Montag, 21. Februar 2011

Minsk Trip Vietnam

Am 19. Januar 2011 geht es mit AirAsia von Bangkok nach HCMC. Tanja, Pierre, Dani und Ich, fahren mit dem Taxi vom Flughafen in die Pham Ngu Lao Street, eine Ecke voll mit günstigen Guesthouses. Am Guesthouse gegenüber steht die erste Minsk zu verkaufen und am Abend habe ich ein erstes Treffen mit einem reisenden, der seine Minsk loswerden will. So treffe ich am Abend einen Belgier, der eigentlich ganz nett ist und mir seine Minsk für $350 verkaufen möchte, wir verabreden uns für eine Testfahrt am nächsten Tag. Bei der Testfahrt stellte ich fest, dass sich die Minsk von meinem Travelkollegen, furchtbar anhört und suche daher weiter. Eine orangefarbene Minsk, frisch ge-serviced, angeboten von ein paar locals an der Ecke, fährt sich besser und hat einen guten Sound. Nach meiner Karre in NZ, bin ich einfach vorsichtig. Außerdem fahre ich noch eine Honda Win 110ccm probe. Der Tag geht ohne Minskkauf zu Ende. Nachdem die Minsk, gegenüber meines Guesthouses, dem Belgier gehört, fahre ich diese am zweiten Tag in Saigon nochmals probe. Die Entscheidung das Teil nicht zu kaufen steht, spätestens nach dieser Probefahrt fest. Im Grunde hab ich nur eine weitere Minsk in Aussicht, für noch eine weitere steht die Probefahrt aus und es ist nicht klar ob sich das in den nächsten Tagen ausgehen wird. Saigon oder eben HCMC, ist im Grunde kein guter Platz um eine Minsk zu kaufen. Der Norden von Vietnam soll dazu wesentlich besser geeignet sein. Der Belgier ist nach fünf Tagen in HCMC, frustriert und hat im Grunde keinen Bock mehr auf einen Käufer zu warten. Daher bleibt Ihm nur die Option die Minsk an einen lokalen Mechaniker mir Verlust zu verkaufen. Der Preis reduziert sich nochmals, Ich aber bleibe bei meiner Entscheidung und will sie nicht kaufen. Der erste Mechaniker der kommt, ist auch der Typ, bei dem ich die Honda Win probe gefahren bin. Dieser will sie, gar nicht kaufen. Warum erfahre ich von meinem Travel Kollegen nicht, finde aber im Nachhinein heraus, dass die Registrierung nicht passt. Mir kommt eine Idee, pack den Belgier aufs Moped und wir checken zu dem anderen Mechanic, der die orangefarbene Minsk zu verkaufen hat. Im Grunde, hoffe ich auf einen guten Deal für alle von uns. Aber auch dieser Mechanic will die Minsk nicht, beim nochmaligem Check finde ich heraus, dass auch die Registrierung der von diesem Mechanic angebotenen Minsk nicht passt. Mein belgischer Kollege ist frustriert, will nur noch aus HCMC raus und ist versucht, das Teil bei dem Mechanic einfach stehen zu lassen. Bevor er Sie jedoch dem Mechaniker gibt, kann er sie doch auch einfach mir geben meine ich und so komme ich an meine Minsk, anschließend gebe Ich Ihm dann doch $50 USD. Nachdem sich das Teil echt übel anhört, mach ich mich am nächsten Tag auf die Suche nach einem Mechaniker, lass mich abzocken, zahle nochmals $60 USD, lasse die Minsk stehen und will sie am nächsten Tag abholen. Am nächsten Tag, bin ich auf dem Weg zum War Museum, treffe auf dem Weg einen Typen, steige unter Vorwand in ein Taxi und gehe, saublöd wie ich bin, einem üblem Scam auf den Leim. Das abholen meiner Minsk am Abend ist Nebensache. Der scheiß Scam raubt mir für zwei weitere Tage den Atem, bevor ich am Montag dem 24.01.2011 auf meiner Minsk fluchtartig die Stadt verlasse. Über die Details dieser scheiß Action werde ich mich ausschweigen, schon unglaublich wie blöd ich sein kann.
Von HCMC selbst, sehe ich außer dem War Museum und dem wirklich kranken Verkehr nicht viel, im Grunde dachte ich, der Verkehr in Phnom Pen wäre krass, aber HCMC ist die Körnung aller Dinge. Nach meiner krassen Action, wird das mit der Minsk für Tanja und Pierre erst mal nichts und so fahren die beiden, ebenso wie Dani erst mal Bus. Die Fahrt raus aus HCMC, ist krank, es gibt keine Worte das fahren eines Motorrads in diesem Verkehr zu beschreiben. Endlich raus aus der Stadt kämpfe ich am Highway One ebenfalls nur ums nackte überleben. „Nothing happens without a reason!“, so zumindest versuche ich über die letzten Tage hinweg zu kommen. Hätten wir wirklich zwei weitere Minsk gekauft, wer weiß was passiert wäre. Erst vor kurzem ist ein Engländer auf dem Weg nach HCMC, auf dem Highway One, gestorben. Irgendwie die Kontrolle übers Bike verloren, gestürzt und von einem Truck überrollt worden. Meine Minsk ist auch nach dem Service nicht in einwandfreiem Zustand und ich glaube im Grunde kann man das von keiner Minsk erwarten. Auf jeden Fall komme ich Abends nach Sonnenuntergang heil und in einem Stück in Mui Ne an. Dani ist schon seit einem Tag in Mui Ne und so checke ich für diesen Abend bei Ihr im Hotel ein. Am nächsten Tag mache ich für Tanja, Pierre und mich eine Unterkunft klar und sehe mir ein bisschen die Umgebung an. Mit Dani am Moped fahre ich die Küste entlang, wir sehen uns die Sand Dünen und das nahegelegene Fischerdorf an, abends kommen Tanja und Pierre ebenfalls in Mui Ne an.

