Montag, 28. Dezember 2009

Happy New Year 2010!!

Mei Leut, was soll ich gross schreiben? Erst mal vielen Dank fuer die lieben Gruesse von euch allen. Weihnachten unter Palmen mit BBQ am Strand und guter Mucke ist schon mal was anderes. Die Weihnachtsstimmung fehlt, aber dennoch hat der Tag was besonderes weil wir eben alle aneinander denken.

Wir sind nach wie vor am Lonely Beach auf Kho Chang und wie gesagt ist der gar nicht so lonely. Party all night long!! Dabei ist es gut zu wissen, dass daheim, um diese Jahreszeit auch alle am saufen sind. Ansonsten waren wir faul und sind am Strand gelegen, viel gesehen habe ich von der Insel bisher nicht, aber darum gehts mir diese Tage irgendwie auch nicht. Zumindest Stefan war heute kurz mit dem Moped unterwegs.

Für Sylvester werden wir uns morgen, mit einer netten kleinen Gruppe Travelbekannter, nach Kho Mak auf machen. Kho Mak ist eine ziemlich kleine Nachbar-Insel auf der es wunderschön sein soll. Wir erhoffen uns Bungalows direkt am Strand und für jeden eine Hammock. Wir werdens sehn und Sylvester vielleicht an einem Lagerfeuer am Strand feiern.

Euch allen Wünschen wir einen gutes neues Jahr 2010, eine gute Party mit den euch liebsten und viel Gesundheit. Möget Ihr all eure Wünsche wahr werden lassen!!

Massige Gruesse von Christian und Stefan

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Siem Reap und die Reise auf die Insel

Nach zwölf Stunden Bustravel von Sihanoukville über Phnom Pen erreichen wir Siem Reap. Die Tempel von Angkor dürfen wir einfach nicht missen. Wir checken im GH Number 10 ein, dass Zimmer ist gross und sauber, allerdings stört uns schon am ersten Tag der dürftige Aufenthaltsbereich. Den ersten Tag nutzen wir um die Stadt zu erkunden. Siem Reap ist, verglichen zu allem anderen was wir bisher in Kambodscha gesehen haben, wieder eine ganz andere Nummer. Hier treffen Backpacker, Koffertouris, Pauschaltouristen und reisende Rentnerhorden aufeinander. Im Stadtzentrum gibt es einige Märkte die an unser heimisches Tollwood erinnern. Rund um die Pub Street gibt es Bars ohne Ende, ein mini Cuba Libre kostet hier über drei Dollar. Nach unserem ersten walk trough chillen wir uns vor einen Supermarkt, kaufen eine kleine Flasche Mekong Whiskey und ein paar Dosen Cola.

Am ersten Tempel Tag, war geplant, früh los zu machen.Wir verabreden uns mit einem TukTuk Fahrer für sieben Uhr. Da uns das GH aber nicht so recht passt, wollen wir früh morgens noch schnell ins Village Garden GH umziehen. Nachdem unser TukTuk bereits nach den ersten 50 Metern einen Platten hat, wird aber schnell klar, dass wir heute zwar früh aufgestanden sind, wir es aber nicht allzu früh zu den Tempeln schaffen. Macht nix, wir checken im Village Garden GH ein, das Zimmer ist nicht der Hit, dafür hats aber einen entspannten Lounge Bereich. Wir starten mit der „grossen Tempel Runde“. Unser erster Tempel ist Ta Prohm, der Jungle Tempel. Sehr beeindruckend das ganze. Es sind zwar bereits viele Touris unterwegs, dennoch findet man immer wieder entlegene Ecken wo sich nur wenige Touris herumtreiben. Es ist schon verrückt, die Tempel-Ruinen sind teilweise über 1000 Jahre alt, genau genommen würde man annehmen, dass alles fein säuberlich abgesperrt und geschützt ist. Sicherlich wurde viel Arbeit in den Wiederaufbau gesteckt, bzw. wird noch immer, aber dennoch kann man fast überall über alte Gemäuer und Steine klettern. Nach dem ersten Tempel Tag wird klar, dass sich die Reise nach Siem Reap auf jeden Fall gelohnt hat. Am zweiten Tag stehen wir um fünf Uhr morgens auf und geniessen zusammen mit 1000 anderen Touris den Sonnenaufgang über Angkor Wat. Angkor selbst ist riesig, verglichen mit den Tempeln vom Vortag fehlt uns hier aber ein wenig vom Indi Flair. Anschliessend besuchen wir Angkor Thom und sind gegen Mittag wieder im GH. Das GH ist richtig cool, nein nicht wegen der Zimmer, sondern wegen der Dachterrasse. Es ist ein riesen GH und so ist auf der Terrasse immer etwas los. Wir lernen viele neue Leute kennen und haben eine super Zeit. Am Dritten Tag gönnen wir uns nochmals ein TukTuk, lassen uns Richtung der Tempel fahren und verbringen den Nachmittag unter Bäumen, mit ein paar Bier, in unserer Hammock.

Früh morgens geht’s per Bus zurück nach Phnom Pen, da wir einen Flug von Phnom Pen nach Bangkok gebucht haben. Es bleiben uns drei volle Tage Phnom Pen. Am ersten Tag back in PP, entscheide ich mich fuer den Mittagsbus nach Kampot und gehe dabei von gut zwei Stunden Fahrzeit aus, Stefan wird die Zeit in Phnom Pen verbringen. Letzten endes dauert die Fahrt, nach Kampot, fünf Stunden und ich frage mich, was ich mir dabei überhaupt gedacht habe. Im Blissful GH treffe ich Melinda und wir haben einen coolen Abend. Am nächsten Tag treffe ich per Zufall ein Pärchen, dass wir in Siem Reap kennen gelernt haben. Die Zeit in Kampot ist super und die Reise hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Am Samstag geht’s mit dem Bus wieder nach Phnom Pen, alles geht gut und ich treffe mich mit Stefan am Flughafen. Gegen 19:00 Uhr schlagen wir in der Khao San Road in Bangkok auf.

Bangkok, seit meinem letzem Besuch vor gut sieben Jahren hat sich die Ecke Khao San schon verändert. Inzwischen ist die Backpacker und Party Area nicht mehr nur auf die Khao San begrenzt, ein ganzes Viertel ist voll mit Bars, Guesthouses, Backpackern und Alt-Hippies. Nachdem die Insel ruft, sind wir uns einig, nicht sehr lange in Bangkok zu verweilen. Der eine Tag Bangkok, der uns zur Verfügung steht, wird ordentlich ausgenutzt. Wir checken den Weekendmarkt, auf dem ich zwei T-Shirts kaufe, die mir, wie sich im Nachhinein herausstellt beide zu klein sind. Wir checken die Ecke Siam Square und ich ende meinen Shopping Tag in einem riesen Elektro Shopping Center. Nachdem ich meinen MP3 Player vor einiger Zeit verloren habe musste dringend ein neuer her und da ich doch sehr viel Zeit mit Fotos und meinem Blog verbringe, musste sich hier ebenfalls etwas ändern. Stefan checkt derweilen zu seinem Schneider und probiert seine bestellten Anzüge an.
Was schon witzig ist, am ersten Abend treffen wir per Zufall Markus auf den Strassen Bangkoks, wir haben Ihn in Siem Reap kennen gelernt und hatten eine coole Zeit. Am nächsten Tag treffen wir per Zufall Elke und Sami, die wir seit Luang Prabang immer mal wieder irgendwo treffen. Die Welt ist eben doch ein Dorf.

Gestern gings dann endlich auf die Insel, ich war mir anfangs etwas unsicher, da ich mit Sihanoukville nicht so recht zufrieden war. Nach einem zwölf Stunden Travel geniessen wir aber endlich einen wunderschönen Sonnenuntergang unter Palmen am Strand, natürlich mit nem Cuba Libre in der Hand. Wir werden die nächsten Tage am Lonely Beach auf Kho Chang verbringen. Die erste Party haben wir bereits hinter uns und es tut wirklich mal wieder gut, auf ordentliche Mucke abzudancen, ausserdem haben wir bereits viele alte Bekannte, die wir bisher auf unserer Reise kennen gelernt haben, wieder getroffen. Kho Chang, we will Rock You!!!

Die Story von Stefan hatte ich euch irgendwie vorenthalten. Stefans Flug, zurück nach Deutschland geht am 03.01. Nach den ersten Wochen hatte sich Stefan überlegt, dass zwischen seinem Urlaubsende und Weihnachten nur gut zwei Wochen liegen. Nach einigem hin und her, hat Ihm sein Chef die Zeit zugesagt und so können wir noch ein Weilchen zusammen rocken.
Fuer mich steht das nächste Abenteuer ebenfalls bereit. Mein Flug nach Neuseeland (Christchurch) geht am 09.01. und ich freu mich richtig drauf. Sicher gibt’s noch viel zu sehen in Süd-Ost-Asien, aber ich bin mir sicher, dass ich das alles noch machen werde. Im Moment finde ich ein wenig Kontrastprogramm sehr reizvoll. So gesehen, neigt sich der grobe Plan, den ich für meine Reise hatte dem Ende. Sicher in NZ war noch viel Wandern angedacht, im Moment ist mir aber mehr nach Strand und man weiss zwar nie, aber ich hoffe, ich kann in NZ erst mal ein paar Tage auf einem Surfbrett rocken.

Inzwischen hatte ich auch einige Posts vorbereitet die ich nicht veröffentlicht habe. Wie die meissten wissen, geht’s eben nicht nur um das Reisen. Die letzte Zeit war voll mit Actions und ich habe viel gesehen. Desto länger ich aber unterwegs bin, desto eher lässt sich meine ganze Denke auf eine relativ kurze Aussage reduzieren:

Just do it!! Why the Hell not?? Go for it!! Belive in yourself and do what ever you like!! Why not??

Heute ist der 23.12. und morgen ist Weihnachten. Irgendwie kann ich dieses Jahr mit Weihnachten aber überhaupt gar nichts anfangen. Auf jeden Fall, wünsche ich euch allen ein tolles Weihnachtsfest, geniesst die Zeit und rockt das Haus!!!

Hab euch alle lieb und denk an euch, viele sonnige Grüße vom Lonely Beach!!

