Wir können das so recht nicht glauben, hier sieht alles normal aus, keine aufgerissenen Strassen, keine riesen Risse oder sonstiges, alles scheint OK. Es ist Wochenende, der Winter liegt in den letzten Zügen und ich will wirklich nochmal auf den Berg. Wir wissen es nicht besser, setzen uns gegen 5:45 Uhr ins Auto und fahren los. Roundhill liegt am Lake Tekapo und ist vorallem wegen den Ausblicken interessant. Hier gibt’s planierte Pisten, einen Ankerlift und einen netten Snowpark. Außerdem steht hier mit 1.4km Länge das längste Rope Tow Neuseelands. Das Wetter ist gut und wir haben einen super Tag den wir mit Slacklinen am See ausklingen lassen. Am Abend in Tekapo Village erreichen uns haufenweise SMS und es wird klar, dass das Erdbeben doch einiges an Schaden gelassen hat.
Sonntag morgen sieht das Wetter nicht sehr gut aus. Dobson hat wegen Wind geschlossen aber Fox Peak ist auf. Wir sind spät dran, aber nachdem wir jetzt schon hier sind, können wir uns Fox zumindest ansehen. Die 15km Access Road sind wohl das härteste was ich meinem lieben POW bisher angetan habe. Die letzten paar hundert Meter sind noch vereist und der Abhang ist nicht weit. Mit Puls 180 und ordentlich Adrenalin im Blut parken wir am Carpark. Es ist nichts los, als ich aussteige kommt ein älterer Herr zu mir. Er ist vom Skifield und meint, sie wollten eigentlich gerade schließen, aber wenn wir fahren wollen, macht er halt nochmal auf und wir fahren eine Runde. Nachdem Xavier sich die Kohle für die Ski in Fairley gespart hat, mach ich mich für ein paar Runs los. In kurzer Zeit lerne ich alle Angestellten dort kennen und wir machen uns auf, zu einer Rundtour durchs Gebiet. Letzten Endes schaffen wir es nur bis zum dritten Tow Rope, der Wind ist von da an einfach zu stark. Die Aussicht von hier oben ist der pure Wahnsinn und wir hängen anschließend noch eine ganze Zeit am Carpark ab.
In Chch, lassen sich Sonntags Abend im Dunkel der Nacht kaum Schäden ausmachen. In den Nachrichten sehen wir dann aber doch ziemlich krasse Bilder. Auch nach zwei Wochen, werden hier noch Gebäude geprüft und gelbe oder rote Sticker an Häuser geklebt. Schwere Schäden haben sich aber auf einzelne Stadtteile konzentriert und so hab ich hier in Addington Glück gehabt. In der Firma hatten wir auch ein riesen Schwein, lediglich ein Server, ist aus dem RAC gefallen. Dennoch, der Schaden in Chch ist erheblich, vorallem viele alte Gebäude haben ordentlich gelitten. Nach einigen Tagen gewöhnt man sich fast an die Nachbeben und schläft schon auch mal durch ein Beben der Stärke 5. Es fühlt sich komisch an und man kann es fast nicht glauben, alles bebt. Bilder habt Ihr ja bestimmt auch gesehen, gibt’s auch hier : "Christchurch earthquake - your photos".
Eine Woche nach dem Beben checken wir
Temple Basin, ein legendäres Clubfield am Arthurs Pass. Trotz Regen, geben wir uns die 500hm Aufstieg ab dem Carpark, zum Glück können wir das Gepäck an einer Materialseilbahn abgeben. Nach einer Stunde erreichen wir die Hütten, es regnet und nur ein Lift hat offen. Der Schnee ist so nass, dass ich mich fast aufs Tail meines Boards setzen muss, um nicht vornüber zu fliegen. Nach drei Stunden boarden im Regen, machen wir uns wieder auf, an den Abstieg. Trotzdem eine sau fette Action und ein toller Tag.
Letzte Woche Dienstag oder Mittwoch wartet ganz NZ gespannt auf einen der größten Stürme unseres Planeten: http://www.nzherald.co.nz/nz/news/. Natürlich hatten wir auf Schnee gehofft, so wies aber aussah war an Snowbaorden wegen Sturm nicht zu denken. Samstag Morgen machen wir uns eigentlich auf an die WestCoast, um die 8m hohen Wellen zu sehen. Nachdem Broken River aber offen hat, behalten wir uns die Westküste für den späten Nachmittag auf. In Broken River gehören wir zu den ersten im Hang und finden Powder satt. Einige Stunden später stehe ich mit Bernhard und Xavier vor den Pancake Rocks an der West Coast. Das Ganze Wochenende wird zum Selbstläufer und einfach der Hammer. Powder, Sonne, Wolken, Sturm, Schnee, Regen, Meer, Palmen, Regenwald, Berge, Schneeketten..........
So geht hier auch eine Woche nach der anderen ins Land. Das ist erst mal wieder ein Anfang würde ich meinen, hoffe ich komm die Tage nochmal zum schreiben. Checkt die wahnsinns Bilder! Ansonsten lasst es euch gut gehen und genießt die Zeit, außerdem nicht vergessen:
Life is to short to be taken serious!



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