Donnerstag, 23. Dezember 2010

Merry XMAS

Euch allen wünsch ich frohe Weihnachten, eine tolle Zeit mit der Familie und Freunden, bei gemütlichem zusammen sein. Vergesst den Alltag eine Weile lang, die Weihnachtszeit ist eine schöne Zeit, jeder hat frei und jeder möchte eine gute Zeit verbringen, Geschenke sind Nebensache! Wie auch immer, diesmal lass ich Weihnachten aus, die letzten Wochen, „back to asia“, waren super und ich werde euch noch genauer berichten. Mein Schwesterherz ist inzwischen mit mir unterwegs, meinen Dad werden wir ebenfalls bald treffen und mit meiner Mom werden wir die Tage eine lange Skype Session starten.
Morgen wird für uns hier aber ein eher weihnachts untypischer Reise Tag, wir verabschieden uns von Penang und Malaysia und machen uns auf nach Thailand, mal sehn, vielleicht geht’s für ein oder Zwei Tage an einen Strand bei Krabi und dann sehen wir zu, dass wir auf Kho Samui eine günstige Unterkunft bekommen, sobald dann Zeit ist, lasse ich wieder von mir hören, bis dahin, genießt die Zeit! Beste Grüße, Wünsche and heaps of Love aus Malaysia!

Sonntag, 12. Dezember 2010

Back to traveling!! (Singapore to Cameron Highlands)

Nun, nachdem der Donnerstag Abend vor Abflug schon feucht fröhlich war, war am Freitag noch das ein oder andere zu erledigen. Craig, hat meine zwei dicken Boxen mit Zeug abgeholt und wird diese für mich verwahren. So habe ich mein Snowboard Zeug auch erst mal in NZ, diesen Winter werde ich in Europa auf jeden Fall nicht dazu kommen und vielleicht brauch ich es in der nächsten Saison wieder in NZ oder den Winter darauf in Kanada, wie auch immer, man darf ja träumen.
Am Freitag packe ich auf die schnelle meinen Rucksack und pack, inzwischen bereue ich es schon, auch meine Slackline mit in den Rucksack, wir werden sehen, wie oft ich sie gebrauche.
Freitag Nachmittag ist chillen angesagt, Jiri wohnt die ganze Woche schon mit im Haus, habe Ihn eine Woche vorher im Vagabound Backpackers kennen gelernt und Abends kommt Xavier und Stefan vorbei. Im Grunde war ein entspannter Abend geplant, mein Flug geht morgens um 7:00 Uhr und daher ist früh aufstehen angesagt. Die Nachbarin macht an diesem Abend ebenfalls eine kleine Party und so kommt es, dass wir am ende mit drei Maori Mädels auf unserer Trasse fröhlich die Sau raus lassen. Was ein gelungener letzter Abend in NZ! Gegen 1:00 Uhr gehe ich ins Bett und freue mich nur bedingt über den frühen Abflug am Morgen, es bleiben drei Stunden Schlaf.

Xavier bringt mich morgens zum Flughafen, der Check-in verläuft problemlos und so erreiche ich Melbourne nach 3,5 Stunden Flug. Aufenthalt in Melbourne 6 Stunden und ich verpasse die Gelegenheit den Express Shuttle in die Stad zu nehmen um Melbourne auszuchecken. Von Melbourne nach Perth, sitze ich wieder drei Stunden im Flieger, auch bei meinem zweiten Flug ist es nicht möglich die Rückenlehne meines Sitzes zu verstellen und so finde ich wieder keinen Schlaft. Aufenthalt in Perth, nochmal 5 Stunden, bevor es nach einem neuerlich problemlosem Check-in nach Singapore weiter geht. Um 3:15 Uhr schlage ich in Singapore auf und nun weiß ich auch wie es sich anfühlt dort mit 18kg am Rücken aufzuschlagen. Es fühlt sich super an, aber doch auch unwirklich, mit dem Transfer-Bus fahre ich vom Budget-Terminal zu den Haupt-Terminals und vergesse gleich mal ein paar Kleidungsstücke in meinem Koffer Trolly. Nun gut, es ist drei Uhr morgens und so habe ich keinen Stress, zurück am Budget-Terminal bin ich froh, das alles noch da ist. Planlos wie ich bin, hab ich keine Ahnung von Singapore, sicher hab ich mich ein wenig erkundigt aber kein Hostel angefragt oder mich detailliert über die einzelnen Stadtteile informiert. So such ich mir est einmal einen Platz im Airport um ein wenig zu relaxen und anzukommen. Bei Weihnachtsstollen und einem Kaffee schreibe ich mir ein zwei Hostels auf und eine U-Bahn Station. In der Stadt checke ich das erste Hostel gegen, 6:30 Uhr, es ist sogar offen und ich kann einen Blick auf den Dorm auf der Dachterasse werfen. Das Cozy Corner, kostet $13 SGD, hat 10 Betten auf dem Dach unter einer dünnen Plane, ist direkt an einer Hauptstrasse und einem Busstop gelegen. Nicht gerade das was ich mir vorgestellt habe und nachdem es früh morgens ist, mache ich mich, bei ungewohnter Hitze, doch noch auf in die nahegelegene Arab Street. Sleepy Sams Guesthouse sieht nett aus, die Bussorah Street wartet mit Kleinstadt-Atmosphäre auf und gefällt mir gut. So bleibe ich erst mal in der Gegend, trinke mehr Kaffee und warte bis die Reception offen hat. Der Drom ist OK, etwas düster aber nach fast 30 Stunden unterwegs bin ich froh, endlich einen Platz zum bleiben gefunden zu haben.

Wie üblich, kommt Schlafen nach Ankunft und am Beginn eines Tages nicht in Frage, so schnappe Ich mir einen Stadtplan und mach mich an einen Rundgang durch die Stadt. Mein Weg führt mich durch riesige Shopping Malls, mehr Shops, mehr Shops, mehr Shops, durch Malls aus denen man kaum mehr heraus findet, die sich miteinander verbinden zu Mega Malls, zur Marina Bay, dass futuristische Zentrum schlecht hin. Es ist schockierend und ich finde es einfach nur falsch!! $20SGD um sich den Skypark auf MarinaBaySands anzusehen, finde ich überzogen, in den neuen Bauten reihen, sich Ferarri, Harley Davidson, Schmuck und Designer Shops aneinander, alles ist riesig und es ist einfach sonderbar, nichts sieht wirklich gemütlich aus, dafür aber super schick und aufgesetzt. Der Weg durch China Town bietet dann doch etwas South-East-Asia Feeling, dennoch kann ich mich mit Singapore nicht recht anfreunden. Am Abend lerne ich Daniel aus Stuttgart und Noel aus Österreich kennen, beide sind unterwegs nach NZ und natürlich habe ich viel zu erzählen und zu berichten, Stefanie aus Frankreich gesellt sich ebenfalls zu uns, Sie ist gerade auf dem Weg von NZ nach France. Es ergibt sich ein geselliger Abend mit vielen Geschichten aus NZ. Tags drauf checke ich, wegen Visa, zur Thailändisch Botschaft welche an diesem Montag aber leider geschlossen ist. Anschließend checke ich das National Reserve und mache einen Jungle Walk, mitten in der Stadt, schon auch einmal ganz witzig. Am Tag darauf, geht’s wieder zur Thailändischen Botschaft und ich bin schon etwas unglücklich über die ärgerlichen Visa Bedingungen. Ohne Flug, raus aus Thailand will man mir hier kein Visum geben, auch nicht für $50 SGD. Den Nachmittag verbringe ich mit Internet und der Suche nach Flügen. Abends sitzen wir wieder vor dem Guesthouse und geniessen ein paar Bier. Tags drauf, schließe ich das Thema Visa erst mal ab, werde mich einfach später nochmals darum kümmern. Nach drei Tagen Singapore will ich hier eigentlich nur noch raus, Daniel und Noel reisen morgen ab und Stefanie muss am darauffolgenden Abend los. Nachdem wir uns echt gut verstehen und ich im Grunde auch gar keinen Stress habe, machen wir am Mittwoch zu einer kleinen Insel zwischen Singapore und Malaysia los. Pulau Ubin, ist nett und wir finden doch mehr Wildlife als erwartet. Die Blicke auf riesen Tanker, auf die Skyline von Singapore und Bohrinseln sind sonderbar. Dennoch macht unser kleiner Biketrip einen riesen Spaß und so bekomme ich zumindest eine Idee was man als Natur verbundener Mensch in Singapore tuen kann.

Am Donnerstag packe ich mich in den Bus nach JB (Johor Bahur) und nehme von dort einen Bus nach Mersing an der Ostküste Malaysias. Die Idee war die Insel Tioman auszuchecken. Die ganze Fahrt nach Mersing Fürth durch Palm Öl Plantagen, Palm Öl, Palm Öl und nochmals Palm Öl. In Mersing selbst mache ich einen Stadtrundgang und suche nach einem Hostel, es regnet nicht aber das Wetter ist nicht der Hit, es ist Monsun Zeit an der Ostküste. Fähren nach Tioman fahren nur vielleicht oder eben nicht, es ist also gut möglich dass man von der Insel erst mal nicht mehr weg kommt. In Mersing selbst ist nicht viel los und einige Hostels sind geschlossen. Am weg zurück Richtung Busstation esse ich etwas und mache anschließend zurück zur Busstation. Es ist drei Uhr am Nachmittag und so hoffe ich doch noch einen Bus nach Melaka zu erwischen. Der Bus fährt um 17:30 Uhr und soll 4 Stunden bis Melaka brauchen. Das könnte sich mit einem Guesthouse dann also gerade noch so ausgehen. Also checke ich ein Ticket und hänge für gut zwei Stunden am Busbahnhof ab. Im Grunde wollte ich ja nur raus aus der Stadt, rein in die Natur. Wie auch immer, Abends gegen 22:30 Uhr komme ich in Melaka an. Der Busbahnhof liegt 7km außerhalb der Stadt, ein Taxi koset 20 Ringgit, würde schätzen das sind so um die 6 Euro. Auf einmal quatscht mich ein älterer Herr an und meint er ist von einem Guesthouse. Es ist Spät, ich bin etwas gelangweilt von der Busfahrt und so habe ich einen Blick für die Preise des angebotenten Guesthouses. 10 Ringgit im Drom sind cool, also 3 Euro oder so. OK, trotzdem brauch ich ein Taxi und handle den Kerl auf 17 Ringgit runter. Das Guesthouse sieht von aussen schon nicht besonders aus, es ist ein großes altes Stadthaus. Nachdem ich wieder einmal über 12 Stunden unterwegs bin, denke ich für eine Nacht wird es schon passen und habe daher gar keinen Blick für die Zimmer bevor ich einchecke. Als ich das erste mal den Dorm im zweiten Stock unter dem Dach betrete muss ich fast lachen, es ist im Grunde schon ziemlich verkommen. Der Putz blättert im ganzen Haus von den Wänden, im Dorm sind Fotos aus Zeitungen aufgehängt, die mit Schmierereien von anderen Travellern verziert sind. Es sind Sprüche und Zeichnungen an den Wänden wie z.B. „This place sucks!“ oder „Be good, if you can't be good, forget it!“. Wie auch immer, ich frage nach Bier und Bier ist hier in Malaysia überhaupt recht teuer, entscheide mich daher in den Strassen von Melaka nach einer guten Quelle zu suchen. Finde dann immerhin eine halb Liter Dose strong Beer mit 12 Volt und genieße diese auf meinem Bett im Dorm. Außer mir und einem älteren Herren, der aber schon zu Bett gegangen ist, ist niemand im Dorm. Nach der guten Dose, gelüstet es mich nach einer Zigarette und daher begebe ich mich in die Lounge um zu rauchen. In der Lounge sitzt der Herr der mich am Busbahnhof abgefangen hat und ein weitere Herr der hier im Hostel arbeitet. Beide rauchen und trinken Bier. Nach einem halben Liter strong beer aus Holland, bin ich schon etwas lustig und wir haben nette Gespräche. Yen, der Hostel Eigentümer nimmt mich anschließend noch zu einem seiner Hotspots mit, wir trinken und ratschen bis morgens um drei. So kommt es, dass ich tags drauf mit Kopfweh aufwache und schon weiß, dass ich noch einen Tag länger hier im Guesthouse verbringen werde. Yen ist ein netter, keine Frage, ich erfahre viel über Malaysia, Singapore und ein wenig über chinese people. Er ist 65 Jahre alt und bräuchte etwas Hilfe mit seinem Guesthouse. Der Hangover ist nicht so übel und so sehe ich mir Melaka an. Melaka ist nett, eine Stadt mit Geschichte, aber eben auch eine Stadt, trotzdem genieße ich die verschiedenen Stadtviertel und Abends ein Bier am Nightmarket in Chinatown. Auch finde ich etwas Zeit mich mehr um meine Reiseplanung zu kümmern und entscheide mich für einen langen Bus Trip nach Ipoh, eine Durchgangsstation wenn man in die Cameron Highlands oder auf die Insel Pulau Penang weiter will. Kuala Lumpur lasse ich einfach aus, von Stadt habe ich einfach erst einmal genug und ich glaube es werden sich noch Gelegenheiten ergeben einen genaueren Blick auf die Petronas Tower zu werfen.

