird aufgrund der bereits ueberwundenen Hindernisse aufgeschoben. Der Weg wird zusehens schmaler und schwieriger zu fahren. Stufen Bergab und Bergauf, mit fast einem halbem Meter, grobes Geroell zehren an den Nerven, sind mit den Mopeds aber noch gut zu bewaeltigen. Mit meinem Mountainbike waeren Teilstrecken nicht zu fahren gewesen. Nach ueblen passagen am Hang entlang kommen wir gegen 16:00 Uhr an eine Hangrutschung. Bis hierhin haben wir von Nang gefuehlte 5 Stunden gebraucht. Talwaerts fliesst ein Fluss, der dort laut Karte eigentlich gar nicht sein sollte. Unsere Orientierung ist dahin, keine Ahnung wie lang der Weg noch so weiter geht. Moeglicherweise ist am ende dieses Tals eine Ortschaft, ein Dorf oder eine groessere Strasse zu finden. Es ist spaet, wir sitzen schon gut acht Stunden auf unseren Bikes und beim Nachdenken kommt einem auch der Gedanke wie bloed man eigentlich sein kann. Stefan ist fuer die Weiterfahrt, zweifelt aber ebenfalls, ich bin fuer den Rueckzug. Obwohl wir zwei Haengematten als Notunterkunft dabei haben sind wir fuer eine Uebernachtung im Jungle schlecht ausgeruesstet. Wir treten den Rueckzug an und schaffen das groesste, der auf uns wartenden, Rivercrossings noch waherend der Daemmerung. Anschliessend gehts bei Dunkelheit zurueck nach Nang. Weitere fuenf oder sechs Schlammloecher o
der kleine Baeche sind zu ueberwinden. Bergauffahrten und -abfahrten werden ohne Ruecksicht auf Verluste genommen. Beim ScheisseLoch, ein Schlammloch vor dem ich auf der ganzen Ruckfahrt die meisste Angst hatte, macht Stefan dann einen Laydown und packt sich voll in den Misst. Alles stinkt und ist nass, auch die neu gekauften Schuhe, der Rucksack ist hinten auf das Bike geschnallt und die eigentliche Farbe ist vor lauter Schlamm nicht zu erkennen. Wir fahren weiter, ich bleibe mit dem Moped in einem weiteren Schlammloch stecken. Die Gespraeche sind erst mal eingestellt. Gegen 20:00 Uhr kommen wir in Nang an, die Gehwege sind bereits hochgeklappt und mit viel Glueck finden wir einen freundlichen Laoten der uns ein GH zeigt.
Tag 6. Stefan kauft neue trockene Schuhe und wir sehen zu, dass wir wieder auf die Hauptstrasse nach Lak Sao zurueck kommen. Kein Risiko mehr eingehen, was die Bikes aushalten, ist nahezu unglaublich. Von Lak Sao gehts den ganzen Tag bis nach Savanakhet.
Tag 7. Save, Save, Save, waehlen wir am letzten Tag unserer Reise die Hauptverbindungsstrasse nach Pakse und kommen am spaeten Nachmittag wohlbehalten an.
Schade schon, dass wir morgen unsere Bikes wieder abgeben muessen. Ueber die Erlebnisse der letzten Tage koennen wir inzwischen lachen, dennoch ist uns bewusst was fuer eine krasse Action das eigentlich war. Am Samstag Morgen kommt der Kollege von Jules Classic Bikes und hat unsere Rucksaecke mit am Start. Wir sprechen mit Jules und klaeren die kleinen Schaeden an den Bikes. Leider hat der Kollege den Passport von Stefan nicht dabei, auch in unseren Rucksaecken lasst sich dieser nicht finden. Jules findet diesen im Office in Vientiane und wir einigen uns darauf, die Bikes fuer Samstag, for free, noc
h zu behalten. Jules wird den Pass mit einem Flugzeug schicken und hofft dass wir diesen zeitnah erhalten.
