Nach meinem ersten kühlen Bier in Laos und gutem Essen, werde ich von einigen Locals zu mehr Bier und mehr Essen eingeladen, hier in Laos fühl ich mich gleich wieder sehr wohl. Auf der Strasse treffe ich einen anderen Backpacker, nach den „einsamen“ Tagen in Vietnam bin ich eigentlich ganz froh, wieder Langnasen zu sehen, er empfiehlt mir ein billiges Guesthouse in das ich kurzerhand einchecke. Der Hauptgrund nach
Phonsavan zu kommen, sind die „Plain of Jars“. Dabei handelt es sich um Plätze, an denen haufenweise mannshohe Steinkrüge stehen, wo genau sie herkommen und für was sie genutzt wurden, weiß keiner so genau. Bisher sind nur drei dieser Plains von Mienen und Bomben befreit und für Touristen zugänglich. Die Provinz um Phonsavan war die meist bombardierte in ganz Laos. Laos selbst ist, dass überhaupt meist bombardierte Land auf der ganzen Welt, 20 Mio. Tonnen haben haben die USA hier, im sogenannten „Secret War“, abgeworfen. In Phonsavan laufen jeden Abend Filme zu diesem Thema und es wird berichtet, wie die MAG Aufräumarbeit leistet (http://www.maginternational.org/).
Nachdem Tag „Plain of Jars“ gönne ich mir einen Lazyday, der bei nur 10 Grad, leider sehr kalt ausfällt. Am nächsten Tag geht es, mit tränendem Auge, weil in einem Minibus sitzend, die schöne und kurvenreiche Strecke nach Vang Vieng.
Vang Vieng, im Grunde, weiß ich nicht was ich sagen soll. Letztes Jahr konnte ich mir nicht vorstellen, wie jemand hier mehr als drei Wochen verbringen kann. In erster Linie stand letztes Jahr „Tubing“ auf dem Programm und überhaupt waren für Vang Vieng nur ein paar Tage eingeplant. Diesmal, ging es mir in erster Linie um einen Platz, an dem man für wenig Geld, in einem eigenen Bungalow ausspannen und dabei auch noch ordentlich Natur geniessen kann. Im Nachhinein, muss ich sagen Vang Vieng ist ein Hit! Die Natur atemberaubend und die Langschaften einfach klasse. Sicherlich sind haufenweise Touris unterwegs, es wird viel getrunken und viel gefeiert, aber man kann auch anders. Die Tage verbringe ich mit Entspannen, Klettern, Trekking, Fischen, Lagerfeuer, wahnsins Ausblicken und sehr netten Leuten. Vang Vieng bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten und ist man erst einmal ein paar Kilometer aus dem Örtchen raus, sieht man auch die „Tuber“ nicht mehr. Wobei ich an dieser Stelle zugeben muss, dass „Tubing“ auch riesen Fun ist, mit drei Tagen Tubing in 27 Tagen Vang Vieng, finde ich den Schnitt aber ganz akzeptabel. Ein weiterer Grund, warum ich mich hier so lange aufgehalten habe, war einfach der, dass ich nicht genau wusste wo es weiter hingehen soll. Tanja und Dani machen in den Norden von Thailand, der mir zwar sehr gut gefallen hat, den ich aber nicht unbedingt gleich jetzt wieder sehen muss. Ein Fruend von mir kommt nach Bangkok und will ebenfalls in den Norden von Thailand, ein anderer Freund sitzt auf Borneo und auch Bali und Lombok waren eine Überlegung. So hatte ich nach einigen Tagen wenigstens die Optionen sortiert, was mich aber auch nicht recht weiter brachte. Tanja hatte inzwischen Ihre Restplanung hingelegt und Flüge gebucht, für sie geht es am 27.03.
nach Melbourne Australia. Immerhin bin ich schon wieder seit dem 04.12.2010 unterwegs und nach gut drei Monaten unterwegs, auch mit Blick auf Australien, wäre mir eine Restplanung ganz recht. Irgendwie, kommt mir China in den Sinn. Spätestens Anfang April will ich auch in Australien sein und hab schon eine Idee was dort anstehen soll, also warum aufschieben denke ich. Dennoch, es bleibt noch etwas Zeit, nicht viel, aber vielleicht ein paar Wochen. Nachdem China ein riesen Land ist, aber doch auch gleich um die Ecke, überlege ich mir für eine kurze Zeit ein bisschen reinzuschmecken. So buche ich einen Flug von Kunming nach BKK am 31.03., einen Flug von BKK nach Melbourne am 03.04. und organisiere mir ein Busticket nach Udomxai im Norden von Laos um von dort nach China weiter zu reisen. So verlasse ich am 11. März Vang Vieng und reise mit dem normalen Bus über Nacht nach Udomxai. Von Udomxai geht’s morgens, nach einem Frühstück in der Stadt, gleich weiter nach Mengla China. Es ist schon witzig irgendwie, aber schon am Busschalter in Vang Vieng bin ich der einzige Touri, wer fährt auch mit dem local Bus nach Udomxai. Im Bus treffe ich immerhin drei weitere Backpacker die aber in Luang Prabang aussteigen, von dort bis Mengla bin ich die einzige Langnase im Bus.