Am Busbahnhof in Ipoh, gerade erst einen heftigen Sturm auf dem Highway hinter mir, entscheide ich mich daher für Lumut an der Küste um am nächsten Tage die Fähre zu nehmen. Nachdem ich aber am Busbahnhof Voitech, einen Kollegen aus Czech Republic treffe, entscheide ich mich nach kurze überlegen doch für die Highlands, wir erwischen den letzten Bus und sind auf dem Weg in die Highlands. Atemberaubende Blicke und keine weiteren Touris im Bus, sind wir gespannt auf Tanah Rata in den Cameron Highlands. Ein riesen Stau erwartet uns, im Lonely Plante war geschrieben man soll seine Unterkunft frühzeitig buchen, sollte man die Highlands im Dezember besuchen. Die locals haben Sommerferien und es handelt sich um ein beliebtes Ferien Ziel. So dauert unsere Fahrt nochmals fünf Stunden und wir erreichen Tanah Rata kurz nach 22:00 Uhr. Alles ist super busy, dicke Beton Bunker, Hotels und haufenweise Autos schocken mich wieder ordentlich. Ganz anders hier als in Mea Salong im Norden Thailands. Wie auch immer, Voiech und ich trennen uns, da er entscheidet im Jungle zu schlafen, bei 10 Grad ohne Schlafsack habe ich das nicht vor und laufe voll bepackt durch die Strassen. Ein Typ fragt mich ob ich nach einem Platz zum bleiben suche und es stellt sich heraus, dass er in Daniels Lodge arbeitet. Genau das Guesthouse nach dem ich gesucht habe. Es ist überfüllt, wie überall hier, aber ich bekomme einen Platz im TV-Room und eine Matratze auf den Boden. Hier sind einige Backpacker unterwegs, ich genieße ein Bier am Lagerfeuer und freue mich hier zu sein, auch wenn der Ort irgendwie sonderbar wirkt, mit all diesen Touris und den fetten Hotels, dem Golfplatz usw., trotzdem die Luft ist super, es ist Jungle überall und ich bin raus aus der Stadt, back to nature. Es gibt hier viele Trails die man auf eigene Faust erforschen kann und so freue ich mich auf ein paar Tage Jungle Trekking. Heute war lazy Day, mehr oder weniger, den Vormittag verbringe ich bei einem gutem Gespräch mit Larry, aus Collorado, gutem Essen und den Nachmittag verbringe ich mit dem schreiben dieses Posts. Es fühlt sich so gut an, hier auf der Terrasse zu sitzen und mit Blick auf den Jungle diesen Post zu schreiben. So hat es nun fast eine Woche gedauert, aber nun, bin ich Zurück, meine Reise Stimmung ist gut, ich freue mich auf ein tolles Trekking morgen und werde mir hier ein paar schöne Tage gönnen.

Life is Awesome!!!

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Ready for take off!! POW is gone, everything is prepared, less then 48 hours to go!

Hatte diesen Post bereits vor drei Wochen angefangen, aber plötzlich passiert zu viel und so komme ich nicht zum schreien.

Anfang November hatte ich mit meiner Mom telefoniert, dabei haben wir uns kurz über das Thema Auto verkaufen unterhalten. Habe dann darüber nachgedacht und fande auch, es ist an der Zeit. So hab ich Flyer gedruckt und POW in Gumtree rein gesetzt. Anfangs passierte erst mal nichts, am Donnerstag (11.11.2010) bekomme ich den ersten Anruf und verabrede mich für Freitag. Ein belgische's Pärchen ist mein erster potentiellen Käufer. Am Freitag ist Feiertag in Cantabury, es ist Show Day. Kurz zusammengefasst: Show Day, die ganze Woche schon sind Pferderennen, man macht sich super schick und säuft sich auf der Rennbahn einen an. Hab dieses Event vor lauter Party aber leider ausgelassen. Wie auch immer, das belgische Pärchen findet POW echt schick, ich mach Ihnen keinen Stress und sage auch, dass es kein Problem ist mich jeder Zeit wegen einer zweiten Besichtigung anzurufen. Den Rest Freitag verbringe ich mit Steve, Owen und Jen am Strand. Xavier, ein Freund von mir, war kurz für drei Wochen in Belgien und ist seit letztem Dienstag wieder im Lande, daher schon der Hangover am Freitag. Freitag Abend ist BBQ bei bekannten aus Czech angesagt.
Samstag morgen sitz ich hier zu hause und weiß gar nicht so recht was anstehen soll, das Wetter ist der Hammer aber geplant ist nichts. Ein anderes Pärchen meldet sich am Telefon und will sich POW ansehen. Kurz bevor ich hier los mache, fragt das belgische Pärchen die zweite Testfahrt an. Im Grunde habe ich am Telefon gar nicht geblickt, dass es sich um den Belgier handelt und hab mich am Telefon schon runter handeln lassen. Dem Pärchen aus Czech, ist mein MPV (yeah, it's not a car, it's a MPV baby!) zu klein, wie auch immer, treffe ich mich anschließend noch mit Wim und seiner Freundin. Bei der zweiten Testfahrt geht wieder alles glatt, keine Tachoaussetzer oder leuchtenten Lichter in der Konsole, dass er Öl verliert habe ich von Anfang an angegeben, einen halben Lieter im Monat ungefähr, könnt aber schon auch etwas mehr sein. Dennoch, meine coolen Features wie Klapptisch, Bob Marley Flagge an der Decke, die schicken Vorhänge und all die anderen coolen Features machen den Deal perfekt, 3000 Flocken sind schier unglaublich. Die beiden laden mich nach dem Deal auf ein Bier ein, aus einem werden am Schluss drei und wir verabreden uns für eine Übergabe am Montag. Natürlich, dreht mein Tacho genau am Montag morgen wieder hohl, statt den anzugebenden 50kmh, schieße ich mit 100kmh, durch die Stadt.
Wie auch immer, POW is gone!!! Im Grunde bin ich echt Froh, dass ich noch etwas für POW bekommen habe, ich hatte eigentlich noch eine ganz andere Idee, von der ich euch aber später mal berichte.

Die letzten zwei Arbeitswochen, dass Arbeitsverhältnis ist gekündigt zum 26.11., fahre ich früh morgens mit dem Skateboard zum Bus Exchange in der City, so 2,5km ungefähr, und von Dort mit dem Bus zur Arbeit.

Was als nächstes dringend anstand, ist ein Flug und eine Entscheidung wo es denn nun hingeht. Zwei Abende verbringe ich mit der Suche nach Flügen, buche aber nichts. Am Freitag (19.11.) morgen rappelt es mich und ich buch die Flüge!! Im Grunde viel mir die Entscheidung diesmal wie gesagt einfach schwer, es gibt eigentlich keinen rechten Grund hier abzuhauen und auch die vielen Optionen machen mir die Entscheidung schwer. Am Ende, entscheide ich mich für die billigste Variante und buche die Flüge nach Süd-Ost-Asien.

Am Samstag 4. Dezember um 7:00 Uhr in der Früh geht mein Flug von Christchurch nach Melburne, nach Perth und von dort nach Singapore. Komme dort, wenn alles nach Plan läuft, um 2:50 Uhr morgens an.

Wie schon erwähnt, sitze ich seit zwei Wochen immer mal wieder vor diesem Post, es gibt aber einfach noch so viele Leute zu treffen und Dinge zu tun. Der Flug in der Tasche, fühlt sich komisch an, einfach unfassbar dass die Zeit hier zu Ende geht. Ein wahnsinns Jahr neigt sich dem Ende!!

Die Zeit bei Digiweb war ein Hit, nach sieben Monaten, sind wir alle ein richtiges Team, es geht vorran, wir kämpfen gegen Windmühlen, kommen langsam vorran, aber dennoch, die Stimmung ist gut und aus Kollegen werden auch in kurzer Zeit gute Freunde. Letzte Woche, gibt’s Weißwürste zu meinem good bye come together. Es gibt eine herzlich liebe Karte mit netten Sprüchen und Präsente von den Kollegen. Am Mittwoch starten wir eine Paintball session und haben super Fun. Die Woche ist rum, die Zeit @ Digiweb ist erst einmal vorbei.

Freitag gab es dann eine kleine Haus Party, auf der ich etwas zu viel getrunken habe. Samstag versuche ich nur zu überleben und fange Sonntags mit den ersten Reise Vorbereitungen an. Seit Montag ist Action angesagt, es gibt Pakete vorzubereiten, Entscheidungen zu treffen, Besorgungen zu machen und Papierkram der erledigt werden muss.

Es ist Donnerstag morgen und die wichtigsten Punkte sind inzwischen abgehakt. Dennoch gibt’s noch viele Dinge die man machen könnte. So schaue ich jetzt einfach was ich schaffe. Der Blogpost stand für heute ganz oben auf der Liste, Nachmittags geht’s noch in die Stadt und Abends gibt’s ein paar Bier mit Freunden. Für morgen ist noch nicht viel geplant aber der Tag ist kurz und wird sich schnell mit Actions füllen.

Im Grunde ist es nach wie vor komisch, den Flug gerade erst gebucht, kann ich mir bis heute nicht vorstellen wie es sein wird mit 15kg am Rücken in Singapore aufzuschlagen. Weniger als 48 Stunden vor Abflug bin ich jetzt aber doch etwas aufgeregt und es fühlt sich SUPER an!

Let'z rock da world!!

Donnerstag, 4. November 2010

Etwas merkwürdig ist es schon.

Wie Ihr wisst, hab ich mit einem weiteren Trip nach Süd-Ost-Asien schon geliebäugelt. Nachdem Tanja, meine Schwester, inzwischen einen Flug von Darvin nach Singapore hat, mein Pap und Petra einen Flug nach Thailand, stehen die ersten Stopps schon fest. Nach Flügen habe ich schon ab und zu gekuckt, aber immer noch nichts gebucht.

Diesmal ist alles anders. Auf der einen Seite hab ich von Arbeit erst mal wieder genug und freue mich auf die freie Zeit. Auf der anderen Seite, bin ich hier echt heimisch geworden. Wie schon oft erwähnt, find ich Christchurch ziemlich cool. Es ist natürlich auch einfach ganz NZ oder zumindest dass, was ich gesehen und kennen gelernt habe – I love this place!

Die letzten Tage habe ich Pow auf Vordermann gebracht, geputzt, gesaugt und gewaschen. Das komplette Camping Equipment und die ganzen Tools sind sortiert. Pow is ready for the next adventure! Ok, ok, ok, evtl. braucht es mal einen neuen Motor, aber nett sieht er aus und sogar eine neue WOF („TÜV“) hat er bekommen. Die neuen Bremsbeläge vorne soll der nächste machen.

Zu sortieren und packen gibt es noch einiges: Ein Paket, dass erst mal hier bei Freunden bleibt und ggf. nach Australien geschickt werden kann, ein Paket nach Deutschland und mein Rucksack. Mal sehn wie ich das mache, diesmal muss auf jeden Fall meine Slackline und auch das Kletterzeug da rein.

