Posts mit dem Label Laos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Laos werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 15. März 2011

Back to Laos - I love this country !!

Nach meinem ersten kühlen Bier in Laos und gutem Essen, werde ich von einigen Locals zu mehr Bier und mehr Essen eingeladen, hier in Laos fühl ich mich gleich wieder sehr wohl. Auf der Strasse treffe ich einen anderen Backpacker, nach den „einsamen“ Tagen in Vietnam bin ich eigentlich ganz froh, wieder Langnasen zu sehen, er empfiehlt mir ein billiges Guesthouse in das ich kurzerhand einchecke. Der Hauptgrund nach Phonsavan zu kommen, sind die „Plain of Jars“. Dabei handelt es sich um Plätze, an denen haufenweise mannshohe Steinkrüge stehen, wo genau sie herkommen und für was sie genutzt wurden, weiß keiner so genau. Bisher sind nur drei dieser Plains von Mienen und Bomben befreit und für Touristen zugänglich. Die Provinz um Phonsavan war die meist bombardierte in ganz Laos. Laos selbst ist, dass überhaupt meist bombardierte Land auf der ganzen Welt, 20 Mio. Tonnen haben haben die USA hier, im sogenannten „Secret War“, abgeworfen. In Phonsavan laufen jeden Abend Filme zu diesem Thema und es wird berichtet, wie die MAG Aufräumarbeit leistet (http://www.maginternational.org/).
Nachdem Tag „Plain of Jars“ gönne ich mir einen Lazyday, der bei nur 10 Grad, leider sehr kalt ausfällt. Am nächsten Tag geht es, mit tränendem Auge, weil in einem Minibus sitzend, die schöne und kurvenreiche Strecke nach Vang Vieng.

Vang Vieng, im Grunde, weiß ich nicht was ich sagen soll. Letztes Jahr konnte ich mir nicht vorstellen, wie jemand hier mehr als drei Wochen verbringen kann. In erster Linie stand letztes Jahr „Tubing“ auf dem Programm und überhaupt waren für Vang Vieng nur ein paar Tage eingeplant. Diesmal, ging es mir in erster Linie um einen Platz, an dem man für wenig Geld, in einem eigenen Bungalow ausspannen und dabei auch noch ordentlich Natur geniessen kann. Im Nachhinein, muss ich sagen Vang Vieng ist ein Hit! Die Natur atemberaubend und die Langschaften einfach klasse. Sicherlich sind haufenweise Touris unterwegs, es wird viel getrunken und viel gefeiert, aber man kann auch anders. Die Tage verbringe ich mit Entspannen, Klettern, Trekking, Fischen, Lagerfeuer, wahnsins Ausblicken und sehr netten Leuten. Vang Vieng bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten und ist man erst einmal ein paar Kilometer aus dem Örtchen raus, sieht man auch die „Tuber“ nicht mehr. Wobei ich an dieser Stelle zugeben muss, dass „Tubing“ auch riesen Fun ist, mit drei Tagen Tubing in 27 Tagen Vang Vieng, finde ich den Schnitt aber ganz akzeptabel. Ein weiterer Grund, warum ich mich hier so lange aufgehalten habe, war einfach der, dass ich nicht genau wusste wo es weiter hingehen soll. Tanja und Dani machen in den Norden von Thailand, der mir zwar sehr gut gefallen hat, den ich aber nicht unbedingt gleich jetzt wieder sehen muss. Ein Fruend von mir kommt nach Bangkok und will ebenfalls in den Norden von Thailand, ein anderer Freund sitzt auf Borneo und auch Bali und Lombok waren eine Überlegung. So hatte ich nach einigen Tagen wenigstens die Optionen sortiert, was mich aber auch nicht recht weiter brachte. Tanja hatte inzwischen Ihre Restplanung hingelegt und Flüge gebucht, für sie geht es am 27.03. nach Melbourne Australia. Immerhin bin ich schon wieder seit dem 04.12.2010 unterwegs und nach gut drei Monaten unterwegs, auch mit Blick auf Australien, wäre mir eine Restplanung ganz recht. Irgendwie, kommt mir China in den Sinn. Spätestens Anfang April will ich auch in Australien sein und hab schon eine Idee was dort anstehen soll, also warum aufschieben denke ich. Dennoch, es bleibt noch etwas Zeit, nicht viel, aber vielleicht ein paar Wochen. Nachdem China ein riesen Land ist, aber doch auch gleich um die Ecke, überlege ich mir für eine kurze Zeit ein bisschen reinzuschmecken. So buche ich einen Flug von Kunming nach BKK am 31.03., einen Flug von BKK nach Melbourne am 03.04. und organisiere mir ein Busticket nach Udomxai im Norden von Laos um von dort nach China weiter zu reisen. So verlasse ich am 11. März Vang Vieng und reise mit dem normalen Bus über Nacht nach Udomxai. Von Udomxai geht’s morgens, nach einem Frühstück in der Stadt, gleich weiter nach Mengla China. Es ist schon witzig irgendwie, aber schon am Busschalter in Vang Vieng bin ich der einzige Touri, wer fährt auch mit dem local Bus nach Udomxai. Im Bus treffe ich immerhin drei weitere Backpacker die aber in Luang Prabang aussteigen, von dort bis Mengla bin ich die einzige Langnase im Bus.
In Mengla verbringe ich mehr oder weniger, einen halben entspannten Tag, bis ich Tags drauf herausfinde, dass es hier keinen ATM gibt der VISA oder sonstiges internationales Plastik akzeptiert. Irgendwie scheiße, weil Traveller Cheques habe ich keine. So mach ich mich gleich am nächsten Tag auf nach Jinghong, da mein Lonely Planet von 2007 meint, hier würde es ATM's geben die internationales Plastik akzeptieren. Gersten komme ich also hier an und laufe mit meinem ganzen Gepäck durch die Stadt zur „Bank of China“, leider funktionieren aber ausgerechnet heute die ATM's der Bank nicht. Was soll ich machen, ich checke in ein billiges Hotel und hoffe auf das Beste. Über alternative Einnahme Quellen hatte ich schon nachgedacht, aber noch keine Idee, für was ein Chinese, einer Langnase ein bisschen Kohle in einen Hut schmeißen sollte. Seit heute morgen funktionieren die ATM's wieder und so hebe ich ordentlich Kohle ab, es sind ja sowieso nur noch 15 Tage bis zum Abflug in Kunming. China ist auf jeden Fall eine andere Nummer, Stätte haben mehr als 1 Mio. Einwohner, alles andere ist keine echte Stadt, die meisten Schilder sind in Chinesisch und Englisch spricht kaum jemand, Langnasen sind sehr rar geseht und trifft man nur selten an. Kein anderer Grenz-Übertritt in Süd-Ost-Asien bietet einen so starken Kontrast, sobald man in China an der Grenze steht, merkt man, dass nun etwas anderes kommt. Nun wollen wir also mal sehn, was man in 15 Tagen China alles anstellen kann.

