Samstag, 5. Dezember 2009

Sin City - Phnom Pen

Von Don Det aus, haben wir ein BusTravel bis nach Phnom Pen gebucht. Elf Stunden Bustravel stehen uns bevor! Diesmal wollen wir die Reise, durch ein neues Land, von der Hauptstadt aus beginnen. Los gehts um 8:00 Uhr morgens in Don Det, bis wir am Festland aber endlich los kommen ist es fast Mittag. Der Grenzuebergang sieht provisorisch aus. Obwohl es sich um keinen offiziellen Grenzuebergang handelt gibt es wieder erwartend Visas bei Ankunft und obwohl wir schon eines haben fallen noch die ein oder anderen Gebuehren an. Der Bus ist nicht voll und gemuetlich. Um 22:00 Uhr kommen wir endlich in Phnom Pen, mitten in der City an. Schon bei der ersten Fahrt durch PP wird klar, dass es hier anders zu geht als in Laos. Die Stadt ist busy wie die Sau. Ein Deutscher den wir im Bus kennen gelernt haben sucht ebenfalls ein GH, ist genauso planlos wie wir, hat aber beim letzten Busstop etwas falsches gegessen und will nur noch in irgendein Zimmer. Kurzerhand entscheiden wir uns fuer das erste GH auf der Liste in der Gegend Lakeside. Fuer die Touris spielt sich in PP weitestgehend alles Riverside oder Lakeside ab. Lakeside soll etwas alternativer, billiger und chilliger sein. Die fahrt im TukTuk laesst mich an der Entscheidung zweifeln. Auf den Strassen ist viel Verkehr, wie hier an einer mehrspurigen Kreuzung, ohne Ampel, ohne Regeln, links abgebogen wird, gibt einem den ersten Kick. Wir biegen von einer grossen Strasse ab, ein zwei Strassen weiter kommen wir in eine kleine Gasse, TukTuk Fahrer nennen Sie die CrazyStreet. Hier ist GH an GH, Bar an Bar. Am Ende einer Gasse befindet sich das 'Number 9' Guesthouse. Schon vor dem Eingang stehen TukTuk und Moto Fahrer, diese bieten nicht nur Fahrdienste an sondern man bekommt hier einfach alles, von Drogen ueber Frauen wird hier fuer Geld jeder Wunsch erfuellt. Wir bleiben locker und checken erst mal ins GH. Die Zimmer sind nicht der Hit, die Terrasse zum See und der Lounge Bereich machen aber einen entspannten Eindruck. Nicht nur, dass die TukTuk Fahrer alles moegliche verkaufen, bekommen wir zum Zimmer nochmals alles moegliche direkt vom GH angeboten.
Den ersten Abend goennen wir uns noch einen Drink an der Riverside, auch schoen hier, alles etwas groesser, aufgeraeumter, mehr Stadt maessig und etwas teurer.

Am naechsten Tag in der Frueh, treffen wir Gunter in unserem GH. Er hatte auf dem Weg von Don Det noch einen Zwischenstop eingelegt und ist daher erst einen Tag laenger in der Stadt. Wir geniessen ein ausgedehntes Fruehstueck und einige Runden Pool. Anschliessend leihen wir uns Bikes und machen gemeinsam die Stadt unsicher. Ausserdem checken wir den Koenigspalast, der fuer 6$ voellig ueberteuert ist. Beim Rueckweg, faellt uns ein Essensstand an der Strasse auf. Spinnen, Kakalaken, Schlangen, Maden, Entenembryo, hier gibt's die etwas aussergewoehnliche Kost. Deep fried Spider, wuerde ich zwar nicht nochmal kaufen, ist aber nicht so schlimm zu essen wie man sich das vorstellen mag. Am Abend haengen wir mit ein paar Leuten im Lazy Gecko ab und verlieren beim Kneipen Quiz.

In PP kommt man um die Killing Fields und das Prison S21 nicht herum. Etwas Kultur muss sein und so entscheiden wir uns am zweiten Tag fuer eine TukTuk Runde. Was Pol Pot und die Khmer Rouge hier von 1975 bis 1979 abgezogen haben ist nur noch krank. Auf den Killing Fields gibts ausser Massengraebern und einem grossen Monument, dass mit Schaedeln gefuellt ist nicht viel zu sehen. Es gibt viel zu lesen und nach einiger Zeit bekommt man ein Gefuehl dafuer was hier abgelaufen sein muss. Genau genommen wurden die Leute nur aus einem einzigen Grund auf die Killing Fields gebracht. Execution! Prison S21, hier wurden die Leute festgehalten bevor es auf die Killing Fields ging. Die Gebaeude vermitteln einen gewissen Eindruck und die Zellen sind gefuellt mit Fotos, Interviews und Erklaerungen. Am spaeten Nachmittag entscheidet sich unsere kleine Gruppe fuer den Rueckzug, es reicht, genug Geschichte fuer heute. Wir verbringen den Abend im Number 9, bei Drinks, Pool und Girls.