Wie Ihr schon mitbekommt, gibt’s doch einiges zu organisieren. Es ist erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht! Echt komisch wie es sich anfühlt, dass hier gelebte vorerst wieder aufzugeben. Durch meinen Job, habe ich hier schnell wurzeln geschlagen und kann aus dem vollen schöpfen. Sicher hätten mir ein paar mehr Wochen in den Bergen auch gefallen, aber es ist wie es ist und ich bin sehr zufrieden wie sich hier bisher alles ausgegangen ist.

So sitze ich abends manchmal hier zuhaus und überlege und frage mich einmal wieder: „Was tust Du eigentlich?“. Wenn ich aber dann lang genug darüber nachdenke, will ich einfach wissen was als nächstes kommt und wie es weiter geht. Im Grunde will ich ja auch weiter, aber man wird doch faul und fühlt sich erst mal wieder wohl in dem gewohnten.

Bis vor kurzem wusste ich gar nicht so recht wo ich eigentlich hin will, Süd-Ost-Asien ist auf jeden Fall eine super Idee dachte ich, aber so richtig konkret wurde das bis vor kurzem nicht. Erst mal aus der Arbeit und aus Christchurch raus, weg von der Arbeit, so viel anders wie daheim ist es dann hier auch wieder nicht, 40 Stunden sind 40 Stunden. Daheim war der Fokus dennoch so viel klarer: Einfach weg kommen, reisen und raus aus Deutschland! Hier ist dasselbe wie Daheim, doch anders und NZ an sich, geht mir nicht auf den Sack, im Gegenteil gäbe es noch viel zu sehen und zu erleben.

Wie auch immer, es geht weiter und ich lass euch wissen was passiert. Tanja, Petra, Pap, ich sehe euch mit Cocktail in der Hand am Strand! Jetzt braucht es erstmal dringend einen Flug!! Aufgehts, letz move!!

Montag, 4. Oktober 2010

One year on the way!

Ein Jahr unterwegs, kaum zu fassen aber die Zeit vergeht so schnell. Auf philosophische Auswüchse habe ich an einem Montag Abend keine Lust, was soll ich sagen: Unfassbar was man in einem Jahr alles erleben kann! Thailand, versteckte Bergdörfer und viel Kultur, entspannte TukTuk Fahrer in Laos, krasse Gegensätze in Kambodscha, tolle Strände, unfassbare Landschaften in Neuseeland, ein riesen Haufen interessanter Leute und Gespräche überall. Nun gut, im Moment ist hier Standard mit Arbeit und Co. angesagt, dennoch ist alles anders und ich kann nur jedem empfehlen mal raus zu gehen, raus aus dem gewohnten, raus in unser aller Welt. Nach einem Jahr hat sich mein Blick auf die Dinge doch geändert, aber es ist schwer zu beschreiben und in Worte zu fassen. Ich, bin Ich, aber es sind die vielen Eindrücke, die ich nie gewonnen hätte, oder die Dinge, über die ich einfach nie nachgedacht hätte. Bisher war die Reise jeden Aufwand wert! Die Heimat ist so fern und doch wäre ich gern mal wieder dort. Dennoch, die Suche geht weiter und ich freue mich drauf: Let'z bring it on, bring it on, BRING IT ON!! Love you all!!

Dienstag, 21. September 2010

Das Beben und ein Haufen Schnee

Dachte ich lass mal kurz von mir hören. Seit gut zwei Wochen bebt hier in Christchurch gelegentlich die Erde. Am Freitag Abend dem 03.09., bereite ich mich mit Xavier zusammen auf unseren Rounhill und Tekapo Trip vor. Die Gebiete, ob Roundhill, Dobson oder Fox Peak will ich schon noch sehen. Es gab etwas Neuschnee die letzten Tage und wir sind guter Dinge. Da es ca. 250km bis Tekapo sind, stellen wir den Wecker auf 5 Uhr und gehen nach ein paar Bier früh ins Bett. Gegen halb Fünf Uhr morgens, ich bin bereits halb wach, fängt plötzlich alles an zu wackeln. Erdbeben!!! Türstock, Türstock, Türstock, denke ich, als ich aber den ersten Schritt aus dem Bett mache, falle ich vor lauter Beben fast hin, einen riesen Ausfall-Schritt machend, wanke ich durch meine Zimmertür zur Haustür, öffne Sie und stell mich in den Rahmen. Irgendwie war es auch laut glaube ich, aber so ganz genau weiß ich das nicht mehr. Überall lärmen auf jeden Fall Auto Alarmanlagen und gehen Lichter an. Alles bebt, obwohl ich schon glaube zu merken, dass das Beben schwächer wird. Der ganze Spuk, ist nach fast einer Minute vorbei. Krasser Scheiss, aber es ist alles gut, bei den Nachbarn ist alles OK, wir haben Strom und im Haus ist nichts passiert. Wir checken das Internet und finden einen Link der etwas von Stärke 7.4 berichtet Magnitude 7.0 - SOUTH ISLAND OF NEW ZEALAND. Wir können das so recht nicht glauben, hier sieht alles normal aus, keine aufgerissenen Strassen, keine riesen Risse oder sonstiges, alles scheint OK. Es ist Wochenende, der Winter liegt in den letzten Zügen und ich will wirklich nochmal auf den Berg. Wir wissen es nicht besser, setzen uns gegen 5:45 Uhr ins Auto und fahren los.

Roundhill liegt am Lake Tekapo und ist vorallem wegen den Ausblicken interessant. Hier gibt’s planierte Pisten, einen Ankerlift und einen netten Snowpark. Außerdem steht hier mit 1.4km Länge das längste Rope Tow Neuseelands. Das Wetter ist gut und wir haben einen super Tag den wir mit Slacklinen am See ausklingen lassen. Am Abend in Tekapo Village erreichen uns haufenweise SMS und es wird klar, dass das Erdbeben doch einiges an Schaden gelassen hat.

Sonntag morgen sieht das Wetter nicht sehr gut aus. Dobson hat wegen Wind geschlossen aber Fox Peak ist auf. Wir sind spät dran, aber nachdem wir jetzt schon hier sind, können wir uns Fox zumindest ansehen. Die 15km Access Road sind wohl das härteste was ich meinem lieben POW bisher angetan habe. Die letzten paar hundert Meter sind noch vereist und der Abhang ist nicht weit. Mit Puls 180 und ordentlich Adrenalin im Blut parken wir am Carpark. Es ist nichts los, als ich aussteige kommt ein älterer Herr zu mir. Er ist vom Skifield und meint, sie wollten eigentlich gerade schließen, aber wenn wir fahren wollen, macht er halt nochmal auf und wir fahren eine Runde. Nachdem Xavier sich die Kohle für die Ski in Fairley gespart hat, mach ich mich für ein paar Runs los. In kurzer Zeit lerne ich alle Angestellten dort kennen und wir machen uns auf, zu einer Rundtour durchs Gebiet. Letzten Endes schaffen wir es nur bis zum dritten Tow Rope, der Wind ist von da an einfach zu stark. Die Aussicht von hier oben ist der pure Wahnsinn und wir hängen anschließend noch eine ganze Zeit am Carpark ab.

In Chch, lassen sich Sonntags Abend im Dunkel der Nacht kaum Schäden ausmachen. In den Nachrichten sehen wir dann aber doch ziemlich krasse Bilder. Auch nach zwei Wochen, werden hier noch Gebäude geprüft und gelbe oder rote Sticker an Häuser geklebt. Schwere Schäden haben sich aber auf einzelne Stadtteile konzentriert und so hab ich hier in Addington Glück gehabt. In der Firma hatten wir auch ein riesen Schwein, lediglich ein Server, ist aus dem RAC gefallen. Dennoch, der Schaden in Chch ist erheblich, vorallem viele alte Gebäude haben ordentlich gelitten. Nach einigen Tagen gewöhnt man sich fast an die Nachbeben und schläft schon auch mal durch ein Beben der Stärke 5. Es fühlt sich komisch an und man kann es fast nicht glauben, alles bebt. Bilder habt Ihr ja bestimmt auch gesehen, gibt’s auch hier : "Christchurch earthquake - your photos".

Eine Woche nach dem Beben checken wir Temple Basin, ein legendäres Clubfield am Arthurs Pass. Trotz Regen, geben wir uns die 500hm Aufstieg ab dem Carpark, zum Glück können wir das Gepäck an einer Materialseilbahn abgeben. Nach einer Stunde erreichen wir die Hütten, es regnet und nur ein Lift hat offen. Der Schnee ist so nass, dass ich mich fast aufs Tail meines Boards setzen muss, um nicht vornüber zu fliegen. Nach drei Stunden boarden im Regen, machen wir uns wieder auf, an den Abstieg. Trotzdem eine sau fette Action und ein toller Tag.

Letzte Woche Dienstag oder Mittwoch wartet ganz NZ gespannt auf einen der größten Stürme unseres Planeten: http://www.nzherald.co.nz/nz/news/. Natürlich hatten wir auf Schnee gehofft, so wies aber aussah war an Snowbaorden wegen Sturm nicht zu denken. Samstag Morgen machen wir uns eigentlich auf an die WestCoast, um die 8m hohen Wellen zu sehen. Nachdem Broken River aber offen hat, behalten wir uns die Westküste für den späten Nachmittag auf. In Broken River gehören wir zu den ersten im Hang und finden Powder satt. Einige Stunden später stehe ich mit Bernhard und Xavier vor den Pancake Rocks an der West Coast. Das Ganze Wochenende wird zum Selbstläufer und einfach der Hammer. Powder, Sonne, Wolken, Sturm, Schnee, Regen, Meer, Palmen, Regenwald, Berge, Schneeketten..........

So geht hier auch eine Woche nach der anderen ins Land. Das ist erst mal wieder ein Anfang würde ich meinen, hoffe ich komm die Tage nochmal zum schreiben. Checkt die wahnsinns Bilder! Ansonsten lasst es euch gut gehen und genießt die Zeit, außerdem nicht vergessen:

Life is to short to be taken serious!

Mittwoch, 1. September 2010

Craigieburn and Broken River Trip

arbeitsbedingt, gehen jetzt nur zwei Wochen Urlaub raus und so geht’s erst am 07.08. los. Da in der letzten Arbeitswoche ordentlich was los ist, steht am Samstag erst mal Packen und Einkaufen an. Der grobe Plan ist, sich mit Manu am Craigiburn Shelter zu treffen, Handyempfang hat man hier ja nirgends. Nachdem alles im Auto verstaut ist, ist mein Zimmer hier fast leer, ich ziehe wirklich wieder in meinen Van. Die ganze Woche war es noch gut warm, seit heute ist es zum Glück kälter und in den Bergen soll's auch Neuschnee geben. Für Sonntag ist super schlechtes Wetter vorrausgesagt und so werde ich mich erst Abends mit Manu treffen. Sonntag Morgen werden noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft und am Nachmittag geht’s Richtung Arthurs Pass. Schon kurz nach Chch, weist mich eine Anzeigetafel auf die Notwendigkeit von Schneeketten ab Springfield (ca. 70km von Chch) hin. Genau so habe ich mir das vorgestellt: WINTER!! Kurz vor dem Porters Pass, es liegt schon ein wenig Matsch-Schnee auf der Strasse, ist eine Art Verkehrskontrolle, es wird nach Schneeketten gefragt und über die Strasstenbedingungen informiert. Trotz Sommerreifen schaffe ich den Porters Pass aber ohne Ketten und überhaupt ist die Strasse frei. An Castle Hill mach ich ein kurzes Foto bevors zum Craigieburn Valley und zum Treffpunkt weiter geht. Manu steht schon mit seinem Van am Shelter und wir freuen uns gemeinsam über den frischen Schnee. Der Schnee der hier fällt ist noch schwer und Nass, auch der Boden ist nicht wirklich gefroren. Manu kocht Dinner und wir hängen den Abend in Manu's Van ab. Für morgen hoffen wir aufs Beste und auf den ersten Run in Broken River. Es ist Kalt und ich, der ein außergewöhnlich gut beheiztes Kiwihaus gewohnt ist, hofft insgeheim auch, dass der Schlafsack warm genug ist.

