Am 19. Januar 2011 geht es mit AirAsia von Bangkok nach HCMC. Tanja, Pierre, Dani und Ich, fahren mit dem Taxi vom Flughafen in die Pham Ngu Lao Street, eine Ecke voll mit günstigen Guesthouses. Am Guesthouse gegenüber steht die erste Minsk zu verkaufen und am Abend habe ich ein erstes Treffen mit einem reisenden, der seine Minsk loswerden will. So treffe ich am Abend einen Belgier, der eigentlich ganz nett ist und mir seine Minsk für $350 verkaufen möchte, wir verabreden uns für eine Testfahrt am nächsten Tag. Bei der Testfahrt stellte ich fest, dass sich die Minsk von meinem Travelkollegen, furchtbar anhört und suche daher weiter. Eine orangefarbene Minsk, frisch ge-serviced, angeboten von ein paar locals an der Ecke, fährt sich besser und hat einen guten Sound. Nach meiner Karre in NZ, bin ich einfach vorsichtig. Außerdem fahre ich noch eine Honda Win 110ccm probe. Der Tag geht ohne Minskkauf zu Ende. Nachdem die Minsk, gegenüber meines Guesthouses, dem Belgier gehört, fahre ich diese am zweiten Tag in Saigon nochmals probe. Die Entscheidung das Teil nicht zu kaufen steht, spätestens nach dieser Probefahrt fest. Im Grunde hab ich nur eine weitere Minsk in Aussicht,
für noch eine weitere steht die Probefahrt aus und es ist nicht klar ob sich das in den nächsten Tagen ausgehen wird. Saigon oder eben HCMC, ist im Grunde kein guter Platz um eine Minsk zu kaufen. Der Norden von Vietnam soll dazu wesentlich besser geeignet sein. Der Belgier ist nach fünf Tagen in HCMC, frustriert und hat im Grunde keinen Bock mehr auf einen Käufer zu warten. Daher bleibt Ihm nur die Option die Minsk an einen lokalen Mechaniker mir Verlust zu verkaufen. Der Preis reduziert sich nochmals, Ich aber bleibe bei meiner Entscheidung und will sie nicht kaufen. Der erste Mechaniker der kommt, ist auch der Typ, bei dem ich die Honda Win probe gefahren bin. Dieser will sie, gar nicht kaufen. Warum erfahre ich von meinem Travel Kollegen nicht, finde aber im Nachhinein heraus, dass die Registrierung nicht passt. Mir kommt eine Idee, pack den Belgier aufs Moped und wir checken zu dem anderen Mechanic, der die orangefarbene Minsk zu verkaufen hat. Im Grunde, hoffe ich auf einen guten Deal für alle von uns. Aber auch dieser Mechanic will die Minsk nicht, beim nochmaligem Check finde ich heraus, dass auch die Registrierung der von diesem Mechanic angebotenen Minsk nicht passt. Mein belgischer Kollege ist frustriert, will nur noch aus HCMC raus und ist versucht, das Teil bei dem Mechanic einfach stehen zu lassen. Bevor er Sie jedoch dem Mechaniker gibt, kann er sie doch auch einfach mir geben meine ich und so komme ich an meine Minsk, anschließend gebe Ich Ihm dann doch $50 USD. Nachdem sich das Teil echt übel anhört, mach ich mich am nächsten Tag auf die Suche nach einem Mechaniker, lass mich abzocken, zahle nochmals $60 USD, lasse die Minsk stehen und will sie am nächsten Tag abholen. Am nächsten Tag, bin ich auf dem Weg zum War Museum, treffe auf dem Weg einen Typen, steige unter Vorwand in ein Taxi und gehe, saublöd wie ich bin, einem üblem Scam auf den Leim. Das abholen meiner Minsk am Abend ist Nebensache. Der scheiß Scam raubt mir für zwei weitere Tage den Atem, bevor ich am Montag dem 24.01.2011 auf meiner Minsk fluchtartig die Stadt verlasse. Über die Details dieser scheiß Action werde ich mich ausschweigen, schon unglaublich wie blöd ich sein kann.
Von HCMC selbst, sehe ich außer dem War Museum und dem wirklich kranken Verkehr nicht viel, im Grunde dachte ich, der Verkehr in Phnom Pen wäre krass, aber HCMC ist die Körnung aller Dinge. Nach meiner krassen Action, wird das mit der Minsk für Tanja und Pierre erst mal nichts und so fahren die beiden, ebenso wie Dani erst mal Bus. Die Fahrt raus aus HCMC, ist krank, es gibt keine Worte das fahren eines Motorrads in diesem Verkehr zu beschreiben. Endlich raus aus der Stadt kämpfe ich am Highway One ebenfalls nur ums nackte überleben. „Nothing happens without a reason!“, so zumindest versuche ich über die letzten Tage hinweg zu kommen. Hätten wir wirklich zwei weitere Minsk gekauft, wer weiß was passiert wäre. Erst vor kurzem ist ein Engländer auf dem Weg nach HCMC, auf dem Highway One, gestorben. Irgendwie die Kontrolle übers Bike verloren, gestürzt und von einem Truck überrollt worden. Meine Minsk ist auch nach dem Service nicht in einwandfreiem Zustand und ich glaube im Grunde kann man das von keiner Minsk erwarten. Auf jeden Fall komme ich Abends nach Sonnenuntergang heil und in einem Stück in Mui Ne an. Dani ist schon seit einem Tag in Mui Ne und so checke ich für diesen Abend bei Ihr im Hotel ein. Am nächsten Tag mache ich für Tanja, Pierre und mich eine Unterkunft klar und sehe mir ein bisschen die Umgebung an. Mit Dani am Moped fahre ich die Küste entlang, wir sehen uns die Sand Dünen und das nahegelegene Fischerdorf an, abends kommen Tanja und Pierre ebenfalls in Mui Ne an.
