Mittwoch, 24. Februar 2010

Von Franz Josef bis Wanaka

So schnell gehn die Tage ins Land, es ist nicht zu fassen, schon wieder sind acht Tage rum. Nachdem letzten Post bin ich zu dem DOC Campground am Gillespies Beach gefahren. Wieder erwartend kostet der Campground nichts, es ist ziemlich viel los und der kleine Parkplatz ist voll mit Campern. Das Wetter ist super und die Sicht ist gut. Nachdem der Beach gut 20km westlich von Fox Glacier liegt hat, man von hier eine phänomenale Aussicht auf die Southern Alps, man steht also am Strand und kuckt sich von dort die Gletscher an, das ist schon was. Abends Campfires zu Hauff und nette Leute. Tags drauf sieht das Wetter leider nicht gut aus, dennoch muss ich mich bewegen um wieder fit zu werden. Entscheide mich daher für einen Walk zum Galway Beach. Es fängt an zu regnen, was mich nicht wirklich stört, meine wasserdichten Wanderstiefel wären aber wohl die bessere Wahl gewesen. Der Walk ist schön und von einem Aussichtspunkt beobachte ich die Hector Dolphins durch mein kleines Fernglas. Für Regen ist mein Camper noch nicht optimal ausgestattet, dass war mir schon bewusst, nur an diesem Abend bekomme ich dies eben auch zu spüren. Zumindest provisorisch bekomme ich, auf die schnelle, mein Kochzeug auf dem Beifahrersitz unter um das erste mal in meiner Karre zu kochen. Es regnet ohne Ende und alle sitzen in ihren Vans oder Zelten fest. Hier an der Westcoast regnets viel, nachdem ich aber den Fox Glacier noch nicht gesehen habe und eben auch die Mt. Fox Route laufen will, hoffe ich auf besseres Wetter. Es macht irgendwie auch keinen Sinn im Regen durch die Gegend zu fahren und all die schönen Ausblicke zu verpassen. Denke, dass ist auch einer der Gründe warum viele Leute so viel Zeit in NZ verbringen. Nachdem es gut 24 Stunden non-stop geregnet hat wird es endlich besser und am frühen Nachmittag reisst es endlich wieder auf. Am Campground tauchen ein paar Leute vom DOC auf und verkünden gutes Wetter für die nächsten Tage. Demnach geht’s morgen zum Mt. Fox! Der Track ist vom DOC als schwer eingestuft und das was im DOC Info Heft steht hört sich schon nicht ohne an, nachdem ich aber an einer Haupt-Touri Sehenswürdigkeit rum hänge, denke ich mir, die werden wohl etwas übertreiben.

Der Track ist echt nicht ohne, ends steil, Wurzeln, Wurzeln, alles ist nass und glitschig. Immerhin schaffe ich den Aufstieg in drei Stunden, bekomme aber oben ausser Wolken und ein paar wenige Ausblicke auf die Küste nichts zu sehen. Am Summit treff ich Brad (Canada) und Julian (France). Nach fast zwei Stunden geben wir die Hoffnung auf einen Gletscherblick auf und machen uns an den Abstieg. Immerhin war der Track ein ordentliches Training und ich bin echt froh, dass meine Knie einigermaßen durchgehalten haben. Es gibt an diesem Abend keine Dusche, ich kann ja nicht jedes mal in nen Campground einchecken nur um duschen zu gehen. Den Duscheffekt hol ich mir an nem Fluss unter einer Brücke. Hier wird anschließend auch gekocht und gepennt.