Mui Ne, ist ein Touri Ort und ist hauptsächlich wegen den guten Wind- und Kite-Surf Bedingungen bekannt. Tanja, träumt seit langem von einer längeren Kite Session und so checken wir die unterschiedlichen Optionen aus. Nach einigem hin und her, entscheiden Pierre und ich, statt einem Kite-Kurs, Windsurf Equipment auszuleihen, um so Dollars einzusparen. Als wir am nächsten Tag aber in der Kite Schule unsere Wahl vorbei sehen, lassen wir uns doch zu einem Kurs breitschlagen. Kite Surfen ROCKT! Nach nicht allzuvielen Stunden komme ich mit dem Kite und dem Board super klar, letz board! Tanja, fühlt sich leider schon am zweiten Tag nicht so toll, hat sich eine Erkältung eingefangen und muss nach nur zwei Tagen Kiten im Bett bleiben um bald wieder fit zu sein. Insgesamt bleibe ich neun Nächte in Mui Ne, so war das zwar nicht geplant, aber nach der ganzen Action in HCMC war Erholung und Ablenkung sehr angesagt.

Am 02.02., kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest geht’s für mich von Mui Ne nach Dalat. Tanja und Pierre machen mit dem Bus weiter die Küste entlang, Dani hat sich schon ein paar Tage früher in den Norden verabschiedet und so löst sich unsere kleine Gruppe erst mal auf. Die Fahrt nach Dalat ist Genieal, ich schaffe es ohne Highway No.1 über eine kleine Bergstrasse mit atemberaubenden Ausblicken ohne weitere Vorkommnisse nach Dalat. Es ist kalt in Dalat, die Umliegenden Berge sind um die 2000hm und es ist etwas Wolkenverhangen. Die Minsk läuft ohne Probleme. Im Guesthouse, das ich mir empfehlen habe lassen, bin ich ziemlich fertig und richte es mir im Dorm gemütlich ein. Mein einziger Kollege im Dorm ist Vietnamese und Easyrider (http://www.vietnameasyrider.com/). Er gibt mir ein paar Tips bezüglich meiner Route und bietet an, mich am nächsten Tag mit aus der Stadt zu nehmen. Nachts um 12:00 Uhr, sehe ich mir mit schlaf verklebten Augen das Neujahrsfeuerwerk über Dalat an, nehme an diesem weiteren Neujahrsfest ansonsten aber nicht teil. Die Fahrt geht am nächsten Tag bis nach Lak. Morgens nimmt mich der Kollege von den Easyridern mit aus der Stadt, es ist Tet, Neujahr und im Grunde herrscht Chaos. Vier Tage hat alles Frei, jeder feiert zuhause mit der Familie, Geschäfte und Gaststetten sind meist geschlossen. Lediglich Jugendliche holzen mit Ihren Scootern und Mädels kreuz und quer durch die Strassen. Nachdem ich dem Easyrider an der ersten Tankstelle für seine Hilfe danke, Ihm aber auch sage, dass er nicht mehr auf mich warten braucht, geht’s kurz nach Dalat wieder alleine weiter.
Irgendwo verpasse ich einen Abzweig, die Strasse wird am Ortsausgang zu einer Schotterpiste, Ich frage nach, aber mir wird versichert, dass es hier nach Lak geht. Nach ungefähr einem guten Kilometer, stehe ich plötzlich vor einem grossen Fluss mit witziger Fähranlage. Wieder frage ich nach dem Weg. Gar nicht weit soll es sein, nachdem Fluss sieht der Weg nicht besonders aus und ich bin echt skeptisch. Vietnam hat 89 Mio. Einwohner, 260 Einwohner / Quadrat Kilometer, von daher denke ich, kommt man immer irgendwo wieder raus. Kurz nach der Flussüberfahrt, richte ich mein Gepäck und werfe mein Baby, das erste und einzige mal, um. Außer meinem Kupplungshebel, der gebrochen ist, ist nichts passiert und auch dieser lässt sich noch benutzen. Die Schotterpiste ist nach ein paar weiteren Kilometern geschafft und ich bin in Lak. Der Easyrider wollte mir eigentlich einen Platz zum schlafen besorgen, was ich aber abgelehnt hatte. Unter $30 USD gibt’s da nix meinte er, er könnt mir was billiger, für 250.000 Dong = 12,5 USD besorgen. Im Lak Lake Resort kann ich dann aber doch, fuer $10 USD in meinem eigenen Longhouse pennen. Es ist ja kleinlich, wollt der mich im Grunde um $2,50 USD bescheißen, aber es passiert jeden Tag in Vietnam, dass man irgendwo beschissen wird. Es folgt ein Tag strecke machen, 300km von Lak bis Kon Tum, ich bleibe auf der Hauptstrasse und komme daher gut vorran. Weiter von Kun Tom will ich von der Hauptrasse runter und einen Umweg fahren. Nehme daher 70km nach Kon Tum den Abzweit nach Tu Mrong in den Bergen. Es geht steil bergauf, im ersten Gang geht es langsam vorran und ich nehme mir schon vor, meiner Minsk, am nächsten schönen Aussichtspunkt eine Auszeit zu gönnen, als ich ein sehr ungesundes Geräusch aus dem Zylinderkopf vernehme. „Aus und vorbei! Kolbenfresser!“, denke ich. Nach einer Zigarette, rolle ich im Leerlauf den Berg hinunter, fülle ein wenig mehr Öl in den Tank und starte meine Minsk. „Sie läuft!! Yes!“ Zurück auf der Haupstrasse geht es mit weniger Verkehr als gerechnet und schönen Ausblicken bis Dak Glei. Hier bleibe ich über Nacht in einer der übelsten Herbergen, die ich bisher hatte. Den ganzen nächsten Tag ärgere ich mich, wieder einmal, über die Unverschämtheit einiger Vietnamesen. Auf dem Weg, telefoniere ich mit Tanja, die mit Pierre gerade in Hoi An angekommen ist. Nachdem es nur ca. 80km sind, entscheide ich die beiden dort zu treffen. Hoi An ist eine nette Stadt, so ganz anders als der Rest, den ich von Vietnam gesehen habe. Nachdem eigentlich keiner von uns so recht weiß wo wir wie weiter wollen, bleiben wir erst mal in Hoi An, verbringen dort einen Tag mit Tempel und Strand, bevor es für mich tags drauf weiter geht. Von Hoi An bis Prao brauche ich ewig, mache einen riesen Umweg über Da Nang um anschließend doch die gleiche Strasse, wie zwei Tage zuvor, ins Inland zu nehmen. Nachdem ich kurz nach Da Nang, weil ich endlich wieder rein in die Berge will, etwas mehr Gas gebe, gibt meine Minsk wieder mit ungesundem Zylinder Geräusch auf. Nach einer Pause fahre ich langsam und vorsichtig weiter, die Fahrt durch die Berge nach Prao ist genial und es gibt keine weiteren Probleme. Für den nächsten Tag stehen lediglich 120km Strecke an, auf einer einsamen Bergstrasse geht es gemütlich nach A Luoi. Auf dem Weg treffe ich ein paar Touris auf einer Minsk, diese sind mit „Hoi An Motorbike Adventures“ unterwegs. Wahrscheinlich wussten Sie nicht, dass Sie für den Preis der Tour, die Minsk auch hätten kaufen können. Kurz nach einer Pause an einem Wasserfall, komme ich an ein Stück baufällige Strasse und ein großes Schlammloch in dem mir meine Minsk tatsächlich stecken bleibt. Nur mit Mühe schaffe ich es in der Hitze durch den Matsch. Die anschließende Fahrt durch eine Hochebene, fesselt mit wundersamer