Die Nacht ist nicht so kalt wie gedacht, als ich am morgen auf mein Thermometer schau, hat es gerade einmal -2 Grad. Die Schlechtwetterfront ist weitergezogen und so bereiten wir uns auf den ersten Schneetag vor. Die Club Fileds sind kleine Skigebiete die sich auf Privat Grund befinden. Es gibt keine asphaltierten Zufahrten und die so genannten „Access Roads“ bewältigt man besser mit einem 4WD. Manu hat gestern einen kleinen Erkundungsrundgang gemacht und möchte seinem Van die Access Road auf keinen Fall antun. Wir machens wie sichs gehört, lassen unsere Karren stehen und Hitchhiken auf den Berg.

Vom Carpark geht’s mit dem inclinator, sowas wie ner Gondel auf Schienen nach oben, 6 Pers. Max. Am Ticketoffice, kaufe ich mir auf die schnelle doch noch einen „Glove Cover“. Von dort bis zum ersten Rope ist es noch ein gutes Stück zu laufen. Am Rope, bekomme ich eine kurze Einweisung ins Rope Tow'en, wirklich kranker Scheiss und scary wie die Sau. Im ersten Moment hört sich das ja alles easy an. Man hat also seinen Klettergurt oder ähnliches um die Hüfte und befestigt daran den sogenannten „Nutcracker“. Man, stellt sich ans Rope, bereitet den Nutcracker zum greifen vor und greift mit der anderen Hand das Rope, deshalb auch der Glove cover. Wenn man Rope-Geschwindigkeit erreicht hat, schließt man den Nutcracker und sieht zu, dass man alles andere vor dem ersten „Pully“, also vor der ersten Umlenkrolle sortiert bekommt. Hier haben Leute schon Finger verloren. Das Rope ist schneller als viele Ankerlifte und bis zum ersten Pully ist es nicht sehr weit, erst nach ein paar Versuchen komme ich das erste Rope Tow hoch. Das Basin ist schon ein wenig verspurt, aber nachdem nicht viele Leute unterwegs sind, ist noch genügend Powder übrig.
Die Clubfields sind schon was besonderes, der Wanker Filter, also das Rope Tow, verhindert überfüllte Hänge. Planierte Pisten gibt es keine und überhaupt sieht ein Clubfield eher aus, wie wenn jemand das notwendigste irgendwie, mit billigsten Mitteln, in und an den Berg bekommen hat, um nach einem Run, wieder einigermaßen flott auf den Berg zu kommen. Entspannung gibt’s an einem Rope Tow nicht und so ist man, mehr oder weniger, non-stop am boarden. Die Hütte in Broken River ist super cool, die Küche kann von jedem genutzt werden, es gibt kostenlos Tee, ein Sandwichmaker und sogar ein Grill steht der Allgemeinheit zur Verfügung. Abends Trampen wir die 6km Access Road bis zu unserem Home Shelter.

Das beste Mittel gegen Kälte ist Bewegung, so sammeln wir Feuerholz und wechseln uns beim Sägen ab. Der Shelter ist fast zu allen Seiten offen, die Feuerstelle ist riesen groß und der Kamin zieht die ganze Hitze einfach weg, man muss sich echt nah ans Feuer setzen um ein wenig Wärme abzubekommen. Immerhin können wir die Handschuhe trocken. Das Trocknen von Kleidung ist ein Thema und die beste Möglichkeit ist einfach, alles anzubehalten bis es trocken ist.


Nach zwei Tagen Broken River geht’s den ersten Tag nach Craigieburn, ein anderes Clubfield gleich im nächsten Becken, an der gleichen Bergkette. Wir Hitchhiken also wieder und kommen so easy ins Gebiet. Craigieburn, wird unser Favourite, die drei Rope Tows kommen alle hintereinander und am Gipfel ist nach einer entspannten Hangquerung laufen angesagt. Passt uns aber besser als das ewige Gequere in Broken River. Überhaupt, da die Gebiete meist an den Berg-Schattenseiten in einem halbkreisrunden Becken liegen, ist nach der langen Rope Tow fahrt Queren angesagt, bevor es in die Hänge geht. In Craigieburn rocken wir die erste wahnsinns Rinne. Fast 600hm vertical drop, Start durch einen gut 40Grad steilen, felsversetzten „Shoot“ und dann ist Powdern angesagt. Nach der Abfahrt geht’s zu Fuß, 20 Minuten die Access Road hoch zur Rope Tow Talstation, drei mal Rope Tow Action, queren und nochmal laufen, bevor die nächste Rinne dran glauben muss.

Rein zufällig treffen wir am Donnerstag Sam am Berg. Wir beide kennen Ihn und seine Freundin aus Motueka. Die Beiden haben Ihre Base in Springfield und wir sind eingeladen dort doch einfach mal vorbei zu schauen. An diesem Abend rocken wir zu dritt die Access Road, es liegt einfach zu viel Schnee um schon am CarPark in ein Auto einzusteigen. Natürlich super blöde Action was das Material angeht. Den Spaß lassen wir uns aber nicht nehmen und so geht’s, schneller als die Autos die Strasse runter. Bremsen kann man, will man wegen der vielen Steine aber nicht, ein Kratzer bleibt nicht aus und fast 20cm bis auf den Holzkern machen Boardpflege in den nächsten Tagen notwendig.

Freitag morgen regnet es in Strömen bei +5 Grad. Boarden ist für den Tag gegessen und wir machen uns im Shelter gemütlich Frühstück. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen kommt es uns fast warm vor, -8 Grad beim aufstehen ist eine andere Sache. Am Frühen Nachmittag machen wir uns nach Springfield auf, besuchen Sam und Loreta. Außerdem müssen wir unsere Vorräte auffrischen, beim Blick auf die Preise überlege ich aber schon, ob es nicht besser wäre bis nach Chch zu fahren. In Sam's Workshop werden die gröbsten Kratzer gefüllt und die Bretter gewachst. Für mich geht’s an diesem Tag noch nach Chch.

Samstag morgen frage ich mich was ich hier eigentlich soll, wasch meine Wäsche, kaufe ein, setz mich ins Auto und fahre wieder los. Das Wetter ist gut und es ist ziemlich warm. Der ganze Schnee ist dahin, die Skifields sehen vom Tal aus, bitter aus und wir fragen uns ob an Snowboarden überhaupt noch zu denken ist.Sonntags schauen Loreta und Sam vorbei und wir fahren gemeinsam zum bouldern nach Caslte Hill. Die nächsten Tage warten wir auf besseres Wetter, auf Kälte, Schnee und dicke Flocken. Wir verbringen die Zeit mit Slacklinen und checken noch zwei andere Shelter aus.

Als es uns am Mittwoch wieder auf den Berg zieht, ist das Wetter echt beschissen. Es liegt etwas nasser Neuschnee und es regnet fast. Es hat super wenig Schnee und so habe ich Porters die ganze Zeit hier noch nicht gesehen. Trotzdem rocken wir ein wenig über die Kicker und machen das Beste draus. Am Donnerstag wieder Frühlingshaft und wir fahren erst gar nicht zu den Skifields hoch. Freitag raffen wir uns auf und werden in Craigieburn mit Powder Runs überrascht, machen an diesem Tag noch den Hike nach Broken River und finden eine super Line. Samstag kann ich nicht anders und mach nochmal los, Manu hat leider nur nen mid week pass und verbringt den Tag mit slacklinen. Am Abend wird’s im Shelter voll und es ist richtig busy. Wir treffen auch ein Haufen alter Bekannter der letzten Abende wieder. Bevor die ganzen Kletter Freaks aus Castle Hill mit Ihren Boulder Matten kommen, machen wir uns aber auf zum Howden Shelter, einfach viel entspannter dort.

Was eine super fette Zeit! Für zwei Wochen wieder in meinem Van zu wohnen, ein riesen Spaß, die ganze Zeit draussen zu sein, 4 Jahreszeiten Schneeverhältnisse und ein Haufen netter Leute.

Seit einer Woche steht jetzt wieder Arbeit an, soweit alles schon in Ordnung, vorallem weil ich inzwischen weiß, dass es im November oder Dezember mit dem Traveln weiter geht. Zumindest habe ich in der Arbeit schon mal bescheid gesagt und so stellt sich jetzt eigentlich nur noch die Frage: Wo geht’s hin?

Dienstag, 27. Juli 2010

An Spätzle Hobel a bissal Mehl, Eier und an Käs

Mehr brauchts eigentlich ned für guade Spatzn. Fettes merci erst mal an Peter, Jörg, Def, Gabi - und Gruß an alle. Ein Spätzle Hobel plus Zubehör! Sicher schadet auch in der Ferne nicht, dass richtige Handwerkszeug. Das Päckchen überrascht mich letzte Woche Montags in der Arbeit, was hab ich mich gefreut. Die Hardware sieht nobel aus und dazu noch diese schicken Ruth Pretty Teetowls. High class travel equipment!

Wie auch immer, es soll wohl Leute geben die meinen ich kann keine Spätzle machen. Damit Ihr mal alle einen Platz habt, den Ihr kennt und wo steht wie man Käs Spatzen macht, gibt’s hier jetzt das Rezept:

500g Mehl
5 Eier
bissal Wasser
bissal Salz

ein, zwei Zwiebeln
300g Kas oder mehr

Mehl, Eier und Wasser zu am zähflüssign Teig zam rührn. Obacht gebn, des soll jah nich klumpn.

Derweilen hat jemand anders scho an grossen Topf mit Wasser aufgesetzt, die Zwiebln gschnitten und an Käs griebn.

Wenn das Wasser kocht, einfach Teig in den Hobel geben und los geht’s. Wenn die Spätzle oben schwimmen, san die eigentlich fertig. Abfischen und in a große Schuessl gebn, Kas drueber und in Ofen oder'd Micro nei, raus nehmen wenns guad ausschaugt.

Zwiebl in a Pfann oder am Topf schee anglasen und über die fertign Spatzen geben.

Tip für nachm Essen, an Schnaps und jemand anders der abspuelt.

Was gibs sonst neues? Das Wochenende Porters war der Hammer. Schneebericht: 90cm, Piste gut griffig, letzter Schneefall vor über zwei Wochen.
Immerhin drei Ankerlifte haben die, für die Clubfields ist das eine riesen Sache. Der Snowpark kann sich jetzt schon sehen lassen und wird wohl noch richtig fett. Der Schnee ist gar nicht schlecht und es ist wenig los. Samstag mieses Wetter, aber Nachmittags um drei reissts endlich auf und wir haben noch eine wahnsinns Aussicht!! Sonntag wie ein Traum.

Am Donnerstag hab ich mir Jib da Foundry, einen kleinen Jib Contest auf dem Uni Gelände angeschaut. Nettes Set-Up und ein Haufen Schneeverrückter. Nachdem ich seit letztem Mittwoch Bereitschaft habe, geht’s am Wochenende trotz 30cm Neuschnee aber nicht aufn Berg. Samstag und Sonntag wird statt dessen, die frisch aus DE eingetroffene, Slackline gerockt.

POW, meine alte Karre, ist wieder voll da. Mit neuer WOF (TÜV), vier nagelneuen Reifen und neuer Windschutzscheibe. Hatte lang überlegt was ich machen soll, aber wenn er hält wars die Kohle wert. Neue Karre ist ja auch immer wie ein neuer Lottoschein und wie die Kiwis so schön sagen: „The devils you know“. Sogar Schneeketten hab ich mir gekauft, hier gibt’s ja keine Winterreifen. Ausser der Scheibe und den Reifen ohne jegliches Profil wurde noch beanstandet, dass POW mit sieben Sitzen eingetragen ist und nicht mit Zwei, also soll ich die Sitze wieder rein machen oder das umtragen lassen. Dazu muss ich zu einer anderen Werkstatt und dort siehts viel TÜV mäßiger aus. Auf jeden Fall muss der gute Mann einen Blick in mein Auto werfen. Zu dem, ganzen losen Ausbau sagt er aber zum Glück nix, ich soll halt blos nix oben auflegen sondern alles unten drunter verstauen. Bei uns daheim unvorstellbar, außerdem muss ich Ihm versprechen, dass ich die Sicherheits Gurte hinten raus mache, irgendeine Vorschrift. Das Umtragen ist kein Problem und so ist Pow seit zwei Wochen ein Camper und kein Auto mehr.