Nach der Mt. Fox Action brauchts erst mal wieder nen Lazy Day und so lasse ich es mir an der Bruce Bay in meiner Hammock gut gehen. Am späten Nachmittag geht’s zum Startplatz vom Copland Track. Beim bereiten meines Abendessen finde ich eine Nachricht von Julian, dumm dass ich die nicht früher gesehen habe, wir hatten schon über die Welcome Flat Hut gesprochen und wollten die Tour evtl. zusammen machen. Leider hat mein Handy kein Netz und nachdem die Sandflys mich langsam auffressen, fahr ich nochmals nach Fox Glacier um Julian auf seine Voicebox zu sprechen. Geschlafen wird am Startplatz vom Copland Track. Der Copland Track ist ein mehrtägiger Alpencross Track. Nachdem mir aber Kondition und Equipment fehlt, werde ich nur bis zur ersten Hütte, der Welcome Flat Hut, laufen. Um acht Uhr morgens starte ich bei bestem Wetter los. Der Weg ist nicht sehr anspruchsvoll oder steil, aber bis zur Welcome Flat ist es doch ein gutes Stück. Bei meiner Mittagsrast treffe ich Julian und Katharina und wir gehen das letzte Stück zusammen. Die Hot Pools sind der Hit!
Der Abstieg am nächsten Tag ist ok, wird mir aber zum Schluss hin richtig lang. Auch wenn ich dafür nur sechs Stunden gebraucht habe, bin ich froh als ich am Auto bin. Bevor es weiter Richtung Süden geht gibt’s noch eine kurze Dusche im Fluss. Wir pennen an einem Aussichtspunkt ein Stück vor Haast. Als ich am nächsten Tag in Haast Stop mache, entscheide ich mich ziemlich gleich für die Weiterfahrt nach Wanaka, in Haast ist einfach nix. Die Fahrt bis Wanaka ist der Hit und es fühlt sich super an hinterm Steuer meines Vans durch diese schöne Landschaft zu fahren. Am Weg treffe ich mich immer wieder mit Kathrin und Julian und die letzten 50km nehm ich, nett wie ich bin, noch einen Anhalter mit. In Wanaka geht’s zum einkaufen und wir checken auf einem Campground ein. Heute war mehr oder weniger Hangover Tag und morgen geht’s auf jeden Fall nochmal in den Ort bevors weiter geht. Mal sehn, you never know.

Was gibt’s sonst noch? NZ ist geil, keine Frage, Reisen ist immer fett. Naja, ich hoffe, das Wetter hält die nächsten Wochen gut durch und ich kann noch viel sehen und unternehmen. Es gibt echt viel zu sehen hier und die Tracks fressen ordentlich Zeit. Denke ich werd einfach sehen wies läuft. Wenn ich denke dass ich für Laos z.B. nur 28 Tage hatte, weiss ich manchmal nicht genau. Arbeit ist auch noch son Thema, werde mich die nächsten Tagen nochmal nach nem Job für den Winter umsehen. Wenn das mit dem Parkshaper nicht haut, geht’s evtl. doch nach Wellington oder Auckland um dort möglicherweise irgendwas mit Computern zu machen. Man, der Gotsch weiss es einfach nicht!! Wenn ich wirklich im Oktober wieder in DE sein soll, dann will ich auf jeden Fall noch viel mehr sehn, viel mehr: Indonesien, Malaysia, Indien, South America, California, Canada, Alaska, man Leute!!!!!! Nun jut, immer locker bleiben, wir werden sehen was die Zeit bringt und bis dahin – ENJOY!!!

Dienstag, 16. Februar 2010

Fuck off and ROCK NZ !!!

Servasn miteinand, ich weiß, ich weiß, hab lange nicht von mir hören lassen. Mei, war die letzte Zeit einfach nicht in der richtigen Stimmung für einen Blogpost und Gejammer schreibt sich irgendwie nicht gut, auch wenns eigentlich nix zu jammern gibt.

Um mal an die Geschehnisse vom letzten Post anzuknüpfen. Von Twizel nach Queenstown bin ich in erster Linie, wegen der Sorge um Pow, gefahren, ansonsten hätte ich Wanaka gleich noch mitgenommen. In Queenstown gibt's nämlich eine Mazda Werkstatt. Mazda ist übrigens Ford und inzwischen wundert mich auch gar nichts mehr. Die Story meines letzten Ford reicht um einen dicken Blogpost zu füllen. In Queenstown hatte ich die ein oder andere Stunde in der Werkstatt verbracht, die von der Mazda Werkstatt wollten meine Karre nicht mal ansehen. Nun gut, das wisst Ihr ja im groben schon. Nachdem ich nach 5 Tagen Campingplatz aber festgestellt habe, dass Pow untenrum schon wieder „feucht“ ist und Öl verliert, platzt mir der Kragen und ich will die Karre eigentlich nur noch los werden.