Mui Ne, ist ein Touri Ort und ist hauptsächlich wegen den guten Wind- und Kite-Surf Bedingungen bekannt. Tanja, träumt seit langem von einer längeren Kite Session und so checken wir die unterschiedlichen Optionen aus. Nach einigem hin und her, entscheiden Pierre und ich, statt einem Kite-Kurs, Windsurf Equipment
auszuleihen, um so Dollars einzusparen. Als wir am nächsten Tag aber in der Kite Schule unsere Wahl vorbei sehen, lassen wir uns doch zu einem Kurs breitschlagen. Kite Surfen ROCKT! Nach nicht allzuvielen Stunden komme ich mit dem Kite und dem Board super klar, letz board! Tanja, fühlt sich leider schon am zweiten Tag nicht so toll, hat sich eine Erkältung eingefangen und muss nach nur zwei Tagen Kiten im Bett bleiben um bald wieder fit zu sein. Insgesamt bleibe ich neun Nächte in Mui Ne, so war das zwar nicht geplant, aber nach der ganzen Action in HCMC war Erholung und Ablenkung sehr angesagt.
Am 02.02., kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest geht’s für mich von Mui Ne nach Dalat. Tanja und Pierre machen mit dem Bus weiter die Küste entlang, Dani hat sich schon ein paar Tage früher in den Norden verabschiedet und so löst sich unsere kleine Gruppe erst mal auf. Die Fahrt nach Dalat ist Genieal, ich schaffe es ohne Highway No.1 über eine kleine Bergstrasse mit atemberaubenden Ausblicken ohne weitere Vorkommnisse nach Dalat. Es ist kalt in Dalat, die Umliegenden Berge sind um die 2000hm und es ist etwas Wolkenverhangen. Die Minsk läuft ohne Probleme. Im Guesthouse, das ich mir empfehlen habe lassen, bin ich ziemlich fertig und richte es mir im Dorm gemütlich ein. Mein einziger Kollege im Dorm ist Vietnamese und Easyrider (http://www.vietnameasyrider.com/). Er gibt mir ein paar Tips bezüglich meiner Route und bietet an, mich am nächsten Tag mit aus der Stadt zu nehmen. Nachts um 12:00 Uhr, sehe ich mir mit schlaf verklebten Augen das Neujahrsfeuerwerk über Dalat an, nehme an diesem weiteren Neujahrsfest ansonsten aber nicht teil. Die Fahrt geht am nächsten Tag bis nach Lak. Morgens nimmt mich der Kollege von den Easyridern mit aus der Stadt, es ist Tet, Neujahr und im Grunde herrscht Chaos. Vier Tage hat alles Frei, jeder feiert zuhause mit der Familie, Geschäfte und Gaststetten sind meist geschlossen. Le
diglich Jugendliche holzen mit Ihren Scootern und Mädels kreuz und quer durch die Strassen. Nachdem ich dem Easyrider an der ersten Tankstelle für seine Hilfe danke, Ihm aber auch sage, dass er nicht mehr auf mich warten braucht, geht’s kurz nach Dalat wieder alleine weiter.