Demnach gings am Samstag wiedererwartend nochmal auf unsere Bikes, sehr gut, denn so koennen wir noch das Bolaven Plateau, oestlich von Pakse auschecken. Wir finden zwei unbekannte aber eindrucksvolle Wasserfaelle und haben einen genialen Tag.
Am Sonntag morgen verpennen wir die Uebergabe der Bikes, der Kollege von Jules Classic Bikes laesst sich aber nicht so leicht entmutigen und steht ploetzlich in unserer Zimmertuer. Nun sind sie weg und wir werden uns morgen weiter richtung Sueden auf den Weg machen. Ein Tag werden wir die 4000 Islands nahe der Grenze zu Kambodscha besuchen, bevor es zuegig nach Kambodscha geht. Mein Visum fuer Laos lauft am 27.11. ab und es ist schon erstaunlich wie schnell 30 Tage Laos vorueber gehen.
Laos ist ein wirklich tolles Land, auch wenn es sehr arm ist, sind die Menschen sehr freundlich und Stress kennt man hier einfach nicht. Es gaebe noch viel zu erzaehlen, aber meine Finger wollen heute einfach nicht mehr.
Tag 1. Fast den ganzen Sa
mstag Vormittag haben wir in der Werkstatt verbracht, letztenendes bekam Stefan eine andere XR 250 mit halbwegs funktionierendem Tacho. Gegen 11:00 Uhr gings endlich los. Es stand ueberwiegend Asphaltstrasse auf dem Tagesprogramm, zumindest soweit man der Karte glauben darf. Die Strassen hier sind nicht so schlecht wie man meinen moechte, die Hauptverbindungen sind meisst in einem ziemlich gutem Zustand. Sicherlich nicht unser deutscher Standard und nicht glatt wie ein Buegelbrett, die XR 250, buegelt aber jede Unebenheit einfach weg. Als ploetzlich ein Schild am Strassenrand auf einen Wasserfall hinwies, gings das erste mal auf eine sandy road, ungewohnt aber spassig. Einer von uns beiden hat das Moped hier schon das erste mal hingelegt. Fuer die Besichtigung des Wasserfalls sind 10.000 Kip zu berappen, leider spring nach dem bezahlen nur noch meine Maschine wieder an. Ratlosigkeit, Sprit muesste schon noch passen, zwar nicht mehr viel, aber sollt schon laufen. Zudem hab ich auf den ersten Kilometern gleich den Ersatzschlauch fuer den Hinerreifen verloren. Was nun? Erst ma ne Wasserflasche voll Sprit holen und beim Ruckeweg zur Tanke nach dem verschollenen Schlauch ausschau halten. Beim Rueckweg von der Tanke kam mir Stefan schon entgegen, was das Moped fuer ein Problem hatte bleibt ein Mysterium. Wir sind dann gemeinsam zurueck zur Tanke, ich bin noch ein Stueck weitergefahren um den verschollenen Schlauch zu finden, war aber leider nix. Durch die ganze Action haben wir einiges an Zeit verloren und das angepeilte Tagesziel war vor der Daemmerung nicht mehr zu erreichen. Die Bundesstrasse 13, ist die Hauptverhersverbindung zwischen Vientiane und Pakse. Die Ortschaften die man passiert sind auf die reisenden spezialisiert, nachezu jeder im Ort versucht irgendwas zu verkaufen, natuerlich alles mit laotischer Gemuetlichkeit. GH sind ebenfalls fast in jeder Ortschaft zu finden und so sind wir planlos in das erst beste eingecheckt. Am GH haben wir drei Israelis kennen gelernt die auf zwei, in Vientiane, gekauften Minsk (125cc, Einzylinder) nach Ho Chimin Stadt unterwegs waren. Coole Action !Tag 2. Am Sonntag gings locker und entspannt, nach Kong Lor. Die Strecke bis dahin war nicht weit und so konnten wir uns nachmittags gleich die Cave rein ziehen. Cave, mei, ich hab in Thailand ja schon eine gesehen, aber Kong Lor ist mit Abstand die krasseste Cave die ich bisher gesehen habe. Wir besteigen ein kleines klassisches Longtail
