Sonntag, 31. Januar 2010

NZ Update

Nun jut, so ist dass, back to da western world!! Nach drei Wochen kann ich inzwischen behaupten angekommen zu sein. Die Umstellung nach dreieinhalb Monaten Süd Ost Asien ist nicht zu unterschätzen. OK! Mein Auto ist soweit prepared, hab mich inzwischen gut damit angefreundet und will nicht länger über Kohle und Reparaturkosten nachdenken. Es läuft und ist gut eingerichtet, sogar nen 220V Socket hat sich der Gotsch geleistet. Es schläft sich ausgezeichnet in meinem neuen Begleiter, den ich auf den Namen POW getauft habe. Den krassen Stearing Wheel Shake Effekt habe ich durch mehrmaliges Wuchten der Reifen inzwischen auf ein Minimum reduzieren können, wollen wir nun hoffen dass POW wacker durchhält und mir ein treuer Begleiter ist. Zu POW gibt’s ansonsten nicht viel zu Sagen, Mazda MPV, Automatic, 2,6l (oder so), V6, trinkt ordentlich, croused sich dafür aber anständig.

Die Tage von Sonntag dem 17.01. bis Sonntag dem 24.01. habe ich noch in Christchurch verbracht. Meine Visa kam zwar schon am Donnerstag dem 21.01. an, aber was solls. Die Zeit mit Craig war einfach cool und es gab auch jeden Tag irgendwas zu erledigen. Um ehrlich zu sein, haben wir viel Zeit im Rockpool, einer netten PoolBar mit free WiFi, Bier und Pool verbracht. Dafür ist mein Lebenslauf jetzt gut prepared und die erste Bewerbung ist raus. Für die Stelle habe ich aber bereits eine Absage erhalten. Der Gotsch, als „Head of Snowpark Shaper“ war denen wohl doch ein zu großes Risiko. Die Ausschreibungen für das Fußvolk in den Skigebieten laufen aber eben erst ab Anfang März.

Nun ja, am 24.01. bin ich erstmals richtig los gecrused, raus aus Christchurch. Auf dem Highway 1 muss man schon mal 100kmh fahren und mein Lenkradshakeing war nicht zu ertragen, nachdem ich an einem Sonntag los bin, hatte natürlich jede Werkstatt zu. In Geraldine hab ich dann einen Stop eingelegt und auf den Montag gewartet. Der Nachmittag war mit meinem ersten HotSpot takeover gut rum zu bringen und Abends hatte ich außerhalb der Stadt, an einem netten kleinen Rastplatz, gesellige Gespräche mit einem Pärchen aus Wales. Man Stefan, wenn ich immer wieder unsere Storys erzähle, Zweifel ich manchmal selbst an dem erlebten.

Am Nächsten Tag hat der Mechanik von Firestone meine Vorder- und Hinterreifen gewuchtet, damit war das Shakeing schon etwas besser. Die Vorderreifen hatte ich in Christchurch bereits schon mal wuchten lassen. Von Geraldine gings zum Lake Tekapo. Die Entfernungen hier sind echt ein Witz und so war ich trotz der Werkstattaction schon Mittags dort. Also nimmt man sich Zeit, fährt ein bisschen den See entlang und genießt die riesige Aussicht. Lake Alexandrina ist gleich nebenan und so schaut man da auch einfach noch vorbei. Was aber will ich hier machen, noch nicht lange unterwegs treibts mich weiter zum nächsten See. Lake Pukaki, Aoraki und Mt.Cook, schon ein riesen HIT!! Allein das im Auto fahren macht einen riesen Spaß, die Ausblicke sind phänomenal und so erfahre ich an diesem Tag den ersten Scream Effekt in NZ. Scream Effekt ist, wenn man plötzlich ein fettes „Jehaaa!“ raus schreit, weil einfach alles so fett ist. Das Wetter ist seit ich aus Geraldine raus bin endlich schön und die Landschaft atemberaubend. Am Lake Pukaki mache ich halt, genieße den Ausblick auf Mt. Cook, nehm mir für diesen, für mich besonderen, Berg, extra Zeit. Häng die Hängematte auf, bleibe für diesen Tag einfach dort und genieße nur den Blick zum ca. 70km entfernten Berg.