Landschaft, Bergdörfern und Landleben, einfach Malerisch. In A Luoi, checke ich nach einer Suppe in ein nettes Hotel ein und mache mich auf die Suche nach einem neuen Kupplungshebel. Der Mechaniker gleich neben dem Hotel, hat anscheinend schon Feierabend, in der Werkstatt sitzen ein paar Jungs vor einer Flasche Reisschnaps und ein paar Bieren. Einen passenden Kupplungshebel haben Sie nicht und man macht mir auch keine Hoffnungen in A Luoi passenden Ersatz zu finden. Man lädt mich auf ein erstes Bier und einen Schnaps ein, so ergibt es sich, dass ich ein paar Stunden später mit ordentlich Glühen im Gesicht ins Hotel zurück wanke. Von A Luoi nach Norden fällt die Wegwahl noch leicht, anschließend gibt es laut meiner Karte eine Inland Route an der Grenze zu Laos entlang, den Highway One, oder eine weitere Bundesstrasse ziemlich nah an der Küste. So fahre ich erst Richtung Laos nach Khe Sanh und checke hier in einem „Ca Phe“ (Cafe), nochmals meine Karte. Die kleinsten Orte in meiner Karte, sind nach Legende keine Orte, sondern meinen „Point of Population“ und hier habe ich bisher keine Guesthouses oder Hotels gesehen. Tanja und Pierre sind in Hue, ca. 120km südwestlich an der Küste. Dani will die Beiden dort in zwei Tagen treffen. Alle haben keine rechte Lust mehr auf Vietnam, daher ist der Plan die Grenze nach Laos in Lao Bao zu überqueren um in Laos weiter zu reisen. Hier in Vietnam fühlt man sich meist nicht willkommen, ein Lächeln bekommt man kaum geschenkt und sobald man Geld in die Hand nehmen muss, um irgendwas zu kaufen, wird man mit unfreundlicher Dreistigkeit verarscht. Es gibt Ausnahmen, aber selbst diese versuchen meist einem das Geld aus der Tasche zu ziehen. Daher hat einfach keiner mehr Lust auf dieses Land. Im Grunde passt mir Laos auch, aber vom Süden habe ich schon viel gesehen und entscheide daher weiter Richtung Norden zu fahren, zumindest so lange meine Minsk noch läuft. Auf einer langweiligen Landstrasse geht’s nach Dong Hoi. Das Wetter war schon Nachmittags nicht der Hit und auch in Dong Hoi ist es neblig und wolkenverhangen. Als ich tags drauf wieder Richtung Inland fahre, werde ich von schöner Landschaft überrascht und treffe am Phong Nha National Park auf eine Gruppe Motorbike Kollegen. Wir fahren ein Stück gemeinsam, aber die Jungs auf Ihren Honda Win's, sind mir einfach zu flott. Per Zufall, treffen wir uns aber ein paar Orte weiter zum Mittagessen. Wieder habe ich ein Problem mit meiner Minsk, weiß aber im Grunde sofort, dass etwas mit der Zündung nicht stimmt und schraube eine neue Zuendkerze in den Zylinder, was auch erst mal Abhilfe schafft. Zwei weitere male habe ich Probleme mit der Zündung bevor ich entscheide, für die Nacht in Anh Son zu bleiben. Von Anh Son gibt’s zwei Optionen, ungefähr fünf Tage weiter Richtung Norden oder einen weiteren Tag bis zur Grenze nach Laos. Weil das Wetter einfach scheiße ist, meine Minsk inzwischen immer öfters Mucken macht und in erster Linie weil ich von Vietnam einfach genug habe, steht für Morgen Laos auf dem Programm. In Anh Son, treffe ich noch ganz interessante Leute, lasse mich beim Hotel aber wieder einmal verleiten und bin anschließend mit meiner Hotel Wahl nicht zufrieden. Nachdem es meine letzte Nacht in Vietnam ist, aber auch ein würdiger Abschied denke ich. Schon am Abend fängt es an zu regnen und auch am nächsten Morgen regnet es. Nachdem ich mir ein Haufen Plastikbeutel besorgt, mein ganzes Gepäck verschnürt und mich auch selbst gut eingepackt habe geht es an die letzten 200km meiner Vietnam Reise. In einem kleinen Dorf gibt’s wieder Probleme mit der Zuendung, die sich aber leicht beheben lassen. Ein Bus vor meiner Nase nervt und ich gebe Gas, anschließend nagelt meine Minsk aber irgendwie ordentlich, „also nur langsam weiter“, denke ich, „komm schon, nur noch 100km!“. An einer Ortsausfahrt, stoppt meine Minsk, mit dem gewohnt ungesund klingenden Motorengeräusch. An einem kleinen Hang, lasse ich mein Baby rollen und tatsächlich kommt das Bike nochmal zum laufen. Leider klemmt der Kolben nur 500 Meter weiter wieder, wieder schiebe ich das Bike einen Hang hinauf, lass sie rollen, lege den zweiten Gang ein und sie kommt wieder ans laufen. Nach einem U-Turn auf der Strasse, frisst der Kolben wieder und ich weiss, dass meine Motorrad Fahrt hier zu Ende ist. Es war sowieso geplant, dass Bike irgendwo an der Grenze abzustellen, anzuzuenden oder einen Abhang hinunter zu schieben, einem Vietnamesen, der damit einen Haufen Kohle macht und irgendwelche Leute abzockt wollte ich das Bike ungern geben. Wie auch immer, auf der Kuppe des Hügels der vor mit liegt, befindet sich ein winziges Dorf und ein Mechaniker, ich schiebe die Minsk zum Mechanic, lade mein ganzes Zeug ab, packe mein komplettes Minskzubehör auf die Minsk und gebe Ihm die passende Registrierung. Ein Junge, vielleicht Anfang zwanzig, spricht gut englisch und ist der klassische Vietnamese: „Germany – big Money, big Money!“. Als ich klar mache, dass das Bike geschenkt ist, bricht der Mechanic in Freudenjubel aus, das ganze Dorf kommt zusammen und kann es kaum fassen. Man bringt mir einen Stuhl und ein paar Bier, im Grunde hoffe ich hier mitten im Nirgendwo nun nur auf eine Möglichkeit die letzten 100km bis zur Grenze zu überwinden, Ziel ist ein kühles BeerLao in einem der herzlichsten Länder Asiens – LAOS!!! Nach ca. 20 Minuten und zwei Bier, kommt tatsächlich ein Bus die Strasse rauf, nicht nur ich stehe am Strassenrand und versuche den Bus zu stoppen, nein auch das Ganze Dorf steht am Strassenrand. Im Bus bereue ich bereits, das Bike verschenkt zu haben, $10 USD bis zur Grenze, kommen mir wie Ripp Off vor. Der Bus ist super voll und ich bin der einzige Touri, wie ich heraus finde, fährt der Bus bis nach Phonsavan in Laos und für weitere $15USD , nimmt man mich gerne mit. Die Strasse durch die Berge ist kurvig und eine Strasse wie diese macht nur mit einem Motorrad richtig Spaß. Der Weg über die Grenze ist etwas seltsam, ich bin der einzige Touri weit und breit, das Wetter ist kalt und grau, in Laos bei der Einreise fällt mir auf, dass ich keine Passfotos mehr habe, bis ich das Visa by arrival in meinem Pass kleben habe vergeht eine halbe Ewigkeit, dennoch es ist geschafft: „Fuck Vietnam – Hello, sweet Home Laos!!“ und so genieße ich an diesem Abend tatsächlich ein kuehles BeerLao in Phonsavan.