boot. Die zwei Guides, wovon einer im Heck und einer im Bug des Boetchens sitzt sind mit 12Volt Stirnlampen ausgeruestet. Das Boot ist eine wackelige Angelegenheit und ich habe kein gutes Gefuehl, weil ich meinen kleinen Rucksack mit dem ganzen wichtigen Scheiss dabei habe. Die Hoehle ist 7,5 km lang und ein Fluss fliesst hier unter einem Berg hindurch, nach ca. 40min kommt man auf der anderen Seite des Berges wieder raus. Der Mann im Bug, checkt die Umgebung waehrend der gesamten Fahrt, hat ein Ruder in der Hand und versucht so den groebsten Brocken auszuweichen. Sehr eindrucksvolle Action. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir in Kong Lor in ein GH eingecheckt, Kong Lor ist ein Ort im Nirgendwo, die Hoehle ist zwar eine Touristenattracktion aber so richtig entwickelt ist der Tourismus in Laos noch nicht. Demnach wirklich eine Unterkunft im Nirgendwo.Tag 3. Heute war laut Karte die erste laengere Strecke auf sandy road angesagt, demnach schon am Morgen Vorfreude. Von Kong Lor gings ein Stueck zurueck und anschliessend Richtung vietnamesischer Grenze, von Lak Sao gings dann zum Tagesziel Mahaxay. Kurz nach Lak Sao fuehrt der neu geteerte Weg durch eine Seeenlandschaft. Ein riesiges Areal wurde hier aufgestaut, die alten Baeume ragen noch aus dem Wasser und in den angrenzenden Orten gleicht ein Holzhaus dem anderen. Mehr Infos darueber unter Nam Theun 2, wobei auf diesen Seiten uber die Umsiedelung
en usw. nichts zu finden ist. Die Empfehlung von Jules war etwas schwammig, mehr oder weniger meinte er aber wir sollen uns besser durchs Landesinnere durchschlagen als die Hauptstrasse zu nutzen. Auf der GT Rider Map sind einige Strassen enthalten, scheint aber nicht die neuste zu sein und so sind sandy roads teils asphaltiert und Asphaltstrassen werden manchmal zu einer sandy road. In Mahaxay haben wir leider nur ein GH gesehen, die GH Schilder sind oft nicht beleuchtet und nachdem es gerade dunkel wurde, war dieses GH die erste Wahlt. Nachdem Check-In fiel Stefan die etwas sonderbare Leuchtdekoration am Eingang auf, mei was will man machen, fuer eine Nacht war das Zimmer auf jeden Fall OK.Tag 4. Von Mahaxay ueber Bualapha nach Vilabury. Das Tagesziel war vor Abfahrt nicht definiert, ich hatte eigentlich gedacht wir wurden es weiter schaff
en. Von Mahaxay ausschliesslich sandy road mit etwas Verkehr, anschliessend muessen wir einen Abzweig oder ahenliches verpasst haben, der Weg ab da, sehr trailartig, aber Spassig. Die ersten sonderbaren Bruecken waren fuer uns schon eine Herausforderung, zum Glueck liessen sich Rivercrossings vorerst noch vermeiden. Auf dem Weg haben wir immer mal wieder einen Pickup, beladen mit zwei Scootern getroffen, solange wir die Jungs wieder sehen, sind wir auf dem rechten Weg. Nach einer Bruecke die fuer einen Pickup nicht zu passieren ist und auch ein Rivercrossing mit Pickup unmoeglich scheint mischt sich etwas Unsicherheit in unsere Wegwahl. In einem kleinen Dorf fuehrt die Strasse dann aber tatsaechlich ohne Bruecke ueber einen