So, jetzt ma sehn, wie sich der Urlaub angeht und was der Winter in Neuseeland kann. Rockt on Leutz und lasst euch die Spatzen schmecken.

Dienstag, 13. Juli 2010

What are you going to do with you life?

Zitat aus „Der Alchemist“ von Paulo Coelho:
.............. Der Jüngling wußte nicht, was ein persönlicher Lebensweg war. „Es ist das, was du schon immer gerne machen wolltest. Alle Menschen wissen zu Beginn ihrer Jugendzeit, welches ihre innere Bestimmung ist. In diesem Lebensabschnitt ist alles so einfach, und sie haben keine Angst, alles zu erträumen und sich zu wünschen, was sie in ihrem Leben gerne machen würden. Indessen, während die Zeit vergeht, versucht uns eine mysteriöse Kraft davon zu überzeugen, daß es unmöglich sei, den persönlichen Lebensweg zu verwirklichen.“ ..............

Anyway, es ist an der Zeit, dass ich mal das wichtigste nieder schreibe. Was mir die letzte Zeit so alles durch den Kopf ging bekomme ich hier doch nicht unter und das ist wohl auch der Grund warum Ihr auf diesen Post so lange warten musstet.

Es ist viel passiert und doch, ist gar nicht so viel passiert. Wie gesagt hab ich nach der Woche Boon Street wieder nach Unterkunft Ausschau gehalten und mich am Sonntag, auch weil ich einfach gelangweilt war von der Wohnungssuche, für die Kipling Street entschieden. Das war praktisch nach meiner zweiten Woche bei der Startup Ltd. und ich konnte an diesem Sonntag auch gleich einziehen.

Gar nicht so einfach, weil ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll und worauf ich eigentlich hinaus will. Vielleicht fange ich einfach mal mit den dicken Brocken an. Am Dienstag den 08.06.2010 habe ich meine Kündigung, an meinen lieben Arbeitgeber in der Heimat, in die Post geschmissen, geht sich in erster Linie zeitlich nicht aus (Foto nachgestellt, denn eigentlich war es an einem regnerischen Tag). An dieser Stelle, herzlichst leibe Grüße an die Kollegen – You all ROCK!!

Es geht für mich nicht um einen Job, eine Karriere, einen unbezahlten Urlaub oder nur ums reisen, in erster Linie geht’s hier um mich. Wenn ich das hier jetzt nicht durchziehe, war die Zeit zwar toll aber irgendwie doch auch fürn Arsch!! Der aktuelle Plan sieht vor, hier in Neuseeland ein paar Urlaubswochen im Schnee zu verbringen und bei Startup Ltd. noch bis in den europäischen Winter rein zu arbeiten. Der grobe Plan geht noch etwas weiter, aber man weiß aktuell einfach nicht was sich wie ausgeht und desto länger ich hier bleibe, desto mehr gefällts hier eigentlich.

Christchurch, 300.000 Einwohner die größte Stadt auf der Südinsel. Canterbury Peninsula, ein Kletter und Bike Eldorado nicht einmal 10km vom Stadtkern entfernt. Brighton Beach 10km, Sumner Beach 20km, Berge zum Snowboarden 100km und das abgesehn von allen anderen wahnsinns Plätzen auf der Südinsel. Es besteht Suchtgefahr! Arbeits und auch Resident Visa sind zum greifen nah, man informiert sich tatsächlich und macht sich seine Gedanken.



Dennoch, irgendwie steht fest, dass es weiter gehen muss. Nach gut neun Monaten unterwegs weiß ich zwar immer mehr was ich nicht will, aber auch noch nicht was eigentlich anstehen soll. Ein grober Plan wäre nicht schlecht, dass sagt mir zumindest mein Gewissen, ob er wirklich notwendig ist, wird aber auch in Frage gestellt. Jetzt hatte ich ein Jahr lang diese tolle Sicherheit, ende Juni 2009 hab ich den unbezahlten Urlaub genehmigt bekommen und nun geht’s dahin, ans eingemachte, jetzt geht’s erst richtig los!

Sicher geht mir die Heimat ab, meine Familie, meine Freunde und Dude's! So wie ich das hier erlebe, weiß ich aber auch, dass die mir wichtigen, immer da sind für mich. Daheim is echt schön, das muss man schon auch mal gesagt haben, ich komm echt aus einer super schönen Ecke. Dennoch, wenn ich an die morgendliche S-Bahn fahrt denke, die ich mit Armin und Flo immer genossen habe, aber dann eben auch an all diese mies gelaunten Gesichter denke, dann weiß ich auch was ich nicht vermisse. Es ist ja auch so:

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!

Soooo ist das! Den Teil bis hierhin hatte ich vor einiger Zeit schon geschrieben, find ich eigentlich ganz treffend und brauch auch gar nicht viel mehr zu sagen. Ein paar Wochen nehm ich mir noch um raus zu finden ob ich nicht doch einfach hier bleibe. Am Samstag Snowboarden und am Sonntag klettern im T-Shirt, ist schon ein Hit. So wies ausschaut, hab ich ab dem 02. August drei Wochen Urlaub und wer sich kurzentschlossen in den Flieger setzt, ist zu feinsten Powder Sessions herzlichst willkommen.

In diesem Sinne – Rock da World!

Jaaaa, und doch denk ich an euch und vermiss euch alle!!!

Montag, 14. Juni 2010

31 Jahre Gotschsonsan



das ist zwar schon wieder eine Zeit her, aber ich denke es ist noch nicht zu spät mich bei euch für die vielen lieben Geburtstagsgrüße zu bedanken. Fettes Merci Leute!!!

Bis kurz vor Schluss konnte ich mich nicht für die richtige Geburtstags-Action entscheiden und so hab ich kurzerhand eine kleine Hausparty angezettelt. Kein Vergleich mit der riesen Fete vom letzten Jahr, aber trotzdem ein super toller internationaler Abend der Spitzenklasse mit ordentlich zu trinken und zu lachen.

Ansonsten ziehen die Wochen grade flott ins Land. Viel Arbeit und in der durch die Arbeit begrenzten Freizeit gibt’s Leute zu treffen, Actions zu starten und man kümmert sich um das alltägliche, im Grunde fast wie zuhaus. Nachdem letzten Post bin ich kurzerhand in die Kipling Street gezogen und auch wenn die City weiter ist als ich eigentlich wollte gefällts mir ganz gut. Vorallem ist es warm im Haus, was für ein Kiwi Haus nicht die Regel ist, ich hab ganz nette Flatmates und mein Zimmer ist ordentlich.

Soweit erst mal eine kurze Zusammenfassung, bei diesem Post geht’s in erster Linie um das super tolle Bild das Ihr oben sehen könnt, dickes Bussi an meine liebe Schwester – YOU ROCK!

Nachdem ich im Grunde kaum Lust zum Blog schreiben hab, ende ich hier, ich kann euch aber sagen es bleibt spannend und der nächste Post kommt bestimmt.

YOU ALL ROCK!! Bis dahin lasst es euch gut gehen und genießt die Tage!

Sonntag, 16. Mai 2010

Startup Ltd. Christchurch

Salve miteinander!!! So, der Gotschsonsan hat schon eine Ewigkeit nix hören lassen und so nehme ich mir am Samstag Abend Zeit und fange zumindest einen neuen Blogpost an. Natürlich bin ich nicht einfach nur zum Spass nach Christchurch geheizt, das alles hat schon irgendwie einen Grund. Von Elaine Bay bis French Pass ist es echt nicht weit, der Aussichtspunkt den ich auf dem Weg gefunden habe lud zum rasten ein und nachdem ich nirgends „No Camping“ Signs sehe, hatte ich damit geliebäugelt dort eben auch die Nacht zu verbringen. Nach kleineren Wanderungen und ein paar Bieren in der Sonne mit guter Mucke im Ohr klingelt plötzlich mein Telefon und ich war im Grunde schon erstaunt, dass ich an dieser Stelle überhabt Empfang habe. Was für ein Zufall!! Es ist ein Herr von einer Firma, ich nenne Sie mal „Startup Ltd.“, auf jeden Fall geht’s um einen Job und ich mache leicht angeheitert einen Termin für ein persönliches Gespräch am Donnerstag aus. Der Anruf erreicht mich auf meinem Aussichtspunkt an einem Dienstag. In Motueka oder in Takaka hatte ich nochmals ein paar Bewerbungen raus geschickt, dabei gings hauptsächlich darum mein Gewissen zu beruhigen. Nach sieben Monaten Reisen hab ich doch ordentlich Asche liegen lassen, Arbeit muss nicht zwingend sein, aber es geht ja wie gesagt auch darum mal was auszuprobieren und so recht kann ich das Reisen und die vielen tollen Orte nicht mehr geniessen, es muss was passieren und ein Konto Update wäre ebenfalls gern gesehen. Ein guter CV und Anschreiben in Englisch, frisst ordentlich Zeit und auch wenn ich bereits ein Haufen davon investiert habe, gefällt mir mein CV immer noch nicht, bzw. weiß ich dass immer noch ein Haufen Macken drin sind. Wie auch immer, bei dieser Bewerbungsreihe hab ich mich auf Christchurch und Dunedin Konzentriert. Das ganze einfach, weil ich eben noch nicht genau wusste wanns jetzt auf die Nordinsel weiter geht und auch weil ich glaube dass es auf der Süd Insel einfach die besseren Optionen zum Snowboarden hat. Auf jeden, war dass der eigentliche Grund zügig nach Christchurch zu heizen, es geht ja nicht nur um die Strecke, irgendwie muss ich mir auch schnell ein einigermaßen schickes Outfit schnitzen. Mittwoch dann Reststrecke nach ChCh, ab ins Guesthouse und anschließend in die Stadt um so billig wie möglich an fancy clothing zu kommen. Second Hand hat dabei ganz gut geholfen. Donnerstag das Gespräch und so viel will ich über die Company gar nicht schreiben, es ist ein kleiner ISP in Christchurch, der dringend Hilfe braucht. Das Gespräch läuft wie ich finde gut und ich verbringe die folgende Nacht wieder am New Brighton Beach. Es war schon echt witzig in meinem ranzigen Camper mit schicken Schuhen, Hemd und Jersey zum Interview zu fahren. Irgendwie höre ich von der Firma in dieser Woche nix mehr und ich weiß auch nicht recht was ich hier in ChCh eigentlich noch machen soll. Am Samstag entscheide ich mich für Hagley Park und lerne einen Haufen netter Traveler kennen. Wir sitzen zu fünft in Steffs Camper und stimmen uns mit Bier, Wein und Havana Club in den Abend ein. Sehr witzig auch, wir sind fünf Leute aber jeder reist für sich allein, so viele lonely traveler auf einem Haufen habe ich hier in NZ noch nicht gesehen. Samstag Abend in der Stadt ist wie immer Ausnahmezustand angesagt, da morgen aber Anzac Day, ein Gedenktag ist, machen alle Bars schon um 0:00 Uhr zu und die Warteschlangen vor den NightClubs sind mir viel zu lang. Auf jeden Fall lerne ich an diesem Abend echt nette Leute kennen und die nächste Woche verbringen wir am Sumner Beach, dort finden sich scheinbar echt die letzten Traveler zusammen und wir haben mit bis zu acht Campern am Carpark noch ganz ordentliche Actions. Bis Donnerstag höre ich von „Startup Ltd.“ keinen Pieps. Am Montag hatte ich vor lauter Langeweile noch ein paar mehr Bewerbungen Richtung Nord Insel geschickt und am Mittwoch dann eine Mail an die „Startup Ltd.“, irgendwie wäre es ja cool zu wissen wies hier weiter geht. Am Donnerstag gibt’s eine Antwort und am Freitag bekomme ich meinen Vertrag zugeschickt – Montag ist mein erster Arbeitstag. IBM aus Auckland hat mich zwischenzeitlich auch noch angerufen und es scheint, dass ITler in NZ aktuell gut gefragt sind. Der Freitag geht für meine Steuernummer drauf und nach dem ich zwei mal zurück zum Auto muss, um das ein oder andere zu holen, geht mir das Gelaufe ziemlich auf den Sack, bei Cheapskates lasse ich mir auf die Schnelle ein nettes Skateboard raus. Das Wochenende verbringe ich größten Teils mit der Suche nach einem Zimmer. Das Guesthouse nimmt, wenn ich die ganze Woche im Vorraus buche 132$, Zimmer gibt’s für weniger oder um den gleichen Preis, dafür muss ich ein winziges Zimmer aber nicht mit drei anderen teilen und in den meisten Flats ist WiFi bereits inklusive. Nachdem ich aber diesmal wirklich etwas gutes finden will und nicht eine scheiss Karre kaufen will, kann ich mich nicht entscheiden und checke am Sonntag wieder im „Around The World Backpackers“ ein. Dabei geht’s ja nur um die morgendliche Dusche, denn schlafen werde ich auf jeden Fall im meinem eigenen Zimmer. Die Woche ist raz faz rum, abends Wohnungsaction früh ins Bett (in mein eigenes) und morgens um 7:00 Uhr geht der Wecker. Ganz anders wie daheim gibt’s in der ersten Arbeitswoche schon ordentlich zu tun, der Linux Admin verlässt „Startup Ltd.“ am Donnerstag und ich versuche schnell noch die wichtigsten Infos abzugreifen. Freitag Party, Samstag Hangover mit anschließender Party um am Sonntag wieder einen Hangover Tag hinzulegen. Nun gut, im GH lerne ich noch ein paar nette Leute kennen und Staecy zieht am Sonntag Abend in ein Haus nahe des Stadtkerns um, so ganz allein will Sie eigentlich nicht und 60$ die Woche ist ein super Angebot. So bin ich seit Montag in der Boon Street in einem kleinen Haus und hab mein eigenes Zimmer. Alles nur vorübergehend, es kommen noch mehr Leute und seit heute bin ich mein eigenes Zimmer wieder los, außerdem gibt’s hier kein Internet. Arbeitsmäßig war ich seit Montag mehr oder weniger der einzige Admin – 300 Server und einen Haufen Stümper die das sinkende Schiff bereits verlassen haben machen mir ordentlich Stress. Wenn ich da an das gute alte rote Schlachtschiff denke, was ist dass daheim doch alles ordentlich und aufgeräumt. Es ist wohl auch das erste mal in meinem Leben, dass ich echt jeden Tag mit Hemd durch die Gegend laufe, zumindest während der Arbeitszeit, feels like a Slut, zum Glück ist mein Popo noch nicht wund.
Auf jeden steht erst mal fest, dass ich hier die Wintersaison rocken werde, so habe ich mir heute ne schicke, nicht schwarze, sondern bunte, Billabong Snowboard Jacke gegönnt. Den Season Pass für die Clubfields gibt’s die Tage und auch den restlichen Kram werd ich mir nach und nach zulegen. Mum, Du musst mir ein Päckchen schicken. Das Snowboarden geht mir wirklich ab und ich kanns nicht erwarten endlich wieder auf nem Brett zu stehen. So nen genauen Plan wie das mit der „Startup Ltd.“ weiter geht habe ich nicht, genau genommen gibt’s zwei Optionen und vielleicht auch noch was dazwischen, aber ich muss eben erst mal sehn. Es geht erst mal darum das Arbeiten hier auszuprobieren, in NZ ist Arbeit eigentlich ziemlich locker, bei einem ISP der von Leuten aus UK geleitet wird sieht das aber doch wieder ganz anders aus. Na wir werdens sehen, den LiftBoy werd ich dann eben in Kanada spielen.
Heute ist Samstag und wie gesagt, Ausnahmezustand in der Stadt, mal sehn ob ich mir das heute noch gebe. Fleischbeschauung, total besoffene Leute überall und ziemlich mieser Sound, das ist Christchurch an einem Samstag Abend – hoffe ChCh wird mich noch eines besseren belehren. Was soll ich sagen Leut, für mich geht sich hier bisher alles super aus, so wie die ganze Zeit auf meiner Reise. Die Welt liegt uns zu Füßen denn wir stehen drauf wir gehen drauf!!!ROCKT ON – Love you all!!