In Mengla verbringe ich mehr oder weniger, einen halben entspannten Tag, bis ich Tags drauf herausfinde, dass es hier keinen ATM gibt der VISA oder sonstiges internationales Plastik akzeptiert. Irgendwie scheiße, weil Traveller Cheques habe ich keine. So mach ich mich gleich am nächsten Tag auf nach Jinghong, da mein Lonely Planet von 2007 meint, hier würde es ATM's geben die internationales Plastik akzeptieren. Gersten komme ich also hier an und laufe mit meinem ganzen Gepäck durch die Stadt zur „Bank of China“, leider funktionieren aber ausgerechnet heute die ATM's der Bank nicht. Was soll ich machen, ich checke in ein billiges Hotel und hoffe auf das Beste. Über alternative Einnahme Quellen hatte ich schon nachgedacht, aber noch keine Idee, für was ein Chinese, einer Langnase ein bisschen Kohle in einen Hut schmeißen sollte. Seit heute morgen funktionieren die ATM's wieder und so hebe ich ordentlich Kohle ab, es sind ja sowieso nur noch 15 Tage bis zum Abflug in Kunming. China ist auf jeden Fall eine andere Nummer, Stätte haben mehr als 1 Mio. Einwohner, alles andere ist keine echte Stadt, die meisten Schilder sind in Chinesisch und Englisch spricht kaum jemand, Langnasen sind sehr rar geseht und trifft man nur selten an. Kein anderer Grenz-Übertritt in Süd-Ost-Asien bietet einen so starken Kontrast, sobald man in China an der Grenze steht, merkt man, dass nun etwas anderes kommt. Nun wollen wir also mal sehn, was man in 15 Tagen China alles anstellen kann.
Im Grunde sind meine Gedanken im Moment aber bei den Leuten in Japan, Lybien, Jemen, Syrien, Christchurch NZ und all den anderen vielen Plätzen auf dieser Welt. Es stimmt mich traurig zu sehen was auf unserer Welt passiert, dabei sehnen und wünschen wir uns ALLE, egal ob in Thailand, Laos, Cambodia, NZ, Australien, Singapore, Malaysia, Deutschland, China und überall auf dieser Welt, das gleiche. Wie lang wird es dauern, bis wir Menschen, alle, dies erkennen und an einem Strang ziehen, für eine bessere Welt?
Phonsavan zu kommen, sind die „Plain of Jars“. Dabei handelt es sich um Plätze, an denen haufenweise mannshohe Steinkrüge stehen, wo genau sie herkommen und für was sie genutzt wurden, weiß keiner so genau. Bisher sind nur drei dieser Plains von Mienen und Bomben befreit und für Touristen zugänglich. Die Provinz um Phonsavan war die meist bombardierte in ganz Laos. Laos selbst ist, dass überhaupt meist bombardierte Land auf der ganzen Welt, 20 Mio. Tonnen haben haben die USA hier, im sogenannten „Secret War“, abgeworfen. In Phonsavan laufen jeden Abend Filme zu diesem Thema und es wird berichtet, wie die MAG Aufräumarbeit leistet (http://www.maginternational.org/).Nachdem Tag „Plain of Jars“ gönne ich mir einen Lazyday, der bei nur 10 Grad, leider sehr kalt ausfällt. Am nächsten Tag geht es, mit tränendem Auge, weil in einem Minibus sitzend, die schöne und kurvenreiche Strecke nach Vang Vieng.
Vang Vieng, im Grunde, weiß ich nicht was ich sagen soll. Letztes Jahr konnte ich mir nicht vorstellen, wie jemand hier mehr als drei Wochen verbringen kann. In erster Linie stand letztes Jahr „Tubing“ auf dem Programm und überhaupt waren für Vang Vieng nur ein paar Tage eingeplant. Diesmal, ging es mir in erster Linie um einen Platz, an dem man für wenig Geld, in einem eigenen Bungalow ausspannen und dabei auch noch ordentlich Natur geniessen kann. Im Nachhinein, muss ich sagen Vang Vieng ist ein Hit! Die Natur atemberaubend und die Langschaften einfach klasse. Sicherlich sind haufenweise Touris unterwegs, es wird viel getrunken und viel gefeiert, aber man kann auch anders. Die Tage verbringe ich mit Entspannen, Klettern, Trekking, Fischen, Lagerfeuer, wahnsins Ausblicken und sehr netten Leuten. Vang Vieng bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten und ist man erst einmal ein paar Kilometer aus dem Örtchen raus, sieht man auch die „Tuber“ nicht mehr. Wobei ich an dieser Stelle zugeben muss, dass „Tubing“ auch riesen Fun ist, mit drei Tagen Tubing in 27 Tagen Vang Vieng, finde ich den Schnitt aber ganz akzeptabel. Ein weiterer Grund, warum ich mich hier so lange aufgehalten habe, war einfach der, dass ich nicht genau wusste wo es weiter hingehen soll. Tanja und Dani machen in den Norden von Thailand, der mir zwar sehr gut gefallen hat, den ich aber nicht unbedingt gleich jetzt wieder sehen muss. Ein Fruend von mir kommt nach Bangkok und will ebenfalls in den Norden von Thailand, ein anderer Freund sitzt auf Borneo und auch Bali und Lombok waren eine Überlegung. So hatte ich nach einigen Tagen wenigstens die Optionen sortiert, was mich aber auch nicht recht weiter brachte. Tanja hatte inzwischen Ihre Restplanung hingelegt und Flüge gebucht, für sie geht es am 27.03.