kleinen Fluss. Wie gesagt sind wir super ausgeruestet und haben nur die GT Rider Map mit unserem gewohnten Zeichensatz. Der Laote im nirgendwo kann damit sehr wenig anfangen, wir sprechen die Namen aus und unterschiedliche Leute zeigen in unterschiedliche Richtungen. Was nun, die Strasse scheint nach dem Fluss weiter zu gehen, also los, dass erste Rivercrossing! Das war schon ein riesen Ereigniss, nicht nur fuer uns, sondern eben auch fuer das ganze Dorf. Nachdem uns der Weg anschliessend zieml
ich schnell im Stich liess, gings schon bald wieder zurueck. Wieder im Dorf haben wir, unsere Kollegen mit dem Pickup, wieder getroffen. So kamen wir wieder auf den rechten Weg. Unglaublich dass die Jungs diesen mit Ihrem Pickup fahren. Der ganze Weg aber ein riesen Spass. XR 250, ich schmelze bei dem Gedanken an ein Mountainbike mit Federweg ohne Ende und 250ccm. Ploetzlich kommen wir aus dem Jungle auf eine riesen feldartige Flaeche, alles braun und frisch gerodet. Die Arbeiter vor Ort koennen uns keinen Sprit geben, oder haben keinen, auf einer frisch geschotterten Strasse gehts rasant nach Vilabury wo die Tanks gefuellt werden und wir ein nettes GH finden.Tag 5. Morgens wieder das alltaegliche Kette oelen und Oel Check, ausserdem muss an meinem Bike die Kettenspannung nachgestellt werden. Waehrend ich eine Werkstatt aufsuche besorgt sich Stefan neue trockene Schuhe. Tagesziel waehre eigentlich Salavan gewesen, mit ueber 250km ein weit entferntes Ziel. Die ersten 80 km Teerstrasse werden sich schnell wegschnaufen lassen und die sandy road wird schon nicht so schlimm werden. Bei Nabo, nach ca. 40 km, muessen wir uns fuer eine sandy road entscheiden. E
ntweder ueber Phin, laut Karte mit 50km Motorbiketrail, Rivercrossing und einer broken bridge nach Salavan oder nur sandy road mit nur einem kurzen Trail stueck ueber Nang an der vietnamesischen Grenze entlang. Wir entscheiden uns fuer den "save way" ueber Nang. Bis Nang alles kein Problem, den 5km Motorbiketrail nach Hap werden wir schon finden um dann ueber Ta Oi nach Salavan zu duesen. Der Weg verliert sich kurz nach Nong, wir fragen in jedem Dorf mehrmals nach dem Weg. Der Trail ist nett und macht Spass, nach dem 5. grossen Schlammloch oder Rivercrossing, schwindet die Begeisterung fuer diese Actions allmaehlich. Die Entscheidung umzukehren wird aufgrund der bereits ueberwundenen Hindernisse aufgeschoben. Der Weg wird zusehens schmaler und schwieriger zu fahren. Stufen Bergab und Bergauf, mit fast einem halbem Meter, grobes Geroell zehren an den Nerven, sind mit den Mopeds aber noch gut zu bewaeltigen. Mit meinem Mountainbike waeren Teilstrecken nicht zu fahren gewesen. Nach ueblen passagen am Hang entlang kommen wir gegen 16:00 Uhr an eine Hangrutschung. Bis hierhin haben wir von Nang gefuehlte 5 Stunden gebraucht. Talwaerts fliesst ein Fluss, der dort laut Karte eigentlich gar nicht sein sollte. Unsere Orientierung ist dahin, keine Ahnung wie lang der Weg noch so weiter geht. Moeglicherweise ist am ende dieses Tals eine Ortschaft, ein Dorf oder eine groessere Strasse zu finden. Es ist spaet, wir sitzen schon gut acht Stunden auf unseren Bikes und beim Nachdenken kommt einem auch der Gedanke wie bloed man eigentlich sein kann. Stefan ist fuer die Weiterfahrt, zweifelt aber ebenfalls, ich bin fuer den Rueckzug. Obwohl wir zwei Haengematten als Notunterkunft dabei haben sind wir fuer eine Uebernachtung im Jungle schlecht ausgeruesstet. Wir treten den Rueckzug an und schaffen das groesste, der auf uns wartenden, Rivercrossings noch waherend der Daemmerung. Anschliessend gehts bei Dunkelheit zurueck nach Nang. Weitere fuenf oder sechs Schlammloecher o