Samstag, 24. April 2010

Motueka - Marlborough and da way back to Chch

So viel ist die letzte Zeit gar nicht passiert! Nach dem letzten Post war ich nochmal zwei Tage beim klettern und habe meine erste Route draussen im Vorstieg gerockt. Takaka ist echt eine coole Ecke und so hab ich mir anschließend noch einen lazy day am Fluss gegönnt. Nachdem Fabian inzwischen in Motueka war, bin ich am Samstag nach Motueka. Wollte da eigentlich nur einen Tag bleiben, aber wie das eben immer so läuft, bin ich doch länger geblieben. Das Wochenende haben wir mit einer sau coolen Beach Action rum gebracht und es war in erster Linie relaxen und Sonne tanken angesagt. Am Montag gings rüber zum Port Motueka, das ist ein sehr angesagter Übernachtungsplatz. In Motueka ist aktuell Apfel pflücken angesagt und viele travelnde Apple Picker stehen über Nacht am Port. Am Port gibt’s ne art Ofen oder Kamin und da Meppe und Michael immer ordentlich Holz besorgen gibt’s jeden Abend ein Feuer. Da es inzwischen echt schnell kalt wird, wenn die Sonne weg ist, ist ein Feuer immer sehr willkommen. Für Dienstag war schlecht Wetter angesagt und so habe ich das Kajaking im Able Tasman erst mal nicht gebucht. Tatsächlich war das Wetter am Dienstag anfangs gar nicht schlecht und als es Nachmittags dann doch zu regnen anfing, habe ich am Kina Beach gemütlich versucht meinen neuen Himmel im Auto anzubringen. Das Kajaking am Mittwoch war ziemlich cool und die Coast Line des Able Tasman ist ein Hit, außerdem gibt’s haufenweise Robben, Vögel und sogar Pinguine zu sehen. Bei der Eskimorolle habe ich nach dem zweiten Versuch aufgegeben, da müsste man wohl doch mehr Zeit investieren.
Tags drauf hatte ich mir einige spaßige weitere Kleinigkeiten fürs Auto besorgt, heißt Acryl Farbe und ein wenig anderes Zeuch. Nachmittags gings wieder an den Kina Beach, eine nette kleine Halbinsel nicht weit von Motueka, ziemlich ruhig und entspannt dort draussen. Fabian war mit am Start und erinnert mich nach den ersten Pinselstrichen an meine eigentliche Auto Sorge. Wie im letzten Post schon erwähnt, schließt mein Seitenfenster auf der Fahrerseite nicht mehr richtig, dass heißt, dass Fenster öffnet sich während der Fahrt einfach von selbst und wenn es zu ist, wird es eigentlich nur von den Fensterdichtungen gehalten, der scheiss Fensterheber, schiebt die Scheibe einfach nicht mehr zu. Die Türverkleidung hatte ich mal abgemacht, aber es sah irgendwie alles nach ziemlich viel Arbeit aus und so habe ich es erst mal gelassen. Naja, gemacht werden muss es und eine Werkstatt nimmt wieder ordentlich Asche, außerdem hört sich der Fensterheber nicht gesund an und so rechne ich mit irgendwelchen Ersatzteilkosten. Nach einem Nachmittag Forschungsarbeit ist die Ursache des Problems festgestellt und die Logik des Fensterhebers, fassungslos, verstanden. Es braucht einen neuen Stahlseilzug! Nach einigem hin und her bekomme ich ein neues Stahlseil beim Motorrad Händler, wie ich die Enden fixiert bekomme weiß ich noch nicht aber es wird schon irgendwie funktionieren. Nach einem weiteren Tag gebastel funktioniert mein Fensterheber wieder, tiefstes Vertrauen in die Langlebigkeit meiner Reparatur habe ich zwar nicht, aber so lange ich das Teil mit Vorsicht nutze sollte es passen. Ein weiterer Tag mit ein wenig Bastellei in der Sonne und schon ist es wieder Samstag. Eine Woche Motueka und ich frage mich wo die Zeit geblieben ist. Nachdem am Samstag eine Party im Hot Mamas steigt, lasse ich Nelson und Marlborough noch warten. Montag geht’s nach Nelson, bzw. fahre ich gleich bis Elaine Bay. Den Dienstag verbringe ich, faul, mit hammermäßigem Blick auf French Pass. Aus Gründen die ich hier nicht weiter ausführen möchte fahre ich am Dienstag aber fast noch bis Kaikoura, übernachte dort an einem Strand und bin seit Mittwoch wieder in Christchurch. Gestern war schon ein eher planloser Christchurch Tag und heute pisst es in Strömen, so wie es scheint werde ich hier noch ein paar Tage abhängen, vielleicht fahre ich aber auch einfach wieder Richtung Kaikoura rauf, die Ecke sah im Vorbeifahren ziemlich cool aus.
Wies hier genau weiter geht, werden wir sehen, für meinen Teil bin ich mit der Süd-Insel weitestgehend durch. NZ ist schon ein sehr schönes Land, es stimmt schon, es hat von allem etwas und das auf kleinstem Raum.
Was auf der Nordinsel so alles geht und wie die Leute dort unterwegs sind weiß ich nicht, es soll wohl etwas anders sein. Auf jeden Fall, hab ich inzwischen für alles weitere zumindest einen groben Plan und wir werden sehn wie sich die Dinge ausgehen. Bis dahin – rock on!

Mittwoch, 7. April 2010

Dunedin - Westport - Golden Bay

Dachte ich schreib mal wieder ein bisschen. Inzwischen bin ich ein gutes Stück von Dunedin entfernt, weiter geht auf der Südinsel wahrscheinlich nicht. Aktuell sitze ich in Takaka (Hippie Hometown, und wieder weiß ich nicht was ich mit dem Begriff Hippie eigentlich anfangen soll), in einem kleinen Kaffee und habe eben einen double shot Long Black und ein Brownie genossen.