Irgendwo verpasse ich einen Abzweig, die Strasse wird am Ortsausgang zu einer Schotterpiste, Ich frage nach, aber mir wird versichert, dass es hier nach Lak geht. Nach ungefähr einem guten Kilometer, stehe ich plötzlich vor einem grossen Fluss mit witziger Fähranlage. Wieder frage ich nach dem Weg. Gar nicht weit soll es sein, nachdem Fluss sieht der Weg nicht besonders aus und ich bin echt skeptisch. Vietnam hat 89 Mio. Einwohner, 260 Einwohner / Quadrat Kilometer, von daher denke ich, kommt man immer irgendwo wieder raus. Kurz nach der Flussüberfahrt, richte ich mein Gepäck und werfe mein Baby, das erste und einzige mal, um. Außer meinem Kupplungshebel, der gebrochen ist, ist nichts passiert und auch dieser lässt sich noch benutzen. Die Schotterpiste ist nach ein paar weiteren Kilometern geschafft und ich bin in Lak. Der Easyrider wollte mir eigentlich einen Platz zum schlafen besorgen, was ich aber abgelehnt hatte. Unter $30 USD gibt’s da nix meinte er, er könnt mir was billiger, für 250.000 Dong = 12,5 USD besorgen. Im Lak Lake Resort kann ich dann aber doch, fuer $10 USD in meinem eigenen Longhouse pennen. Es ist ja kleinlich, wollt der mich im Grunde um $2,50 USD bescheißen, aber es passiert jeden Tag in Vietnam, dass man irgendwo beschissen wird. Es folgt ein Tag strecke machen, 300km von Lak bis Kon Tum, ich bleibe auf der Hauptstrasse und komme daher gut vorran. Weiter von Kun Tom will ich von der Hauptrasse runter und einen Umweg fahren. Nehme daher 70km nach Kon Tum den Abzweit nach Tu Mrong in den Bergen. Es geht steil bergauf, im ersten Gang geht es langsam vorran und ich nehme mir schon vor, meiner Minsk, am nächsten schönen Aussichtspunkt eine Auszeit zu gönnen, als ich ein sehr ungesundes Geräusch aus dem Zylinderkopf vernehme. „Aus und vorbei! Kolbenfresser!“, denke ich. Nach einer Zigarette, rolle ich im Leerlauf den Berg hinunter, fülle ein wenig mehr Öl in den Tank und starte meine Minsk. „Sie läuft!! Yes!“ Zurück auf der Haupstrasse geht es mit weniger Verkehr als gerechnet und schönen Ausblicken bis Dak Glei. Hier bleibe ich über Nacht in einer der übelsten Herbergen, die ich bisher hatte. Den ganzen nächsten
Tag ärgere ich mich, wieder einmal, über die Unverschämtheit einiger Vietnamesen. Auf dem Weg, telefoniere ich mit Tanja, die mit Pierre gerade in Hoi An angekommen ist. Nachdem es nur ca. 80km sind, entscheide ich die beiden dort zu treffen. Hoi An ist eine nette Stadt, so ganz anders als der Rest, den ich von Vietnam gesehen habe. Nachdem eigentlich keiner von uns so recht weiß wo wir wie weiter wollen, bleiben wir erst mal in Hoi An, verbringen dort einen Tag mit Tempel und Strand, bevor es für mich tags drauf weiter geht. Von Hoi An bis Prao brauche ich ewig, mache einen riesen Umweg über Da Nang um anschließend doch die gleiche Strasse, wie zwei Tage zuvor, ins Inland zu nehmen. Nachdem ich kurz nach Da Nang, weil ich endlich wieder rein in die Berge will, etwas mehr Gas gebe, gibt meine Minsk wieder mit ungesundem Zylinder Geräusch auf. Nach einer Pause fahre ich langsam und vorsichtig weiter, die Fahrt durch die Berge nach Prao ist genial und es gibt keine weiteren Probleme. Für den nächsten Tag stehen lediglich 120km Strecke an, auf einer einsamen Bergstrasse geht es gemütlich nach A Luoi. Auf dem Weg treffe ich ein paar Touris auf einer Minsk, diese sind mit „Hoi An Motorbike Adventures“ unterwegs. Wahrscheinlich wussten Sie nicht, dass Sie für den Preis der Tour, die Minsk auch hätten kaufen können. Kurz nach einer Pause an einem Wasserfall, komme ich an ein Stück baufällige Strasse und ein großes Schlammloch in dem mir meine Minsk tatsächlich stecken bleibt. Nur mit Mühe
schaffe ich es in der Hitze durch den Matsch. Die anschließende Fahrt durch eine Hochebene, fesselt mit wundersamer Landschaft, Bergdörfern und Landleben, einfach Malerisch. In A Luoi, checke ich nach einer Suppe in ein nettes Hotel ein und mache mich auf die Suche nach einem neuen Kupplungshebel. Der Mechaniker gleich neben dem Hotel, hat anscheinend schon Feierabend, in der Werkstatt sitzen ein paar Jungs vor einer Flasche Reisschnaps und ein paar Bieren. Einen passenden Kupplungshebel haben Sie nicht und man macht mir auch keine Hoffnungen in A Luoi passenden Ersatz zu finden. Man lädt mich auf ein erstes Bier und einen Schnaps ein, so ergibt es sich, dass ich ein paar Stunden später mit ordentlich Glühen im Gesicht ins Hotel zurück wanke. Von A Luoi nach Norden fällt die Wegwahl noch leicht, anschließend gibt es laut meiner Karte eine Inland Route an der Grenze zu Laos entlang, den Highway One, oder eine weitere Bundesstrasse ziemlich nah an der Küste. So fahre ich erst Richtung Laos nach Khe Sanh und checke hier in einem „Ca Phe“ (Cafe), nochmals meine Karte. Die kleinsten Orte in meiner Karte, sind nach Legende keine Orte, sondern meinen „Point of Population“ und hier habe ich bisher keine Guesthouses oder Hotels gesehen. Tanja und Pierre sind in Hue, ca. 120km südwestlich an der Küste. Dani will die Beiden dort in zwei Tagen treffen. Alle haben keine rechte Lust mehr