Samstag, 12. Dezember 2009

The Coast of Cambodia

Nach dem Homestay gings zuegig nach Kampot. Kampot ist eine nette kleine Stadt, ziemlich nah an der Kueste gelegen. Dass die Stadt nicht direkt an der Kueste liegt, ist uns erst spaeter aufgefallen. Wir checken gegen Mittag ins Blissful GH ein, ausschlaggebend fuer diese Entscheidung war der nette Garten mit den Hammocks. Nachdem ich ein leichtes Kratzen im Hals habe, entscheide ich mich fuer einen total entspannten Nachmittag in der Hammock. Stefan faehrt mit Sp und einem Moto-Fahrer durch die Gegend, besucht den Zoo und einen Wasserfall der gerade zu einem Staudamm umgebaut wird. Ausser Hammock mach ich mir fuer diesen Tag keinen Stress, genau genommen fuehle ich mich sehr wohl im Blissful. Am Abend will der Moto-Fahrer von Stefan acht Dollar fuer den Nachmittag. Nachdem das nicht abgesprochen war und wir eigentlich dachten, es handelt sich um einen Bekannten von Sp, schlaegt diese Action etwas aufs Gemuet. Da ich dringend ein paar Dinge im Netz organisieren muss, bleiben wir noch einen Tag im Blissful, Internet, Hammock, lay back und relax. Genau genommen haette ich es hier noch einige Tage ausgehalten. Die Bokor-Hill-Station, eine alte Bergstation die von den Franzosen fuer alle Westlaender, in den Bergen, auf ca. 1000hm erbaut wurde haben wir nicht besucht, 20$ fuer die Moto-Fahrt erscheint einfach viel zu teuer.

Am naechsten Tag wollen wir nach Kep. Kep ist etwas weiter oestlich, an der Kueste gelegen und soll nicht so touristisch sein wie Sihanoukville. Von hier aus wollen wir auf eine kleine einsame Insel um dort ein oder zwei Tage mit fischen und in der Hammock zu verbringen. Frueh morgens checken wir aus dem Blissful aus und nehmen uns fuer acht Dollar ein TukTuk nach Kep. In Kep ist gar nix los, der erste Typ den wir treffen will uns fuer 30$ ein Zimmer andrehen und meldet sogleich, dass heute keine Boote mehr auf die Inseln fahren. Wir glauben das alles nicht und suchen uns einen Platz fuer ein Bier. Wir organisieren das Bier und chillen uns in die Hammocks von einer kleinen Strandbar. Die Dame des Hauses will uns fuer ueber sieben Dollar was zu Essen andrehen und als wir ablehnen haette Sie gern fuenf Dollar fuer den Platz in den Hammocks. Fuer die Nutzung der Toilette will die Dame ueber einen Dollar. Damit ist Kep fuer uns schon gestorben. Immerhin gabs n Bier und wir haben ein oder zwei Fotos geschossen, wir waren dort. Unser TukTuk-Fahrer wartet noch und freut sich als wir Ihm weitere acht Dollar fuer die Rueckfahrt nach Kampot zahlen. In Kampot nehmen wir uns ein Taxi nach Sihanoukville.

In Sihanoukville stellen wir fest, dass alles sehr verteilt ist. Es gibt Downtown und einige Straende, die aber fast alle mit dem Moto erreicht werden muessen. Jede Moto-Fahrt kostet zwischen ein und zwei Dollar. Wir haben keine Ahnung und checken am Serendipity Beach zwei GH's aus, leider beide voll. Nachdem uns ein Typ in Phnom Pen den Otres Beach empfohlen hat, nehmen wir zwei Motos und checken dort im billigsten GH, dass wir finden koennen, ein. Netter Strand, wenig Leute, aber irgendwie habe ich mir die Ankunft am Beach anders vorgestellt. Am naechsten Tag frueh morgens siedeln wir an den Serendipity Beach um. Der Strand hier ist voll mit Bars. Nachdem es, nach dem schweren Sturm vor ein paar Monaten, fast den ganzen Strand weggespuelt hat, ist zwischen Bar und Meer, je nach Tageszeit ein Beach zwischen drei und zehn Metern. Der Platz wird fuer Tische und Stuehle ausgenutzt. Hier ist Party angesagt und so richtig entspannt ist es irgendwie nicht. Dazu kommen all diese freizeit Traveler. Was soll ich ueber diese Leute sagen. Sicherlich bin ich in der gluecklichen Lage und habe viel Zeit zum reisen. Dennoch, alles ist schick und man fuehlt sich fast wie daheim in Muenchen. Es geht um Coolness, sehen und gesehen werden. Mir im Endeffekt wurscht, das Blissful waere mir an dieser Stelle lieber gewesen. Nachdem ich aber einige Blogposts zu schreiben habe verbringe ich den ersten Tag fast ausschliesslich vor dem PC. Eine Pause am Strand mit einem Cocktail in der Hand ist dennoch ziemlich entspannt. Stefan macht an diesem Tag seinen ersten Schnuppertauchgang. Am Abend bin ich mit meinem Blog noch nicht fertig und Stefan moechte hier gerne seinen Open Water Diver machen. Am naechsten Tag entscheiden wir uns fuer ein oder zwei Uebernachtungen auf einer kleinen Insel. Fuer das Tauchen kann ich mich nicht entscheiden und so gibts einen lazy Schnorcheltag. Wir bleiben zwei Naechte auf Kaho Rong Samoloem. Eine sehr nette Insel mit einem kleinen Bungalow Resort. Von einer Wanderung ueber die Insel auf die andere Seite wird mir wegen der Schlangen abgeraten. Mir wurscht, ich chille in der Hammock und geniesse hin und wieder ein Bier. Die Partys am Abend mit den wenigen Travelern und den Leuten aus dem Dorf machen einen riesen Spass. Nach zwei Tagen, gehts zurueck nach Sihanoukville. Der Nachtbus nach Siem Reap ist uns nach der Ankunft zu stressig und so gehts erst frueh morgens weiter. Wir verbringen noch einen feucht froehlichen Abend in Sihanoukville und nehmen am naechsten Morgen, noch leicht verstoert, die zehn Stunden Bus travel nach Siem Reap in Angriff.