Freitag, 21. Januar 2011

Lang schon notwendiges kurz Update!

Den letzten echten Post hatte ich ja bei meiner Ankunft in den Cameron Highlands in Malaysia geschrieben. Die Tage waren super und nach so viel Stadt, kam mir viel Natur, Ruhe, Trekking und Entspannung gerade recht. Anschließend bin ich nach Lummut und auf Pangkor Island gefahren. Am Coral Beach gab es ein Guesthouse ganz nach meinem Geschmack, Hammocks, entspannte Atmosphäre, nette Leute und einen super Strand vor der Tür. Eines Abends spreche ich mit meiner Schwester, Tanja, die mit Pierre am 14.12. in Singapore angekommen ist und inzwischen schon in Melakka ist. Das ist eine ganz ordentliche Tagesreise südlich von Pangkor. Am nächsten Tag Abends sehe ich eine Facebook message von Tanja, von gestern Abend: „OK wir sind auf dem Weg und kommen Abends an!“. Krass, denk ich, das ist ja heute, es ist bereits später Nachmittag als ich die Nachricht sehe. Die beiden haben ja keine Ahnung wo auf der Insel und in welchem Guesthouse ich bin. Abends, als es schon dunkel ist, stehe ich zufällig vor dem Guesthouse und hatte mich schon damit abgefunden, die beiden heute nicht mehr zu sehen. Es kommen gerade wieder einige Taxen und tatsächlich steigen aus einem Tanja und Pierre aus. Was ein Wahnsinns wiedersehen!!

Wir verbringen ein paar mehr Tage auf Pangkor und machen uns nach Georgetown auf. Eine wirklich nette und sehenswerte Stadt. Wir bekommen unser Visa für Thailand und starten am 24.12.2010 nach Sura Thani, was an der südlichen Golfküste von Thailand, gelegen ist. Am 25.12. morgens um sechs Uhr erreichen wir die Insel Koh Samui. Die Touristenhochburg, wahrscheinlich eher zu vergleichen mit Mallorca und Ballerman, wartet wie erwartet mit Touris ohne ende und ordentlichen Preisen auf. Am Lamai Beach findet Tanja, dann aber doch ein super alternatives Backpacker resort (Lamai Peral). Meinen Vater und seine Frau treffen wir abends am 26ten, Dani eine Freundin von Tanja kommt ein paar Tage später an und Pierre trifft seinen Bruder der gerade erst aus Frankreich kommt.
Es ist super einige der Leute, die mir so wichtig sind, wieder einmal um mich zu haben. Trotz eher mittelmäßigem Wetter für die nächsten Zwei Wochen verbringen wir eine super Zeit. Koh Samui würde ich aber dennoch niemandem empfehlen der Thailand sehen möchte, auf jeden Fall meiden!