Nach Dunedin, gings gemütlich Richtung Christchurch. Auf der Strecke gibt’s, wie ich finde, nicht sonderlich viel zu sehen und spätestens wenn man an Timaru vorbei ist, geht’s auf dem Highway 1 nur noch dahin. Kurz nach Dunedin, habe ich mir am Shag Point, eine Seal Colony angesehen bevor es zu den Moeraki Boulders ging. Die sehen, wie man in der Gallery sehen kann echt komisch aus und man fragt sich, woher die Teile wohl kommen. An diesem Tag gings noch bis Glenavy. An einem Rastplatz ließ es sich hier gut übernachten. Wobei man sagen muss, dass ich erst daran vorbei gefahren bin, wer weiß, vielleicht findet sich ja noch ein besserer Platz. So bin ich erst gut 50km durch die Gegend gefahren, um anschließend, doch am ursprünglichen Rastplatz stehen zu bleiben. Tags drauf gings zügig nach Christchurch, bzw. gleich an den Brighton Beach. Home Sweet Home – Brighton Beach! Brighton Beach ist einfach genial, man steht am Strand, es ist nicht weit zur Library, man könnte auch sagen ins Internet, das Wetter ist gut, es gibt öffentliche Toiletten und Aussenduschen, man trifft jeden Abend nette Backpacker, wenn man will und so verbringe ich hier drei Nächte. Für die letzte Nacht dieses Christchurch Aufenthalts, ziehe ich auf den Car Park am botanischen Garten um. Die Zeit verbringe ich in erster Linie im Internet, außerdem treffe ich mich mit ein paar Leuten, die ich von den letzten Besuchen kenne und die immer noch hier rumhängen. Am Brighton Beach lerne ich Fabian kennen, er hat eben seine Freundin am Flughafen abgeliefert und will selbst noch bis Juni in NZ bleiben. Wir treffen uns am botanischen Garten und wollen beide am nächsten Tag, über den Lewis Pass an die Westcoast weiter. Fabian hat noch eine Staff Guest Card für Hamner Springs über und nachdem eine Dusche wieder angesagt wäre, plane ich den Abstecher ein. Wir gehen morgens in Christchurch erst getrennte Wege, treffen uns aber, als wäre es abgesprochen, vor dem Thermal Bad in Hamner Springs. Den Nachmittag verbringen wir in den Hot Pools von Hamner Springs. Abends finden wir einen netten kleinen Rastplatz kurz nach Hamner. Auf einem kurzen Erkundungstrip, finden wir weitere heiße Quellen direkt am Fluss, wegen der Sandflys sparen wir uns aber den Ausflug ins warme Nass. Plötzlich, tauch ein Typ auf und wir fragen uns beide, wo der wohl so schnell her kam. So lernen wir Owen kennen, der sein Lager im Wald aufgeschlagen hat und nach Christchurch weiterzieht. Er ist per Anhalter unterwegs und stoppt hier, wegen der heissen Quellen, immer für eine Nacht. Es gibt ein Lagerfeuer, Bier und nette Gespräche. So bin ich plötzlich nicht mehr allein unterwegs, fahre mit Fabian, am nächsten Tag bis Westport, bzw. nochmal die Westcoast runter bis zu den Pancake Rocks. Nahe der Pancake Rocks finden wir eine tolle Bucht, inkl. super Schlafplatz. Die besten Buchten und die fetteste Coastline gibt’s eben doch an der Westcoast, noch dazu, sind an diesem Platz nicht zu viele Sandflys unterwegs. Tags drauf schaffen wir es nur nach Westport, checken das Internet und suchen anschließend nach einem geeigneten Platz zum abhängen und nächtigen. Der Strand ist groß, untypisch verdreckt und voll von Autowracks, im Sand findet man spuren von Kiwi mäßig durchgeführten Ölwechseln. Wir fahren noch ein bisschen durch die Gegend und finden am river mouth vom Buller River eine Art Campground auf dem schon einige Campervans stehen. Wie sich herrausstellt, handelt es sich um eine Wiese, direkt in der Einflugsschneise vom Westport Airport. Erst mal alles nicht so wild, so viele Maschinen kommen und gehen da nicht. Der Witz ist eine angrenzende kleine Strasse, geteert und schnurgerade die zu einem Lighthouse führt. Die Strasse ist eine Sackgasse, aber es scheint für jedermann der in Westport lebt, sehr wichtig zu sein, einmal am Tag, raus zum Lighthouse zu fahren um zu sehen ob die Welt noch in Ordnung ist. Abends gibt’s Abzugsrennen und Burnouts, so ist der Schlafplatz nicht gerade der idyllischste, tuts aber für eine Nacht und ist irgendwie auch ein Spaß.
Da ich Richtung Nelson Lakes weiter will und Fabian eine Karte für ein kleines Drum and Base Festival hat, verabschieden wir uns voneinander und ich fahr zum Lake Rotoroa, schlafe am Fluss am Weg zum Lake Rotoiti und checke am nächsten Tag das Info Center von St. Arnaud. Eigentlich wollte ich nochmal ein Trekking einschieben, nachdem am Freitag, wahrscheinlich wegen Ostern, schon die Hölle am See los ist, die Mt. Angelus Hut gerade im Umbau ist und daher nicht zu nutzen, mir ein fünf oder sechs Tages Track zu lang erscheint und ich überhaupt eher faul unterwegs bin, genieße ich nen entspannten Tag am See. Die ganze Umgebung reizt mich nicht zum Trekking und der Travers-Sabine Track ist mir zu lang. So mache ich mich Abends Richtung Norden auf und schlafe wieder an einem Fluss. So kommts, dass ich am Ostersamstag in Takaka aufschlage, was eine nur bedingt gute Idee ist. Der kleine Ort ist voll mit Leuten und die ganze Golden Bay Area scheint dicht besiedelt. Mir geht’s in erster Linie um einen entspannten, kostenlosen Stehplatz für die Nacht. So fahre ich an diesem Tag noch bis zum Cape Farewell und checke den Wharariki Beach. Es findet sich ein klasse Schlafplatz mit Blick auf die Golden Bay. Da überall die Oster-Hölle los ist und ich dem aus dem Weg gehen will, erforsche ich am nächsten Tag das Whanganui Inlet. Dabei handelt es sich um einen grossen Binnensee, hier schlagen die Gezeiten zu wie bei uns an der Nordsee und so hats bei Ebbe kaum Wasser. Die Ecke ist super schön! Nach über 100km Gravel-Road habe ich, wegen Pow, aber langsam ein schlechtes Gewissen. Der erst beste Schlafplatz, ist voll von Sandflys und so fahre ich ein gutes Stück zurück. Als ich Abends, bei einem Bier und super Ausblick einem meiner Audiobooks lausche, zwängen sich Mac und Bobbie, mit Ihrem riesen Camper noch auf den kleinen Platz. Die beiden haben gerade vier Wochen Urlaub und crousen für diese Zeit über die Südinsel, wohnen tun die beiden auf der Nordinsel nicht weit von Wellington. Heute morgen gabs bei den netten Camp-Nachbarn noch einen Kaffee und eine Einladung, wenn ich am Weg bin einfach bei Ihnen Zuhaus vorbei zu schauen. Mal sehn, aber ich denke, dass wird ein definitiver Stop. So geht’s dahin, hier gibt’s wie gewohnt viel zu sehn und zu erkunden, so wies ausschaut, werde ich noch einige Tage in der Golden Bay verbringen, bevors nach Kaikoura oder Picton weiter geht.

- Nachtrag -

Inzwischen sind schon wieder ein paar Tage rum, nachdem ich diesen Post geschrieben hatte, bin ich an den Startplatz vom Abel Tasman Track gefahren und wollte dort übernachten, bzw. am nächsten Tag eine kleine Tagesrundtour laufen. Mein Fahrerfenster im Auto, eigentlich mehr, der elektronische Fensterheber, macht aber schon seit einiger Zeit komische Geräusche und es war abzuwarten, dass sich das Problem verschlimmert. Am Parkplatz muss ich feststellen, dass mein Fenster nicht mehr schließt. Scheisse, somit kann ich mir das Absperren der Karre auch fast sparen. Aus Frust und auch aus Planlosigkeit, fahre ich wieder nach Takaka. Es ist Ostermontag und so hat wieder mal keine Werkstatt offen. Nachdem ich von dem Crazy Hippie Campground „HangDog“ gehört habe, checke ich dort ein. Es ist ein kleines Campground, es sieht wüst und alternativ aus, alle Leute machen einen alternativ entspannten Eindruck. Abends sitze ich am Fireplace und genieße ein Bier. Letzten Endes komme ich mit Anna ins Gespräch, die mit einer Gruppe von Leuten aus Timaru hier ist, alles Sportstudenten. Takaka ist DER HotSpot der Kletterscene in NZ und nachdem für eine weitere Seilschaft eine Person fehlt bin ich herzlich eingeladen morgen mit klettern zu gehen. Fett, so bin ich gestern das erste mal, wirklich draussen eine Wand geklettert, hab den sportlichen Teil des Tages an einem super Boulder Platz mit Kletterei und einem Bad im Fluss ausklingen lassen. Außerdem konnte ich endlich meine Schablone fürs Auto ausprobieren und Abends gabs selbst gemachte Pizza aus dem Steinofen. Heute Lazy, das Wetter ist nicht der Hit und so hoffe ich auf gutes Wetter morgen, um nochmals mit den Kollegen loszuziehen. Check out da gallery!

Freitag, 26. März 2010

A Snippet from the book “Demian” written by Hermann Hesse

Demians thinking while he has a talk with Pistorious, who failed to be the prophet of a new Church.

And at this point I felt the truth burning within me like a sharp flame, that there was some role for everybody but it was not one which he himself could choose, re-cast and regulate to his own liking. One had no right to want new gods, no right at all to want to give the world anything of that sort! There was but one duty for a grown man; it was to seek the way to himself, to become resolute within, to grope his way forward wherever that might lead him. The discovery shook me profoundly; it was the fruit of this experience. I had often toyed with pictures of the future, dreamed of roles which might be assigned to me – as a poet, maybe, or prophet or painter or kindred vocation. All that was futile. I was not there to write poetry, to preach or paint; neither I nor any other man was there for that purpose. They were only incidental things. There was only one true vocation for everybody – to find the way to himself. He might end as poet, lunatic, prophet or criminal – that was not his affair; ultimately it was of no account. His affair was to discover his own destiny, not something of his own choosing, and live it out wholly and resolutely within himself. Anything else was merely a half life, an attempt at evasion, an escape into the ideals of the masses, complacency and fear of his inner soul. The new picture rose before me, sacred and awe-inspiring, a hundred times, glimpsed, possibly often expressed and now experienced for the first time. I was an experiment on the part of nature, a 'throw' into the unknown, perhaps for nothing and my only vocation was to allow this 'throw' to work itself out in my innermost being, feel its will within me and make it wholly mine. That or nothing!

Ganz ohne Wertung oder Meinung, was man so alles liest beim Reisen, Hermann Hesse und dann auch noch in Englisch.

Dienstag, 23. März 2010

Fiordland - Southland - Dunedin - great how things can work out!