Sicher gibts an der Kueste Kambodschas noch einiges zu entdecken. Von Kep und vom Bokor Nationalpark haben wir nichts gesehen und auch die Kueste rauf Richtung Thailand bleibt von uns unangetastet. Da wir inzwischen aber den Flug von Phnom Pen nach Bangkok, fuer den 19.12. gebucht haben, wir drei bis vier Tage fuer Siem Reap einplanen und evtl. noch ein bisschen Zeit in Phnom Pen oder Kampot verbringen wollen, gehts erst mal weiter. Man kann einfach nicht alles sehen. Die Kueste war fuer mich auf jeden Fall nicht der Hit. Mal sehn, ob wir den Strand der Genugtuung in Thailand finden.

Die BusTravel nach Siem Reap ist entspannt und wir kommen gegen 18:00 Uhr an. Siem Reap sieht auf den ersten Blick nett aus, wir werden sehn, alles weitere gibts im naechsten Post.

Montag, 7. Dezember 2009

In The Countryside

Nach einem geruhsamen Hangovertag, entscheiden wir uns fuer den Mittagsbus nach Kampot. Sp wird uns begleiten und die Bustickets werden sicherheitshalber schon am Vortag gekauft. Wir fahren nur bis kurz vor Kampot und steigen in einer kleinen Ortschaft an der Hauptstrasse aus. Wie uns Sp waehrend der Busfahrt noch gesteht, hat er seine Bekannten seit 5 Jahren nicht mehr besucht, er ist sehr aufgeregt. Sp's Bruder wartet mit einem Bekannten bereits auf uns. Wir packen fuenf Leute plus Gepaeck auf zwei Scootern und biegen gleich in eine Sandyroad ab. An den Gesichtern und Blicken merkt man, dass hier noch nicht viele Touris vorbeigekommen sind. An einem kleinen Markt halten wir und kaufen Abendessen ein. Genau genommen war der Wunsch von Sp, dass wir etwas deutsches kochen, mal sehn. Wir fahren weiter, passieren die Bahnlinie und kommen in einem kleinen aber weitlaeufig angelegten Dorf an.

Es ist kurz nach fuenf und auf dem kleinen Hof ist die ganze Familie mit den Restarbeiten des Tages beschaeftigt. Hier ist aktuell gerade Erntezeit und es gibt viel zu tun. Wir werden herzlich begruesst und machen uns anschliessend zum Obercapo des Dorfes auf. Sp und Try wollen uns dort anmelden, es kommt nicht haeufig vor, dass Touris hier uebernachten, damit nichts passiert und die Polizei im Ort bescheid weiss machen wir uns auf den Weg. Es wird gerade dunkel als wir die erste Cambodian Peoples Party Station erreichen. Der Obercapo ist nich da und so fahren wir noch ein Stueck weiter durchs Dorf. Dort angekommen werden wir gemustert und es wird viel Khmer gesprochen. Wir hinterlassen unseren Namen und einige weitere Informationen. Waehrend der ganzen Action macht man sich schon den ein oder anderen Gedanken. Im Zwielicht sieht der Capo nicht sehr freundlich aus und wenn man sich ueberlegt, dass der gute mindestens 50 ist und sicherlich seine Rolle in der Zeit der Khmer Rouge zu spielen hatte kommen einem die ein oder anderen Zweifel. Alles geht gut und wir fahren zurueck zu Try's Haus. Dort angekommen werden wir zum Kochen eingespannt. Das Gemuese mit etwas Fleisch gibt einen Wok Eintopf, das andere Fleisch nehmen wir fuer Spiesse. Statt einer Steckdose gibts eine 12V Autobatterie an der eine Neonroehre haengt, gekocht wird ueber dem Feuer, fliessend Wasser gibt es nicht. Es gibt zwei Plaetze auf dem Hof wo grosse Tonkruege mit Wasser stehen. Das Wasser wird fuer alles noetige genutzt. Als Esstisch wird am Boden klassisch eine grosse Strohmatte ausgerollt. Das Essen schmeckt lecker und es gibt fuer jeden ein Bier dazu. Der Obercapo laesst es sich nicht nehmen und gesellt sich ebenfalls zu uns. Bei unseren jungen Khmer Freunden kommen die Gesetzesheuter nicht gut weg, Korupption ist hier nicht gewuenscht.

Am naechsten Tag, stehen wir um 7:00 Uhr verhaeltnismaessig spaet auf. Opa ist schon seit 4:00 Uhr morgens auf dem Hof um Reis zu schlagen. Try haette zwar ebenfalls einiges zu tun, nimmt sich diesen Tag aber fuer uns frei. Wir laufen aus der Ortschaft ueber Felder zu einer Pagoda die gerade noch im Bau ist. Auf den Feldern ist richtig was los und jeder schaut, dass die Ernte vorwaerts geht. Dabei wird hier eben wirklich noch alles von Hand gemacht. Das Erntegut wird mir uralten Ochsenkarren in die Ortschaft transportiert. Wir geben dem Moench der Pagoda ein paar Riel und er spricht ein kurzes Gebet fuer uns. Den Nachmittag verbringen wir im Schatten einer Huette an einem kleinen See. Anschliessend gehts zurueck zum Hof, Abendessen! Wieder kaufen wir ein, ich kuemmere mich um's Obst und Gemuese. Stefan wird irgendwo ein Chicken oder eine Ente kaufen. Als ich zurueck komme, sind Sp und Stefan bereits mit den Vorbereitungen beschaeftigt. Stefan hat eine Ente fuer fuenf Dollar gekauft und Try opfert fuer uns ein Huhn. Schon mal interessant, wie das so laeuft mit dem schlachten und auf was man dabei aufpassen muss. Stefan ist zuegig unterwegs und das Huhn ist schnell gerupft. Die Ente macht da schon etwas mehr Arbeit. Wir kuemmern uns anschliessen nicht weiter um das Kochen und geniessen schon mal ein Bier. Heute sind die Frauen mit kochen dran. Das Curry wird erstklassig, allerdings sind Stefan und ich froh, dass es schon dunkel ist. Das Fleisch wird hier nicht sauber ausgeloest und von jedem Fett befreit, nein, das komplette Huhn wird einfach in Stuecke gehackt und kommt so in den Topf. Hier wird vom Kopf bis zur Kralle alles mit gekocht und groesstenteils auch gegessen. Nach dem Essen ist, der Reste-Teller, der zwischen mir und Stefan steht gut gefuellt. Was weiss ich denn, was der rest alles mit gegessen hat.