Am 09.01. geht es von Koh Samui, über Ranong, auf das kleine Koh Chang, an der nördlichen Westküste Thailands. Der krasse Gegensatz zu Koh Samui, die Resorts sind einfach, Strom gibt es nur von 18:00 bis 23:00 Uhr und Partys gibt es, je nachdem einmal die Woche irgendwo an einer der wenigen Strandbars. Wir spannen aus, geniessen Käse-Spatzen, bei atemberaubendem Blick auf den Sonnenuntergang. Fast sechs Tage vergehen wie im Flug. Wir nehmen den Nachtbus nach Bangkok und müssen uns hier noch ein Visa für Vietnam besorgen. Den Flug von BKK nach Ho Chi Minh City hatten wir noch in Gorgetown gebucht. Am 19ten, geht’s von BKK, nach etwas Shopping und Party, nach Ho Chi Minh City.

Nun, der Post ist nicht so ausführlich wie sonst und für alles was hier in den letzten zwei Tagen passiert ist, gibt es einen extra Post. Den ich irgendwo, gemütlich, mit Blick auf den Jungle schreiben werde. Bilder gibt es wie gewohnt in der Gallery und wer mich mal erreichen will, unter Contact findet Ihr meine aktuelle Handynummer. Bis dahin, Happy New Year euch allen und beste Grüße.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Merry XMAS

Euch allen wünsch ich frohe Weihnachten, eine tolle Zeit mit der Familie und Freunden, bei gemütlichem zusammen sein. Vergesst den Alltag eine Weile lang, die Weihnachtszeit ist eine schöne Zeit, jeder hat frei und jeder möchte eine gute Zeit verbringen, Geschenke sind Nebensache! Wie auch immer, diesmal lass ich Weihnachten aus, die letzten Wochen, „back to asia“, waren super und ich werde euch noch genauer berichten. Mein Schwesterherz ist inzwischen mit mir unterwegs, meinen Dad werden wir ebenfalls bald treffen und mit meiner Mom werden wir die Tage eine lange Skype Session starten.
Morgen wird für uns hier aber ein eher weihnachts untypischer Reise Tag, wir verabschieden uns von Penang und Malaysia und machen uns auf nach Thailand, mal sehn, vielleicht geht’s für ein oder Zwei Tage an einen Strand bei Krabi und dann sehen wir zu, dass wir auf Kho Samui eine günstige Unterkunft bekommen, sobald dann Zeit ist, lasse ich wieder von mir hören, bis dahin, genießt die Zeit! Beste Grüße, Wünsche and heaps of Love aus Malaysia!

Sonntag, 12. Dezember 2010

Back to traveling!! (Singapore to Cameron Highlands)

Nun, nachdem der Donnerstag Abend vor Abflug schon feucht fröhlich war, war am Freitag noch das ein oder andere zu erledigen. Craig, hat meine zwei dicken Boxen mit Zeug abgeholt und wird diese für mich verwahren. So habe ich mein Snowboard Zeug auch erst mal in NZ, diesen Winter werde ich in Europa auf jeden Fall nicht dazu kommen und vielleicht brauch ich es in der nächsten Saison wieder in NZ oder den Winter darauf in Kanada, wie auch immer, man darf ja träumen.
Am Freitag packe ich auf die schnelle meinen Rucksack und pack, inzwischen bereue ich es schon, auch meine Slackline mit in den Rucksack, wir werden sehen, wie oft ich sie gebrauche.
Freitag Nachmittag ist chillen angesagt, Jiri wohnt die ganze Woche schon mit im Haus, habe Ihn eine Woche vorher im Vagabound Backpackers kennen gelernt und Abends kommt Xavier und Stefan vorbei. Im Grunde war ein entspannter Abend geplant, mein Flug geht morgens um 7:00 Uhr und daher ist früh aufstehen angesagt. Die Nachbarin macht an diesem Abend ebenfalls eine kleine Party und so kommt es, dass wir am ende mit drei Maori Mädels auf unserer Trasse fröhlich die Sau raus lassen. Was ein gelungener letzter Abend in NZ! Gegen 1:00 Uhr gehe ich ins Bett und freue mich nur bedingt über den frühen Abflug am Morgen, es bleiben drei Stunden Schlaf.

Xavier bringt mich morgens zum Flughafen, der Check-in verläuft problemlos und so erreiche ich Melbourne nach 3,5 Stunden Flug. Aufenthalt in Melbourne 6 Stunden und ich verpasse die Gelegenheit den Express Shuttle in die Stad zu nehmen um Melbourne auszuchecken. Von Melbourne nach Perth, sitze ich wieder drei Stunden im Flieger, auch bei meinem zweiten Flug ist es nicht möglich die Rückenlehne meines Sitzes zu verstellen und so finde ich wieder keinen Schlaft. Aufenthalt in Perth, nochmal 5 Stunden, bevor es nach einem neuerlich problemlosem Check-in nach Singapore weiter geht. Um 3:15 Uhr schlage ich in Singapore auf und nun weiß ich auch wie es sich anfühlt dort mit 18kg am Rücken aufzuschlagen. Es fühlt sich super an, aber doch auch unwirklich, mit dem Transfer-Bus fahre ich vom Budget-Terminal zu den Haupt-Terminals und vergesse gleich mal ein paar Kleidungsstücke in meinem Koffer Trolly. Nun gut, es ist drei Uhr morgens und so habe ich keinen Stress, zurück am Budget-Terminal bin ich froh, das alles noch da ist. Planlos wie ich bin, hab ich keine Ahnung von Singapore, sicher hab ich mich ein wenig erkundigt aber kein Hostel angefragt oder mich detailliert über die einzelnen Stadtteile informiert. So such ich mir est einmal einen Platz im Airport um ein wenig zu relaxen und anzukommen. Bei Weihnachtsstollen und einem Kaffee schreibe ich mir ein zwei Hostels auf und eine U-Bahn Station. In der Stadt checke ich das erste Hostel gegen, 6:30 Uhr, es ist sogar offen und ich kann einen Blick auf den Dorm auf der Dachterasse werfen. Das Cozy Corner, kostet $13 SGD, hat 10 Betten auf dem Dach unter einer dünnen Plane, ist direkt an einer Hauptstrasse und einem Busstop gelegen. Nicht gerade das was ich mir vorgestellt habe und nachdem es früh morgens ist, mache ich mich, bei ungewohnter Hitze, doch noch auf in die nahegelegene Arab Street. Sleepy Sams Guesthouse sieht nett aus, die Bussorah Street wartet mit Kleinstadt-Atmosphäre auf und gefällt mir gut. So bleibe ich erst mal in der Gegend, trinke mehr Kaffee und warte bis die Reception offen hat. Der Drom ist OK, etwas düster aber nach fast 30 Stunden unterwegs bin ich froh, endlich einen Platz zum bleiben gefunden zu haben.