Im Grunde sind meine Gedanken im Moment aber bei den Leuten in Japan, Lybien, Jemen, Syrien, Christchurch NZ und all den anderen vielen Plätzen auf dieser Welt. Es stimmt mich traurig zu sehen was auf unserer Welt passiert, dabei sehnen und wünschen wir uns ALLE, egal ob in Thailand, Laos, Cambodia, NZ, Australien, Singapore, Malaysia, Deutschland, China und überall auf dieser Welt, das gleiche. Wie lang wird es dauern, bis wir Menschen, alle, dies erkennen und an einem Strang ziehen, für eine bessere Welt?

Samstag, 5. Dezember 2009

Don Det

Nach unseren Tagen mit den Bikes, stellen wir uns langsam aber sicher darauf ein, Lao gegen Cambodia zu tauschen. Auf dem Weg nach Sueden werden wir noch die 4000 Islands besuchen. Dabei handelt es sich um einen Landstrich, an dem der Mekong einem sehr weitlaeufigen Flussbett folgt. Groessere Inseln gibts hier viele, da ich aufgrund meines Visa aber nicht mehr sehr viele Tage fuer Laos zur Verfuegung habe, gehts gleich auf Don Det. Die groesste Insel in diesem Gebiet ist Don Khong, Don Det soll aber wohl schoener und entspannter sein. Ausserdem, sind zwischen Don Det und Don Khon, die letzten Reste, der einzigen Eisenbahnlinie Laos zu finden. Die Busfahrt mit dem Minivan von Pakse ist easy going und dauert nur eine gute Stunde. Von Ban Nakasang aus nehmen wir mit einigen anderen Touris ein Longtail um auf die Insel zu gelangen. Der Wasserstand im Longtail nimmt nach der halben Strecke bedenkliche Ausmasse an und so fangen einige Touris an, Wasser zu schoepfen. Don Det selbst ist ein Traum. Keine Autos, keine Strassen, nur einige wenige Scooter sind unterwegs. Wir finden ein einfaches Bungalow Resort auf der Sunset Seite der Insel. Kein Luxus, sondern lediglich eine Strohhuette, dafuer aber direkt am Fluss gelegen, Hammock und fuer nicht mal 2 Euro pro Nacht ein Schnaeppchen. Den ersten Tag verbringen wir ausschliesslich in der Hammock, nur um gelegentlich ein neues Bier zu holen stehen wir auf. Am zweiten Tag leihen wir uns ein Bike und radeln quer ueber die Inseln Don Det und Don Khon. Wir checken die alte Bahnbruecke, finden einen alten Pier und geniessen den Blick auf den nahen Wasserfall.