Es ist erstaunlich mit welcher Gelassenheit die Leute hier Ihrer Arbeit nachgehen. Bei den Gespraechen Abends haben wir viel ueber das Leben als Bauer in Cambodia erfahren. Hier gehts wirklich um essentielle Dinge. Kein Strom, kein fliessend Wasser, keine Insurance, kein Fallback, keine Sicherheit! Die Leute sind sich gar nicht wirklich bewusst was sie hier eigentlich schaffen und leisten. In Sachen Selbststaendigkeit kann man sich hier moeglicherweise eine Scheibe abschneiden. Am naechsten Tag frueh morgens geht's fuer uns dann Richtung Kampot weiter. Sp wird uns dieses Stueck ebenfalls noch begleiten, da er in Kampot noch einen Onkel besuchen will. Die Fahrt mit dem Minivan wird nach einiger Zeit etwas anstrengend, 16 Personen, zwei Saecke Reis, 4 Backpacks, ein paar Huehner und noch etwas Kleinzeug begrenzen das Platzangebot stark.

Samstag, 5. Dezember 2009

Sin City - Phnom Pen

Von Don Det aus, haben wir ein BusTravel bis nach Phnom Pen gebucht. Elf Stunden Bustravel stehen uns bevor! Diesmal wollen wir die Reise, durch ein neues Land, von der Hauptstadt aus beginnen. Los gehts um 8:00 Uhr morgens in Don Det, bis wir am Festland aber endlich los kommen ist es fast Mittag. Der Grenzuebergang sieht provisorisch aus. Obwohl es sich um keinen offiziellen Grenzuebergang handelt gibt es wieder erwartend Visas bei Ankunft und obwohl wir schon eines haben fallen noch die ein oder anderen Gebuehren an. Der Bus ist nicht voll und gemuetlich. Um 22:00 Uhr kommen wir endlich in Phnom Pen, mitten in der City an. Schon bei der ersten Fahrt durch PP wird klar, dass es hier anders zu geht als in Laos. Die Stadt ist busy wie die Sau. Ein Deutscher den wir im Bus kennen gelernt haben sucht ebenfalls ein GH, ist genauso planlos wie wir, hat aber beim letzten Busstop etwas falsches gegessen und will nur noch in irgendein Zimmer. Kurzerhand entscheiden wir uns fuer das erste GH auf der Liste in der Gegend Lakeside. Fuer die Touris spielt sich in PP weitestgehend alles Riverside oder Lakeside ab. Lakeside soll etwas alternativer, billiger und chilliger sein. Die fahrt im TukTuk laesst mich an der Entscheidung zweifeln. Auf den Strassen ist viel Verkehr, wie hier an einer mehrspurigen Kreuzung, ohne Ampel, ohne Regeln, links abgebogen wird, gibt einem den ersten Kick. Wir biegen von einer grossen Strasse ab, ein zwei Strassen weiter kommen wir in eine kleine Gasse, TukTuk Fahrer nennen Sie die CrazyStreet. Hier ist GH an GH, Bar an Bar. Am Ende einer Gasse befindet sich das 'Number 9' Guesthouse. Schon vor dem Eingang stehen TukTuk und Moto Fahrer, diese bieten nicht nur Fahrdienste an sondern man bekommt hier einfach alles, von Drogen ueber Frauen wird hier fuer Geld jeder Wunsch erfuellt. Wir bleiben locker und checken erst mal ins GH. Die Zimmer sind nicht der Hit, die Terrasse zum See und der Lounge Bereich machen aber einen entspannten Eindruck. Nicht nur, dass die TukTuk Fahrer alles moegliche verkaufen, bekommen wir zum Zimmer nochmals alles moegliche direkt vom GH angeboten.
Den ersten Abend goennen wir uns noch einen Drink an der Riverside, auch schoen hier, alles etwas groesser, aufgeraeumter, mehr Stadt maessig und etwas teurer.

Am naechsten Tag in der Frueh, treffen wir Gunter in unserem GH. Er hatte auf dem Weg von Don Det noch einen Zwischenstop eingelegt und ist daher erst einen Tag laenger in der Stadt. Wir geniessen ein ausgedehntes Fruehstueck und einige Runden Pool. Anschliessend leihen wir uns Bikes und machen gemeinsam die Stadt unsicher. Ausserdem checken wir den Koenigspalast, der fuer 6$ voellig ueberteuert ist. Beim Rueckweg, faellt uns ein Essensstand an der Strasse auf. Spinnen, Kakalaken, Schlangen, Maden, Entenembryo, hier gibt's die etwas aussergewoehnliche Kost. Deep fried Spider, wuerde ich zwar nicht nochmal kaufen, ist aber nicht so schlimm zu essen wie man sich das vorstellen mag. Am Abend haengen wir mit ein paar Leuten im Lazy Gecko ab und verlieren beim Kneipen Quiz.

In PP kommt man um die Killing Fields und das Prison S21 nicht herum. Etwas Kultur muss sein und so entscheiden wir uns am zweiten Tag fuer eine TukTuk Runde. Was Pol Pot und die Khmer Rouge hier von 1975 bis 1979 abgezogen haben ist nur noch krank. Auf den Killing Fields gibts ausser Massengraebern und einem grossen Monument, dass mit Schaedeln gefuellt ist nicht viel zu sehen. Es gibt viel zu lesen und nach einiger Zeit bekommt man ein Gefuehl dafuer was hier abgelaufen sein muss. Genau genommen wurden die Leute nur aus einem einzigen Grund auf die Killing Fields gebracht. Execution! Prison S21, hier wurden die Leute festgehalten bevor es auf die Killing Fields ging. Die Gebaeude vermitteln einen gewissen Eindruck und die Zellen sind gefuellt mit Fotos, Interviews und Erklaerungen. Am spaeten Nachmittag entscheidet sich unsere kleine Gruppe fuer den Rueckzug, es reicht, genug Geschichte fuer heute. Wir verbringen den Abend im Number 9, bei Drinks, Pool und Girls.