Wie üblich, kommt Schlafen nach Ankunft und am Beginn eines Tages nicht in Frage, so schnappe Ich mir einen Stadtplan und mach mich an einen Rundgang durch die Stadt. Mein Weg führt mich durch riesige Shopping Malls, mehr Shops, mehr Shops, mehr Shops, durch Malls aus denen man kaum mehr heraus findet, die sich miteinander verbinden zu Mega Malls, zur Marina Bay, dass futuristische Zentrum schlecht hin. Es ist schockierend und ich finde es einfach nur falsch!! $20SGD um sich den Skypark auf MarinaBaySands anzusehen, finde ich überzogen, in den neuen Bauten reihen, sich Ferarri, Harley Davidson, Schmuck und Designer Shops aneinander, alles ist riesig und es ist einfach sonderbar, nichts sieht wirklich gemütlich aus, dafür aber super schick und aufgesetzt. Der Weg durch China Town bietet dann doch etwas South-East-Asia Feeling, dennoch kann ich mich mit Singapore nicht recht anfreunden. Am Abend lerne ich Daniel aus Stuttgart und Noel aus Österreich kennen, beide sind unterwegs nach NZ und natürlich habe ich viel zu erzählen und zu berichten, Stefanie aus Frankreich gesellt sich ebenfalls zu uns, Sie ist gerade auf dem Weg von NZ nach France. Es ergibt sich ein geselliger Abend mit vielen Geschichten aus NZ. Tags drauf checke ich, wegen Visa, zur Thailändisch Botschaft welche an diesem Montag aber leider geschlossen ist. Anschließend checke ich das National Reserve und mache einen Jungle Walk, mitten in der Stadt, schon auch einmal ganz witzig. Am Tag darauf, geht’s wieder zur Thailändischen Botschaft und ich bin schon etwas unglücklich über die ärgerlichen Visa Bedingungen. Ohne Flug, raus aus Thailand will man mir hier kein Visum geben, auch nicht für $50 SGD. Den Nachmittag verbringe ich mit Internet und der Suche nach Flügen. Abends sitzen wir wieder vor dem Guesthouse und geniessen ein paar Bier. Tags drauf, schließe ich das Thema Visa erst mal ab, werde mich einfach später nochmals darum kümmern. Nach drei Tagen Singapore will ich hier eigentlich nur noch raus, Daniel und Noel reisen morgen ab und Stefanie muss am darauffolgenden Abend los. Nachdem wir uns echt gut verstehen und ich im Grunde auch gar keinen Stress habe, machen wir am Mittwoch zu einer kleinen Insel zwischen Singapore und Malaysia los. Pulau Ubin, ist nett und wir finden doch mehr Wildlife als erwartet. Die Blicke auf riesen Tanker, auf die Skyline von Singapore und Bohrinseln sind sonderbar. Dennoch macht unser kleiner Biketrip einen riesen Spaß und so bekomme ich zumindest eine Idee was man als Natur verbundener Mensch in Singapore tuen kann.