Don Det - einer der schoensten Flecken Laos!!

Der Vollstaendigkeit halber hier ein paar Lao Preis Infos:
  • 12.500 Kip == ca. 1 Euro
  • Zimmer mit Dusche und Fan zwischen 40.000 und 100.000 Kip
  • Zimmer mit Dusche am Flur, mit Fan, zwischen 20.000 und 40.000 Kip
  • Streetfood, eine Mahlzeit zwischen 5000 und 20.000 Kip
  • Thai Curry im Restaurant ca. 30.000 Kip = 5000 Kip fuer den Reis
  • Fruehstueck im Restaurant oder GH zwischen 10.000 und 40.000 Kip
  • Scooter pro Tag inkl. Insurance ca. 50.000 Kip
  • Ein Lieter Benzin ca. 8000 Kip
  • 1,5 Lieter Wasser, zwischen 2000 und 4000 Kip, im Restaurant etwas teurer
  • Bier 0,75l zwischen 8000 und 15.000 Kip
  • Flasche LaoLao 0,64l 9000 Kip
  • 1 Stunde Internet zwischen 9000 Kip
  • Schachtel Zigaretten (LM) 2500 Kip

Freitag, 20. November 2009

Mehr Glueck als Verstand - 7+1 Days Motorbike Trip from Vientiane to Pakse

Wie schon angekuendigt haben wir uns, am Freitag dem 13., zwei geile Honda 250 XR geliehen. Wir haben die Bikes am spaeten Nachmittag bei Jules Classic Bikes in Vientiane abgeholt. Die erste kurze Testfahrt durch die Stadt war schon nicht ohne. Rechtsabbieger ueberholt man eben nicht rechts und beim abbiegen aus einer abknickenden Vorfahrtsstrasse, sollte man auch Obacht geben. Leider hatte ich keine Cam auf dem Helm, denn das waere auf jeden Fall der ultimative start Movie fuer unsere Tour geworden. Leider ging an keiner Maschine der Tacho und somit gabs auch keinen Kilometerzaehler. Nachdem wir am naechsten morgen sowieso noch bei Jules vorbei mussten, erst mal kein Stress, werden die schon gefixed bekommen. Immerhin waere zumindest ein Tacho nicht schlecht. Vorallem weil wir eben weder GPS noch sonstiges Equipment am Start haben. Auf jeden Fall, geile Bikes und schon im ersten Moment der helle Wahnsinn, vorallem verglichen mit einem Honda Dream 125.

Geplante Route hatten wir keine, fest stand, dass wir die Bikes sieben Tage zur Verfuegung haben und somit sieben Tage quer durchs suedliche Laos schiessen werden. Das erste Etappen Ziel hat uns Jules, als Tip mit auf den Weg gegeben. Kong Lor Cave - von Vientiane Richtung Vieng Kham und anschliessend ca. 70km ins Landesinnere, Gesamtstrecke fuer den ersten Tag fast 300km.

Tag 1. Fast den ganzen Samstag Vormittag haben wir in der Werkstatt verbracht, letztenendes bekam Stefan eine andere XR 250 mit halbwegs funktionierendem Tacho. Gegen 11:00 Uhr gings endlich los. Es stand ueberwiegend Asphaltstrasse auf dem Tagesprogramm, zumindest soweit man der Karte glauben darf. Die Strassen hier sind nicht so schlecht wie man meinen moechte, die Hauptverbindungen sind meisst in einem ziemlich gutem Zustand. Sicherlich nicht unser deutscher Standard und nicht glatt wie ein Buegelbrett, die XR 250, buegelt aber jede Unebenheit einfach weg. Als ploetzlich ein Schild am Strassenrand auf einen Wasserfall hinwies, gings das erste mal auf eine sandy road, ungewohnt aber spassig. Einer von uns beiden hat das Moped hier schon das erste mal hingelegt. Fuer die Besichtigung des Wasserfalls sind 10.000 Kip zu berappen, leider spring nach dem bezahlen nur noch meine Maschine wieder an. Ratlosigkeit, Sprit muesste schon noch passen, zwar nicht mehr viel, aber sollt schon laufen. Zudem hab ich auf den ersten Kilometern gleich den Ersatzschlauch fuer den Hinerreifen verloren. Was nun? Erst ma ne Wasserflasche voll Sprit holen und beim Ruckeweg zur Tanke nach dem verschollenen Schlauch ausschau halten. Beim Rueckweg von der Tanke kam mir Stefan schon entgegen, was das Moped fuer ein Problem hatte bleibt ein Mysterium. Wir sind dann gemeinsam zurueck zur Tanke, ich bin noch ein Stueck weitergefahren um den verschollenen Schlauch zu finden, war aber leider nix. Durch die ganze Action haben wir einiges an Zeit verloren und das angepeilte Tagesziel war vor der Daemmerung nicht mehr zu erreichen. Die Bundesstrasse 13, ist die Hauptverhersverbindung zwischen Vientiane und Pakse. Die Ortschaften die man passiert sind auf die reisenden spezialisiert, nachezu jeder im Ort versucht irgendwas zu verkaufen, natuerlich alles mit laotischer Gemuetlichkeit. GH sind ebenfalls fast in jeder Ortschaft zu finden und so sind wir planlos in das erst beste eingecheckt. Am GH haben wir drei Israelis kennen gelernt die auf zwei, in Vientiane, gekauften Minsk (125cc, Einzylinder) nach Ho Chimin Stadt unterwegs waren. Coole Action !