Samstag, 12. Dezember 2009

The Coast of Cambodia

Nach dem Homestay gings zuegig nach Kampot. Kampot ist eine nette kleine Stadt, ziemlich nah an der Kueste gelegen. Dass die Stadt nicht direkt an der Kueste liegt, ist uns erst spaeter aufgefallen. Wir checken gegen Mittag ins Blissful GH ein, ausschlaggebend fuer diese Entscheidung war der nette Garten mit den Hammocks. Nachdem ich ein leichtes Kratzen im Hals habe, entscheide ich mich fuer einen total entspannten Nachmittag in der Hammock. Stefan faehrt mit Sp und einem Moto-Fahrer durch die Gegend, besucht den Zoo und einen Wasserfall der gerade zu einem Staudamm umgebaut wird. Ausser Hammock mach ich mir fuer diesen Tag keinen Stress, genau genommen fuehle ich mich sehr wohl im Blissful. Am Abend will der Moto-Fahrer von Stefan acht Dollar fuer den Nachmittag. Nachdem das nicht abgesprochen war und wir eigentlich dachten, es handelt sich um einen Bekannten von Sp, schlaegt diese Action etwas aufs Gemuet. Da ich dringend ein paar Dinge im Netz organisieren muss, bleiben wir noch einen Tag im Blissful, Internet, Hammock, lay back und relax. Genau genommen haette ich es hier noch einige Tage ausgehalten. Die Bokor-Hill-Station, eine alte Bergstation die von den Franzosen fuer alle Westlaender, in den Bergen, auf ca. 1000hm erbaut wurde haben wir nicht besucht, 20$ fuer die Moto-Fahrt erscheint einfach viel zu teuer.

Am naechsten Tag wollen wir nach Kep. Kep ist etwas weiter oestlich, an der Kueste gelegen und soll nicht so touristisch sein wie Sihanoukville. Von hier aus wollen wir auf eine kleine einsame Insel um dort ein oder zwei Tage mit fischen und in der Hammock zu verbringen. Frueh morgens checken wir aus dem Blissful aus und nehmen uns fuer acht Dollar ein TukTuk nach Kep. In Kep ist gar nix los, der erste Typ den wir treffen will uns fuer 30$ ein Zimmer andrehen und meldet sogleich, dass heute keine Boote mehr auf die Inseln fahren. Wir glauben das alles nicht und suchen uns einen Platz fuer ein Bier. Wir organisieren das Bier und chillen uns in die Hammocks von einer kleinen Strandbar. Die Dame des Hauses will uns fuer ueber sieben Dollar was zu Essen andrehen und als wir ablehnen haette Sie gern fuenf Dollar fuer den Platz in den Hammocks. Fuer die Nutzung der Toilette will die Dame ueber einen Dollar. Damit ist Kep fuer uns schon gestorben. Immerhin gabs n Bier und wir haben ein oder zwei Fotos geschossen, wir waren dort. Unser TukTuk-Fahrer wartet noch und freut sich als wir Ihm weitere acht Dollar fuer die Rueckfahrt nach Kampot zahlen. In Kampot nehmen wir uns ein Taxi nach Sihanoukville.

In Sihanoukville stellen wir fest, dass alles sehr verteilt ist. Es gibt Downtown und einige Straende, die aber fast alle mit dem Moto erreicht werden muessen. Jede Moto-Fahrt kostet zwischen ein und zwei Dollar. Wir haben keine Ahnung und checken am Serendipity Beach zwei GH's aus, leider beide voll. Nachdem uns ein Typ in Phnom Pen den Otres Beach empfohlen hat, nehmen wir zwei Motos und checken dort im billigsten GH, dass wir finden koennen, ein. Netter Strand, wenig Leute, aber irgendwie habe ich mir die Ankunft am Beach anders vorgestellt. Am naechsten Tag frueh morgens siedeln wir an den Serendipity Beach um. Der Strand hier ist voll mit Bars. Nachdem es, nach dem schweren Sturm vor ein paar Monaten, fast den ganzen Strand weggespuelt hat, ist zwischen Bar und Meer, je nach Tageszeit ein Beach zwischen drei und zehn Metern. Der Platz wird fuer Tische und Stuehle ausgenutzt. Hier ist Party angesagt und so richtig entspannt ist es irgendwie nicht. Dazu kommen all diese freizeit Traveler. Was soll ich ueber diese Leute sagen. Sicherlich bin ich in der gluecklichen Lage und habe viel Zeit zum reisen. Dennoch, alles ist schick und man fuehlt sich fast wie daheim in Muenchen. Es geht um Coolness, sehen und gesehen werden. Mir im Endeffekt wurscht, das Blissful waere mir an dieser Stelle lieber gewesen. Nachdem ich aber einige Blogposts zu schreiben habe verbringe ich den ersten Tag fast ausschliesslich vor dem PC. Eine Pause am Strand mit einem Cocktail in der Hand ist dennoch ziemlich entspannt. Stefan macht an diesem Tag seinen ersten Schnuppertauchgang. Am Abend bin ich mit meinem Blog noch nicht fertig und Stefan moechte hier gerne seinen Open Water Diver machen. Am naechsten Tag entscheiden wir uns fuer ein oder zwei Uebernachtungen auf einer kleinen Insel. Fuer das Tauchen kann ich mich nicht entscheiden und so gibts einen lazy Schnorcheltag. Wir bleiben zwei Naechte auf Kaho Rong Samoloem. Eine sehr nette Insel mit einem kleinen Bungalow Resort. Von einer Wanderung ueber die Insel auf die andere Seite wird mir wegen der Schlangen abgeraten. Mir wurscht, ich chille in der Hammock und geniesse hin und wieder ein Bier. Die Partys am Abend mit den wenigen Travelern und den Leuten aus dem Dorf machen einen riesen Spass. Nach zwei Tagen, gehts zurueck nach Sihanoukville. Der Nachtbus nach Siem Reap ist uns nach der Ankunft zu stressig und so gehts erst frueh morgens weiter. Wir verbringen noch einen feucht froehlichen Abend in Sihanoukville und nehmen am naechsten Morgen, noch leicht verstoert, die zehn Stunden Bus travel nach Siem Reap in Angriff.

Sicher gibts an der Kueste Kambodschas noch einiges zu entdecken. Von Kep und vom Bokor Nationalpark haben wir nichts gesehen und auch die Kueste rauf Richtung Thailand bleibt von uns unangetastet. Da wir inzwischen aber den Flug von Phnom Pen nach Bangkok, fuer den 19.12. gebucht haben, wir drei bis vier Tage fuer Siem Reap einplanen und evtl. noch ein bisschen Zeit in Phnom Pen oder Kampot verbringen wollen, gehts erst mal weiter. Man kann einfach nicht alles sehen. Die Kueste war fuer mich auf jeden Fall nicht der Hit. Mal sehn, ob wir den Strand der Genugtuung in Thailand finden.

Die BusTravel nach Siem Reap ist entspannt und wir kommen gegen 18:00 Uhr an. Siem Reap sieht auf den ersten Blick nett aus, wir werden sehn, alles weitere gibts im naechsten Post.

Montag, 7. Dezember 2009

In The Countryside

Nach einem geruhsamen Hangovertag, entscheiden wir uns fuer den Mittagsbus nach Kampot. Sp wird uns begleiten und die Bustickets werden sicherheitshalber schon am Vortag gekauft. Wir fahren nur bis kurz vor Kampot und steigen in einer kleinen Ortschaft an der Hauptstrasse aus. Wie uns Sp waehrend der Busfahrt noch gesteht, hat er seine Bekannten seit 5 Jahren nicht mehr besucht, er ist sehr aufgeregt. Sp's Bruder wartet mit einem Bekannten bereits auf uns. Wir packen fuenf Leute plus Gepaeck auf zwei Scootern und biegen gleich in eine Sandyroad ab. An den Gesichtern und Blicken merkt man, dass hier noch nicht viele Touris vorbeigekommen sind. An einem kleinen Markt halten wir und kaufen Abendessen ein. Genau genommen war der Wunsch von Sp, dass wir etwas deutsches kochen, mal sehn. Wir fahren weiter, passieren die Bahnlinie und kommen in einem kleinen aber weitlaeufig angelegten Dorf an.

Es ist kurz nach fuenf und auf dem kleinen Hof ist die ganze Familie mit den Restarbeiten des Tages beschaeftigt. Hier ist aktuell gerade Erntezeit und es gibt viel zu tun. Wir werden herzlich begruesst und machen uns anschliessend zum Obercapo des Dorfes auf. Sp und Try wollen uns dort anmelden, es kommt nicht haeufig vor, dass Touris hier uebernachten, damit nichts passiert und die Polizei im Ort bescheid weiss machen wir uns auf den Weg. Es wird gerade dunkel als wir die erste Cambodian Peoples Party Station erreichen. Der Obercapo ist nich da und so fahren wir noch ein Stueck weiter durchs Dorf. Dort angekommen werden wir gemustert und es wird viel Khmer gesprochen. Wir hinterlassen unseren Namen und einige weitere Informationen. Waehrend der ganzen Action macht man sich schon den ein oder anderen Gedanken. Im Zwielicht sieht der Capo nicht sehr freundlich aus und wenn man sich ueberlegt, dass der gute mindestens 50 ist und sicherlich seine Rolle in der Zeit der Khmer Rouge zu spielen hatte kommen einem die ein oder anderen Zweifel. Alles geht gut und wir fahren zurueck zu Try's Haus. Dort angekommen werden wir zum Kochen eingespannt. Das Gemuese mit etwas Fleisch gibt einen Wok Eintopf, das andere Fleisch nehmen wir fuer Spiesse. Statt einer Steckdose gibts eine 12V Autobatterie an der eine Neonroehre haengt, gekocht wird ueber dem Feuer, fliessend Wasser gibt es nicht. Es gibt zwei Plaetze auf dem Hof wo grosse Tonkruege mit Wasser stehen. Das Wasser wird fuer alles noetige genutzt. Als Esstisch wird am Boden klassisch eine grosse Strohmatte ausgerollt. Das Essen schmeckt lecker und es gibt fuer jeden ein Bier dazu. Der Obercapo laesst es sich nicht nehmen und gesellt sich ebenfalls zu uns. Bei unseren jungen Khmer Freunden kommen die Gesetzesheuter nicht gut weg, Korupption ist hier nicht gewuenscht.