Den naechsten Tag verbringen wir in unserer Ecke, checken das Internet und haengen im Number 9 herum. Es ist der letzte Tag mit Gunter, da er sich am naechsten Tag nach Siem Riep aufmachen wird, sich seine Reise dem Ende neigt und wir Richtung Kueste weiterziehen. Demnach stand Party auf dem Program und wir haben ein paar Bars und Clubs ausgecheckt. Am naechsten Tag verpassen wir es, uns ein Ticket fuer den Bus nach Kampot zu kaufen und goennen uns einen entspannten Hangover Tag.

Was soll ich sagen, PP ist krass. Es ist der erste Eindruck den die Stadt uns von Kambodscha vermittelt. Hier will jeder ein Stueck vom Kuchen haben. Die TukTuk und Moto fahrten sind nicht billig und auch die Resaurants sind es nicht wirklich, alles scheint verhaeltnissmaessig ueberteuert. PP ist im Vergleich zu jeder Stadt in Laos einfach riesig und busy ohne Ende. Passiert man eine Reihe TukTuk Fahrer und wimmelt den ersten ab, ist das Grund genug fuer den Naechsten wieder mit der kompletten Angebotspalette aufzuwarten. Die Bunnys, lassen sich hier einfach aushalten und machen fuer einen Platz zum schlafen, einen Drink oder ein Essen wohl fast alles. Lakeside gibts morgens schon mal nen Joint zum Fruehstueck. Die Strassen sind voll von Rollern, Autos und Bussen, will man eine grosse mehrspurige Strasse passieren, schleicht man sich einfach in den kreuzenden Verkehr. In dieser Stadt merkt man, wie sich jeder damit beeilt aus allem Kapital zu schlagen. Hier gibts offensichtlich keine Regeln und Tabus, Grund genug die Stadt nach Sin City umzutaufen.

Stefan lernt Sp einen TukTuk fahrer kennen, den wir an einem anderen Tag wieder treffen. Wir laden Ihn auf einen Drink ein und erklaeren Ihn fuer den TukTuk Fahrer unserer Wahl. Er ist ein netter und wir unterhalten uns eine ganze Weile. Er erzaehlt, dass seine Familie nahe Kampot lebt. Er selbst arbeitet als Teilzeit TukTuk Fahrer um seine Ausbildung, Frau und Kind zu finanzieren. Wir bieten Ihm an mit uns nach Kampot zu kommen. Dabei war die Idee, seine Familie gemeinsam fuer einen Nachmittag zu besuchen. Nachdem wir bis auf PP noch nichts von Kambodscha gesehen haben, waere ein bisschen Countryside genau das Richtige.

Don Det

Nach unseren Tagen mit den Bikes, stellen wir uns langsam aber sicher darauf ein, Lao gegen Cambodia zu tauschen. Auf dem Weg nach Sueden werden wir noch die 4000 Islands besuchen. Dabei handelt es sich um einen Landstrich, an dem der Mekong einem sehr weitlaeufigen Flussbett folgt. Groessere Inseln gibts hier viele, da ich aufgrund meines Visa aber nicht mehr sehr viele Tage fuer Laos zur Verfuegung habe, gehts gleich auf Don Det. Die groesste Insel in diesem Gebiet ist Don Khong, Don Det soll aber wohl schoener und entspannter sein. Ausserdem, sind zwischen Don Det und Don Khon, die letzten Reste, der einzigen Eisenbahnlinie Laos zu finden. Die Busfahrt mit dem Minivan von Pakse ist easy going und dauert nur eine gute Stunde. Von Ban Nakasang aus nehmen wir mit einigen anderen Touris ein Longtail um auf die Insel zu gelangen. Der Wasserstand im Longtail nimmt nach der halben Strecke bedenkliche Ausmasse an und so fangen einige Touris an, Wasser zu schoepfen. Don Det selbst ist ein Traum. Keine Autos, keine Strassen, nur einige wenige Scooter sind unterwegs. Wir finden ein einfaches Bungalow Resort auf der Sunset Seite der Insel. Kein Luxus, sondern lediglich eine Strohhuette, dafuer aber direkt am Fluss gelegen, Hammock und fuer nicht mal 2 Euro pro Nacht ein Schnaeppchen. Den ersten Tag verbringen wir ausschliesslich in der Hammock, nur um gelegentlich ein neues Bier zu holen stehen wir auf. Am zweiten Tag leihen wir uns ein Bike und radeln quer ueber die Inseln Don Det und Don Khon. Wir checken die alte Bahnbruecke, finden einen alten Pier und geniessen den Blick auf den nahen Wasserfall.

Don Det - einer der schoensten Flecken Laos!!

Der Vollstaendigkeit halber hier ein paar Lao Preis Infos:
  • 12.500 Kip == ca. 1 Euro
  • Zimmer mit Dusche und Fan zwischen 40.000 und 100.000 Kip
  • Zimmer mit Dusche am Flur, mit Fan, zwischen 20.000 und 40.000 Kip
  • Streetfood, eine Mahlzeit zwischen 5000 und 20.000 Kip
  • Thai Curry im Restaurant ca. 30.000 Kip = 5000 Kip fuer den Reis
  • Fruehstueck im Restaurant oder GH zwischen 10.000 und 40.000 Kip
  • Scooter pro Tag inkl. Insurance ca. 50.000 Kip
  • Ein Lieter Benzin ca. 8000 Kip
  • 1,5 Lieter Wasser, zwischen 2000 und 4000 Kip, im Restaurant etwas teurer
  • Bier 0,75l zwischen 8000 und 15.000 Kip
  • Flasche LaoLao 0,64l 9000 Kip
  • 1 Stunde Internet zwischen 9000 Kip
  • Schachtel Zigaretten (LM) 2500 Kip