Tag 2. Am Sonntag gings locker und entspannt, nach Kong Lor. Die Strecke bis dahin war nicht weit und so konnten wir uns nachmittags gleich die Cave rein ziehen. Cave, mei, ich hab in Thailand ja schon eine gesehen, aber Kong Lor ist mit Abstand die krasseste Cave die ich bisher gesehen habe. Wir besteigen ein kleines klassisches Longtailboot. Die zwei Guides, wovon einer im Heck und einer im Bug des Boetchens sitzt sind mit 12Volt Stirnlampen ausgeruestet. Das Boot ist eine wackelige Angelegenheit und ich habe kein gutes Gefuehl, weil ich meinen kleinen Rucksack mit dem ganzen wichtigen Scheiss dabei habe. Die Hoehle ist 7,5 km lang und ein Fluss fliesst hier unter einem Berg hindurch, nach ca. 40min kommt man auf der anderen Seite des Berges wieder raus. Der Mann im Bug, checkt die Umgebung waehrend der gesamten Fahrt, hat ein Ruder in der Hand und versucht so den groebsten Brocken auszuweichen. Sehr eindrucksvolle Action. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir in Kong Lor in ein GH eingecheckt, Kong Lor ist ein Ort im Nirgendwo, die Hoehle ist zwar eine Touristenattracktion aber so richtig entwickelt ist der Tourismus in Laos noch nicht. Demnach wirklich eine Unterkunft im Nirgendwo.

Tag 3. Heute war laut Karte die erste laengere Strecke auf sandy road angesagt, demnach schon am Morgen Vorfreude. Von Kong Lor gings ein Stueck zurueck und anschliessend Richtung vietnamesischer Grenze, von Lak Sao gings dann zum Tagesziel Mahaxay. Kurz nach Lak Sao fuehrt der neu geteerte Weg durch eine Seeenlandschaft. Ein riesiges Areal wurde hier aufgestaut, die alten Baeume ragen noch aus dem Wasser und in den angrenzenden Orten gleicht ein Holzhaus dem anderen. Mehr Infos darueber unter Nam Theun 2, wobei auf diesen Seiten uber die Umsiedelungen usw. nichts zu finden ist. Die Empfehlung von Jules war etwas schwammig, mehr oder weniger meinte er aber wir sollen uns besser durchs Landesinnere durchschlagen als die Hauptstrasse zu nutzen. Auf der GT Rider Map sind einige Strassen enthalten, scheint aber nicht die neuste zu sein und so sind sandy roads teils asphaltiert und Asphaltstrassen werden manchmal zu einer sandy road. In Mahaxay haben wir leider nur ein GH gesehen, die GH Schilder sind oft nicht beleuchtet und nachdem es gerade dunkel wurde, war dieses GH die erste Wahlt. Nachdem Check-In fiel Stefan die etwas sonderbare Leuchtdekoration am Eingang auf, mei was will man machen, fuer eine Nacht war das Zimmer auf jeden Fall OK.