Am naechsten Tag, stehen wir um 7:00 Uhr verhaeltnismaessig spaet auf. Opa ist schon seit 4:00 Uhr morgens auf dem Hof um Reis zu schlagen. Try haette zwar ebenfalls einiges zu tun, nimmt sich diesen Tag aber fuer uns frei. Wir laufen aus der Ortschaft ueber Felder zu einer Pagoda die gerade noch im Bau ist. Auf den Feldern ist richtig was los und jeder schaut, dass die Ernte vorwaerts geht. Dabei wird hier eben wirklich noch alles von Hand gemacht. Das Erntegut wird mir uralten Ochsenkarren in die Ortschaft transportiert. Wir geben dem Moench der Pagoda ein paar Riel und er spricht ein kurzes Gebet fuer uns. Den Nachmittag verbringen wir im Schatten einer Huette an einem kleinen See. Anschliessend gehts zurueck zum Hof, Abendessen! Wieder kaufen wir ein, ich kuemmere mich um's Obst und Gemuese. Stefan wird irgendwo ein Chicken oder eine Ente kaufen. Als ich zurueck komme, sind Sp und Stefan bereits mit den Vorbereitungen beschaeftigt. Stefan hat eine Ente fuer fuenf Dollar gekauft und Try opfert fuer uns ein Huhn. Schon mal interessant, wie das so laeuft mit dem schlachten und auf was man dabei aufpassen muss. Stefan ist zuegig unterwegs und das Huhn ist schnell gerupft. Die Ente macht da schon etwas mehr Arbeit. Wir kuemmern uns anschliessen nicht weiter um das Kochen und geniessen schon mal ein Bier. Heute sind die Frauen mit kochen dran. Das Curry wird erstklassig, allerdings sind Stefan und ich froh, dass es schon dunkel ist. Das Fleisch wird hier nicht sauber ausgeloest und von jedem Fett befreit, nein, das komplette Huhn wird einfach in Stuecke gehackt und kommt so in den Topf. Hier wird vom Kopf bis zur Kralle alles mit gekocht und groesstenteils auch gegessen. Nach dem Essen ist, der Reste-Teller, der zwischen mir und Stefan steht gut gefuellt. Was weiss ich denn, was der rest alles mit gegessen hat.

Es ist erstaunlich mit welcher Gelassenheit die Leute hier Ihrer Arbeit nachgehen. Bei den Gespraechen Abends haben wir viel ueber das Leben als Bauer in Cambodia erfahren. Hier gehts wirklich um essentielle Dinge. Kein Strom, kein fliessend Wasser, keine Insurance, kein Fallback, keine Sicherheit! Die Leute sind sich gar nicht wirklich bewusst was sie hier eigentlich schaffen und leisten. In Sachen Selbststaendigkeit kann man sich hier moeglicherweise eine Scheibe abschneiden. Am naechsten Tag frueh morgens geht's fuer uns dann Richtung Kampot weiter. Sp wird uns dieses Stueck ebenfalls noch begleiten, da er in Kampot noch einen Onkel besuchen will. Die Fahrt mit dem Minivan wird nach einiger Zeit etwas anstrengend, 16 Personen, zwei Saecke Reis, 4 Backpacks, ein paar Huehner und noch etwas Kleinzeug begrenzen das Platzangebot stark.

Samstag, 5. Dezember 2009

Sin City - Phnom Pen

Von Don Det aus, haben wir ein BusTravel bis nach Phnom Pen gebucht. Elf Stunden Bustravel stehen uns bevor! Diesmal wollen wir die Reise, durch ein neues Land, von der Hauptstadt aus beginnen. Los gehts um 8:00 Uhr morgens in Don Det, bis wir am Festland aber endlich los kommen ist es fast Mittag. Der Grenzuebergang sieht provisorisch aus. Obwohl es sich um keinen offiziellen Grenzuebergang handelt gibt es wieder erwartend Visas bei Ankunft und obwohl wir schon eines haben fallen noch die ein oder anderen Gebuehren an. Der Bus ist nicht voll und gemuetlich. Um 22:00 Uhr kommen wir endlich in Phnom Pen, mitten in der City an. Schon bei der ersten Fahrt durch PP wird klar, dass es hier anders zu geht als in Laos. Die Stadt ist busy wie die Sau. Ein Deutscher den wir im Bus kennen gelernt haben sucht ebenfalls ein GH, ist genauso planlos wie wir, hat aber beim letzten Busstop etwas falsches gegessen und will nur noch in irgendein Zimmer. Kurzerhand entscheiden wir uns fuer das erste GH auf der Liste in der Gegend Lakeside. Fuer die Touris spielt sich in PP weitestgehend alles Riverside oder Lakeside ab. Lakeside soll etwas alternativer, billiger und chilliger sein. Die fahrt im TukTuk laesst mich an der Entscheidung zweifeln. Auf den Strassen ist viel Verkehr, wie hier an einer mehrspurigen Kreuzung, ohne Ampel, ohne Regeln, links abgebogen wird, gibt einem den ersten Kick. Wir biegen von einer grossen Strasse ab, ein zwei Strassen weiter kommen wir in eine kleine Gasse, TukTuk Fahrer nennen Sie die CrazyStreet. Hier ist GH an GH, Bar an Bar. Am Ende einer Gasse befindet sich das 'Number 9' Guesthouse. Schon vor dem Eingang stehen TukTuk und Moto Fahrer, diese bieten nicht nur Fahrdienste an sondern man bekommt hier einfach alles, von Drogen ueber Frauen wird hier fuer Geld jeder Wunsch erfuellt. Wir bleiben locker und checken erst mal ins GH. Die Zimmer sind nicht der Hit, die Terrasse zum See und der Lounge Bereich machen aber einen entspannten Eindruck. Nicht nur, dass die TukTuk Fahrer alles moegliche verkaufen, bekommen wir zum Zimmer nochmals alles moegliche direkt vom GH angeboten.
Den ersten Abend goennen wir uns noch einen Drink an der Riverside, auch schoen hier, alles etwas groesser, aufgeraeumter, mehr Stadt maessig und etwas teurer.

Am naechsten Tag in der Frueh, treffen wir Gunter in unserem GH. Er hatte auf dem Weg von Don Det noch einen Zwischenstop eingelegt und ist daher erst einen Tag laenger in der Stadt. Wir geniessen ein ausgedehntes Fruehstueck und einige Runden Pool. Anschliessend leihen wir uns Bikes und machen gemeinsam die Stadt unsicher. Ausserdem checken wir den Koenigspalast, der fuer 6$ voellig ueberteuert ist. Beim Rueckweg, faellt uns ein Essensstand an der Strasse auf. Spinnen, Kakalaken, Schlangen, Maden, Entenembryo, hier gibt's die etwas aussergewoehnliche Kost. Deep fried Spider, wuerde ich zwar nicht nochmal kaufen, ist aber nicht so schlimm zu essen wie man sich das vorstellen mag. Am Abend haengen wir mit ein paar Leuten im Lazy Gecko ab und verlieren beim Kneipen Quiz.

In PP kommt man um die Killing Fields und das Prison S21 nicht herum. Etwas Kultur muss sein und so entscheiden wir uns am zweiten Tag fuer eine TukTuk Runde. Was Pol Pot und die Khmer Rouge hier von 1975 bis 1979 abgezogen haben ist nur noch krank. Auf den Killing Fields gibts ausser Massengraebern und einem grossen Monument, dass mit Schaedeln gefuellt ist nicht viel zu sehen. Es gibt viel zu lesen und nach einiger Zeit bekommt man ein Gefuehl dafuer was hier abgelaufen sein muss. Genau genommen wurden die Leute nur aus einem einzigen Grund auf die Killing Fields gebracht. Execution! Prison S21, hier wurden die Leute festgehalten bevor es auf die Killing Fields ging. Die Gebaeude vermitteln einen gewissen Eindruck und die Zellen sind gefuellt mit Fotos, Interviews und Erklaerungen. Am spaeten Nachmittag entscheidet sich unsere kleine Gruppe fuer den Rueckzug, es reicht, genug Geschichte fuer heute. Wir verbringen den Abend im Number 9, bei Drinks, Pool und Girls.

Den naechsten Tag verbringen wir in unserer Ecke, checken das Internet und haengen im Number 9 herum. Es ist der letzte Tag mit Gunter, da er sich am naechsten Tag nach Siem Riep aufmachen wird, sich seine Reise dem Ende neigt und wir Richtung Kueste weiterziehen. Demnach stand Party auf dem Program und wir haben ein paar Bars und Clubs ausgecheckt. Am naechsten Tag verpassen wir es, uns ein Ticket fuer den Bus nach Kampot zu kaufen und goennen uns einen entspannten Hangover Tag.

Was soll ich sagen, PP ist krass. Es ist der erste Eindruck den die Stadt uns von Kambodscha vermittelt. Hier will jeder ein Stueck vom Kuchen haben. Die TukTuk und Moto fahrten sind nicht billig und auch die Resaurants sind es nicht wirklich, alles scheint verhaeltnissmaessig ueberteuert. PP ist im Vergleich zu jeder Stadt in Laos einfach riesig und busy ohne Ende. Passiert man eine Reihe TukTuk Fahrer und wimmelt den ersten ab, ist das Grund genug fuer den Naechsten wieder mit der kompletten Angebotspalette aufzuwarten. Die Bunnys, lassen sich hier einfach aushalten und machen fuer einen Platz zum schlafen, einen Drink oder ein Essen wohl fast alles. Lakeside gibts morgens schon mal nen Joint zum Fruehstueck. Die Strassen sind voll von Rollern, Autos und Bussen, will man eine grosse mehrspurige Strasse passieren, schleicht man sich einfach in den kreuzenden Verkehr. In dieser Stadt merkt man, wie sich jeder damit beeilt aus allem Kapital zu schlagen. Hier gibts offensichtlich keine Regeln und Tabus, Grund genug die Stadt nach Sin City umzutaufen.

Stefan lernt Sp einen TukTuk fahrer kennen, den wir an einem anderen Tag wieder treffen. Wir laden Ihn auf einen Drink ein und erklaeren Ihn fuer den TukTuk Fahrer unserer Wahl. Er ist ein netter und wir unterhalten uns eine ganze Weile. Er erzaehlt, dass seine Familie nahe Kampot lebt. Er selbst arbeitet als Teilzeit TukTuk Fahrer um seine Ausbildung, Frau und Kind zu finanzieren. Wir bieten Ihm an mit uns nach Kampot zu kommen. Dabei war die Idee, seine Familie gemeinsam fuer einen Nachmittag zu besuchen. Nachdem wir bis auf PP noch nichts von Kambodscha gesehen haben, waere ein bisschen Countryside genau das Richtige.