Die einzig gute Möglichkeit, jemanden zu finden der so blöd ist und die Karre kauft ist Christchurch, denke ich. Immerhin die größte City auf der Südinsel. So fahre ich fast 500km an einem Nachmittag um wieder in Christchurch anzukommen. Als ich in Christchurch ankomme, stelle ich fest, dass ich mir auf der Rückfahrt von Queenstown gleich noch einen Steinschlag eingefangen habe, der bereits gesprungen ist. WHAT THE FUCK!! Also gut, kein Mensch der nicht ein kompletter Idiot ist, blind ist, oder unter Drogen steht, wird die Karre für 3800,- NZD kaufen. Den Käufer den ich suche, kann ich wohl nur am Backpackers Car Marked finden, der gleiche Ort an dem ich die Karre gekauft habe. Für 85,- NZD, bekommt man hier einen Parkplatz für drei Tage um die Karre auszustellen. Das ist auch schon alles, verkaufen muss man das Teil schon selbst. Den ersten halben Tag bekomme ich umsonst. Seit Queenstown tut sich Pow schwer beim anlassen, keine Ahnung denke ich, wird schon noch passen. An meinem ersten richtigen Verkaufstag will Pow aber, schon morgens, nicht los zum Car Marked. Die Werkstatt direkt neben dem GH wird sich der Sache annehmen, hat aber erst am nächsten Tag Zeit. So verbringe ich zwei Tage mit warten auf Pow. Die Reparatur des Starter Motors kostet mich 150,- NZD, dieser war mit Öl voll gelaufen und wollte daher nicht mehr recht. Samstag dann mein erster richtiger Car Marked Verkaufs Tag. Car Marked ist eigentlich nicht der richtige Name, im Grunde handelt es sich um einen Backpackers Trip Ending Treffpunkt. Käufer kommen sehr wenig vorbei, wenn im Mittel über den Tag fünf Interessenten vorbei checken, dann war das schon nicht schlecht. Am Ende verbringe ich vier ein halb Tage am Carmarked. Die ersten zwei Tage sind ganz witzig und ich lerne ein paar echt nette Leute kennen. Des Weiteren höre ich viele unterschiedliche Backpacker Car Schicksale und weiß inzwischen viel über den Backpacker Autokauf. Ansonsten verbringen wir die Zeit, mit backen von Pfannkuchen, oder mit dem Zeichnen von speziellen HotOffer Schildern für unsere Autos, im Grunde sinnlos wenn eh niemand vorbei kommt. Alle wollen Ihre Autos los werden und manchmal glauben wir, wir verlieren langsam den Verstand. Am vierten Tag bin ich gelangweilt und check in die Werkstatt gegenüber von meinem Guesthouse. Just for Interesst würde mich interessieren was die Reparatur von Pow kostet. Wenn ich Pow, jetzt mit riesen Verlust verkaufe und mir eine andere Mühle hol, dabei draufzahl und nicht weiß was mit dieser Karre dann nicht stimmt, lohnt sich evtl. eine Reparatur. Die Reparatur Kosten halten sich im Rahmen und sollten die 500,- NZD nicht übersteigen meint der nette Herr von der Werkstatt. Also gut, sage ich und mache einen Termin für den nächsten Tag. An diesem Tag hänge ich mehr oder weniger nur zum Spaß am Car Marked rum und verbringe die Zeit mit Ronny, Christoph und Cindy. Tags drauf, warte ich im GH bis 16:00 Uhr, bis die Kollegen in der Werkstatt endlich Zeit finden einen Blick auf Pow zu werfen. Natürlich ist so viel zu machen, dass die das heute bis 17:30 Uhr nicht mehr alles schaffen, aber morgen Mittag könnte alles fertig sein. So vergeht noch ein halber Tag, den ich in der Stadt, im Rockpool mit free Wifi verbringe. Nachdem die Karre endlich fertig ist, zahle ich Bar und spar mir so zumindest die Mwst., dennoch immerhin 600,- NZD. Bevor es auf die erste Testfahrt geht, besuche ich Ronny am Car Marked und versuch Ihn etwas aufzubauen. Anschließend geht’s nach Akaroa, eine Rundfahrt durch die „Banks of Peninsula“, wirklich schön, nur das Wetter könnte besser sein. Wie schon im Vorfeld geahnt verliert Powi, die blöde Bitch, immer noch Öl und so check ich am nächsten Tag wieder in der Werkstatt vorbei. War mir fast klar dass dieser Besuch sinnlos ist, aber noch bin ich Christchurch und warum eigentlich nicht. Das tauschen weiterer Motordichtungen ist sinnlos, bzw. übersteigt mein Budget bei weitem. Fuck Off denk ich, let's keep filling Oil in it and rock NZ.
Das war jetzt die Auto Story und ich hatte schon überlegt ob ich diese überhabt niederschreiben soll. Natürlich gab's in den Tagen in Christchurch auch ganz nette Erlebnisse, die Leute am Car Marked, die ich sonst nicht kennen gelernt hätte. Einen Samstag Abend in Christchurch, an dem ich vor lauter Mädels, den Mund nicht mehr zu bekommen habe, einige Abende am Brighton Beach, die ich mit netten Leuten verbracht hab und eine Runde Hauspartys in den Strassen von Christchurch.