Tag 4. Von Mahaxay ueber Bualapha nach Vilabury. Das Tagesziel war vor Abfahrt nicht definiert, ich hatte eigentlich gedacht wir wurden es weiter schaffen. Von Mahaxay ausschliesslich sandy road mit etwas Verkehr, anschliessend muessen wir einen Abzweig oder ahenliches verpasst haben, der Weg ab da, sehr trailartig, aber Spassig. Die ersten sonderbaren Bruecken waren fuer uns schon eine Herausforderung, zum Glueck liessen sich Rivercrossings vorerst noch vermeiden. Auf dem Weg haben wir immer mal wieder einen Pickup, beladen mit zwei Scootern getroffen, solange wir die Jungs wieder sehen, sind wir auf dem rechten Weg. Nach einer Bruecke die fuer einen Pickup nicht zu passieren ist und auch ein Rivercrossing mit Pickup unmoeglich scheint mischt sich etwas Unsicherheit in unsere Wegwahl. In einem kleinen Dorf fuehrt die Strasse dann aber tatsaechlich ohne Bruecke ueber einen kleinen Fluss. Wie gesagt sind wir super ausgeruestet und haben nur die GT Rider Map mit unserem gewohnten Zeichensatz. Der Laote im nirgendwo kann damit sehr wenig anfangen, wir sprechen die Namen aus und unterschiedliche Leute zeigen in unterschiedliche Richtungen. Was nun, die Strasse scheint nach dem Fluss weiter zu gehen, also los, dass erste Rivercrossing! Das war schon ein riesen Ereigniss, nicht nur fuer uns, sondern eben auch fuer das ganze Dorf. Nachdem uns der Weg anschliessend ziemlich schnell im Stich liess, gings schon bald wieder zurueck. Wieder im Dorf haben wir, unsere Kollegen mit dem Pickup, wieder getroffen. So kamen wir wieder auf den rechten Weg. Unglaublich dass die Jungs diesen mit Ihrem Pickup fahren. Der ganze Weg aber ein riesen Spass. XR 250, ich schmelze bei dem Gedanken an ein Mountainbike mit Federweg ohne Ende und 250ccm. Ploetzlich kommen wir aus dem Jungle auf eine riesen feldartige Flaeche, alles braun und frisch gerodet. Die Arbeiter vor Ort koennen uns keinen Sprit geben, oder haben keinen, auf einer frisch geschotterten Strasse gehts rasant nach Vilabury wo die Tanks gefuellt werden und wir ein nettes GH finden.

Tag 5. Morgens wieder das alltaegliche Kette oelen und Oel Check, ausserdem muss an meinem Bike die Kettenspannung nachgestellt werden. Waehrend ich eine Werkstatt aufsuche besorgt sich Stefan neue trockene Schuhe. Tagesziel waehre eigentlich Salavan gewesen, mit ueber 250km ein weit entferntes Ziel. Die ersten 80 km Teerstrasse werden sich schnell wegschnaufen lassen und die sandy road wird schon nicht so schlimm werden. Bei Nabo, nach ca. 40 km, muessen wir uns fuer eine sandy road entscheiden. Entweder ueber Phin, laut Karte mit 50km Motorbiketrail, Rivercrossing und einer broken bridge nach Salavan oder nur sandy road mit nur einem kurzen Trail stueck ueber Nang an der vietnamesischen Grenze entlang. Wir entscheiden uns fuer den "save way" ueber Nang. Bis Nang alles kein Problem, den 5km Motorbiketrail nach Hap werden wir schon finden um dann ueber Ta Oi nach Salavan zu duesen. Der Weg verliert sich kurz nach Nong, wir fragen in jedem Dorf mehrmals nach dem Weg. Der Trail ist nett und macht Spass, nach dem 5. grossen Schlammloch oder Rivercrossing, schwindet die Begeisterung fuer diese Actions allmaehlich. Die Entscheidung umzukehren wird aufgrund der bereits ueberwundenen Hindernisse aufgeschoben. Der Weg wird zusehens schmaler und schwieriger zu fahren. Stufen Bergab und Bergauf, mit fast einem halbem Meter, grobes Geroell zehren an den Nerven, sind mit den Mopeds aber noch gut zu bewaeltigen. Mit meinem Mountainbike waeren Teilstrecken nicht zu fahren gewesen. Nach ueblen passagen am Hang entlang kommen wir gegen 16:00 Uhr an eine Hangrutschung. Bis hierhin haben wir von Nang gefuehlte 5 Stunden gebraucht. Talwaerts fliesst ein Fluss, der dort laut Karte eigentlich gar nicht sein sollte. Unsere Orientierung ist dahin, keine Ahnung wie lang der Weg noch so weiter geht. Moeglicherweise ist am ende dieses Tals eine Ortschaft, ein Dorf oder eine groessere Strasse zu finden. Es ist spaet, wir sitzen schon gut acht Stunden auf unseren Bikes und beim Nachdenken kommt einem auch der Gedanke wie bloed man eigentlich sein kann. Stefan ist fuer die Weiterfahrt, zweifelt aber ebenfalls, ich bin fuer den Rueckzug. Obwohl wir zwei Haengematten als Notunterkunft dabei haben sind wir fuer eine Uebernachtung im Jungle schlecht ausgeruesstet. Wir treten den Rueckzug an und schaffen das groesste, der auf uns wartenden, Rivercrossings noch waherend der Daemmerung. Anschliessend gehts bei Dunkelheit zurueck nach Nang. Weitere fuenf oder sechs Schlammloecher oder kleine Baeche sind zu ueberwinden. Bergauffahrten und -abfahrten werden ohne Ruecksicht auf Verluste genommen. Beim ScheisseLoch, ein Schlammloch vor dem ich auf der ganzen Ruckfahrt die meisste Angst hatte, macht Stefan dann einen Laydown und packt sich voll in den Misst. Alles stinkt und ist nass, auch die neu gekauften Schuhe, der Rucksack ist hinten auf das Bike geschnallt und die eigentliche Farbe ist vor lauter Schlamm nicht zu erkennen. Wir fahren weiter, ich bleibe mit dem Moped in einem weiteren Schlammloch stecken. Die Gespraeche sind erst mal eingestellt. Gegen 20:00 Uhr kommen wir in Nang an, die Gehwege sind bereits hochgeklappt und mit viel Glueck finden wir einen freundlichen Laoten der uns ein GH zeigt.