Don Det

Nach unseren Tagen mit den Bikes, stellen wir uns langsam aber sicher darauf ein, Lao gegen Cambodia zu tauschen. Auf dem Weg nach Sueden werden wir noch die 4000 Islands besuchen. Dabei handelt es sich um einen Landstrich, an dem der Mekong einem sehr weitlaeufigen Flussbett folgt. Groessere Inseln gibts hier viele, da ich aufgrund meines Visa aber nicht mehr sehr viele Tage fuer Laos zur Verfuegung habe, gehts gleich auf Don Det. Die groesste Insel in diesem Gebiet ist Don Khong, Don Det soll aber wohl schoener und entspannter sein. Ausserdem, sind zwischen Don Det und Don Khon, die letzten Reste, der einzigen Eisenbahnlinie Laos zu finden. Die Busfahrt mit dem Minivan von Pakse ist easy going und dauert nur eine gute Stunde. Von Ban Nakasang aus nehmen wir mit einigen anderen Touris ein Longtail um auf die Insel zu gelangen. Der Wasserstand im Longtail nimmt nach der halben Strecke bedenkliche Ausmasse an und so fangen einige Touris an, Wasser zu schoepfen. Don Det selbst ist ein Traum. Keine Autos, keine Strassen, nur einige wenige Scooter sind unterwegs. Wir finden ein einfaches Bungalow Resort auf der Sunset Seite der Insel. Kein Luxus, sondern lediglich eine Strohhuette, dafuer aber direkt am Fluss gelegen, Hammock und fuer nicht mal 2 Euro pro Nacht ein Schnaeppchen. Den ersten Tag verbringen wir ausschliesslich in der Hammock, nur um gelegentlich ein neues Bier zu holen stehen wir auf. Am zweiten Tag leihen wir uns ein Bike und radeln quer ueber die Inseln Don Det und Don Khon. Wir checken die alte Bahnbruecke, finden einen alten Pier und geniessen den Blick auf den nahen Wasserfall.

Don Det - einer der schoensten Flecken Laos!!

Der Vollstaendigkeit halber hier ein paar Lao Preis Infos:
  • 12.500 Kip == ca. 1 Euro
  • Zimmer mit Dusche und Fan zwischen 40.000 und 100.000 Kip
  • Zimmer mit Dusche am Flur, mit Fan, zwischen 20.000 und 40.000 Kip
  • Streetfood, eine Mahlzeit zwischen 5000 und 20.000 Kip
  • Thai Curry im Restaurant ca. 30.000 Kip = 5000 Kip fuer den Reis
  • Fruehstueck im Restaurant oder GH zwischen 10.000 und 40.000 Kip
  • Scooter pro Tag inkl. Insurance ca. 50.000 Kip
  • Ein Lieter Benzin ca. 8000 Kip
  • 1,5 Lieter Wasser, zwischen 2000 und 4000 Kip, im Restaurant etwas teurer
  • Bier 0,75l zwischen 8000 und 15.000 Kip
  • Flasche LaoLao 0,64l 9000 Kip
  • 1 Stunde Internet zwischen 9000 Kip
  • Schachtel Zigaretten (LM) 2500 Kip

Freitag, 20. November 2009

Mehr Glueck als Verstand - 7+1 Days Motorbike Trip from Vientiane to Pakse

Wie schon angekuendigt haben wir uns, am Freitag dem 13., zwei geile Honda 250 XR geliehen. Wir haben die Bikes am spaeten Nachmittag bei Jules Classic Bikes in Vientiane abgeholt. Die erste kurze Testfahrt durch die Stadt war schon nicht ohne. Rechtsabbieger ueberholt man eben nicht rechts und beim abbiegen aus einer abknickenden Vorfahrtsstrasse, sollte man auch Obacht geben. Leider hatte ich keine Cam auf dem Helm, denn das waere auf jeden Fall der ultimative start Movie fuer unsere Tour geworden. Leider ging an keiner Maschine der Tacho und somit gabs auch keinen Kilometerzaehler. Nachdem wir am naechsten morgen sowieso noch bei Jules vorbei mussten, erst mal kein Stress, werden die schon gefixed bekommen. Immerhin waere zumindest ein Tacho nicht schlecht. Vorallem weil wir eben weder GPS noch sonstiges Equipment am Start haben. Auf jeden Fall, geile Bikes und schon im ersten Moment der helle Wahnsinn, vorallem verglichen mit einem Honda Dream 125.

Geplante Route hatten wir keine, fest stand, dass wir die Bikes sieben Tage zur Verfuegung haben und somit sieben Tage quer durchs suedliche Laos schiessen werden. Das erste Etappen Ziel hat uns Jules, als Tip mit auf den Weg gegeben. Kong Lor Cave - von Vientiane Richtung Vieng Kham und anschliessend ca. 70km ins Landesinnere, Gesamtstrecke fuer den ersten Tag fast 300km.

Tag 1. Fast den ganzen Samstag Vormittag haben wir in der Werkstatt verbracht, letztenendes bekam Stefan eine andere XR 250 mit halbwegs funktionierendem Tacho. Gegen 11:00 Uhr gings endlich los. Es stand ueberwiegend Asphaltstrasse auf dem Tagesprogramm, zumindest soweit man der Karte glauben darf. Die Strassen hier sind nicht so schlecht wie man meinen moechte, die Hauptverbindungen sind meisst in einem ziemlich gutem Zustand. Sicherlich nicht unser deutscher Standard und nicht glatt wie ein Buegelbrett, die XR 250, buegelt aber jede Unebenheit einfach weg. Als ploetzlich ein Schild am Strassenrand auf einen Wasserfall hinwies, gings das erste mal auf eine sandy road, ungewohnt aber spassig. Einer von uns beiden hat das Moped hier schon das erste mal hingelegt. Fuer die Besichtigung des Wasserfalls sind 10.000 Kip zu berappen, leider spring nach dem bezahlen nur noch meine Maschine wieder an. Ratlosigkeit, Sprit muesste schon noch passen, zwar nicht mehr viel, aber sollt schon laufen. Zudem hab ich auf den ersten Kilometern gleich den Ersatzschlauch fuer den Hinerreifen verloren. Was nun? Erst ma ne Wasserflasche voll Sprit holen und beim Ruckeweg zur Tanke nach dem verschollenen Schlauch ausschau halten. Beim Rueckweg von der Tanke kam mir Stefan schon entgegen, was das Moped fuer ein Problem hatte bleibt ein Mysterium. Wir sind dann gemeinsam zurueck zur Tanke, ich bin noch ein Stueck weitergefahren um den verschollenen Schlauch zu finden, war aber leider nix. Durch die ganze Action haben wir einiges an Zeit verloren und das angepeilte Tagesziel war vor der Daemmerung nicht mehr zu erreichen. Die Bundesstrasse 13, ist die Hauptverhersverbindung zwischen Vientiane und Pakse. Die Ortschaften die man passiert sind auf die reisenden spezialisiert, nachezu jeder im Ort versucht irgendwas zu verkaufen, natuerlich alles mit laotischer Gemuetlichkeit. GH sind ebenfalls fast in jeder Ortschaft zu finden und so sind wir planlos in das erst beste eingecheckt. Am GH haben wir drei Israelis kennen gelernt die auf zwei, in Vientiane, gekauften Minsk (125cc, Einzylinder) nach Ho Chimin Stadt unterwegs waren. Coole Action !

Tag 2. Am Sonntag gings locker und entspannt, nach Kong Lor. Die Strecke bis dahin war nicht weit und so konnten wir uns nachmittags gleich die Cave rein ziehen. Cave, mei, ich hab in Thailand ja schon eine gesehen, aber Kong Lor ist mit Abstand die krasseste Cave die ich bisher gesehen habe. Wir besteigen ein kleines klassisches Longtailboot. Die zwei Guides, wovon einer im Heck und einer im Bug des Boetchens sitzt sind mit 12Volt Stirnlampen ausgeruestet. Das Boot ist eine wackelige Angelegenheit und ich habe kein gutes Gefuehl, weil ich meinen kleinen Rucksack mit dem ganzen wichtigen Scheiss dabei habe. Die Hoehle ist 7,5 km lang und ein Fluss fliesst hier unter einem Berg hindurch, nach ca. 40min kommt man auf der anderen Seite des Berges wieder raus. Der Mann im Bug, checkt die Umgebung waehrend der gesamten Fahrt, hat ein Ruder in der Hand und versucht so den groebsten Brocken auszuweichen. Sehr eindrucksvolle Action. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir in Kong Lor in ein GH eingecheckt, Kong Lor ist ein Ort im Nirgendwo, die Hoehle ist zwar eine Touristenattracktion aber so richtig entwickelt ist der Tourismus in Laos noch nicht. Demnach wirklich eine Unterkunft im Nirgendwo.

Tag 3. Heute war laut Karte die erste laengere Strecke auf sandy road angesagt, demnach schon am Morgen Vorfreude. Von Kong Lor gings ein Stueck zurueck und anschliessend Richtung vietnamesischer Grenze, von Lak Sao gings dann zum Tagesziel Mahaxay. Kurz nach Lak Sao fuehrt der neu geteerte Weg durch eine Seeenlandschaft. Ein riesiges Areal wurde hier aufgestaut, die alten Baeume ragen noch aus dem Wasser und in den angrenzenden Orten gleicht ein Holzhaus dem anderen. Mehr Infos darueber unter Nam Theun 2, wobei auf diesen Seiten uber die Umsiedelungen usw. nichts zu finden ist. Die Empfehlung von Jules war etwas schwammig, mehr oder weniger meinte er aber wir sollen uns besser durchs Landesinnere durchschlagen als die Hauptstrasse zu nutzen. Auf der GT Rider Map sind einige Strassen enthalten, scheint aber nicht die neuste zu sein und so sind sandy roads teils asphaltiert und Asphaltstrassen werden manchmal zu einer sandy road. In Mahaxay haben wir leider nur ein GH gesehen, die GH Schilder sind oft nicht beleuchtet und nachdem es gerade dunkel wurde, war dieses GH die erste Wahlt. Nachdem Check-In fiel Stefan die etwas sonderbare Leuchtdekoration am Eingang auf, mei was will man machen, fuer eine Nacht war das Zimmer auf jeden Fall OK.

Tag 4. Von Mahaxay ueber Bualapha nach Vilabury. Das Tagesziel war vor Abfahrt nicht definiert, ich hatte eigentlich gedacht wir wurden es weiter schaffen. Von Mahaxay ausschliesslich sandy road mit etwas Verkehr, anschliessend muessen wir einen Abzweig oder ahenliches verpasst haben, der Weg ab da, sehr trailartig, aber Spassig. Die ersten sonderbaren Bruecken waren fuer uns schon eine Herausforderung, zum Glueck liessen sich Rivercrossings vorerst noch vermeiden. Auf dem Weg haben wir immer mal wieder einen Pickup, beladen mit zwei Scootern getroffen, solange wir die Jungs wieder sehen, sind wir auf dem rechten Weg. Nach einer Bruecke die fuer einen Pickup nicht zu passieren ist und auch ein Rivercrossing mit Pickup unmoeglich scheint mischt sich etwas Unsicherheit in unsere Wegwahl. In einem kleinen Dorf fuehrt die Strasse dann aber tatsaechlich ohne Bruecke ueber einen kleinen Fluss. Wie gesagt sind wir super ausgeruestet und haben nur die GT Rider Map mit unserem gewohnten Zeichensatz. Der Laote im nirgendwo kann damit sehr wenig anfangen, wir sprechen die Namen aus und unterschiedliche Leute zeigen in unterschiedliche Richtungen. Was nun, die Strasse scheint nach dem Fluss weiter zu gehen, also los, dass erste Rivercrossing! Das war schon ein riesen Ereigniss, nicht nur fuer uns, sondern eben auch fuer das ganze Dorf. Nachdem uns der Weg anschliessend ziemlich schnell im Stich liess, gings schon bald wieder zurueck. Wieder im Dorf haben wir, unsere Kollegen mit dem Pickup, wieder getroffen. So kamen wir wieder auf den rechten Weg. Unglaublich dass die Jungs diesen mit Ihrem Pickup fahren. Der ganze Weg aber ein riesen Spass. XR 250, ich schmelze bei dem Gedanken an ein Mountainbike mit Federweg ohne Ende und 250ccm. Ploetzlich kommen wir aus dem Jungle auf eine riesen feldartige Flaeche, alles braun und frisch gerodet. Die Arbeiter vor Ort koennen uns keinen Sprit geben, oder haben keinen, auf einer frisch geschotterten Strasse gehts rasant nach Vilabury wo die Tanks gefuellt werden und wir ein nettes GH finden.