auf Vietnam, daher ist der Plan die Grenze nach Laos in Lao Bao zu überqueren um in Laos weiter zu reisen. Hier in Vietnam fühlt man sich meist nicht willkommen, ein Lächeln bekommt man kaum geschenkt und sobald man Geld in die Hand nehmen muss, um irgendwas zu kaufen, wird man mit unfreundlicher Dreistigkeit verarscht. Es gibt Ausnahmen, aber selbst diese versuchen meist einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Daher hat einfach keiner mehr Lust auf dieses Land. Im Grunde passt mir Laos auch, aber vom Süden habe ich schon viel gesehen und entscheide daher weiter Richtung Norden zu fahren, zumindest so lange meine Minsk noch läuft. Auf einer langweiligen Landstrasse geht’s nach Dong Hoi. Das Wetter war schon Nachmittags nicht der Hit und auch in Dong Hoi ist es neblig und wolkenverhangen. Als ich tags drauf wieder Richtung Inland fahre, werde ich von schöner Landschaft überrascht und treffe am Phong Nha National Park auf eine Gruppe Motorbike Kollegen. Wir fahren ein Stück gemeinsam, aber die Jungs auf Ihren Honda Win's, sind mir einfach zu flott. Per Zufall, treffen wir uns aber ein paar Orte weiter zum Mittagessen. Wieder habe ich ein Problem mit meiner Minsk, weiß aber im Grunde sofort, dass etwas mit der Zündung nicht stimmt und schraube eine neue Zuendkerze in den Zylinder, was auch erst mal Abhilfe schafft. Zwei weitere male habe ich Probleme mit der Zündung bevor ich entscheide, für die Nacht in Anh Son zu bleiben. Von Anh Son gibt’s zwei Optionen, ungefähr fünf Tage weiter Richtung Norden oder einen weiteren Tag bis zur Grenze nach Laos. Weil das Wetter einfach scheiße ist, meine Minsk inzwischen immer öfters Mucken macht und in erster Linie weil ich von Vietnam einfach genug habe, steht für Morgen Laos auf dem Programm. In Anh Son, treffe ich noch ganz interessante Leute, lasse mich beim Hotel aber wieder einmal verleiten und bin anschließend mit meiner Hotel Wahl nicht zufrieden. Nachdem es meine letzte Nacht in Vietnam ist, aber auch ein würdiger Abschied denke ich. Schon am Abend fängt es an zu regnen und auch am nächsten Morgen regnet es. Nachdem ich mir ein Haufen Plastikbeutel besorgt, mein ganzes Gepäck verschnürt und mich auch selbst gut eingepackt habe geht es an die letzten 200km meiner Vietnam Reise. In einem kleinen Dorf gibt’s wieder Probleme mit der Zuendung, die sich aber leicht beheben lassen. Ein Bus vor meiner Nase nervt und ich gebe Gas, anschließend nagelt meine Minsk aber irgendwie ordentlich, „also nur langsam weiter“, denke ich, „komm schon, nur noch 100km!“.
An einer Ortsausfahrt, stoppt meine Minsk, mit dem gewohnt ungesund klingenden Motorengeräusch. An einem kleinen Hang, lasse ich mein Baby rollen und tatsächlich kommt das Bike nochmal zum laufen. Leider klemmt der Kolben nur 500 Meter weiter wieder, wieder schiebe ich das Bike einen Hang hinauf, lass sie rollen, lege den zweiten Gang ein und sie kommt wieder ans laufen. Nach einem U-Turn auf der Strasse, frisst der Kolben wieder und ich weiss, dass meine Motorrad Fahrt hier zu Ende ist. Es war sowieso geplant, dass Bike irgendwo an der Grenze abzustellen, anzuzuenden oder einen Abhang hinunter zu schieben, einem Vietnamesen, der damit einen Haufen Kohle macht und irgendwelche Leute abzockt wollte ich das Bike ungern geben. Wie auch immer, auf der Kuppe des Hügels der vor mit liegt, befindet sich ein winziges Dorf und ein Mechaniker, ich schiebe die Minsk zum Mechanic, lade mein ganzes Zeug ab, packe mein komplettes Minskzubehör auf die Minsk und gebe Ihm die passende Registrierung. Ein Junge, vielleicht Anfang zwanzig, spricht gut englisch und ist der klassische Vietnamese: „Germany – big Money, big Money!“. Als ich klar mache, dass das Bike geschenkt ist, bricht der Mechanic in Freudenjubel aus, das ganze Dorf kommt zusammen und kann es kaum fassen. Man bringt mir einen Stuhl und ein paar Bier, im Grunde hoffe ich hier mitten im Nirgendwo nun nur auf eine Möglichkeit die letzten 100km bis zur Grenze zu überwinden, Ziel ist ein kühles BeerLao in einem der herzlichsten Länder Asiens – LAOS!!! Nach ca. 20 Minuten und zwei Bier, kommt tatsächlich ein Bus die Strasse rauf, nicht nur ich stehe am Strassenrand und versuche den Bus zu stoppen, nein auch das Ganze Dorf steht am Strassenrand. Im Bus bereue ich bereits, das Bike verschenkt zu haben, $10 USD bis zur Grenze,
kommen mir wie Ripp Off vor. Der Bus ist super voll und ich bin der einzige Touri, wie ich heraus finde, fährt der Bus bis nach Phonsavan in Laos und für weitere $15USD , nimmt man mich gerne mit. Die Strasse durch die Berge ist kurvig und eine Strasse wie diese macht nur mit einem Motorrad richtig Spaß. Der Weg über die Grenze ist etwas seltsam, ich bin der einzige Touri weit und breit, das Wetter ist kalt und grau, in Laos bei der Einreise fällt mir auf, dass ich keine Passfotos mehr habe, bis ich das Visa by arrival in meinem Pass kleben habe vergeht eine halbe Ewigkeit, dennoch es ist geschafft: „Fuck Vietnam – Hello, sweet Home Laos!!“ und so genieße ich an diesem Abend tatsächlich ein kuehles BeerLao in Phonsavan.