Am Freitag ging's dann aber endlich los, ich check kurz am Car Marked vorbei und bring Ronny ein Bier, bevors für mich zum Arthurs Pass weiter geht. Auf dem Weg stoppe ich am Castle Hill und klettere in den verrückt aussehenden Limestone Gebilden rum. Nur wenige Kletterer sind unterwegs, aber im Grunde ist Castle Hill der Kletter HotSpot für die Kletterszene aus Christchurch. Viele Felsen haben einen krassen Überhang und so eignet sich die Area super zum Boldern. Die Ausblicke sind Super und endlich etwas zu sehen tut mir richtig gut und auch das Wetter ist der Hit. Am Arthurs Pass such ich mir einen netten Parkplatz zum Abendessen mit möglichst wenig Kea's. Kea's sind äußerst freche, ziemlich große Papageienartige, Vögel. Sobald diese eine Möglichkeit sehen, mit wenig Aufwand an etwas essbares zu kommen, sind sie da. Außerdem stehen sie auf alles aus Gummi und machen vor Scheibenwischerblättern, Reifen und Fensterdichtungen keinen Halt. Nachdem Essen verziehe ich mich dann doch an den Hauptparkplatz am Arthurs Pass, hier stehen viel mehr Autos und so hoffe ich die Kea's gehen jemand anderem auf den Sack. Der Wecker wird auf eine Bergsteiger mäßige Uhrzeit eingestellt, weil ich mir den Avalanche Peak als morgiges Tagesziel vorgenommen habe. Nachdem am nächsten Tag früh morgens aber der Regen gegen meine Scheibe peitscht und das ganze Tal in Wolken liegt check ich am DOC (Department of Conservation) doch nochmal das Wetter. Morgen könnte es evtl. ganz gut werden meint der nette Herr, auf jeden Fall übermorgen. Hmm, ich check die Devils Punchbowl Falls und lauf anschließend noch den Aicken Track. Der Aicken Track liegt auf der gegenüberliegenden Talseite vom Avalanche Peak und so bekomme ich zumindest einen guten Blick auf den Avalanche Peak und das komplette Tal. Der Track endet an der Baumgrenze mitten im Nirgendwo, nachdem es aber gerade ziemlich zu zieht, mach ich mich sowieso wieder auf den Rückweg.
Auf die vorrausgesagten sonnigen Tage will ich nicht am Arthurs Pass warten, ich mein da ist außer einem Parkplatz, ein paar Hausern und einem Information Center nichts, außerdem würde ich die schönen Tage viel lieber mit Ausblicken auf die Gletscher an der West Coast verbringen. Über Lake Brunner und Greymouth fahre ich nach meiner netten kleinen Wanderung weiter an die West Coast. In Greymouth kaufe ich ein bisschen ein. An einem kleinen Idyllischen Parkplatz gibt’s Abendessen. Irish Stew aus der Dose, mit ein paar Scheiben Brot gar nicht schlecht. Leider steht an dem Parkplatz ein Schild „No Camping“ und so fahre ich wieder. Ein Stück weiter findet sich ein ausgeschriebener Aussichtspunkt an dem ich ein solches Schild nicht finden kann. Es ist bereits dunkel und ich genieße ein wenig Wein zusammen mit zwei weiteren deutschen, die ebenfalls in einem kleinen Camper unterwegs sind. Der Blick am Morgen ist phänomenal, zur linken eisbedeckte Berge, der blick auf das Meer zur rechten, dazwischen ein paar vereinzelte Wolken die sich aus den Tälern schälen und vor dunkelblauem Himmel dahin ziehen. YES!!! So und nicht anders!!!