Tag 5. Morgens wieder das alltaegliche Kette oelen und Oel Check, ausserdem muss an meinem Bike die Kettenspannung nachgestellt werden. Waehrend ich eine Werkstatt aufsuche besorgt sich Stefan neue trockene Schuhe. Tagesziel waehre eigentlich Salavan gewesen, mit ueber 250km ein weit entferntes Ziel. Die ersten 80 km Teerstrasse werden sich schnell wegschnaufen lassen und die sandy road wird schon nicht so schlimm werden. Bei Nabo, nach ca. 40 km, muessen wir uns fuer eine sandy road entscheiden. Entweder ueber Phin, laut Karte mit 50km Motorbiketrail, Rivercrossing und einer broken bridge nach Salavan oder nur sandy road mit nur einem kurzen Trail stueck ueber Nang an der vietnamesischen Grenze entlang. Wir entscheiden uns fuer den "save way" ueber Nang. Bis Nang alles kein Problem, den 5km Motorbiketrail nach Hap werden wir schon finden um dann ueber Ta Oi nach Salavan zu duesen. Der Weg verliert sich kurz nach Nong, wir fragen in jedem Dorf mehrmals nach dem Weg. Der Trail ist nett und macht Spass, nach dem 5. grossen Schlammloch oder Rivercrossing, schwindet die Begeisterung fuer diese Actions allmaehlich. Die Entscheidung umzukehren wird aufgrund der bereits ueberwundenen Hindernisse aufgeschoben. Der Weg wird zusehens schmaler und schwieriger zu fahren. Stufen Bergab und Bergauf, mit fast einem halbem Meter, grobes Geroell zehren an den Nerven, sind mit den Mopeds aber noch gut zu bewaeltigen. Mit meinem Mountainbike waeren Teilstrecken nicht zu fahren gewesen. Nach ueblen passagen am Hang entlang kommen wir gegen 16:00 Uhr an eine Hangrutschung. Bis hierhin haben wir von Nang gefuehlte 5 Stunden gebraucht. Talwaerts fliesst ein Fluss, der dort laut Karte eigentlich gar nicht sein sollte. Unsere Orientierung ist dahin, keine Ahnung wie lang der Weg noch so weiter geht. Moeglicherweise ist am ende dieses Tals eine Ortschaft, ein Dorf oder eine groessere Strasse zu finden. Es ist spaet, wir sitzen schon gut acht Stunden auf unseren Bikes und beim Nachdenken kommt einem auch der Gedanke wie bloed man eigentlich sein kann. Stefan ist fuer die Weiterfahrt, zweifelt aber ebenfalls, ich bin fuer den Rueckzug. Obwohl wir zwei Haengematten als Notunterkunft dabei haben sind wir fuer eine Uebernachtung im Jungle schlecht ausgeruesstet. Wir treten den Rueckzug an und schaffen das groesste, der auf uns wartenden, Rivercrossings noch waherend der Daemmerung. Anschliessend gehts bei Dunkelheit zurueck nach Nang. Weitere fuenf oder sechs Schlammloecher oder kleine Baeche sind zu ueberwinden. Bergauffahrten und -abfahrten werden ohne Ruecksicht auf Verluste genommen. Beim ScheisseLoch, ein Schlammloch vor dem ich auf der ganzen Ruckfahrt die meisste Angst hatte, macht Stefan dann einen Laydown und packt sich voll in den Misst. Alles stinkt und ist nass, auch die neu gekauften Schuhe, der Rucksack ist hinten auf das Bike geschnallt und die eigentliche Farbe ist vor lauter Schlamm nicht zu erkennen. Wir fahren weiter, ich bleibe mit dem Moped in einem weiteren Schlammloch stecken. Die Gespraeche sind erst mal eingestellt. Gegen 20:00 Uhr kommen wir in Nang an, die Gehwege sind bereits hochgeklappt und mit viel Glueck finden wir einen freundlichen Laoten der uns ein GH zeigt.

Tag 6. Stefan kauft neue trockene Schuhe und wir sehen zu, dass wir wieder auf die Hauptstrasse nach Lak Sao zurueck kommen. Kein Risiko mehr eingehen, was die Bikes aushalten, ist nahezu unglaublich. Von Lak Sao gehts den ganzen Tag bis nach Savanakhet.

Tag 7. Save, Save, Save, waehlen wir am letzten Tag unserer Reise die Hauptverbindungsstrasse nach Pakse und kommen am spaeten Nachmittag wohlbehalten an.

Schade schon, dass wir morgen unsere Bikes wieder abgeben muessen. Ueber die Erlebnisse der letzten Tage koennen wir inzwischen lachen, dennoch ist uns bewusst was fuer eine krasse Action das eigentlich war. Am Samstag Morgen kommt der Kollege von Jules Classic Bikes und hat unsere Rucksaecke mit am Start. Wir sprechen mit Jules und klaeren die kleinen Schaeden an den Bikes. Leider hat der Kollege den Passport von Stefan nicht dabei, auch in unseren Rucksaecken lasst sich dieser nicht finden. Jules findet diesen im Office in Vientiane und wir einigen uns darauf, die Bikes fuer Samstag, for free, noch zu behalten. Jules wird den Pass mit einem Flugzeug schicken und hofft dass wir diesen zeitnah erhalten.

Demnach gings am Samstag wiedererwartend nochmal auf unsere Bikes, sehr gut, denn so koennen wir noch das Bolaven Plateau, oestlich von Pakse auschecken. Wir finden zwei unbekannte aber eindrucksvolle Wasserfaelle und haben einen genialen Tag.

Am Sonntag morgen verpennen wir die Uebergabe der Bikes, der Kollege von Jules Classic Bikes laesst sich aber nicht so leicht entmutigen und steht ploetzlich in unserer Zimmertuer. Nun sind sie weg und wir werden uns morgen weiter richtung Sueden auf den Weg machen. Ein Tag werden wir die 4000 Islands nahe der Grenze zu Kambodscha besuchen, bevor es zuegig nach Kambodscha geht. Mein Visum fuer Laos lauft am 27.11. ab und es ist schon erstaunlich wie schnell 30 Tage Laos vorueber gehen.

Laos ist ein wirklich tolles Land, auch wenn es sehr arm ist, sind die Menschen sehr freundlich und Stress kennt man hier einfach nicht. Es gaebe noch viel zu erzaehlen, aber meine Finger wollen heute einfach nicht mehr.

Donnerstag, 12. November 2009

Lets rock it together !

So, wieder unterwegs ! Nachdem ich eine Woche in Luangprabang gesessen bin und es mir dort gut gehen habe lassen, war am Freitag ein Tag des Wiedersehens. Die Woche habe ich gut rum gebracht, war beim Frisoer und hab mein erstes Buch, "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten" endlich fertig gelesen.
@Joachim: Muehselig zu lesen, aber des lesens wert ! Will die Tage ein paar Textstellen vorstellen und schleppe es deshalb immer noch mit mir rum.

Geplant war, sich mit Stefan um ca. 16:30 Uhr vor dem Coldriver GH zu treffen, dieser hatte allerdings eine ordentlich stressige Action, um dort mit deutscher Puenktlichkeit aufzuschlagen. Denke die Details wird euch Stefan bei Zeiten selbst mitteilen. Am Freitag Abend war ein Schnelldurchlauf Luangprabang angesagt, denn ich wollte moeglichst am Samstag nach Vang Vieng weiter. Stefan war bezueglich der schnellen Weiterreise tiefenentspannt und so gings am naechsten Tag per Minibus nach Vang Vieng.

Angepeilte Ankunftszeit war der fruehe Nachmittag, denn eine Ankunft um diese Zeit ist grundsaetzlich entspannt. So kann man als erstes, in Ruhe, ein Bier geniessen um anschliessend bei Tageslicht auf GH Suche zu gehen. Letztenendes hatte unser Bus auf der Strecke aber zwei Pannen und die gesamte durchschnittliche Reisegeschwindigkeit betrug nich mehr als 30kmh. So hat der ganze Spass, neun Stunden gedauert und wir waren kurz nach Sonnenuntergang in Vang Vieng.

Nach Viantiane ist Vang Vieng, der bekannteste Ort in Laos. Ein "must visit" sozusagen. Die Landschaft dort ist sehr schoen und ausserdem handelt es sich um die inoffizielle Tubing Hauptstadt. Tubing, man treibt einen Fluss mit einem LKW reifen runter, thats Tubing. Festzustellen ist, dass es sich um einen Ort in Laos handelt, mit Laos selbst hat das sicherlich wenig zu tun. Man trifft haufenweise party people und der ganze Ort ist auf Touris ausgelegt. Da ich das im Vorfeld mehrmals gehoert hatte waren die Gefuehle und Erwartungen gemischt, denn eigentlich will ich ja Laos kennen lernen. Letzlich habe ich meine Einstellung fuer diese Tage etwas angepasst. Es handelt sich um einen wirklich schoenen Flecken Erde, Party ohne Ende und zum Glueck trifft man nicht nur total kaputte Leute. Nach dem ersten Tag Tubing war ich auf jeden Fall ordentlich geflashed. Man kann Vang Vieng nur schwer beschreiben: "total verrueckt, merkwuerdig, abgefahren, unglaublich, krank, irre, ....". Es ist nich nur einfach: "...den Fluss runter treiben...". Am Startplatz, wartet die erste Strandbar mit lauter Musik, Cocktails aus kleinen Eimern und kostenlosem Schnapps bis zum kotzen. Die Bars sind teils nicht weit auseinander, entscheidet man sich fuer die naechste, tube't man moeglicherweise nur zehn Meter weiter. An jeder Bar gibt's irgendwelche Actions. Tarzan maessige Trapetze, wuerd mal schaetzen bis zu acht Meter hoch, oder Ziplines, oder Rutschen. Wie auch immer, Fun ja, aber irgendwie auch eine merkwuerdige Geschichte, mitten in einem der aermsten Laender Sued-Ost-Asiens.