für noch eine weitere steht die Probefahrt aus und es ist nicht klar ob sich das in den nächsten Tagen ausgehen wird. Saigon oder eben HCMC, ist im Grunde kein guter Platz um eine Minsk zu kaufen. Der Norden von Vietnam soll dazu wesentlich besser geeignet sein. Der Belgier ist nach fünf Tagen in HCMC, frustriert und hat im Grunde keinen Bock mehr auf einen Käufer zu warten. Daher bleibt Ihm nur die Option die Minsk an einen lokalen Mechaniker mir Verlust zu verkaufen. Der Preis reduziert sich nochmals, Ich aber bleibe bei meiner Entscheidung und will sie nicht kaufen. Der erste Mechaniker der kommt, ist auch der Typ, bei dem ich die Honda Win probe gefahren bin. Dieser will sie, gar nicht kaufen. Warum erfahre ich von meinem Travel Kollegen nicht, finde aber im Nachhinein heraus, dass die Registrierung nicht passt. Mir kommt eine Idee, pack den Belgier aufs Moped und wir checken zu dem anderen Mechanic, der die orangefarbene Minsk zu verkaufen hat. Im Grunde, hoffe ich auf einen guten Deal für alle von uns. Aber auch dieser Mechanic will die Minsk nicht, beim nochmaligem Check finde ich heraus, dass auch die Registrierung der von diesem Mechanic angebotenen Minsk nicht passt. Mein belgischer Kollege ist frustriert, will nur noch aus HCMC raus und ist versucht, das Teil bei dem Mechanic einfach stehen zu lassen. Bevor er Sie jedoch dem Mechaniker gibt, kann er sie doch auch einfach mir geben meine ich und so komme ich an meine Minsk, anschließend gebe Ich Ihm dann doch $50 USD. Nachdem sich das Teil echt übel anhört, mach ich mich am nächsten Tag auf die Suche nach einem Mechaniker, lass mich abzocken, zahle nochmals $60 USD, lasse die Minsk stehen und will sie am nächsten Tag abholen. Am nächsten Tag, bin ich auf dem Weg zum War Museum, treffe auf dem Weg einen Typen, steige unter Vorwand in ein Taxi und gehe, saublöd wie ich bin, einem üblem Scam auf den Leim. Das abholen meiner Minsk am Abend ist Nebensache. Der scheiß Scam raubt mir für zwei weitere Tage den Atem, bevor ich am Montag dem 24.01.2011 auf meiner Minsk fluchtartig die Stadt verlasse. Über die Details dieser scheiß Action werde ich mich ausschweigen, schon unglaublich wie blöd ich sein kann.Von HCMC selbst, sehe ich außer dem War Museum und dem wirklich kranken Verkehr nicht viel, im Grunde dachte ich, der Verkehr in Phnom Pen wäre krass, aber HCMC ist die Körnung aller Dinge. Nach meiner krassen Action, wird das mit der Minsk für Tanja und Pierre erst mal nichts und so fahren die beiden, ebenso wie Dani erst mal Bus. Die Fahrt raus aus HCMC, ist krank, es gibt keine Worte das fahren eines Motorrads in diesem Verkehr zu beschreiben. Endlich raus aus der Stadt kämpfe ich am Highway One ebenfalls nur ums nackte überleben. „Nothing happens without a reason!“, so zumindest versuche ich über die letzten Tage hinweg zu kommen. Hätten wir wirklich zwei weitere Minsk gekauft, wer weiß was passiert wäre. Erst vor kurzem ist ein Engländer auf dem Weg nach HCMC, auf dem Highway One, gestorben. Irgendwie die Kontrolle übers Bike verloren, gestürzt und von einem Truck überrollt worden. Meine Minsk ist auch nach dem Service nicht in einwandfreiem Zustand und ich glaube im Grunde kann man das von keiner Minsk erwarten. Auf jeden Fall komme ich Abends nach Sonnenuntergang heil und in einem Stück in Mui Ne an. Dani ist schon seit einem Tag in Mui Ne und so checke ich für diesen Abend bei Ihr im Hotel ein. Am nächsten Tag mache ich für Tanja, Pierre und mich eine Unterkunft klar und sehe mir ein bisschen die Umgebung an. Mit Dani am Moped fahre ich die Küste entlang, wir sehen uns die Sand Dünen und das nahegelegene Fischerdorf an, abends kommen Tanja und Pierre ebenfalls in Mui Ne an.