Am Donnerstag packe ich mich in den Bus nach JB (Johor Bahur) und nehme von dort einen Bus nach Mersing an der Ostküste Malaysias. Die Idee war die Insel Tioman auszuchecken. Die ganze Fahrt nach Mersing Fürth durch Palm Öl Plantagen, Palm Öl, Palm Öl und nochmals Palm Öl. In Mersing selbst mache ich einen Stadtrundgang und suche nach einem Hostel, es regnet nicht aber das Wetter ist nicht der Hit, es ist Monsun Zeit an der Ostküste. Fähren nach Tioman fahren nur vielleicht oder eben nicht, es ist also gut möglich dass man von der Insel erst mal nicht mehr weg kommt. In Mersing selbst ist nicht viel los und einige Hostels sind geschlossen. Am weg zurück Richtung Busstation esse ich etwas und mache anschließend zurück zur Busstation. Es ist drei Uhr am Nachmittag und so hoffe ich doch noch einen Bus nach Melaka zu erwischen. Der Bus fährt um 17:30 Uhr und soll 4 Stunden bis Melaka brauchen. Das könnte sich mit einem Guesthouse dann also gerade noch so ausgehen. Also checke ich ein Ticket und hänge für gut zwei Stunden am Busbahnhof ab. Im Grunde wollte ich ja nur raus aus der Stadt, rein in die Natur. Wie auch immer, Abends gegen 22:30 Uhr komme ich in Melaka an. Der Busbahnhof liegt 7km außerhalb der Stadt, ein Taxi koset 20 Ringgit, würde schätzen das sind so um die 6 Euro. Auf einmal quatscht mich ein älterer Herr an und meint er ist von einem Guesthouse. Es ist Spät, ich bin etwas gelangweilt von der Busfahrt und so habe ich einen Blick für die Preise des angebotenten Guesthouses. 10 Ringgit im Drom sind cool, also 3 Euro oder so. OK, trotzdem brauch ich ein Taxi und handle den Kerl auf 17 Ringgit runter. Das Guesthouse sieht von aussen schon nicht besonders aus, es ist ein großes altes Stadthaus. Nachdem ich wieder einmal über 12 Stunden unterwegs bin, denke ich für eine Nacht wird es schon passen und habe daher gar keinen Blick für die Zimmer bevor ich einchecke. Als ich das erste mal den Dorm im zweiten Stock unter dem Dach betrete muss ich fast lachen, es ist im Grunde schon ziemlich verkommen. Der Putz blättert im ganzen Haus von den Wänden, im Dorm sind Fotos aus Zeitungen aufgehängt, die mit Schmierereien von anderen Travellern verziert sind. Es sind Sprüche und Zeichnungen an den Wänden wie z.B. „This place sucks!“ oder „Be good, if you can't be good, forget it!“. Wie auch immer, ich frage nach Bier und Bier ist hier in Malaysia überhaupt recht teuer, entscheide mich daher in den Strassen von Melaka nach einer guten Quelle zu suchen. Finde dann immerhin eine halb Liter Dose strong Beer mit 12 Volt und genieße diese auf meinem Bett im Dorm. Außer mir und einem älteren Herren, der aber schon zu Bett gegangen ist, ist niemand im Dorm. Nach der guten Dose, gelüstet es mich nach einer Zigarette und daher begebe ich mich in die Lounge um zu rauchen. In der Lounge sitzt der Herr der mich am Busbahnhof abgefangen hat und ein weitere Herr der hier im Hostel arbeitet. Beide rauchen und trinken Bier. Nach einem halben Liter strong beer aus Holland, bin ich schon etwas lustig und wir haben nette Gespräche. Yen, der Hostel Eigentümer nimmt mich anschließend noch zu einem seiner Hotspots mit, wir trinken und ratschen bis morgens um drei. So kommt es, dass ich tags drauf mit Kopfweh aufwache und schon weiß, dass ich noch einen Tag länger hier im Guesthouse verbringen werde. Yen ist ein netter, keine Frage, ich erfahre viel über Malaysia, Singapore und ein wenig über chinese people. Er ist 65 Jahre alt und bräuchte etwas Hilfe mit seinem Guesthouse. Der Hangover ist nicht so übel und so sehe ich mir Melaka an. Melaka ist nett, eine Stadt mit Geschichte, aber eben auch eine Stadt, trotzdem genieße ich die verschiedenen Stadtviertel und Abends ein Bier am Nightmarket in Chinatown. Auch finde ich etwas Zeit mich mehr um meine Reiseplanung zu kümmern und entscheide mich für einen langen Bus Trip nach Ipoh, eine Durchgangsstation wenn man in die Cameron Highlands oder auf die Insel Pulau Penang weiter will. Kuala Lumpur lasse ich einfach aus, von Stadt habe ich einfach erst einmal genug und ich glaube es werden sich noch Gelegenheiten ergeben einen genaueren Blick auf die Petronas Tower zu werfen.

Am Busbahnhof in Ipoh, gerade erst einen heftigen Sturm auf dem Highway hinter mir, entscheide ich mich daher für Lumut an der Küste um am nächsten Tage die Fähre zu nehmen. Nachdem ich aber am Busbahnhof Voitech, einen Kollegen aus Czech Republic treffe, entscheide ich mich nach kurze überlegen doch für die Highlands, wir erwischen den letzten Bus und sind auf dem Weg in die Highlands. Atemberaubende Blicke und keine weiteren Touris im Bus, sind wir gespannt auf Tanah Rata in den Cameron Highlands. Ein riesen Stau erwartet uns, im Lonely Plante war geschrieben man soll seine Unterkunft frühzeitig buchen, sollte man die Highlands im Dezember besuchen. Die locals haben Sommerferien und es handelt sich um ein beliebtes Ferien Ziel. So dauert unsere Fahrt nochmals fünf Stunden und wir erreichen Tanah Rata kurz nach 22:00 Uhr. Alles ist super busy, dicke Beton Bunker, Hotels und haufenweise Autos schocken mich wieder ordentlich. Ganz anders hier als in Mea Salong im Norden Thailands. Wie auch immer, Voiech und ich trennen uns, da er entscheidet im Jungle zu schlafen, bei 10 Grad ohne Schlafsack habe ich das nicht vor und laufe voll bepackt durch die Strassen. Ein Typ fragt mich ob ich nach einem Platz zum bleiben suche und es stellt sich heraus, dass er in Daniels Lodge arbeitet. Genau das Guesthouse nach dem ich gesucht habe. Es ist überfüllt, wie überall hier, aber ich bekomme einen Platz im TV-Room und eine Matratze auf den Boden. Hier sind einige Backpacker unterwegs, ich genieße ein Bier am Lagerfeuer und freue mich hier zu sein, auch wenn der Ort irgendwie sonderbar wirkt, mit all diesen Touris und den fetten Hotels, dem Golfplatz usw., trotzdem die Luft ist super, es ist Jungle überall und ich bin raus aus der Stadt, back to nature. Es gibt hier viele Trails die man auf eigene Faust erforschen kann und so freue ich mich auf ein paar Tage Jungle Trekking. Heute war lazy Day, mehr oder weniger, den Vormittag verbringe ich bei einem gutem Gespräch mit Larry, aus Collorado, gutem Essen und den Nachmittag verbringe ich mit dem schreiben dieses Posts. Es fühlt sich so gut an, hier auf der Terrasse zu sitzen und mit Blick auf den Jungle diesen Post zu schreiben. So hat es nun fast eine Woche gedauert, aber nun, bin ich Zurück, meine Reise Stimmung ist gut, ich freue mich auf ein tolles Trekking morgen und werde mir hier ein paar schöne Tage gönnen.

Life is Awesome!!!

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Ready for take off!! POW is gone, everything is prepared, less then 48 hours to go!

Hatte diesen Post bereits vor drei Wochen angefangen, aber plötzlich passiert zu viel und so komme ich nicht zum schreien.