Nach zwei Tagen Tubing gings Richtung Viantiane. Auf dem Weg haben wir eine Runde Kayaking eingelegt und nen coolen zehn Meter Cliff Drop hingelegt.
Sind also seit gestern Abend in der Hauptstadt von Laos unterwegs. Die Stadt macht einen sehr entspannten Eindruck und den Grossstadtstress sucht man hier vergebens. Heute wurden einige Reisevorbereitungen fuer die naechsten Tage getroffen. Das Visa fuer Kambodscha haben wir vorsorglich organisiert, weil wir evtl. doch versuchen ueber Land nach Kambodscha einzureisen. Morgen ist noch ein fauler Tag in Viantiane geplant und ab Samstag sind fahrbare Untersaetze, fuer sieben Tage, organisiert. Den Weg nach Sueden, werden wir auf heissen Oefen runter reissen ! ROCK ON !!

Dienstag, 3. November 2009

Luang Nam Tha - Luangprabang

Das Kayaking in Luang Nam Tha war eine witzige Angelegenheit, obwohl man wesentlich mehr paddeln musste als gedacht. Dabei haben wir zwei Akha Doerfer besucht und einiges ueber das Leben dort erfahren. Die Bilder in der Gallrey sehen teils aus, wie aus einem Museum. Die Leute dort, leben aber wirklich in einfachen Huetten ohne Einrichtung, Strom und fliessend Wasser.
Am Tag drauf hatten wir die BigBrotherMouse Action gestartet. Es gibt verschiedene Travel Agency's die das anbieten. Man kauft einige Buecher und uebergibt diese in einem Dorf an die Kinder. Natuerlich kann man auch einfach etwas spenden. Im Dorf angekommen, mussten wir leider feststellen, dass niemand in der Schule ist. Der Lehrer hatte etwas zu erledigen und so fiel die Schule an diesem Tag einfach aus. Als wir, zusammen mit unserem TukTuk Fahrer, etwas ratlos im Dorf standen, kamen aber ploetzlich die ganzen Kinder angelaufen. Die sind einfach neugierig. Der TukTuk Fahrer, unser Guide fuer diese Action, hat die Kids dann alle in die Schule geschickt. Das lassen sich die Kids hier auch nicht zweimal sagen. Wir haben unseren Lehrauftrag verantwortungsbewusst wahrgenommen und mit den Kids viel Spass gehabt. Die Distille beim Rueckweg war auch recht cool. Hier wird der klassische LaoLao, ein Reisschnaps, gebrant. Der Schnapps war noch warm und Mittags um 12:00 Uhr ohne richtiges Fruehstueck ist selbst ein einzelnes Stamperl nicht zu verachten.
Am Abend haette ich mich fast noch fuer ein Trekking entschieden. Nachdem ich aber schon drei Tage in Luang Nam Tha verbracht hatte und es aktuell recht schwierig ist Gruppen fuer ein Trekking zusammen zu bekommen, habe ich das gelassen. Zu teuer und auf der anderen Seite bin ich fuer Guided Actions nicht recht zu begeistern. Bin daher am Samstag 8 Stunden mim Bus nach Luangprabang gefahren. Gunter wollte auch nicht laenger in Luang Nam Tha bleiben und so teilen wir uns wieder ein Zimmer. Dienstag erst mal nen faulen eingelegt und die Stadt erkundet. Gestern am Khuang Xi Wasserfall beim baden gewesen und heute siehts wieder nach nem faulen aus.

Zwischenzeitlich wusste ich nicht genau, wie ich die Woche hier rumbringen soll. Seit dem weiss ich, dass es gut ist, einen groben Plan zu haben, auch wenn man diesen jeden Tag verwirft ;) Am Freitag treffe ich mich hier mit Stefan, der mich fuer die naechsten vier Wochen begleiten wird. Hatte mir fuer die Zeit bis Freitag bereits einen neuen Moped-Loop zusammengestellt. Nachdem es aber nur 100ccm Scooter fuer 150.000Kip am Tag (ca. 12 Euro) gibt, ist das erst mal gestorben. Inzwischen hab ich noch eine neue Idee fuer diese Woche, wird mit dem Treffen am Freitag aber moeglicherweise knapp. Alternativ, gibts hier auch noch einiges zu sehen. Eine ganz grobe Reiseplanung ab Freitag ist bereits recherchiert. Recherche ist zwischendurch recht sinnvoll, ansonsten haette ich nicht gewusst, dass die Einreise nach Kambodscha, von Laos aus, ueber Land, nicht so einfach moeglich ist. Bis dahin ist es aber noch weit und wir werden sehn wies weitergeht.

Rock on, ich muss sehn, dass ich mein erstes Buch fertig gelesen bekomme. Chill mich jetzt an den Fluss und geniesse ein BeerLao.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Travel to Laos

Montag 10:00, Bus Station 1, Meeting Point mit Gunter. Wir hatten uns ueberlegt, fuer ein Stueck zusammen zu reisen. Laos ist eben doch was neues. Ausserdem koennen wir fuer eine Weile die Uebernachtungskosten teilen. Die meissten Traveler, reisen aus Chiang Mai direkt nach Chiang Khong (7 Stunden Busfahrt) und ueberqueren die Grenze oft noch am selben Tag. Anschliessen ist die klassische Variante, ein Speed, oder Slow Boat nach Luang Prabang. Hatte das urspruenglich auch ueberlegt. Nachdem das aber jeder macht ,war ich mir unsicher ob sich das wirklich lohnt. Von Luang Prabang wollte ich dann mit dem Moped in den Norden fahren. But as you know: "Traveler change plans every day".

Daher, sind wir mit dem regulaeren Bus fuer ein paar Euronen nach Chiang Khong. In Chiang Khong war wiedererwartend gar nichts los. Dafuer war das GH, im Teakwood Style, mit direktem Blick auf den Mae Khong, einfach fett. Am naechsten Tag gins mit nem Longtailboot nach Laos. Einreise war kein Problem. Hatten uns ueberlegt mit nem Longtail in zwei Tagen, anders als alle Touris, den Nam Tha River, nach Luang Nam Tha rauf zu schippern. Da es aber keine public route gibt und uns ein ein privat Boot fuer 120$ einfach zu teuer war, gings wieder mit nem local Bus weiter. Das erste Drittel der Strecke war wirklich uebel, immer wieder sandy road und Schlagloecher, ausserdem nen crazy Busfahrer und das alles in nem krassen Bus. Gestern Abend aber zum Glueck unbeschadet hier angekommen.

Heute, Lazy Day. Fuer morgen ist ein Kayaking geplant und ich bin am ueberlegen, ob ich fuer Freitag und Sonntag ein Trekking im Nam Tha NP buche.

Laos ist schon eine andere Nummer. Bei der Einreise in Huayxay, ist zu Thailand, nur ein minimaler Unterschied festzustellen. Die Doerfer an der Strasse auf dem Weg nach Luang Nam Tha sind aber viel einfacher gehalten. In Thailand sieht es nur in Hilltribes so aus. Werde sehen dass ich hierzu bald eine Auswahl an Fotos liefern kann.

UPDATE: New Pictures Travel Chiang Rai to Luang Nam Tha
UPDATE: Map updated

Doi Chang and White Temple

Geplant war am Sonntag aus Chiang Rai Richtung Laos zu starten, weils da aber einfach zu nett war, habe ich mich am Sonntag nochmals fuer eine kleine Scooterrunde entschieden. Bin rauf auf den Doi Chang gefahren, bisschen scary, weil die Strasse fuer fast 20km, ein Feldweg in sehr schlechtem Zustand war. Rund um den Doi Chang wird Kaffee angebaut, da ich noch nie eine Kaffeepflanze gesehen habe war das die Action auf jeden Fall wert. Natuerlich auch wieder riesen Ausblicke am Start gewesen. Da geht mir der Schnee von dem ich immer wieder hoere bisher nur bedingt ab.

Beim Rueckweg habe ich noch den White Temple gecheckt. Die komplette Tempel Anlage wurde von einem Kuenstler entworfen und geplant. Mal was anderes. Wobei man schon auch den Eindruck bekommen koennte, dass es sich um eine geplante Touristenattraktion handelt.

Update: Gallery updated

Sonntag, 25. Oktober 2009

The best snippets from the book "Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten"

Das Buch hat mir Joachim mitgegeben und ich hab es immer noch! Es ist teils schleppend zu lesen, aber echt brauchbar.

"...............Reisst man aber eine Fabrik ein oder revoltiert gegen eine Regierung oder unterlässt es, ein Motorrad zu reparieren, nur weil es sich dabei um ein System handelt, heißt das, Wirkungen anstelle von Ursachen anzugreifen; und solange nur die Wirkungen angegriffen werden, ist keine Veränderung möglich. Das wahre System, das eigentliche System ist der derzeitige Aufbau unseres systematischen Denkens selbst, die Rationalität selbst, und wenn man eine Fabrik niederreisst, jedoch die Rationalität, die sie hervorgebracht hat, stehen lässt, dann wird die Rationalität einfach eine neue Fabrik hervorbringen. Wenn eine Revolution eine systematische Regierung vernichtet, die systematischen Denkmuster, die diese Regierung hervorbrachten, jedoch unangetastet lässt, dann werden sich diese Denkmuster in der nachfolgenden Regierung wiederholen.........."

"...............Ein treuer Diener der Kirche muss sich in einer solchen Lage so verhalten, als hätte er die Drohungen nicht vernommen. Sein Hauptziel ist nicht, den Mitgliedern der Gemeinde zu dienen, sondern immer, Gott zu dienen..............."

Auf jeden Fall lesenswert!

Samstag, 24. Oktober 2009

Lazy days

Yeah, am 20.10. gings mim Moped nach Chiang Mai zurueck. Keine grosse Action dachte ich, lediglich ein Aussichtspunkt stand auf meiner Liste. Wie sollts auch anders sein, stehe ich ploetzlich vor einer grossen Wolkenfront, also gut, alles wasserdicht machen und los. Komm grad aus dem Regen raus, als das Fahrgefuehl etwas komisch wird. Mach langsamer und ahne es schon, ein platter Hinterreifen! Hab das Moped auf einen nahegelegenen Parkplatz geschoben, ein Thai in meinem Alter ist derweilen ein Stueck vorraus gefahren und kam ebenfalls grad auf den Parkplatz zurueck. Er meinte, in ca. 1km waere eine Werkstatt. Nachdems grad kraeftig zu schuetten angefangen hatte, gabs erst mal was zu essen. Die Wald und Wiesen Werkstatt war wirklich nur knapp nen Kilometer entfernt, was hab ich doch fuer ein Schwein. Fuer 100Bath, also gerade mal zwei Euronen war der zerstoerte Schlauch gleich gewechselt. Der Aussichtspunkt war nicht der Hit und so gings ohne weiteren besonderen Vorkommnissen nach Chiang Mai.