Mui Ne, ist ein Touri Ort und ist hauptsächlich wegen den guten Wind- und Kite-Surf Bedingungen bekannt. Tanja, träumt seit langem von einer längeren Kite Session und so checken wir die unterschiedlichen Optionen aus. Nach einigem hin und her, entscheiden Pierre und ich, statt einem Kite-Kurs, Windsurf Equipment
auszuleihen, um so Dollars einzusparen. Als wir am nächsten Tag aber in der Kite Schule unsere Wahl vorbei sehen, lassen wir uns doch zu einem Kurs breitschlagen. Kite Surfen ROCKT! Nach nicht allzuvielen Stunden komme ich mit dem Kite und dem Board super klar, letz board! Tanja, fühlt sich leider schon am zweiten Tag nicht so toll, hat sich eine Erkältung eingefangen und muss nach nur zwei Tagen Kiten im Bett bleiben um bald wieder fit zu sein. Insgesamt bleibe ich neun Nächte in Mui Ne, so war das zwar nicht geplant, aber nach der ganzen Action in HCMC war Erholung und Ablenkung sehr angesagt.Am 02.02., kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest geht’s für mich von Mui Ne nach Dalat. Tanja und Pierre machen mit dem Bus weiter die Küste entlang, Dani hat sich schon ein paar Tage früher in den Norden verabschiedet und so löst sich unsere kleine Gruppe erst mal auf. Die Fahrt nach Dalat ist Genieal, ich schaffe es ohne Highway No.1 über eine kleine Bergstrasse mit atemberaubenden Ausblicken ohne weitere Vorkommnisse nach Dalat. Es ist kalt in Dalat, die Umliegenden Berge sind um die 2000hm und es ist etwas Wolkenverhangen. Die Minsk läuft ohne Probleme. Im Guesthouse, das ich mir empfehlen habe lassen, bin ich ziemlich fertig und richte es mir im Dorm gemütlich ein. Mein einziger Kollege im Dorm ist Vietnamese und Easyrider (http://www.vietnameasyrider.com/). Er gibt mir ein paar Tips bezüglich meiner Route und bietet an, mich am nächsten Tag mit aus der Stadt zu nehmen. Nachts um 12:00 Uhr, sehe ich mir mit schlaf verklebten Augen das Neujahrsfeuerwerk über Dalat an, nehme an diesem weiteren Neujahrsfest ansonsten aber nicht teil. Die Fahrt geht am nächsten Tag bis nach Lak. Morgens nimmt mich der Kollege von den Easyridern mit aus der Stadt, es ist Tet, Neujahr und im Grunde herrscht Chaos. Vier Tage hat alles Frei, jeder feiert zuhause mit der Familie, Geschäfte und Gaststetten sind meist geschlossen. Le
diglich Jugendliche holzen mit Ihren Scootern und Mädels kreuz und quer durch die Strassen. Nachdem ich dem Easyrider an der ersten Tankstelle für seine Hilfe danke, Ihm aber auch sage, dass er nicht mehr auf mich warten braucht, geht’s kurz nach Dalat wieder alleine weiter.Irgendwo verpasse ich einen Abzweig, die Strasse wird am Ortsausgang zu einer Schotterpiste, Ich frage nach, aber mir wird versichert, dass es hier nach Lak geht. Nach ungefähr einem guten Kilometer, stehe ich plötzlich vor einem grossen Fluss mit witziger Fähranlage. Wieder frage ich nach dem Weg. Gar nicht weit soll es sein, nachdem Fluss sieht der Weg nicht besonders aus und ich bin echt skeptisch. Vietnam hat 89 Mio. Einwohner, 260 Einwohner / Quadrat Kilometer, von daher denke ich, kommt man immer irgendwo wieder raus. Kurz nach der Flussüberfahrt, richte ich mein Gepäck und werfe mein Baby, das erste und einzige mal, um. Außer meinem Kupplungshebel, der gebrochen ist, ist nichts passiert und auch dieser lässt sich noch benutzen. Die Schotterpiste ist nach ein paar weiteren Kilometern geschafft und ich bin in Lak. Der Easyrider wollte mir eigentlich einen Platz zum schlafen besorgen, was ich aber abgelehnt hatte. Unter $30 USD gibt’s da nix meinte er, er könnt mir was billiger, für 250.000 Dong = 12,5 USD besorgen. Im Lak Lake Resort kann ich dann aber doch, fuer $10 USD in meinem eigenen Longhouse pennen. Es ist ja kleinlich, wollt der mich im Grunde um $2,50 USD bescheißen, aber es passiert jeden Tag in Vietnam, dass man irgendwo beschissen wird. Es folgt ein Tag strecke machen, 300km von Lak bis Kon Tum, ich bleibe auf der Hauptstrasse und komme daher gut vorran. Weiter von Kun Tom will ich von der Hauptrasse runter und einen Umweg fahren. Nehme daher 70km nach Kon Tum den Abzweit nach Tu Mrong in den Bergen. Es geht steil bergauf, im ersten Gang geht es langsam vorran und ich nehme mir schon vor, meiner Minsk, am nächsten schönen Aussichtspunkt eine Auszeit zu gönnen, als ich ein sehr ungesundes Geräusch aus dem Zylinderkopf vernehme. „Aus und vorbei! Kolbenfresser!“, denke ich. Nach einer Zigarette, rolle ich im Leerlauf den Berg hinunter, fülle ein wenig mehr Öl in den Tank und starte meine Minsk. „Sie läuft!! Yes!“ Zurück auf der Haupstrasse geht es mit weniger Verkehr als gerechnet und schönen Ausblicken bis Dak Glei. Hier bleibe ich über Nacht in einer der übelsten Herbergen, die ich bisher hatte. Den ganzen nächsten