Es geht bis Franz Josef, die Umgebung auschecken und ins DOC. Der Alex Knob Track sieht verlockend aus und mit den angegebenen acht Stunden gehzeit eine willkommene Einstiegstour. Der Track wird für den nächsten Tag vorgemerkt. Dennoch geht’s noch zum Gletscher und ich check den kleinen Gletscher Aussichts Walk. Der Gletscher sieht beeindruckend aus und ich habe einfach noch nie eine so lange Gletscherzunge gesehen. Das Ende der Gletscherzunge befindet sich hier auf nur 300hm und es sind nur ein paar Kilometer bis zum Strand. Eco Tourism sieht für mich anders aus, aber der Gletscher bietet wohl die einzige Möglichkeit hier Geld zu verdienen. Helis fliegen im Minutentakt, kleine Heli Rundflüge, große, mit und ohne Landung auf dem Gletscher, halb und ganztags Gletscher Walks, Sky Dives und Off Road Quad Touren sind die angesagten Actions. Vergeblich suche ich Abends nach einem kostenlosen Stellplatz und checke am Ende an einem DOC Campground ein, immerhin sind so wieder sechs Dollar fällig. Zum Abendessen gibt’s heute mal wieder Nudeln, es ist sehr viel los am Campground und so sitze ich am Ende, mit einer Australierin, einem Kanadier, zwei Schweizerinen und einem Pärchen aus Kalifornien am Tisch. Vorallem wegen der vielen Mücken und Sandfly's geht’s früh zu Bett. Ist mir im Grunde sehr recht, da ich den Wecker auf 7:00 Uhr stelle.

Der Wecker schellt, der Gotsch erwacht, es gibt ein kurzes Frühstück und es geht die knapp 20km zum Startplatz meiner Tour, „Alex Knob“. Der Aufstieg ist vergleichsweise entspannt und führt durch Regenwald und unterschiedliche Vegitationszonen. Es ist wirklich richtiger Regenwald, zwar etwas anders wie in Thailand oder Laos, aber einfach schön. Die Trails hier sind so wie sich das, dass Wanderherz erwünscht, ein kleiner schmaler Weg durch wundersame Natur. Kleine Vögel begleiten mich und außer zwei Schweizerinen und zwei Kanadierinnen treffe ich niemanden, lediglich die Helis sind immer mal wieder zu hören. Die Aussichten, die sich auf den Gletscher bieten sind atemberaubend und der Blick beim Aufstieg ist weitestgehend Wolkenfrei. Oben angekommen, trifft sich alles wieder und so sitz ich am Alex Knob, mit Blick auf den Gletscher zwischen vier Mädels. Der Blick auf den Gletscher ist inzwischen durch Wolken getrübt, doch kurz bevor wir los wollen reist es nochmal auf und wir können noch einen kurzen Blick erhaschen. Der Weg nach unten ist für mich nicht ohne, meine Knie melden sich zeitig und sagen mir, dass ich die letzten Monate mehr Sport machen hätte sollen. Am Abends check ich noch bis nach Fox Glacier und dort auf einem Campingplatz ein. Eine Dusche war zwar nicht unbedingt notwendig tut aber doch sehr gut. Es gibt wieder Nudeln und ein bisschen Bier.

Heute ist Lazy Day. Statt den Nachmittag in der Hammock zu verbringen, raffe ich mich auf und schreibe diesen Post. Die Ortschaft um Fox Glacier ist leider noch kleiner als Franz Josef und so gibt’s hier nicht mal einen ATM. Da ich nur noch 8,- NZD in Bar habe, der Campground am Beach bestimmt auch wieder sechs oder zehn Dollar kosten wird, überlege ich die 21km nach Franz Josef zurück zu checken um zumindest ein paar Kröten in der Tasche zu haben, andererseits kann ich das auch morgen machen. So wie das aussieht werde ich hier den morgigen Tag mit lockeren Actions verbringen und übermorgen evtl. den Mt. Fox Track in Angriff nehmen. Ein acht Stunden Walk und sehr steil, ich bezweifle, dass meine Knie das mitmachen, aber wir werden sehn was wird.

Soooo Leut, was soll ich euch noch sagen, freu mich immer wieder über die netten Mails und Komments von euch, oder auch die Anrufe die ich inzwischen gelegentlich erhalte. Bilder gibt’s leider erst wenn ich den nächsten ungesicherten HotSpot finde. Beste Grüße an euch alle, passt auf euch auf und lasst's euch gut gehen (rock).