Am Mittwoch gings mit dem regulaeren Bus fuer 120Bath wieder zurueck nach Chiang Rai. Bin dort im Baan Bua GH. Die haben einen netten Garten und ich nehm mir Zeit zum lesen, schreiben und nachdenken. Hab Emil, einen Schweizer, den ich in CM kennengelernt habe, hier wieder getroffen. Bei der Busfahrt von Chiang Mai, Gunter aus Belgien kennengelernt, gestern Abend zwei Maedls aus Australien und der Schweiz, Nicholas aus Kalifornien und einige andere. So ist die Zeit gut rum zu bringen. Das Traveln hat schon was! Viele Traveler sind alleine unterwegs, was ich gar nicht erwartet haette. Auf jeden Fall, bisher alles sehr interessant. Versuche ausserdem, mein erstes Buch fertig gelesen zu bekommen, weil ich einfach viel zu viele Buecher mit mir rum schleppe. So langsam setzen sich die Eindruecke der ersten Tage.

Anbei ein paar kurze allgemeine Infos zu Thailand:

Reisekosten:
  • 50 Bath == ca. 1 Euro
  • Zimmer mit Dusche und Fan zwischen 200 und 300 Bath
  • Zimmer mit Dusche am Flur, mit Fan, zwischen 100 und 200 Bath
  • Zimmer mit Dusche und Fan fuer 30 Tage, ca. 2500 Bath
  • Streetfood, eine Mahlzeit zwischen 10 und 40 Bath
  • Thai Curry im Restaurant ca. 80 Bath
  • Fruehstueck im Restaurant oder GH zwischen 60 und 100 Bath
  • Scooter pro Tag inkl. Insurance ca. 200 Bath
  • Ein Lieter Benzin ca. 35 Bath
  • 1,5 Lieter Wasser, zwischen 10 und 15 Bath, im Restaurant etwas teurer
  • Bier 0,33l normal ca. 40 Bath, kann in ner Disse aber auch 150 Bath kosten
  • Bier 0,75l zwischen 60 und 100 Bath
  • Flasche SamSong Whisky 0,75l 200 Bath, das ist mit der Grund, warum die Thais eher Whisky saufen, der Rausch ist garantiert und viel billiger einzufahren als mit Bier.
  • Eintritt Nationalparks, meisst 100 Bath
  • 1 Stunde Internet zwischen 30 und 40 Bath
  • 1 Stunde Thai Massage zwischen 100 und 200 Bath
  • Schachtel Zigaretten (LM) 60 Bath
  • Busfahrt von Chiang Mai nach Chiang Rai, drei Stunden Fahrt 120 Bath
  • TukTuk fahrt vom GH an die Arcade Busstation in Chiang Mai, ca. 15 Minuten Fahrt, 80 Bath
Denke, das war das wichtigste, wenn Ihr noch was wissen wollt schreibt doch einfach ein Comment unten rein. Wieviel Kohle man braucht haengt natuerlich auch von den Actions ab, die geplant sind. Haengt man einfach nur locker ab, kann man sichs fuer nen 10er am Tag, inkl. Unterkunft, gut gehen lassen.

Dann rockt mal schoen das Wochenende, bei mir gehts morgen Richtung Chiang Khong weiter.

Montag, 19. Oktober 2009

Golden Triangle Loop

I like my Bike ! Nun gut, der Loop war nicht so lang wie der erste und nach drei Tagen auf dem Moped, nach ca. 800km, habe ich einen Break in Chiang Rai eingeplant. Das mit dem Gepaeck hab ich mir vor dem Start noch anders ueberlegt, mein grosser Rucksack liegt also wieder im GH in Chiang Mai. Dafuer hab ich diesmal meine Regenhose mit. Im Rucksack ist ausser Waesche und meinen Bergstiefeln nichts an Wert, so what? Es ist einfach viel angenehmer mit wenig Gepaeck zu reisen, sicher haette das alles aufs Moped gepasst, aber was tun, wenn man sich eine Hoele oder aehnliches ansehen moechte? Nachdem ich am Mittwoch mit Jean, noch eine nette Nachmittagsrundtour gestartet hatte, gings am Donnerstag Frueh wieder los.

Der Wecker ging um 6:30 Uhr. Hab mir die Elephant Show und ne Cave gegeben, anschliessend gings durch Hilltribes zum Doi Angkhang. Die "Strasse", aehnelt manchmal eher einem Feldweg und ist manchmal nur noch nen guten Meter breit. Man trifft auf: Streunende Hunde, Bauern die irgendwelche Pick-Ups beladen oder Leute die grad von der Jagd kommen. Oft, ist da aber auch einfach niemand und wenn man sein Moped abstellt und gemuetlich eine Zigarette raucht sind da nur die Geraeusche des Waldes. Die Strassen, gingen oft direkt an der burmesischen Grenze entlang, daher kommt man oft an Checkpoints vorbei. Leider haben die mich kurz vor Fang nicht passieren lassen und so musste ich umdrehen und eine groessere Strasse zu meinem ersten Tagesziel waehlen. Fang selbst, war ganz nett, hab mich dort ueber mich selbst aergern muessen weil ich wirklich in der uebelsten Unterkunft abgestiegen bin. Wie ich im nachhinein feststellen musste, waere eine coole Unterkunft nur 2 Euro teurer gewesen. Egal, macht nix, eine Nacht geht immer.

Am zweiteng Tag gings nach Mae Salong, dort wird inzwischen statt Opium, Tee angebaut. Sehr nette Ortschaft, schoen auf einem Berg gelegen. Das testen der verschiedenen Tee Sorten ist kostenlos und so hab ich mich fuer ne gute Stunde durch die Tees getrunken. Tempel gibts ueberall und auch wenn ich mich fuer den Buddhismus nur bedingt interessiere, sind diese meisst auf einem Huegel gelegen und allein der Aussicht wegen wert, besucht zu werden. Die Route von Milo habe ich an dem Tag dann erstmals abgeaendert und bin 50km Nebenstrasse durch den Wald und Hilltribes gefahren. Immer an der Grenze entlang. Doi Chang Mup, keine Ahnung, aber vielleicht hat man eine gute Aussicht, dachte ich. Wenn man dann nach 50km durch Wald, teilweise bei Regen, ploetzlich auf diesem Aussichtspunkt (alter Militaerposten) steht, faellt einem erst mal gar nichts mehr ein. Die Aussicht - Ueberwaeltigend !! Das Spiel der Wolken noch dazu, haette dort ewig sitzen koennen. Nachdem die Sonne aber eben um kurz nach 6:00 pm untergeht, hab ich mich noch bis nach Mae Sai durchgeschlagen. GH hatte ich schnell ein cooles gefunden. Dennoch immer eine Action bis man sich in einer neuen Stadt zurecht findet und seine Bleibe gefunden hat.

Gestern, gings von Mae Sai ans "Goldene Dreieck", ausserdem das Opium Museum in Chiang Saen besucht. Alles ganz nett, aber auch etwas Touristisch. Anschliessend gings ueber eine gute Nebenstrasse nach Chiang Rai. Gefaellt mir gut hier, nicht so gross wie Chiang Mai, aber dennoch einige Bars in denen man ein paar englischsprachige Menschen trifft.

Eine Auswahl an Fotos zu diesem Trip ist bereits Online und auch meine Map ist auf aktuellem Stand.

Morgen gehts fix nach Chiang Mai zurueck, werd dort das Moped abgeben um am Tag drauf mim Bus zurueck nach Chiang Rai zu duesen. Einfach relaxt hier, really, lay back. Soweit erst mal das grobe, hoffe ich hab Zeit, die Tage ein paar side storys preis zu geben.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Another Loop is waiting for me !

So Leut, wollte mich einfach kurz melden. Merci fuer die coolen Comments, You all ROCK ! freut mich immer wieder sehr. Naja, wollte eigentlich schon lang wieder aus Chiang Mai raus sein, aber wie die Dinge eben immer so laufen. Am Abend, nach der Ankunft hier, habe ich irgendwie zu viel Alk erwischt (nein, ein klassischer "Gotsch" kam nicht zu stande). Mei, so neu ist das fuer mich auch nicht, brauchts ein gutes Fruehstueck und dann geht das wieder. Was weiss ich, hab mir sogar ein "german Breakfest" gegoennt. Irgendwie wurde danach aber alles noch viel schlimmer, die Kopfschmerzen waren weg, aber dafuer hatte ich Bauchweh ohne Ende. Seit gestern gehts mir aber wieder richtig gut. Bin dann gestern Abend nochmals bei meinem TravelBerater Milo eingelaufen. Wollte urspruenglich ja mit dem Bus nach Chiang Rai reisen. Inzwischen habe ich aber einen neuen Honda Dream 125ccm geliehen. Das Gepaeck ist in Teilen schon vorbereitet und morgen Frueh werde ich in den Golden Triangle Loop starten. Der ist nicht so lang wie der Mae Hong Son Loop, fuehrt aber dafuer direkt ins Goldene Dreieck. Opium waechst uebrigends erst oberhalb von 1500hm, aber das nur am Rande. Will dann mitte naechster Woche zurueck in Chiang Mai sein, anschliessend gehts nach Laos weiter. But you know, travelers change plans every day !

Have a nice time and rock, Chok Dee !!

Montag, 12. Oktober 2009

Back again !

Soo, back to Chiang Mai. Knap 1000km und das Moped hat ganz gut gehalten. Bin ganz froh drum. Genaugenommen der ganze Stress, nur wegs meinem Rucksack. Egal, werd mal ausmissten und kuenftig einfach mit meinem ganzen Scheiss los ziehen.

@Roman: Merci fuer den Tipp mit dem Sprit in der Flasche. Kleiner Tipp von meiner Seite zu diesem Thema: If possible, do it the Thai style. Nach Mae Serieng ist mir der Sprit fast leer gewesen. Hatte aber Glueck und es ging 20km nur bergab. Leerlauf rein, Zuendung aus und rollen lassen.
@Luensi: Das Moped hatte 125ccm, mehr als 100km/h auf bester Strasse will man damit aber auf keinsten fahren. Ausserdem hatte Roman recht, die gibts hier wie Sand am Meer, daher gibts kein Problem wenn man eine Panne hat. Mit ein Grund, warum ich mich fuer so eine Gruke entschieden habe.
@Mom: Das Wetter ist im Grunde klasse, mit 35 Grad fast schon zu heiss. Gestern hats mich kurz vor Pai aber doch boes erwischt, alles war nass. Ist natuerlich auch bloed wenn man die Regenhose im GH (Guesthouse) laest. Auch die ganzen Tueten waren natuerlich im GH in meinem grossen Rucksack.