Tag ärgere ich mich, wieder einmal, über die Unverschämtheit einiger Vietnamesen. Auf dem Weg, telefoniere ich mit Tanja, die mit Pierre gerade in Hoi An angekommen ist. Nachdem es nur ca. 80km sind, entscheide ich die beiden dort zu treffen. Hoi An ist eine nette Stadt, so ganz anders als der Rest, den ich von Vietnam gesehen habe. Nachdem eigentlich keiner von uns so recht weiß wo wir wie weiter wollen, bleiben wir erst mal in Hoi An, verbringen dort einen Tag mit Tempel und Strand, bevor es für mich tags drauf weiter geht. Von Hoi An bis Prao brauche ich ewig, mache einen riesen Umweg über Da Nang um anschließend doch die gleiche Strasse, wie zwei Tage zuvor, ins Inland zu nehmen. Nachdem ich kurz nach Da Nang, weil ich endlich wieder rein in die Berge will, etwas mehr Gas gebe, gibt meine Minsk wieder mit ungesundem Zylinder Geräusch auf. Nach einer Pause fahre ich langsam und vorsichtig weiter, die Fahrt durch die Berge nach Prao ist genial und es gibt keine weiteren Probleme. Für den nächsten Tag stehen lediglich 120km Strecke an, auf einer einsamen Bergstrasse geht es gemütlich nach A Luoi. Auf dem Weg treffe ich ein paar Touris auf einer Minsk, diese sind mit „Hoi An Motorbike Adventures“ unterwegs. Wahrscheinlich wussten Sie nicht, dass Sie für den Preis der Tour, die Minsk auch hätten kaufen können. Kurz nach einer Pause an einem Wasserfall, komme ich an ein Stück baufällige Strasse und ein großes Schlammloch in dem mir meine Minsk tatsächlich stecken bleibt. Nur mit Mühe
schaffe ich es in der Hitze durch den Matsch. Die anschließende Fahrt durch eine Hochebene, fesselt mit wundersamer Landschaft, Bergdörfern und Landleben, einfach Malerisch. In A Luoi, checke ich nach einer Suppe in ein nettes Hotel ein und mache mich auf die Suche nach einem neuen Kupplungshebel. Der Mechaniker gleich neben dem Hotel, hat anscheinend schon Feierabend, in der Werkstatt sitzen ein paar Jungs vor einer Flasche Reisschnaps und ein paar Bieren. Einen passenden Kupplungshebel haben Sie nicht und man macht mir auch keine Hoffnungen in A Luoi passenden Ersatz zu finden. Man lädt mich auf ein erstes Bier und einen Schnaps ein, so ergibt es sich, dass ich ein paar Stunden später mit ordentlich Glühen im Gesicht ins Hotel zurück wanke. Von A Luoi nach Norden fällt die Wegwahl noch leicht, anschließend gibt es laut meiner Karte eine Inland Route an der Grenze zu Laos entlang, den Highway One, oder eine weitere Bundesstrasse ziemlich nah an der Küste. So fahre ich erst Richtung Laos nach Khe Sanh und checke hier in einem „Ca Phe“ (Cafe), nochmals meine Karte. Die kleinsten Orte in meiner Karte, sind nach Legende keine Orte, sondern meinen „Point of Population“ und hier habe ich bisher keine Guesthouses oder Hotels gesehen. Tanja und Pierre sind in Hue, ca. 120km südwestlich an der Küste. Dani will die Beiden dort in zwei Tagen treffen. Alle haben keine rechte Lust mehr auf Vietnam, daher ist der Plan die Grenze nach Laos in Lao Bao zu überqueren um in Laos weiter zu reisen. Hier in Vietnam fühlt man sich meist nicht willkommen, ein Lächeln bekommt man kaum geschenkt und sobald man Geld in die Hand nehmen muss, um irgendwas zu kaufen, wird man mit unfreundlicher Dreistigkeit verarscht. Es gibt Ausnahmen, aber selbst diese versuchen meist einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Daher hat einfach keiner mehr Lust auf dieses Land. Im Grunde passt mir Laos auch, aber vom Süden habe ich schon viel gesehen und entscheide daher weiter Richtung Norden zu fahren, zumindest so lange meine Minsk noch läuft. Auf einer langweiligen Landstrasse geht’s nach Dong Hoi. Das Wetter war schon Nachmittags nicht der Hit und auch in Dong Hoi ist es neblig und wolkenverhangen. Als ich tags drauf wieder Richtung Inland fahre, werde ich von schöner Landschaft überrascht und