Tag 6. Stefan kauft neue trockene Schuhe und wir sehen zu, dass wir wieder auf die Hauptstrasse nach Lak Sao zurueck kommen. Kein Risiko mehr eingehen, was die Bikes aushalten, ist nahezu unglaublich. Von Lak Sao gehts den ganzen Tag bis nach Savanakhet.

Tag 7. Save, Save, Save, waehlen wir am letzten Tag unserer Reise die Hauptverbindungsstrasse nach Pakse und kommen am spaeten Nachmittag wohlbehalten an.

Schade schon, dass wir morgen unsere Bikes wieder abgeben muessen. Ueber die Erlebnisse der letzten Tage koennen wir inzwischen lachen, dennoch ist uns bewusst was fuer eine krasse Action das eigentlich war. Am Samstag Morgen kommt der Kollege von Jules Classic Bikes und hat unsere Rucksaecke mit am Start. Wir sprechen mit Jules und klaeren die kleinen Schaeden an den Bikes. Leider hat der Kollege den Passport von Stefan nicht dabei, auch in unseren Rucksaecken lasst sich dieser nicht finden. Jules findet diesen im Office in Vientiane und wir einigen uns darauf, die Bikes fuer Samstag, for free, noch zu behalten. Jules wird den Pass mit einem Flugzeug schicken und hofft dass wir diesen zeitnah erhalten.

Demnach gings am Samstag wiedererwartend nochmal auf unsere Bikes, sehr gut, denn so koennen wir noch das Bolaven Plateau, oestlich von Pakse auschecken. Wir finden zwei unbekannte aber eindrucksvolle Wasserfaelle und haben einen genialen Tag.

Am Sonntag morgen verpennen wir die Uebergabe der Bikes, der Kollege von Jules Classic Bikes laesst sich aber nicht so leicht entmutigen und steht ploetzlich in unserer Zimmertuer. Nun sind sie weg und wir werden uns morgen weiter richtung Sueden auf den Weg machen. Ein Tag werden wir die 4000 Islands nahe der Grenze zu Kambodscha besuchen, bevor es zuegig nach Kambodscha geht. Mein Visum fuer Laos lauft am 27.11. ab und es ist schon erstaunlich wie schnell 30 Tage Laos vorueber gehen.

Laos ist ein wirklich tolles Land, auch wenn es sehr arm ist, sind die Menschen sehr freundlich und Stress kennt man hier einfach nicht. Es gaebe noch viel zu erzaehlen, aber meine Finger wollen heute einfach nicht mehr.

Donnerstag, 12. November 2009

Lets rock it together !

So, wieder unterwegs ! Nachdem ich eine Woche in Luangprabang gesessen bin und es mir dort gut gehen habe lassen, war am Freitag ein Tag des Wiedersehens. Die Woche habe ich gut rum gebracht, war beim Frisoer und hab mein erstes Buch, "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten" endlich fertig gelesen.
@Joachim: Muehselig zu lesen, aber des lesens wert ! Will die Tage ein paar Textstellen vorstellen und schleppe es deshalb immer noch mit mir rum.

Geplant war, sich mit Stefan um ca. 16:30 Uhr vor dem Coldriver GH zu treffen, dieser hatte allerdings eine ordentlich stressige Action, um dort mit deutscher Puenktlichkeit aufzuschlagen. Denke die Details wird euch Stefan bei Zeiten selbst mitteilen. Am Freitag Abend war ein Schnelldurchlauf Luangprabang angesagt, denn ich wollte moeglichst am Samstag nach Vang Vieng weiter. Stefan war bezueglich der schnellen Weiterreise tiefenentspannt und so gings am naechsten Tag per Minibus nach Vang Vieng.