Den naechsten Tag verbringen wir in unserer Ecke, checken das Internet und haengen im Number 9 herum. Es ist der letzte Tag mit Gunter, da er sich am naechsten Tag nach Siem Riep aufmachen wird, sich seine Reise dem Ende neigt und wir Richtung Kueste weiterziehen. Demnach stand Party auf dem Program und wir haben ein paar Bars und Clubs ausgecheckt. Am naechsten Tag verpassen wir es, uns ein Ticket fuer den Bus nach Kampot zu kaufen und goennen uns einen entspannten Hangover Tag.

Was soll ich sagen, PP ist krass. Es ist der erste Eindruck den die Stadt uns von Kambodscha vermittelt. Hier will jeder ein Stueck vom Kuchen haben. Die TukTuk und Moto fahrten sind nicht billig und auch die Resaurants sind es nicht wirklich, alles scheint verhaeltnissmaessig ueberteuert. PP ist im Vergleich zu jeder Stadt in Laos einfach riesig und busy ohne Ende. Passiert man eine Reihe TukTuk Fahrer und wimmelt den ersten ab, ist das Grund genug fuer den Naechsten wieder mit der kompletten Angebotspalette aufzuwarten. Die Bunnys, lassen sich hier einfach aushalten und machen fuer einen Platz zum schlafen, einen Drink oder ein Essen wohl fast alles. Lakeside gibts morgens schon mal nen Joint zum Fruehstueck. Die Strassen sind voll von Rollern, Autos und Bussen, will man eine grosse mehrspurige Strasse passieren, schleicht man sich einfach in den kreuzenden Verkehr. In dieser Stadt merkt man, wie sich jeder damit beeilt aus allem Kapital zu schlagen. Hier gibts offensichtlich keine Regeln und Tabus, Grund genug die Stadt nach Sin City umzutaufen.

Stefan lernt Sp einen TukTuk fahrer kennen, den wir an einem anderen Tag wieder treffen. Wir laden Ihn auf einen Drink ein und erklaeren Ihn fuer den TukTuk Fahrer unserer Wahl. Er ist ein netter und wir unterhalten uns eine ganze Weile. Er erzaehlt, dass seine Familie nahe Kampot lebt. Er selbst arbeitet als Teilzeit TukTuk Fahrer um seine Ausbildung, Frau und Kind zu finanzieren. Wir bieten Ihm an mit uns nach Kampot zu kommen. Dabei war die Idee, seine Familie gemeinsam fuer einen Nachmittag zu besuchen. Nachdem wir bis auf PP noch nichts von Kambodscha gesehen haben, waere ein bisschen Countryside genau das Richtige.

5 Kommentare:

  1. Ihr seid so krass oder was? Klingt aufregend. Und hier müssen wir uns wieder Wham und last Christmas reinziehen und dabei bei Glühwein bei ca. 0° aufn Adventskranz kucken. OK, der ein oder andere FS-Boardslide ist natürlich auch mal drin ;)

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  2. ich liebe phnom penh, aber noch mehr kampot! aber du geniesst wohl den strand in sihanoukville und kommst nicht zum schreiben!! have fun, lieben gruss aus dem blissful garten, melinda

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  3. :) @zung: zieh mir doch bitte einfach nen fetten method ueber die Kicker im Kauni !! Christmas zieht hier ziemlich an mir vorbei, immerhin habe ich scho einen provisorischen Weihnachtsbaum und eine kleine Weihnachtsdeko gesehen.

    @melinda, wir werden sehn, Sihanoukville ist nicht so toll wie ich mir das vorgestellt hatte, dennoch werden wir morgen auf eine kleine Insel los machen und dann weiter sehen. Vielleicht lasse ich mich auf dem Weg zurueck nach PP auch nochmal im Blissful sehen. Kannst Du mir Deine EmailAdresse nochmal an gotschsonsan@googlemail.com schicken? Bis dahin alles Gute, viel Spass und Erfolg, ROCK ON !!!

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  4. gibts die spiders auch als Burger? fetten gruss! und lasst bloss irgendwelche goa-beaches links liegen sonst kommt ihr da nicht mehr weg.
    hier ist die schweinegruppe-epedemie leider immer noch nicht ausgebrochen...

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  5. Pfui Spinne!!!! Hast du das wirklich gegessen??
    Sehr mutig! Respekt!
    Was einen nicht umbringt, macht ein nur stärker. :-O

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