treffe am Phong Nha National Park auf eine Gruppe Motorbike Kollegen. Wir fahren ein Stück gemeinsam, aber die Jungs auf Ihren Honda Win's, sind mir einfach zu flott. Per Zufall, treffen wir uns aber ein paar Orte weiter zum Mittagessen. Wieder habe ich ein Problem mit meiner Minsk, weiß aber im Grunde sofort, dass etwas mit der Zündung nicht stimmt und schraube eine neue Zuendkerze in den Zylinder, was auch erst mal Abhilfe schafft. Zwei weitere male habe ich Probleme mit der Zündung bevor ich entscheide, für die Nacht in Anh Son zu bleiben. Von Anh Son gibt’s zwei Optionen, ungefähr fünf Tage weiter Richtung Norden oder einen weiteren Tag bis zur Grenze nach Laos. Weil das Wetter einfach scheiße ist, meine Minsk inzwischen immer öfters Mucken macht und in erster Linie weil ich von Vietnam einfach genug habe, steht für Morgen Laos auf dem Programm. In Anh Son, treffe ich noch ganz interessante Leute, lasse mich beim Hotel aber wieder einmal verleiten und bin anschließend mit meiner Hotel Wahl nicht zufrieden. Nachdem es meine letzte Nacht in Vietnam ist, aber auch ein würdiger Abschied denke ich. Schon am Abend fängt es an zu regnen und auch am nächsten Morgen regnet es. Nachdem ich mir ein Haufen Plastikbeutel besorgt, mein ganzes Gepäck verschnürt und mich auch selbst gut eingepackt habe geht es an die letzten 200km meiner Vietnam Reise. In einem kleinen Dorf gibt’s wieder Probleme mit der Zuendung, die sich aber leicht beheben lassen. Ein Bus vor meiner Nase nervt und ich gebe Gas, anschließend nagelt meine Minsk aber irgendwie ordentlich, „also nur langsam weiter“, denke ich, „komm schon, nur noch 100km!“.
An einer Ortsausfahrt, stoppt meine Minsk, mit dem gewohnt ungesund klingenden Motorengeräusch. An einem kleinen Hang, lasse ich mein Baby rollen und tatsächlich kommt das Bike nochmal zum laufen. Leider klemmt der Kolben nur 500 Meter weiter wieder, wieder schiebe ich das Bike einen Hang hinauf, lass sie rollen, lege den zweiten Gang ein und sie kommt wieder ans laufen. Nach einem U-Turn auf der Strasse, frisst der Kolben wieder und ich weiss, dass meine Motorrad Fahrt hier zu Ende ist. Es war sowieso geplant, dass Bike irgendwo an der Grenze abzustellen, anzuzuenden oder einen Abhang hinunter zu schieben, einem Vietnamesen, der damit einen Haufen Kohle macht und irgendwelche Leute abzockt wollte ich das Bike ungern geben. Wie auch immer, auf der Kuppe des Hügels der vor mit liegt, befindet sich ein winziges Dorf und ein Mechaniker, ich schiebe die Minsk zum Mechanic, lade mein ganzes Zeug ab, packe mein komplettes Minskzubehör auf die Minsk und gebe Ihm die passende Registrierung. Ein Junge, vielleicht Anfang zwanzig, spricht gut englisch und ist der klassische Vietnamese: „Germany – big Money, big Money!“. Als ich klar mache, dass das Bike geschenkt ist, bricht der Mechanic in Freudenjubel aus, das ganze Dorf kommt zusammen und kann es kaum fassen. Man bringt mir einen Stuhl und ein paar Bier, im Grunde hoffe ich hier mitten im Nirgendwo nun nur auf eine Möglichkeit die letzten 100km bis zur Grenze zu überwinden, Ziel ist ein kühles BeerLao in einem der herzlichsten Länder Asiens – LAOS!!! Nach ca. 20 Minuten und zwei Bier, kommt tatsächlich ein Bus die Strasse rauf, nicht nur ich stehe am Strassenrand und versuche den Bus zu stoppen, nein auch das Ganze Dorf steht am Strassenrand. Im Bus bereue ich bereits, das Bike verschenkt zu haben, $10 USD bis zur Grenze,
kommen mir wie Ripp Off vor. Der Bus ist super voll und ich bin der einzige Touri, wie ich heraus finde, fährt der Bus bis nach Phonsavan in Laos und für weitere $15USD , nimmt man mich gerne mit. Die Strasse durch die Berge ist kurvig und eine Strasse wie diese macht nur mit einem Motorrad richtig Spaß. Der Weg über die Grenze ist etwas seltsam, ich bin der einzige Touri weit und breit, das Wetter ist kalt und grau, in Laos bei der Einreise fällt mir auf, dass ich keine Passfotos mehr habe, bis ich das Visa by arrival in meinem Pass kleben habe vergeht eine halbe Ewigkeit, dennoch es ist geschafft: „Fuck Vietnam – Hello, sweet Home Laos!!“ und so genieße ich an diesem Abend tatsächlich ein kuehles BeerLao in Phonsavan.
Krasse Action Dude!
AntwortenLöschenAnzünden, da hab ich doch sehr geschmunzelt.
Lass es knacken! jens