der kleine Baeche sind zu ueberwinden. Bergauffahrten und -abfahrten werden ohne Ruecksicht auf Verluste genommen. Beim ScheisseLoch, ein Schlammloch vor dem ich auf der ganzen Ruckfahrt die meisste Angst hatte, macht Stefan dann einen Laydown und packt sich voll in den Misst. Alles stinkt und ist nass, auch die neu gekauften Schuhe, der Rucksack ist hinten auf das Bike geschnallt und die eigentliche Farbe ist vor lauter Schlamm nicht zu erkennen. Wir fahren weiter, ich bleibe mit dem Moped in einem weiteren Schlammloch stecken. Die Gespraeche sind erst mal eingestellt. Gegen 20:00 Uhr kommen wir in Nang an, die Gehwege sind bereits hochgeklappt und mit viel Glueck finden wir einen freundlichen Laoten der uns ein GH zeigt.Tag 6. Stefan kauft neue trockene Schuhe und wir sehen zu, dass wir wieder auf die Hauptstrasse nach Lak Sao zurueck kommen. Kein Risiko mehr eingehen, was die Bikes aushalten, ist nahezu unglaublich. Von Lak Sao gehts den ganzen Tag bis nach Savanakhet.
Tag 7. Save, Save, Save, waehlen wir am letzten Tag unserer Reise die Hauptverbindungsstrasse nach Pakse und kommen am spaeten Nachmittag wohlbehalten an.
Schade schon, dass wir morgen unsere Bikes wieder abgeben muessen. Ueber die Erlebnisse der letzten Tage koennen wir inzwischen lachen, dennoch ist uns bewusst was fuer eine krasse Action das eigentlich war. Am Samstag Morgen kommt der Kollege von Jules Classic Bikes und hat unsere Rucksaecke mit am Start. Wir sprechen mit Jules und klaeren die kleinen Schaeden an den Bikes. Leider hat der Kollege den Passport von Stefan nicht dabei, auch in unseren Rucksaecken lasst sich dieser nicht finden. Jules findet diesen im Office in Vientiane und wir einigen uns darauf, die Bikes fuer Samstag, for free, noc
h zu behalten. Jules wird den Pass mit einem Flugzeug schicken und hofft dass wir diesen zeitnah erhalten.Demnach gings am Samstag wiedererwartend nochmal auf unsere Bikes, sehr gut, denn so koennen wir noch das Bolaven Plateau, oestlich von Pakse auschecken. Wir finden zwei unbekannte aber eindrucksvolle Wasserfaelle und haben einen genialen Tag.
Am Sonntag morgen verpennen wir die Uebergabe der Bikes, der Kollege von Jules Classic Bikes laesst sich aber nicht so leicht entmutigen und steht ploetzlich in unserer Zimmertuer. Nun sind sie weg und wir werden uns morgen weiter richtung Sueden auf den Weg machen. Ein Tag werden wir die 4000 Islands nahe der Grenze zu Kambodscha besuchen, bevor es zuegig nach Kambodscha geht. Mein Visum fuer Laos lauft am 27.11. ab und es ist schon erstaunlich wie schnell 30 Tage Laos vorueber gehen.
Laos ist ein wirklich tolles Land, auch wenn es sehr arm ist, sind die Menschen sehr freundlich und Stress kennt man hier einfach nicht. Es gaebe noch viel zu erzaehlen, aber meine Finger wollen heute einfach nicht mehr.