An den ganzen Seen wären zu Haus alle paar km dicke, schicke Dörfer und man wird Leute sehen ohne Ende, hier ist einfach nix. Von der Hauptstrasse biegt man nach Aoraki ab, das sind 55km am See entlang mit Blick auf den höchsten Berg Neuseelands, Mt. Cook (3754m). In Aoraki selbst gibt’s wenig zu sehen und ich bereue, dass ich nicht genügend Verpflegung für einen Track dabei habe. Nach genauerer Recherche stellt sich aber raus, dass bis auf die Müller Hut, ohne Gletscherausrüstung und Seilkamearad nicht viel zu holen ist. So check ich nur noch den Tasman Glacier Stausee, fahr zurück nach Twizel um einen unsecured HotSpot zu missbrauchen und einzukaufen. Wieder schlafe ich an einem netten kleinen Rastplatz. Nachdem ich gemeint habe zu sehen, dass irgendwas mit der Spureinstellung an POW so überhaupt nicht stimmt, such ich im Internet nach der nächsten Mazda Werkstatt. Entschiede mich für Queenstown und voller Sorge, fahr ich am nächsten Tag die ganzen, fast 200km, bis nach Queenstown. Testfahrt mit dem Mechanic, reifen wuchten, Testfahrt,......, immerhin ist inzwischen fast kein Shakeing mehr zu merken und auch sonst scheint alles OK zu sein. Hoffe jetzt einfach, dass es das für die nächste Zeit gewesen ist.

Seit Mittwoch bin ich also hier in QT (Queenstown). Erinnert alles wirklich an Riva oder Torbole, Same Same but different, eben. Beim reisen muss ich immer wieder an Garth von Waynes World denken, den Satz den er am ersten Tag im neuen Studio raus laesst: „Es ist wie mit einer frischen Unterhose, am ersten Tag kratzt sie noch ein bisschen, aber dann, dann will man gar nicht mehr raus“, oder so ähnlich. So empfinde ich das oft mit neuen Plätzen oder Orten, erst ist alles komisch und dann...... Naja, nachdem ich mit meinem Knie immer noch auf Sparflamme laufe, war bis auf Party und Shopping noch nicht viel los. Vorgestern habe ich den ersten KnieTestWalk hingelegt (450hm) und war überrascht was schon wieder geht. Nach einem Ruhetag gestern, hab ich mir heute, für einen halben Tag, ein nettes Specialized Fully gegönnt. Große Tour war mir noch zu riskant und so bin ich wieder den Skyline Hill hoch. Die Downhill-Trails, auf die ich bereits einen Blick geworfen hatte, sahen doch zu verlockend aus. Wie geplant, konnte ich die Trails, in der gegebenen Zeit, zwei mal rocken und hab immerhin fast 900hm überwunden. Mein Knie hält!

Ansonsten sind die weiteren Planungen wieder mal etwas ungewiss. Morgen geht’s auf jeden Fall runter von diesem Campingplatz. Bis Zum ersten Track lasse ich noch ein paar Tage vergehen und mit genügend Sonne im Gesicht lässt es sich hier grad gut aushalten. Zwei Track Optionen sind inzwischen gecheckt, der Greenstone und Caples oder der Dart and Rees, beide dauern zwischen vier und fünf Tagen. Wir werden sehn wann ich mich dazu aufraffe.

Was sonst noch so abgeht erzähl ich euch ein anderes mal, sicher steht noch einiges an und ich werd euch ordentlich berichten. Nachdem ich mein Tagebuch schon längere Zeit nicht geschrieben habe kommt aktuell „fast“ alles in den Blog. Rockt Leute, rockt und nehmt das Leben einfach wie es kommt.

6 Kommentare:

  1. haha, als "Head of Snowpark Shaper" musst Du sicher erstmal alle 4 verschiedene 270ies nachweisen hm? ;-) Hört sich jedenfalls alles sehr entspannt an, nur keine Hektik ne!

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  2. Hey, du musst kurz vor Queenstown das Bungeejumping mal mitmachen :) die werden dich da von der höchsten Bürcke Neuseelands runter in den Fluss .. sehr geil *g*

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  3. Die Landschaft schaut schön aus, hat irgendwie was von Chile oder Feuerland... Viel spass noch...

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  4. Auf jedenfall bunter als bei uns....Dir ist shcon klar, dass wir den fettesten Winter seit Jahren haben, ohne Ende Schnee und immer kalt ;) LetZ Rock

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  5. Servus Gotsch,wir kennen uns zwar nicht persönlich, bin ein Arbeitskollege von Babsi Schu. lese deine Seite regelmäßig, bin auch regelmäßigneidisch... könntest mal wieder mehr schreiben...:-)
    Rock on, wir rocken in Fürth
    Lg Schmigo

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  6. Leberkässemmel in Neuseeland?!?!
    Da ist die Heimat gar nicht so fern. ;-)
    Wünsch dir viel Happyness & Rock ON!

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