Freitag, 20. November 2009

Mehr Glueck als Verstand - 7+1 Days Motorbike Trip from Vientiane to Pakse

Wie schon angekuendigt haben wir uns, am Freitag dem 13., zwei geile Honda 250 XR geliehen. Wir haben die Bikes am spaeten Nachmittag bei Jules Classic Bikes in Vientiane abgeholt. Die erste kurze Testfahrt durch die Stadt war schon nicht ohne. Rechtsabbieger ueberholt man eben nicht rechts und beim abbiegen aus einer abknickenden Vorfahrtsstrasse, sollte man auch Obacht geben. Leider hatte ich keine Cam auf dem Helm, denn das waere auf jeden Fall der ultimative start Movie fuer unsere Tour geworden. Leider ging an keiner Maschine der Tacho und somit gabs auch keinen Kilometerzaehler. Nachdem wir am naechsten morgen sowieso noch bei Jules vorbei mussten, erst mal kein Stress, werden die schon gefixed bekommen. Immerhin waere zumindest ein Tacho nicht schlecht. Vorallem weil wir eben weder GPS noch sonstiges Equipment am Start haben. Auf jeden Fall, geile Bikes und schon im ersten Moment der helle Wahnsinn, vorallem verglichen mit einem Honda Dream 125.

Geplante Route hatten wir keine, fest stand, dass wir die Bikes sieben Tage zur Verfuegung haben und somit sieben Tage quer durchs suedliche Laos schiessen werden. Das erste Etappen Ziel hat uns Jules, als Tip mit auf den Weg gegeben. Kong Lor Cave - von Vientiane Richtung Vieng Kham und anschliessend ca. 70km ins Landesinnere, Gesamtstrecke fuer den ersten Tag fast 300km.

Tag 1. Fast den ganzen Samstag Vormittag haben wir in der Werkstatt verbracht, letztenendes bekam Stefan eine andere XR 250 mit halbwegs funktionierendem Tacho. Gegen 11:00 Uhr gings endlich los. Es stand ueberwiegend Asphaltstrasse auf dem Tagesprogramm, zumindest soweit man der Karte glauben darf. Die Strassen hier sind nicht so schlecht wie man meinen moechte, die Hauptverbindungen sind meisst in einem ziemlich gutem Zustand. Sicherlich nicht unser deutscher Standard und nicht glatt wie ein Buegelbrett, die XR 250, buegelt aber jede Unebenheit einfach weg. Als ploetzlich ein Schild am Strassenrand auf einen Wasserfall hinwies, gings das erste mal auf eine sandy road, ungewohnt aber spassig. Einer von uns beiden hat das Moped hier schon das erste mal hingelegt. Fuer die Besichtigung des Wasserfalls sind 10.000 Kip zu berappen, leider spring nach dem bezahlen nur noch meine Maschine wieder an. Ratlosigkeit, Sprit muesste schon noch passen, zwar nicht mehr viel, aber sollt schon laufen. Zudem hab ich auf den ersten Kilometern gleich den Ersatzschlauch fuer den Hinerreifen verloren. Was nun? Erst ma ne Wasserflasche voll Sprit holen und beim Ruckeweg zur Tanke nach dem verschollenen Schlauch ausschau halten. Beim Rueckweg von der Tanke kam mir Stefan schon entgegen, was das Moped fuer ein Problem hatte bleibt ein Mysterium. Wir sind dann gemeinsam zurueck zur Tanke, ich bin noch ein Stueck weitergefahren um den verschollenen Schlauch zu finden, war aber leider nix. Durch die ganze Action haben wir einiges an Zeit verloren und das angepeilte Tagesziel war vor der Daemmerung nicht mehr zu erreichen. Die Bundesstrasse 13, ist die Hauptverhersverbindung zwischen Vientiane und Pakse. Die Ortschaften die man passiert sind auf die reisenden spezialisiert, nachezu jeder im Ort versucht irgendwas zu verkaufen, natuerlich alles mit laotischer Gemuetlichkeit. GH sind ebenfalls fast in jeder Ortschaft zu finden und so sind wir planlos in das erst beste eingecheckt. Am GH haben wir drei Israelis kennen gelernt die auf zwei, in Vientiane, gekauften Minsk (125cc, Einzylinder) nach Ho Chimin Stadt unterwegs waren. Coole Action !

Tag 2. Am Sonntag gings locker und entspannt, nach Kong Lor. Die Strecke bis dahin war nicht weit und so konnten wir uns nachmittags gleich die Cave rein ziehen. Cave, mei, ich hab in Thailand ja schon eine gesehen, aber Kong Lor ist mit Abstand die krasseste Cave die ich bisher gesehen habe. Wir besteigen ein kleines klassisches Longtailboot. Die zwei Guides, wovon einer im Heck und einer im Bug des Boetchens sitzt sind mit 12Volt Stirnlampen ausgeruestet. Das Boot ist eine wackelige Angelegenheit und ich habe kein gutes Gefuehl, weil ich meinen kleinen Rucksack mit dem ganzen wichtigen Scheiss dabei habe. Die Hoehle ist 7,5 km lang und ein Fluss fliesst hier unter einem Berg hindurch, nach ca. 40min kommt man auf der anderen Seite des Berges wieder raus. Der Mann im Bug, checkt die Umgebung waehrend der gesamten Fahrt, hat ein Ruder in der Hand und versucht so den groebsten Brocken auszuweichen. Sehr eindrucksvolle Action. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir in Kong Lor in ein GH eingecheckt, Kong Lor ist ein Ort im Nirgendwo, die Hoehle ist zwar eine Touristenattracktion aber so richtig entwickelt ist der Tourismus in Laos noch nicht. Demnach wirklich eine Unterkunft im Nirgendwo.