nach Melbourne Australia. Immerhin bin ich schon wieder seit dem 04.12.2010 unterwegs und nach gut drei Monaten unterwegs, auch mit Blick auf Australien, wäre mir eine Restplanung ganz recht. Irgendwie, kommt mir China in den Sinn. Spätestens Anfang April will ich auch in Australien sein und hab schon eine Idee was dort anstehen soll, also warum aufschieben denke ich. Dennoch, es bleibt noch etwas Zeit, nicht viel, aber vielleicht ein paar Wochen. Nachdem China ein riesen Land ist, aber doch auch gleich um die Ecke, überlege ich mir für eine kurze Zeit ein bisschen reinzuschmecken. So buche ich einen Flug von Kunming nach BKK am 31.03., einen Flug von BKK nach Melbourne am 03.04. und organisiere mir ein Busticket nach Udomxai im Norden von Laos um von dort nach China weiter zu reisen. So verlasse ich am 11. März Vang Vieng und reise mit dem normalen Bus über Nacht nach Udomxai. Von Udomxai geht’s morgens, nach einem Frühstück in der Stadt, gleich weiter nach Mengla China. Es ist schon witzig irgendwie, aber schon am Busschalter in Vang Vieng bin ich der einzige Touri, wer fährt auch mit dem local Bus nach Udomxai. Im Bus treffe ich immerhin drei weitere Backpacker die aber in Luang Prabang aussteigen, von dort bis Mengla bin ich die einzige Langnase im Bus.In Mengla verbringe ich mehr oder weniger, einen halben entspannten Tag, bis ich Tags drauf herausfinde, dass es hier keinen ATM gibt der VISA oder sonstiges internationales Plastik akzeptiert. Irgendwie scheiße, weil Traveller Cheques habe ich keine. So mach ich mich gleich am nächsten Tag auf nach Jinghong, da mein Lonely Planet von 2007 meint, hier würde es ATM's geben die internationales Plastik akzeptieren. Gersten komme ich also hier an und laufe mit meinem ganzen Gepäck durch die Stadt zur „Bank of China“, leider funktionieren aber ausgerechnet heute die ATM's der Bank nicht. Was soll ich machen, ich checke in ein billiges Hotel und hoffe auf das Beste. Über alternative Einnahme Quellen hatte ich schon nachgedacht, aber noch keine Idee, für was ein Chinese, einer Langnase ein bisschen Kohle in einen Hut schmeißen sollte. Seit heute morgen funktionieren die ATM's wieder und so hebe ich ordentlich Kohle ab, es sind ja sowieso nur noch 15 Tage bis zum Abflug in Kunming. China ist auf jeden Fall eine andere Nummer, Stätte haben mehr als 1 Mio. Einwohner, alles andere ist keine echte Stadt, die meisten Schilder sind in Chinesisch und Englisch spricht kaum jemand, Langnasen sind sehr rar geseht und trifft man nur selten an. Kein anderer Grenz-Übertritt in Süd-Ost-Asien bietet einen so starken Kontrast, sobald man in China an der Grenze steht, merkt man, dass nun etwas anderes kommt. Nun wollen wir also mal sehn, was man in 15 Tagen China alles anstellen kann.
Im Grunde sind meine Gedanken im Moment aber bei den Leuten in Japan, Lybien, Jemen, Syrien, Christchurch NZ und all den anderen vielen Plätzen auf dieser Welt. Es stimmt mich traurig zu sehen was auf unserer Welt passiert, dabei sehnen und wünschen wir uns ALLE, egal ob in Thailand, Laos, Cambodia, NZ, Australien, Singapore, Malaysia, Deutschland, China und überall auf dieser Welt, das gleiche. Wie lang wird es dauern, bis wir Menschen, alle, dies erkennen und an einem Strang ziehen, für eine bessere Welt?
Hallo Christian,
AntwortenLöschenDu sprichtst mir im letzten Absatz aus dem Herzen. Solang aber Geld und Profit die Welt regiert, wird das nicht funktionieren.
Viel Spaß in China! In Deutschland startet so langsam die Mopedzeit und ich freu mich endlich auf wärmere Tage.
Viele Grüße
Sebastian