UPDATE: Neue Wegpunkte in meine Map gebastelt
UPDATE: Best Pic's Mae Hong Son Loop online

Pai, Hippy Hometown, na ich weiss nicht recht, es war schlecht Wetter, alles war nass und ausserdem war Sonntag. Pai ist ein netter Party Ort, klein, aber Bars ohne Ende. Dabei stell ich mir schon die Frage nach der Hippy Misson. Ok gut, ich war nur einen Tag dorten, mir kams aber so vor, als wuerde jeder Penner sein Scheiss verkaufen wollen.
Nachdem das Wetter heute Morgen auch nicht besser war, bin ich heute schon nach Chiang Mai zuruek. Auf dem Weg, gabs noch einen Gysier und nen Wasserfall zu sehen.

Samstag, 10. Oktober 2009

On Tour

Nachdem inzwischen viele Seiten in meinem Moleskine gefuellt sind, wollte ich euch die letzten Tage kurz zusammenfassen. Klar, ich kann eure Bedenken, das Moped betreffend gut verstehen, ging mir auch so.
Am Spaetnachmittag, nach dem schreiben des letzten Post, war ich noch im GH rum gehangen. Die GH Besitzerin war, mit Familie und Freunden, am feiern und ich wurde gleich auf einen Drink eingeladen. "Naja gut, aber nur einen, ich will ja morgen los". Vorallem wollte ich noch mein Gepaeck aufteilen. Hatte vor, den grossen Ruchsack fuer 100 Bath bei meinem TravelBerater zu hinterlegen. Nachdem sich dann aber noch weiterere Traveler zu uns gesellt haben und die erste Flasche Whisky schnell geleert war, war das mit dem Packen erst mal dahin. Zwei Traveler hatten sich tatsaechlich richtige Motorraeder geliehen, ne 750er Honda und ne 250er SuperMoto, da habe ich mich dann schon auch gefragt. Haben den Abend dann ganz nett verbracht und ich hatte um 21:00 Uhr sogar noch Zeit, mir zu ueberlegen was ich unbedingt mitnehmen will. Als dann fast alle Traveler, um 23:00 Uhr, zum Feiern los zogen, bin ich brav ins Bett gegangen. Chiang Mai ist zwar ne nette Stadt, aber irgendwann geht einem das doch auf den Sack.

Am Donnerstag Morgen um 06:30 Uhr ging der Wecker. Hatte schon ein schlechtes Gewissen, bzw. hab ich mich nicht recht wohl dabei gefuehlt, mein Rucksack im GH zu lassen. Nach nochmaligem Umpacken, war dann aber wirklich fast alles in meinem kleinen Bike-Rucksack verstaut. Habe den Rucksack im "Cage", mit meinem Aldi-Kabelschloss, an ein Rohr gekettet. Hoffe einfach, dass er noch da ist wenn ich wieder ins GH komme. Die Fahrt, raus aus Chiang Mai war recht stressig. Erst gings auf einem "Super Speed Highway" richtung Sueden. Wollte irgendwann nur noch von dem scheiss Highway runter und bin daher auch an der ersten Sehenswuerdigkeit vorbei gefahren, Umdrehen kam gar nicht in Frage. Erster Stop, war dann "Wat Phra That Doi Noi", die Treppe rauf zum Tempel allein, war schon sehr beeindruckend, vorallem weil ich der einzige Mensch dort war. Nachdem aber wirklich kein Mensch dorten war, und ich mir vor einem Hund eingeschissen habe, hab ich nicht die ganze Anlage gesehen. Egal, es ging weiter richtung Sueden, bis Chomthong. An einem Strassenstand gabs endlich zwei Haehnchenspiesse zum Fruehstueck. Kurz noch an die Tanke und rein in den Doi Inthanon Nationalpark. Von dort an, war die Strasse ein Traum. Die Bundesstrasse 1009 fuehrt genau durch den Nationalpark und ist traumhaft zu fahren. Nachdem hier noch Vorsaison ist, ist nirgends viel los, teils gehe ich grad wenn ein Touri Bus ankommt. Lonely Traveler, hat auch was fuer sich. Auf jeden, war ich an dem Tag auf dem Doi Inthanon. Der ist mit 2565m, der hoechste Berg Thailands. Der "Gipfel" allein ist nicht der Hit, allerdings ist der Jungle Trail nebenan sehr beeindruckend. Auf diesem Berg findet man nahezu die selbe Tier und Pflanzenwelt wie im Himalaya vor. Am Rueckweg hab ich noch zwei Royal Chedis angesehen, allerdings eher unspektakulaer. Von dort gings eine relativ schmale, aber ganz gute Strasse, nur noch Bergab bis nach Mae Chaem. Leider hab ich nicht geschnallt, dass die GH's alle auf meiner Karte stehen. In meinen Lonely Planets war zu dem Ort naehmlich leider nichts zu finden. War daher erst mal im Internet. Der Typ im Internet Kaffee sprach ganz gutes englisch und so bin ich anschliessend im Mae Chaem Hotel gelandet.

Man hab ich viel in mein Moleskine geschrieben, das bringe ich hier gar nicht in Zeit unter und lesen wird das alles dann wohl auch niemand mehr.

Am Freitag bin ich von Mae Chaem nach Mae Sarieng gefahren. Auf dem Weg bin ich an einer heissen Quelle und einem Canyon vorbei gekommen, beides nicht der Hit. Das Highlight war die Schlange auf dem Waldtrail. Als ich am fruehen Nachmittag bereits in Mae Serieng angekommen war, wollte ich mir dort einen gemuetlichen machen und mit dem Moped noch ein wenig die Umgebung erkunden. Hmm, ja, das Scheppern hab ich schon laenger wahr genommen, bin wohl irgendwo zu schnell, durch ein Schlagloch durch. Nachdem ich Zeit hatte, hab ich mir gedacht: "schaust wohl besser mal nach". Bitter, die hintere Aufhaengung vom Auspuff war abgebrochen. Fuer 50 Bath liess sich das, bei einer ziemlich coolen Werkstatt, allerdings schnell fixen. Danach war der Tag auch schon vorbei, Essen, Bier und mein Moleskine. Internet Kaffee hab ich leider keins gefunden.

Die Tage werden immer besser und ich fuehl mich irgendwie immer wohler. Heute standen bis auf eine lange Strecke von Mae Serieng nach Mae Hong Son, nur zwei Stops auf der Liste: Das WW2 Museum in Khum Yuam und das "Lava Village" La Up.
La Up, liegt ungefaehr 25km von meiner eigentlichen Route entfernt, bedeutet also +50km zur Tagesstrecke. Die Strasse war anfangs ganz ok. Touris waren weit und breit keine zu sehen und ganz sicher war ich mir nach 15km leider nicht mehr. Statt Strasse war da ploetzlich nur noch ganz ueble Piste am Start. Die Karte und entgegenkommende Fahrer haben mir den Weg aber bestaetigt, bin demnach einfach weiter durch die Furchen und Loecher gefahren. Irgendwann bei einem kleinen Bergdorf, Kartencheck, was tun, hmm, das muesste es schon sein. Es bleibt die Wahl, zurueck fahren, oder einfach planlos in ein abgelegenes Bergdorf fahren. Also gut, why the hell not. Mitten im Nirgendwo lerne ich dann Widget (schreibt man bestimmt anders) kennen. Er ist von der burmesischen Grenze mit Familie hier her gezogen, ist 20, spricht ein bisschen Englisch und hat die Schule nicht beenden koennen. Er arbeitet eigentlich nicht. Fertigt lediglich ab und zu silber Schmuck. Sicher haette er gern einen guten Job, auf der anderen Seite meinte er, es macht auch nix, kein Geld zu haben, alles was er und seine Famile braucht, waechst auf den umliegenden Feldern. Nachdem er mir noch ein, zwei, Hotspots und sein Dorf gezeigt hatte, war ich zum Essen eingeladen. Wenigstens dass, konnte ich nicht ausschlagen. Das Angebot dort ein paar Tage mit Ihm zu verbringen war mir irgendwie zu viel. Was weiss ich denn warum, werde ich bestimmt nochma machen. Nachdem Essen: Reis, Chilli, Eier und einer komischen, gekochten Frucht, hab ich mich verabschiedet. Dennoch sehr viel Zeit dort verbracht und die Eigentliche Strecke lag ja noch vor mir.

Mein Hintern merke ich inzwischen ganz schoen. Kann an dem Moped oder den schlechten Strassen liegen. Nach fast 90km, hab ich mir eine Pause in Khun Yuam gegoennt. Durch, verantwortungsvoll, rasante Fahrweise, hatte ich einiges an Zeit gut gemacht. Am WW2 Museum bin ich erst vorbei gefahren, wollte umdrehen, habe mich aber erst zu einer kurzen Rast an einer Bushaltestelle hinreissen lassen. Chill grad gemuetlich vor mich hin, als ein Typ vorbei kommt. Ganz n netter eigentlich, auf jedem, hab ich dem dann gut ne Stunde deutsch bei gebracht. Anschliessend gings rasant weiter nach Mae Hong Son. Bereits ins GH eingecheckt und gegessen. Will ich jetzt noch n Bier und deshalb schliesse ich hier.

Man gibt's hier viel zu erleben, es ist schon erstaunlich, denn genau genommen bin ich noch nicht mal eine Woche unterwegs. Morgen geht's nach Pai, "lay back" angeblich, mal sehn. Haut rein, wuensch euch allen einen schoenen Sonntag und Party on !

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Last Day in Chiang Mai

Wie schon angedeutet, habe ich mich dazu entschlossen den Mae Hong San Loop zu machen. War heute, nach dem morgentlichen Kaffee, gleich auf der Suche nach der richtigen Street Map. Moped Laeden gibt's hier viele, zwei davon habe ich ausgecheckt, micht aber doch fuer den ersten entschieden. Insurance brauchts zwar glaube ich nicht, aber gut ein Euro hin oder her, macht's nicht fett und passieren soll sowieso nix. Preislich ist das hier schon entspannt. 200 Bath, kostet das Moped inkl. 50 Bath fuer die Insurance pro Tag, gesamt also gut vier Euro. Muss jetzt noch sehn wie ich das mit meinem grossen Rucksack mache, einen Teil von meinem ganzen Zeuch werde ich hier in Chiang Mai unterstellen. War heute schon eine kleine Runde drehen, scheint zu passen und wird hoffentlich die naechsten 1000km halten. Ride on !