Tag 3. Heute war laut Karte die erste laengere Strecke auf sandy road angesagt, demnach schon am Morgen Vorfreude. Von Kong Lor gings ein Stueck zurueck und anschliessend Richtung vietnamesischer Grenze, von Lak Sao gings dann zum Tagesziel Mahaxay. Kurz nach Lak Sao fuehrt der neu geteerte Weg durch eine Seeenlandschaft. Ein riesiges Areal wurde hier aufgestaut, die alten Baeume ragen noch aus dem Wasser und in den angrenzenden Orten gleicht ein Holzhaus dem anderen. Mehr Infos darueber unter Nam Theun 2, wobei auf diesen Seiten uber die Umsiedelungen usw. nichts zu finden ist. Die Empfehlung von Jules war etwas schwammig, mehr oder weniger meinte er aber wir sollen uns besser durchs Landesinnere durchschlagen als die Hauptstrasse zu nutzen. Auf der GT Rider Map sind einige Strassen enthalten, scheint aber nicht die neuste zu sein und so sind sandy roads teils asphaltiert und Asphaltstrassen werden manchmal zu einer sandy road. In Mahaxay haben wir leider nur ein GH gesehen, die GH Schilder sind oft nicht beleuchtet und nachdem es gerade dunkel wurde, war dieses GH die erste Wahlt. Nachdem Check-In fiel Stefan die etwas sonderbare Leuchtdekoration am Eingang auf, mei was will man machen, fuer eine Nacht war das Zimmer auf jeden Fall OK.

Tag 4. Von Mahaxay ueber Bualapha nach Vilabury. Das Tagesziel war vor Abfahrt nicht definiert, ich hatte eigentlich gedacht wir wurden es weiter schaffen. Von Mahaxay ausschliesslich sandy road mit etwas Verkehr, anschliessend muessen wir einen Abzweig oder ahenliches verpasst haben, der Weg ab da, sehr trailartig, aber Spassig. Die ersten sonderbaren Bruecken waren fuer uns schon eine Herausforderung, zum Glueck liessen sich Rivercrossings vorerst noch vermeiden. Auf dem Weg haben wir immer mal wieder einen Pickup, beladen mit zwei Scootern getroffen, solange wir die Jungs wieder sehen, sind wir auf dem rechten Weg. Nach einer Bruecke die fuer einen Pickup nicht zu passieren ist und auch ein Rivercrossing mit Pickup unmoeglich scheint mischt sich etwas Unsicherheit in unsere Wegwahl. In einem kleinen Dorf fuehrt die Strasse dann aber tatsaechlich ohne Bruecke ueber einen kleinen Fluss. Wie gesagt sind wir super ausgeruestet und haben nur die GT Rider Map mit unserem gewohnten Zeichensatz. Der Laote im nirgendwo kann damit sehr wenig anfangen, wir sprechen die Namen aus und unterschiedliche Leute zeigen in unterschiedliche Richtungen. Was nun, die Strasse scheint nach dem Fluss weiter zu gehen, also los, dass erste Rivercrossing! Das war schon ein riesen Ereigniss, nicht nur fuer uns, sondern eben auch fuer das ganze Dorf. Nachdem uns der Weg anschliessend ziemlich schnell im Stich liess, gings schon bald wieder zurueck. Wieder im Dorf haben wir, unsere Kollegen mit dem Pickup, wieder getroffen. So kamen wir wieder auf den rechten Weg. Unglaublich dass die Jungs diesen mit Ihrem Pickup fahren. Der ganze Weg aber ein riesen Spass. XR 250, ich schmelze bei dem Gedanken an ein Mountainbike mit Federweg ohne Ende und 250ccm. Ploetzlich kommen wir aus dem Jungle auf eine riesen feldartige Flaeche, alles braun und frisch gerodet. Die Arbeiter vor Ort koennen uns keinen Sprit geben, oder haben keinen, auf einer frisch geschotterten Strasse gehts rasant nach Vilabury wo die Tanks gefuellt werden und wir ein nettes GH finden.

Tag 5. Morgens wieder das alltaegliche Kette oelen und Oel Check, ausserdem muss an meinem Bike die Kettenspannung nachgestellt werden. Waehrend ich eine Werkstatt aufsuche besorgt sich Stefan neue trockene Schuhe. Tagesziel waehre eigentlich Salavan gewesen, mit ueber 250km ein weit entferntes Ziel. Die ersten 80 km Teerstrasse werden sich schnell wegschnaufen lassen und die sandy road wird schon nicht so schlimm werden. Bei Nabo, nach ca. 40 km, muessen wir uns fuer eine sandy road entscheiden. Entweder ueber Phin, laut Karte mit 50km Motorbiketrail, Rivercrossing und einer broken bridge nach Salavan oder nur sandy road mit nur einem kurzen Trail stueck ueber Nang an der vietnamesischen Grenze entlang. Wir entscheiden uns fuer den "save way" ueber Nang. Bis Nang alles kein Problem, den 5km Motorbiketrail nach Hap werden wir schon finden um dann ueber Ta Oi nach Salavan zu duesen. Der Weg verliert sich kurz nach Nong, wir fragen in jedem Dorf mehrmals nach dem Weg. Der Trail ist nett und macht Spass, nach dem 5. grossen Schlammloch oder Rivercrossing, schwindet die Begeisterung fuer diese Actions allmaehlich. Die Entscheidung umzukehren wird aufgrund der bereits ueberwundenen Hindernisse aufgeschoben. Der Weg wird zusehens schmaler und schwieriger zu fahren. Stufen Bergab und Bergauf, mit fast einem halbem Meter, grobes Geroell zehren an den Nerven, sind mit den Mopeds aber noch gut zu bewaeltigen. Mit meinem Mountainbike waeren Teilstrecken nicht zu fahren gewesen. Nach ueblen passagen am Hang entlang kommen wir gegen 16:00 Uhr an eine Hangrutschung. Bis hierhin haben wir von Nang gefuehlte 5 Stunden gebraucht. Talwaerts fliesst ein Fluss, der dort laut Karte eigentlich gar nicht sein sollte. Unsere Orientierung ist dahin, keine Ahnung wie lang der Weg noch so weiter geht. Moeglicherweise ist am ende dieses Tals eine Ortschaft, ein Dorf oder eine groessere Strasse zu finden. Es ist spaet, wir sitzen schon gut acht Stunden auf unseren Bikes und beim Nachdenken kommt einem auch der Gedanke wie bloed man eigentlich sein kann. Stefan ist fuer die Weiterfahrt, zweifelt aber ebenfalls, ich bin fuer den Rueckzug. Obwohl wir zwei Haengematten als Notunterkunft dabei haben sind wir fuer eine Uebernachtung im Jungle schlecht ausgeruesstet. Wir treten den Rueckzug an und schaffen das groesste, der auf uns wartenden, Rivercrossings noch waherend der Daemmerung. Anschliessend gehts bei Dunkelheit zurueck nach Nang. Weitere fuenf oder sechs Schlammloecher oder kleine Baeche sind zu ueberwinden. Bergauffahrten und -abfahrten werden ohne Ruecksicht auf Verluste genommen. Beim ScheisseLoch, ein Schlammloch vor dem ich auf der ganzen Ruckfahrt die meisste Angst hatte, macht Stefan dann einen Laydown und packt sich voll in den Misst. Alles stinkt und ist nass, auch die neu gekauften Schuhe, der Rucksack ist hinten auf das Bike geschnallt und die eigentliche Farbe ist vor lauter Schlamm nicht zu erkennen. Wir fahren weiter, ich bleibe mit dem Moped in einem weiteren Schlammloch stecken. Die Gespraeche sind erst mal eingestellt. Gegen 20:00 Uhr kommen wir in Nang an, die Gehwege sind bereits hochgeklappt und mit viel Glueck finden wir einen freundlichen Laoten der uns ein GH zeigt.