Doch schon wieder einige Zeit vergangen seit dem letzten Post. Zur Abwechslung habe ich seit dem letzten Post einiges an Stecke gemacht. Nach Glenorchy, gings wie gesagt kurz nach Queenstown und um ein paar Kleinigkeiten zu erledigen und eben auch um den letzten Post zu veröffentlichen. Am selben Tag bin ich noch bis nach Mossburn, Richtung Süden gefahren und hab etwas außerhalb der Ortschaft an einem kleinen Rastplatz gepennt. Am nächsten Tag war mir nach crusen und so habe ich einen kleinen See, den ich eigentlich auschecken wollte, links liegen lassen und bin direkt nach Te Anau gefahren. In der Library vor Ort gibt’s endlich wieder free Wifi, was die Library zu einem angesagten Backpacker Treffpunkt macht. So treffe ich ein französisches Pärchen, dem ich in Christchurch versucht hatte mein Auto zu verkaufen, Kathrin und Julian wieder. Den Nachmittag verbringe ich mit Julian und Kathrin in der Sonne bei einem gemütlichen Bier und Abends geht’s an einen, außerhalb des Ortes gelegenen, Bootslandeplatz wo wir gemütlich weiter feiern. Wahnsinns Sternenhimmel! Nachdem ich am nächsten Tag, mehr oder weniger in der Gegend rum hänge, verbringe ich noch eine weitere Nacht am Fluss. Das Wetter ist nicht der Hit und auch der Forecast sieht bescheiden aus. Hmmmm, für schlecht Wetter habe ich mir eigentlich ein paar alte Kartons zum Schablonen basteln besorgt, ich mein Schablonen zum besprühen meiner Karre, aber irgendwie ist mir nicht nach Schablonen basteln. Im Warehouse kauf ich ein paar Angelhaken, immerhin auch ein netter Zeitvertreib denke ich. Wie mir die Verkäufer im Warehouse erzählen, muss man aber eigentlich gerade bei schlecht Wetter raus zum Milford Sound, naja, eigentlich auch bei schönem Wetter und eigentlich nochmal im Winter. Ok, denke ich, so richtig nach Angeln war mir eh nicht und so geht’s Richtung Milford Sound. Hatte bereits überlegt einen Track in der Ecke zu machen und hab daher Essen ohne Ende mit. Genau genommen, war ich wie immer völlig planlos, hauptsach ich hab genug zu Essen am Start, dann kann ich kurzerhand sehn was geht. So war gar nicht wirklich geplant, an diesem Tag, bis Milford Sound zu fahren, als dann aber kurz vor dem Abzweig nach Hollyford das nette Aussi Mädel, dass ich bereits vor Franz Josef getroffen hatte, den Daumen raus steckt und fragt ob ich nach Milford Sound fahre, denke ich eben mal wieder: „Why the hell not?“ Milford Sound ist schon ein Hit, die Kulisse ist echt der Hammer. Aufgrund von purem Geiz, spare ich mir aber den klassischen Touri Course und halte das Kajaking im Hinterkopf, wobei auch dieses letzten Endes dem Geiz zum Opfer fällt. Am selben Abend noch, fahre ich Richtung Hollyford und stoppe bei Gunns Campground. Am nächsten Tag könnte ich in den Hollyford Track starten, das Wetter ist besser als erwartet und überhaupt kann man dem Wetterbericht hier nie glauben. Der Track an sich ist nicht besonders schwer, vom Carpark zur Martins Bay sind es vier Tage, one way, also anschließend vier Tage zurück und eigentlich wollte ich die Big Pyke Route laufen, das wären um die zehn Tage. Zum essen habe ich genug dabei und es ist früh genug um noch zu packen, lediglich die Sandflys treiben einen an schnell zu machen. Zack, Zack, ist mein Rucksack voll mit Essen, eigentlich, fast ausschließlich Essen. Da mir auf dem Rees – Dart Treck, einige Luxus Schmankerl gefehlt haben, packe ich den Rucksack ordentlich voll. Mei, zu viel gibt’s nicht, alles was zu viel ist bringt gutes Training, denke ich. So geht’s Tags drauf, frohen Mutes, mit prall gefülltem Rucksack (65+15l) zur Alabaster Hut am Lake Alabaster. Der Track ist wirklich easy, vorallem die erste Tagesetappe ist besonders leicht. Der Touri mir ordentlich Asche in der Tasche, macht den Track wie folgt: Tag 1, bisschen laufen, fast bis zum Lake Alabaster; Tag 2, halbe Stunde bis zum Speedboot und mim Speedboot bis zur Martins Bay; Tag 3, Pick Up am Air Strip Martins Bay und zurück nach Milford Sound, untergebracht werden Damen und Herren in einer Fancy Lodge. Wie gesagt ist der erste Tag easygoing und ich merke gar nicht recht, wie schwer mein Rucksack ist. Auf dem Weg treffe ich einen Hunter der ein komplettes Reh über den Schultern liegen hat und ich treffe Jason, einen Opossum Hunter, der mit ein paar anderen Typen, draussen in der Martins Bay lebt und die letzten zwei Jahre um die 3000 Opossums zur Strecke gebracht hat. Die Jungs verdienen sich ein bisschen Kohle mit Opossum Fellen, sind aber eigentlich Surfer und leben dort am Strand. Opossums in NZ gelten als Plage, die Tiere haben keine natürlichen Feinde und vermehren sich wie die Sau, ca. 20Mio Junge pro Jahr, ca. 70Mio Opossums in ganz NZ. Nun gut, ich schaffe es an diesem Tag wie geplant bis zur Alabaster Hut, eine riesen Hütte, in der ich zur Abwechslung mal ganz allein nächtigen darf. Am Abend fällt mir schon auf wie fertig ich eigentlich bin. Für den nächsten Tag setze ich mir die Deamon Trail Hut zum Ziel, neun Stunden und eigentlich eine Etappe die sich in zwei Tage teilt. Wie auch immer, als ich am nächsten Tag meinen Rucksack schultere und zu laufen anfange, merke ich erst wie sehr mich das viele Gepäck fertig macht. Neun Tage kam mir von Anfang an lang vor und da ich keinen Bock habe, mit Schmerzen, acht weitere Tage durch die Gegend zu laufen, mache ich nach gut einer Stunde kehrt, laufe zurück zum Carpark und checke wieder in Gunns Campground ein.
Wollte ich das Kajaking morgen machen, müsste ich mich noch an diesem Abend um die Buchung kümmern, rechnet man das ganze in Euros um, zahlt man für einen halben Tag Tour ca. 80 Euro, mir ist aber irgendwie nicht danach und so verabschiede ich mich von Milford und fahre am nächsten Tag mit ein paar kleinen Aussichtsstops wieder nach Te Anau. Te Anau ist wirklich ein reiner Touri Ort und so richtig abhängen will ich hier nicht mehr. Also warum nicht einfach ein bisschen weiter Richtung Süden fahren? Als ich aus Te Anau raus fahre, sammle ich mal wieder einen Hitchhiker auf. Thomas, kommt aus Holland, ist 22 Jahre alt und Hitchhiked für zwei Monate durch NZ, er ist planlos was sein Tagesziel angeht und als ich Ihm erzähle, dass ich zu einem etwas abgelegenen Campground am Lake Monowai oder am Lake Hauroko will, passt Ihm das sehr gut. Wir crousen also Richtung Süden und ich bin ganz froh, dass ich nicht noch einen weiteren Tag diesen schweren Rucksack schleppen muss. Am Lake Hauroko, mit 460m der tiefste See in NZ, ist es super schön und es sind fast keine Leute unterwegs. Es ist sehr windig und um eine gute Aussicht zu haben, parke ich direkt auf dem geteerten Platz an dem die Leute eigentlich Ihre Boote ins Wasser lassen. Wir verbringen den Restnachmittag mit super Aussicht und einem kühlen Bier. Abends gibt’s bei krassem Wind ein Lagerfeuer und ich versuche in erster Linie Thomas, den Feuerteufel, im Zaum zu halten. Mir kam ein Feuer bei diesem Wind ziemlich risky vor. Der Nächste Tag bringt anfangs gutes Wetter mit sich und so checken wir einen kleinen Walk am See, bevor es weiter geht. Thomas ist nach wie vor planlos, wie auch ich und so fahren wir am Nachmittag bis nach Invercargill. Das Wetter ist inzwischen mies und wir pennen ein bisschen außerhalb der Stadt, nahe Wallacetown.
Da sich das Wetter auch Tags drauf, nicht wirklich gebessert hat, checken wir wieder nach Invercargill. Wieder erwartend gibt’s in der Library kein free Internet, was die Suche nach einem ungesicherten Hotspot nötig macht. Thomas hat bei diesem Wetter auch nichts besseres vor und so sitzen wir nach kurzer Zeit, bei Regen, im Auto und checken das Internet. Ein paar Häuser weiter, wird so wie es scheint, ein altes Haus ausgeräumt. Es sieht ziemlich messi aus und ein Haufen junger Leute ist dort unterwegs. Als ich noch im Internet hänge, kommt Thomas mit den Studenten dort ins Gespräch und wir werden auf einen „Kaffee“ eingeladen. Es handelt sich größten Teils um Musik Studenten, die in ein anderes Haus umziehen müssen. So richtig Studentenwohnheime habe ich hier noch nicht gesehen, so weit ich das sagen kann, gibt’s meist kleinere Stadtviertel in denen die meisten Studenten wohnen. Wenn dann in einem Haus, vorübergehend, 12 Studenten leben, kann man sich vorstellen wie das abgeht. Naja, Nachmittags checken wir das Art Center von Invercargill um Abends wieder in der Studentenbude einzulaufen. Hier startet am Abend eine coole Jam Session und wir verbringen hier anschließend auch die Nacht. Genug von Invercargill, geht’s Richtung Catlins weiter. Die nächsten zwei Tage crousen wir durch die Catlins, von Bay zu Bay, checken den Slope Point, den südlichsten Zipfel der Südinsel und nächtigen an einsamen Stränden. Es geht nach Dunedin und nachdem Thomas im Stress ist, noch etwas von der Nordinsel zu sehen und ich mich sowieso von Ihm verabschiedet hätte, werfe ich Thomas am Highway One Richtung Christchurch raus. Es ist Mittag und das Wetter ist der Hit, ich freue mich auf Dunedin und mach mich auf den Weg, die Otago Peninsula zu erkunden.

Dunedin – crazy how things work out

Die Peninsula von Otago habe ich mir ziemlich voll und busy vorgestellt. Dunedin ist immerhin die zweit größte Stadt auf der Südinsel und die Peninsula ist nicht gerade riesig. Dennoch, man fährt fünf Minuten aus der Stadt und kann schon wieder einsame Strände finden. Die Albatrosse sehe ich mir nur aus der Ferne an, 20 Dollar, für ne halbe Stunde durch die Reservation Area zahl ich nicht. Vom Carpark aus sehe ich aber doch einen Albatross, mit seinen über zwei Metern Spannweite durch die Gegend fliegen. Am Rückweg nach Dunedin checke ich noch ein paar Buchten und übernachte kurz vor Dunedin auf einem Aussichtspunkt.
Kurzerhand entscheide ich mich, die nächste Nacht in einem Guesthouse in der Stadt zu verbringen, eine Dusche wäre angesagt und zu waschen habe ich auch genug. Damit verbringe ich in erster Linie den Nachmittag, GH checken und Ordnung in meine Sachen bringen. Es ist Samstag und da ich eben grad in Dunedin bin, möchte ich unbedingt das Nachtleben checken. Die Zeit, seit dem ich aus Christchurch raus bin, war voll mit Touri Orten, locals zu treffen ist nicht so einfach und man trifft meist andere Backpacker und reisende. Die Natur und alles, die Tracks waren ein riesen Hit, dennoch, seit gut zwei Monaten in NZ, fehlt mir nach wie vor etwas. Ein Grund warum ich mich auf Dunedin schon seit einiger Zeit gefreut habe, viele würden sagen, eine Großstadt eben, schon wahr, aber eben auch voller Leben und interessanter Leute und auch nicht wirklich riesig.
Nun gut, nachdem meine Wäsche und alles weitere organisiert ist, frage ich den Typen, der im GH die Nachtaufsicht hat, was so geht, am Samstag Abend in der Stadt. Wir haben einen netten kleinen Chat und so checke ich anschließend die Mu Bar, möglicherweise die kleinste Bar im Universum, aus. Die Bar ist wirklich klein, aber nett, es ist nicht viel los und so komme ich mit Ben dem Barkeeper ins Gespräch. Es ist Cake Party in der Hyde St., einem Studentenviertel – Ausnahmezustand in der Stadt. Bevor ich mit einer Studentin und Mac die Mu Bar verlasse, meint Ben noch, ich soll mich doch morgen einfach wieder sehen lassen. Es ist eine kleine Party angesagt und er muss an diesem Tag nicht arbeiten. Die Nacht macht riesen Spaß und Tags drauf komme ich erst am späten Nachmittag langsam in Schwung. Am frühen Abend geht’s dann aber doch wieder in die Mu Bar. Im Vergleich zum Vortag ist viel los und ich erfahre, dass es sich um eine Afterparty einer Theater Aufführung handelt. Es sind viele der Künstler unterwegs, es wird Philosophiert, getrunken und gejamed. Eigentlich nicht zu beschreiben was abgeht, wenn gut 15 Leute, betrunken, vor einer Bar sitzen, jemand die Ukulele, jemand die Flöte spielt, jemand singt, jemand mit Löffeln, versucht den Takt zu trommeln und sich das am ende in eine unglaubliche Klangkulisse füllt. Ein riesen Spaß auf jeden Fall! An diesem Abend lerne ich ein Haufen Leute kennen, unter anderem Joe, Guy und Anna, die mich für den nächsten Tag zum Sea Shell Fishing einladen. So waren wir gestern, draussen auf der Peninsula, es war ordentlich frisch und das Wasser hat gerade mal 13 Grad. Guy, hat mich mit Neopren und allem weiteren ausgestattet und wir sind in den Kliffs umhergetaucht um Paua Shells zu ernten, das sind ziemlich große Muscheln. Im Anschluss sammelt Guy noch einen dicken Sack Bioshells. Bioshells, das ist im Grunde eine Muschel wie ich sie kenne, das heißt, eben zwei Schalen die eine Muschel ergeben, Paua dagegen haben nur eine Schale und saugen sich mit der anderen Seite komplett an den Steinen fest. So gab es gestern Abend ein Festessen mit netten und interessanten Gesprächen.
Grade sitz ich in einem Kaffee, schreibe diesen Post und genieße einen Kaffee dabei, anschließend geht’s in die Library und später werde ich noch in die Mu Bar checken um mich von Ben zu verabschieden, denke, morgen geht’s weiter Richtung Norden, aber man weiß eben nie was passiert. Für mich war es einfach toll zu sehen, wie sich Dinge entwickeln können, wie unglaublich sich Dinge aneinander reihen, sich aus dem einen das andere ergibt, was eben alles passieren kann, wenn man völlig planlos, aber offen für alles, in ein GH checkt.