Angepeilte Ankunftszeit war der fruehe Nachmittag, denn eine Ankunft um diese Zeit ist grundsaetzlich entspannt. So kann man als erstes, in Ruhe, ein Bier geniessen um anschliessend bei Tageslicht auf GH Suche zu gehen. Letztenendes hatte unser Bus auf der Strecke aber zwei Pannen und die gesamte durchschnittliche Reisegeschwindigkeit betrug nich mehr als 30kmh. So hat der ganze Spass, neun Stunden gedauert und wir waren kurz nach Sonnenuntergang in Vang Vieng.

Nach Viantiane ist Vang Vieng, der bekannteste Ort in Laos. Ein "must visit" sozusagen. Die Landschaft dort ist sehr schoen und ausserdem handelt es sich um die inoffizielle Tubing Hauptstadt. Tubing, man treibt einen Fluss mit einem LKW reifen runter, thats Tubing. Festzustellen ist, dass es sich um einen Ort in Laos handelt, mit Laos selbst hat das sicherlich wenig zu tun. Man trifft haufenweise party people und der ganze Ort ist auf Touris ausgelegt. Da ich das im Vorfeld mehrmals gehoert hatte waren die Gefuehle und Erwartungen gemischt, denn eigentlich will ich ja Laos kennen lernen. Letzlich habe ich meine Einstellung fuer diese Tage etwas angepasst. Es handelt sich um einen wirklich schoenen Flecken Erde, Party ohne Ende und zum Glueck trifft man nicht nur total kaputte Leute. Nach dem ersten Tag Tubing war ich auf jeden Fall ordentlich geflashed. Man kann Vang Vieng nur schwer beschreiben: "total verrueckt, merkwuerdig, abgefahren, unglaublich, krank, irre, ....". Es ist nich nur einfach: "...den Fluss runter treiben...". Am Startplatz, wartet die erste Strandbar mit lauter Musik, Cocktails aus kleinen Eimern und kostenlosem Schnapps bis zum kotzen. Die Bars sind teils nicht weit auseinander, entscheidet man sich fuer die naechste, tube't man moeglicherweise nur zehn Meter weiter. An jeder Bar gibt's irgendwelche Actions. Tarzan maessige Trapetze, wuerd mal schaetzen bis zu acht Meter hoch, oder Ziplines, oder Rutschen. Wie auch immer, Fun ja, aber irgendwie auch eine merkwuerdige Geschichte, mitten in einem der aermsten Laender Sued-Ost-Asiens.

Nach zwei Tagen Tubing gings Richtung Viantiane. Auf dem Weg haben wir eine Runde Kayaking eingelegt und nen coolen zehn Meter Cliff Drop hingelegt.
Sind also seit gestern Abend in der Hauptstadt von Laos unterwegs. Die Stadt macht einen sehr entspannten Eindruck und den Grossstadtstress sucht man hier vergebens. Heute wurden einige Reisevorbereitungen fuer die naechsten Tage getroffen. Das Visa fuer Kambodscha haben wir vorsorglich organisiert, weil wir evtl. doch versuchen ueber Land nach Kambodscha einzureisen. Morgen ist noch ein fauler Tag in Viantiane geplant und ab Samstag sind fahrbare Untersaetze, fuer sieben Tage, organisiert. Den Weg nach Sueden, werden wir auf heissen Oefen runter reissen ! ROCK ON !!

Dienstag, 3. November 2009

Luang Nam Tha - Luangprabang

Das Kayaking in Luang Nam Tha war eine witzige Angelegenheit, obwohl man wesentlich mehr paddeln musste als gedacht. Dabei haben wir zwei Akha Doerfer besucht und einiges ueber das Leben dort erfahren. Die Bilder in der Gallrey sehen teils aus, wie aus einem Museum. Die Leute dort, leben aber wirklich in einfachen Huetten ohne Einrichtung, Strom und fliessend Wasser.
Am Tag drauf hatten wir die BigBrotherMouse Action gestartet. Es gibt verschiedene Travel Agency's die das anbieten. Man kauft einige Buecher und uebergibt diese in einem Dorf an die Kinder. Natuerlich kann man auch einfach etwas spenden. Im Dorf angekommen, mussten wir leider feststellen, dass niemand in der Schule ist. Der Lehrer hatte etwas zu erledigen und so fiel die Schule an diesem Tag einfach aus. Als wir, zusammen mit unserem TukTuk Fahrer, etwas ratlos im Dorf standen, kamen aber ploetzlich die ganzen Kinder angelaufen. Die sind einfach neugierig. Der TukTuk Fahrer, unser Guide fuer diese Action, hat die Kids dann alle in die Schule geschickt. Das lassen sich die Kids hier auch nicht zweimal sagen. Wir haben unseren Lehrauftrag verantwortungsbewusst wahrgenommen und mit den Kids viel Spass gehabt. Die Distille beim Rueckweg war auch recht cool. Hier wird der klassische LaoLao, ein Reisschnaps, gebrant. Der Schnapps war noch warm und Mittags um 12:00 Uhr ohne richtiges Fruehstueck ist selbst ein einzelnes Stamperl nicht zu verachten.
Am Abend haette ich mich fast noch fuer ein Trekking entschieden. Nachdem ich aber schon drei Tage in Luang Nam Tha verbracht hatte und es aktuell recht schwierig ist Gruppen fuer ein Trekking zusammen zu bekommen, habe ich das gelassen. Zu teuer und auf der anderen Seite bin ich fuer Guided Actions nicht recht zu begeistern. Bin daher am Samstag 8 Stunden mim Bus nach Luangprabang gefahren. Gunter wollte auch nicht laenger in Luang Nam Tha bleiben und so teilen wir uns wieder ein Zimmer. Dienstag erst mal nen faulen eingelegt und die Stadt erkundet. Gestern am Khuang Xi Wasserfall beim baden gewesen und heute siehts wieder nach nem faulen aus.