Tag 6. Stefan kauft neue trockene Schuhe und wir sehen zu, dass wir wieder auf die Hauptstrasse nach Lak Sao zurueck kommen. Kein Risiko mehr eingehen, was die Bikes aushalten, ist nahezu unglaublich. Von Lak Sao gehts den ganzen Tag bis nach Savanakhet.

Tag 7. Save, Save, Save, waehlen wir am letzten Tag unserer Reise die Hauptverbindungsstrasse nach Pakse und kommen am spaeten Nachmittag wohlbehalten an.

Schade schon, dass wir morgen unsere Bikes wieder abgeben muessen. Ueber die Erlebnisse der letzten Tage koennen wir inzwischen lachen, dennoch ist uns bewusst was fuer eine krasse Action das eigentlich war. Am Samstag Morgen kommt der Kollege von Jules Classic Bikes und hat unsere Rucksaecke mit am Start. Wir sprechen mit Jules und klaeren die kleinen Schaeden an den Bikes. Leider hat der Kollege den Passport von Stefan nicht dabei, auch in unseren Rucksaecken lasst sich dieser nicht finden. Jules findet diesen im Office in Vientiane und wir einigen uns darauf, die Bikes fuer Samstag, for free, noch zu behalten. Jules wird den Pass mit einem Flugzeug schicken und hofft dass wir diesen zeitnah erhalten.

Demnach gings am Samstag wiedererwartend nochmal auf unsere Bikes, sehr gut, denn so koennen wir noch das Bolaven Plateau, oestlich von Pakse auschecken. Wir finden zwei unbekannte aber eindrucksvolle Wasserfaelle und haben einen genialen Tag.

Am Sonntag morgen verpennen wir die Uebergabe der Bikes, der Kollege von Jules Classic Bikes laesst sich aber nicht so leicht entmutigen und steht ploetzlich in unserer Zimmertuer. Nun sind sie weg und wir werden uns morgen weiter richtung Sueden auf den Weg machen. Ein Tag werden wir die 4000 Islands nahe der Grenze zu Kambodscha besuchen, bevor es zuegig nach Kambodscha geht. Mein Visum fuer Laos lauft am 27.11. ab und es ist schon erstaunlich wie schnell 30 Tage Laos vorueber gehen.

Laos ist ein wirklich tolles Land, auch wenn es sehr arm ist, sind die Menschen sehr freundlich und Stress kennt man hier einfach nicht. Es gaebe noch viel zu erzaehlen, aber meine Finger wollen heute einfach nicht mehr.

Donnerstag, 12. November 2009

Lets rock it together !

So, wieder unterwegs ! Nachdem ich eine Woche in Luangprabang gesessen bin und es mir dort gut gehen habe lassen, war am Freitag ein Tag des Wiedersehens. Die Woche habe ich gut rum gebracht, war beim Frisoer und hab mein erstes Buch, "Zen und die Kunst ein Motorrad zu Warten" endlich fertig gelesen.
@Joachim: Muehselig zu lesen, aber des lesens wert ! Will die Tage ein paar Textstellen vorstellen und schleppe es deshalb immer noch mit mir rum.

Geplant war, sich mit Stefan um ca. 16:30 Uhr vor dem Coldriver GH zu treffen, dieser hatte allerdings eine ordentlich stressige Action, um dort mit deutscher Puenktlichkeit aufzuschlagen. Denke die Details wird euch Stefan bei Zeiten selbst mitteilen. Am Freitag Abend war ein Schnelldurchlauf Luangprabang angesagt, denn ich wollte moeglichst am Samstag nach Vang Vieng weiter. Stefan war bezueglich der schnellen Weiterreise tiefenentspannt und so gings am naechsten Tag per Minibus nach Vang Vieng.

Angepeilte Ankunftszeit war der fruehe Nachmittag, denn eine Ankunft um diese Zeit ist grundsaetzlich entspannt. So kann man als erstes, in Ruhe, ein Bier geniessen um anschliessend bei Tageslicht auf GH Suche zu gehen. Letztenendes hatte unser Bus auf der Strecke aber zwei Pannen und die gesamte durchschnittliche Reisegeschwindigkeit betrug nich mehr als 30kmh. So hat der ganze Spass, neun Stunden gedauert und wir waren kurz nach Sonnenuntergang in Vang Vieng.