Zwischenzeitlich wusste ich nicht genau, wie ich die Woche hier rumbringen soll. Seit dem weiss ich, dass es gut ist, einen groben Plan zu haben, auch wenn man diesen jeden Tag verwirft ;) Am Freitag treffe ich mich hier mit Stefan, der mich fuer die naechsten vier Wochen begleiten wird. Hatte mir fuer die Zeit bis Freitag bereits einen neuen Moped-Loop zusammengestellt. Nachdem es aber nur 100ccm Scooter fuer 150.000Kip am Tag (ca. 12 Euro) gibt, ist das erst mal gestorben. Inzwischen hab ich noch eine neue Idee fuer diese Woche, wird mit dem Treffen am Freitag aber moeglicherweise knapp. Alternativ, gibts hier auch noch einiges zu sehen. Eine ganz grobe Reiseplanung ab Freitag ist bereits recherchiert. Recherche ist zwischendurch recht sinnvoll, ansonsten haette ich nicht gewusst, dass die Einreise nach Kambodscha, von Laos aus, ueber Land, nicht so einfach moeglich ist. Bis dahin ist es aber noch weit und wir werden sehn wies weitergeht.

Rock on, ich muss sehn, dass ich mein erstes Buch fertig gelesen bekomme. Chill mich jetzt an den Fluss und geniesse ein BeerLao.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Travel to Laos

Montag 10:00, Bus Station 1, Meeting Point mit Gunter. Wir hatten uns ueberlegt, fuer ein Stueck zusammen zu reisen. Laos ist eben doch was neues. Ausserdem koennen wir fuer eine Weile die Uebernachtungskosten teilen. Die meissten Traveler, reisen aus Chiang Mai direkt nach Chiang Khong (7 Stunden Busfahrt) und ueberqueren die Grenze oft noch am selben Tag. Anschliessen ist die klassische Variante, ein Speed, oder Slow Boat nach Luang Prabang. Hatte das urspruenglich auch ueberlegt. Nachdem das aber jeder macht ,war ich mir unsicher ob sich das wirklich lohnt. Von Luang Prabang wollte ich dann mit dem Moped in den Norden fahren. But as you know: "Traveler change plans every day".

Daher, sind wir mit dem regulaeren Bus fuer ein paar Euronen nach Chiang Khong. In Chiang Khong war wiedererwartend gar nichts los. Dafuer war das GH, im Teakwood Style, mit direktem Blick auf den Mae Khong, einfach fett. Am naechsten Tag gins mit nem Longtailboot nach Laos. Einreise war kein Problem. Hatten uns ueberlegt mit nem Longtail in zwei Tagen, anders als alle Touris, den Nam Tha River, nach Luang Nam Tha rauf zu schippern. Da es aber keine public route gibt und uns ein ein privat Boot fuer 120$ einfach zu teuer war, gings wieder mit nem local Bus weiter. Das erste Drittel der Strecke war wirklich uebel, immer wieder sandy road und Schlagloecher, ausserdem nen crazy Busfahrer und das alles in nem krassen Bus. Gestern Abend aber zum Glueck unbeschadet hier angekommen.

Heute, Lazy Day. Fuer morgen ist ein Kayaking geplant und ich bin am ueberlegen, ob ich fuer Freitag und Sonntag ein Trekking im Nam Tha NP buche.

Laos ist schon eine andere Nummer. Bei der Einreise in Huayxay, ist zu Thailand, nur ein minimaler Unterschied festzustellen. Die Doerfer an der Strasse auf dem Weg nach Luang Nam Tha sind aber viel einfacher gehalten. In Thailand sieht es nur in Hilltribes so aus. Werde sehen dass ich hierzu bald eine Auswahl an Fotos liefern kann.

UPDATE: New Pictures Travel Chiang Rai to Luang Nam Tha
UPDATE: Map updated