Nach Viantiane ist Vang Vieng, der bekannteste Ort in Laos. Ein "must visit" sozusagen. Die Landschaft dort ist sehr schoen und ausserdem handelt es sich um die inoffizielle Tubing Hauptstadt. Tubing, man treibt einen Fluss mit einem LKW reifen runter, thats Tubing. Festzustellen ist, dass es sich um einen Ort in Laos handelt, mit Laos selbst hat das sicherlich wenig zu tun. Man trifft haufenweise party people und der ganze Ort ist auf Touris ausgelegt. Da ich das im Vorfeld mehrmals gehoert hatte waren die Gefuehle und Erwartungen gemischt, denn eigentlich will ich ja Laos kennen lernen. Letzlich habe ich meine Einstellung fuer diese Tage etwas angepasst. Es handelt sich um einen wirklich schoenen Flecken Erde, Party ohne Ende und zum Glueck trifft man nicht nur total kaputte Leute. Nach dem ersten Tag Tubing war ich auf jeden Fall ordentlich geflashed. Man kann Vang Vieng nur schwer beschreiben: "total verrueckt, merkwuerdig, abgefahren, unglaublich, krank, irre, ....". Es ist nich nur einfach: "...den Fluss runter treiben...". Am Startplatz, wartet die erste Strandbar mit lauter Musik, Cocktails aus kleinen Eimern und kostenlosem Schnapps bis zum kotzen. Die Bars sind teils nicht weit auseinander, entscheidet man sich fuer die naechste, tube't man moeglicherweise nur zehn Meter weiter. An jeder Bar gibt's irgendwelche Actions. Tarzan maessige Trapetze, wuerd mal schaetzen bis zu acht Meter hoch, oder Ziplines, oder Rutschen. Wie auch immer, Fun ja, aber irgendwie auch eine merkwuerdige Geschichte, mitten in einem der aermsten Laender Sued-Ost-Asiens.

Nach zwei Tagen Tubing gings Richtung Viantiane. Auf dem Weg haben wir eine Runde Kayaking eingelegt und nen coolen zehn Meter Cliff Drop hingelegt.
Sind also seit gestern Abend in der Hauptstadt von Laos unterwegs. Die Stadt macht einen sehr entspannten Eindruck und den Grossstadtstress sucht man hier vergebens. Heute wurden einige Reisevorbereitungen fuer die naechsten Tage getroffen. Das Visa fuer Kambodscha haben wir vorsorglich organisiert, weil wir evtl. doch versuchen ueber Land nach Kambodscha einzureisen. Morgen ist noch ein fauler Tag in Viantiane geplant und ab Samstag sind fahrbare Untersaetze, fuer sieben Tage, organisiert. Den Weg nach Sueden, werden wir auf heissen Oefen runter reissen ! ROCK ON !!

Dienstag, 3. November 2009

Luang Nam Tha - Luangprabang

Das Kayaking in Luang Nam Tha war eine witzige Angelegenheit, obwohl man wesentlich mehr paddeln musste als gedacht. Dabei haben wir zwei Akha Doerfer besucht und einiges ueber das Leben dort erfahren. Die Bilder in der Gallrey sehen teils aus, wie aus einem Museum. Die Leute dort, leben aber wirklich in einfachen Huetten ohne Einrichtung, Strom und fliessend Wasser.
Am Tag drauf hatten wir die BigBrotherMouse Action gestartet. Es gibt verschiedene Travel Agency's die das anbieten. Man kauft einige Buecher und uebergibt diese in einem Dorf an die Kinder. Natuerlich kann man auch einfach etwas spenden. Im Dorf angekommen, mussten wir leider feststellen, dass niemand in der Schule ist. Der Lehrer hatte etwas zu erledigen und so fiel die Schule an diesem Tag einfach aus. Als wir, zusammen mit unserem TukTuk Fahrer, etwas ratlos im Dorf standen, kamen aber ploetzlich die ganzen Kinder angelaufen. Die sind einfach neugierig. Der TukTuk Fahrer, unser Guide fuer diese Action, hat die Kids dann alle in die Schule geschickt. Das lassen sich die Kids hier auch nicht zweimal sagen. Wir haben unseren Lehrauftrag verantwortungsbewusst wahrgenommen und mit den Kids viel Spass gehabt. Die Distille beim Rueckweg war auch recht cool. Hier wird der klassische LaoLao, ein Reisschnaps, gebrant. Der Schnapps war noch warm und Mittags um 12:00 Uhr ohne richtiges Fruehstueck ist selbst ein einzelnes Stamperl nicht zu verachten.
Am Abend haette ich mich fast noch fuer ein Trekking entschieden. Nachdem ich aber schon drei Tage in Luang Nam Tha verbracht hatte und es aktuell recht schwierig ist Gruppen fuer ein Trekking zusammen zu bekommen, habe ich das gelassen. Zu teuer und auf der anderen Seite bin ich fuer Guided Actions nicht recht zu begeistern. Bin daher am Samstag 8 Stunden mim Bus nach Luangprabang gefahren. Gunter wollte auch nicht laenger in Luang Nam Tha bleiben und so teilen wir uns wieder ein Zimmer. Dienstag erst mal nen faulen eingelegt und die Stadt erkundet. Gestern am Khuang Xi Wasserfall beim baden gewesen und heute siehts wieder nach nem faulen aus.

Zwischenzeitlich wusste ich nicht genau, wie ich die Woche hier rumbringen soll. Seit dem weiss ich, dass es gut ist, einen groben Plan zu haben, auch wenn man diesen jeden Tag verwirft ;) Am Freitag treffe ich mich hier mit Stefan, der mich fuer die naechsten vier Wochen begleiten wird. Hatte mir fuer die Zeit bis Freitag bereits einen neuen Moped-Loop zusammengestellt. Nachdem es aber nur 100ccm Scooter fuer 150.000Kip am Tag (ca. 12 Euro) gibt, ist das erst mal gestorben. Inzwischen hab ich noch eine neue Idee fuer diese Woche, wird mit dem Treffen am Freitag aber moeglicherweise knapp. Alternativ, gibts hier auch noch einiges zu sehen. Eine ganz grobe Reiseplanung ab Freitag ist bereits recherchiert. Recherche ist zwischendurch recht sinnvoll, ansonsten haette ich nicht gewusst, dass die Einreise nach Kambodscha, von Laos aus, ueber Land, nicht so einfach moeglich ist. Bis dahin ist es aber noch weit und wir werden sehn wies weitergeht.

Rock on, ich muss sehn, dass ich mein erstes Buch fertig gelesen bekomme. Chill mich jetzt an den Fluss und geniesse ein BeerLao.