Anfang November hatte ich mit meiner Mom telefoniert, dabei haben wir uns kurz über das Thema Auto verkaufen unterhalten. Habe dann darüber nachgedacht und fande auch, es ist an der Zeit. So hab ich Flyer gedruckt und POW in Gumtree rein gesetzt. Anfangs passierte erst mal nichts, am Donnerstag (11.11.2010) bekomme ich den ersten Anruf und verabrede mich für Freitag. Ein belgische's Pärchen ist mein erster potentiellen Käufer. Am Freitag ist Feiertag in Cantabury, es ist Show Day. Kurz zusammengefasst: Show Day, die ganze Woche schon sind Pferderennen, man macht sich super schick und säuft sich auf der Rennbahn einen an. Hab dieses Event vor lauter Party aber leider ausgelassen. Wie auch immer, das belgische Pärchen findet POW echt schick, ich mach Ihnen keinen Stress und sage auch, dass es kein Problem ist mich jeder Zeit wegen einer zweiten Besichtigung anzurufen. Den Rest Freitag verbringe ich mit Steve, Owen und Jen am Strand. Xavier, ein Freund von mir, war kurz für drei Wochen in Belgien und ist seit letztem Dienstag wieder im Lande, daher schon der Hangover am Freitag. Freitag Abend ist BBQ bei bekannten aus Czech angesagt.
Samstag morgen sitz ich hier zu hause und weiß gar nicht so recht was anstehen soll, das Wetter ist der Hammer aber geplant ist nichts. Ein anderes Pärchen meldet sich am Telefon und will sich POW ansehen. Kurz bevor ich hier los mache, fragt das belgische Pärchen die zweite Testfahrt an. Im Grunde habe ich am Telefon gar nicht geblickt, dass es sich um den Belgier handelt und hab mich am Telefon schon runter handeln lassen. Dem Pärchen aus Czech, ist mein MPV (yeah, it's not a car, it's a MPV baby!) zu klein, wie auch immer, treffe ich mich anschließend noch mit Wim und seiner Freundin. Bei der zweiten Testfahrt geht wieder alles glatt, keine Tachoaussetzer oder leuchtenten Lichter in der Konsole, dass er Öl verliert habe ich von Anfang an angegeben, einen halben Lieter im Monat ungefähr, könnt aber schon auch etwas mehr sein. Dennoch, meine coolen Features wie Klapptisch, Bob Marley Flagge an der Decke, die schicken Vorhänge und all die anderen coolen Features machen den Deal perfekt, 3000 Flocken sind schier unglaublich. Die beiden laden mich nach dem Deal auf ein Bier ein, aus einem werden am Schluss drei und wir verabreden uns für eine Übergabe am Montag. Natürlich, dreht mein Tacho genau am Montag morgen wieder hohl, statt den anzugebenden 50kmh, schieße ich mit 100kmh, durch die Stadt.
Wie auch immer, POW is gone!!! Im Grunde bin ich echt Froh, dass ich noch etwas für POW bekommen habe, ich hatte eigentlich noch eine ganz andere Idee, von der ich euch aber später mal berichte.

Die letzten zwei Arbeitswochen, dass Arbeitsverhältnis ist gekündigt zum 26.11., fahre ich früh morgens mit dem Skateboard zum Bus Exchange in der City, so 2,5km ungefähr, und von Dort mit dem Bus zur Arbeit.

Was als nächstes dringend anstand, ist ein Flug und eine Entscheidung wo es denn nun hingeht. Zwei Abende verbringe ich mit der Suche nach Flügen, buche aber nichts. Am Freitag (19.11.) morgen rappelt es mich und ich buch die Flüge!! Im Grunde viel mir die Entscheidung diesmal wie gesagt einfach schwer, es gibt eigentlich keinen rechten Grund hier abzuhauen und auch die vielen Optionen machen mir die Entscheidung schwer. Am Ende, entscheide ich mich für die billigste Variante und buche die Flüge nach Süd-Ost-Asien.

Am Samstag 4. Dezember um 7:00 Uhr in der Früh geht mein Flug von Christchurch nach Melburne, nach Perth und von dort nach Singapore. Komme dort, wenn alles nach Plan läuft, um 2:50 Uhr morgens an.

Wie schon erwähnt, sitze ich seit zwei Wochen immer mal wieder vor diesem Post, es gibt aber einfach noch so viele Leute zu treffen und Dinge zu tun. Der Flug in der Tasche, fühlt sich komisch an, einfach unfassbar dass die Zeit hier zu Ende geht. Ein wahnsinns Jahr neigt sich dem Ende!!

Die Zeit bei Digiweb war ein Hit, nach sieben Monaten, sind wir alle ein richtiges Team, es geht vorran, wir kämpfen gegen Windmühlen, kommen langsam vorran, aber dennoch, die Stimmung ist gut und aus Kollegen werden auch in kurzer Zeit gute Freunde. Letzte Woche, gibt’s Weißwürste zu meinem good bye come together. Es gibt eine herzlich liebe Karte mit netten Sprüchen und Präsente von den Kollegen. Am Mittwoch starten wir eine Paintball session und haben super Fun. Die Woche ist rum, die Zeit @ Digiweb ist erst einmal vorbei.

Freitag gab es dann eine kleine Haus Party, auf der ich etwas zu viel getrunken habe. Samstag versuche ich nur zu überleben und fange Sonntags mit den ersten Reise Vorbereitungen an. Seit Montag ist Action angesagt, es gibt Pakete vorzubereiten, Entscheidungen zu treffen, Besorgungen zu machen und Papierkram der erledigt werden muss.

Es ist Donnerstag morgen und die wichtigsten Punkte sind inzwischen abgehakt. Dennoch gibt’s noch viele Dinge die man machen könnte. So schaue ich jetzt einfach was ich schaffe. Der Blogpost stand für heute ganz oben auf der Liste, Nachmittags geht’s noch in die Stadt und Abends gibt’s ein paar Bier mit Freunden. Für morgen ist noch nicht viel geplant aber der Tag ist kurz und wird sich schnell mit Actions füllen.

Im Grunde ist es nach wie vor komisch, den Flug gerade erst gebucht, kann ich mir bis heute nicht vorstellen wie es sein wird mit 15kg am Rücken in Singapore aufzuschlagen. Weniger als 48 Stunden vor Abflug bin ich jetzt aber doch etwas aufgeregt und es fühlt sich SUPER an!

Let'z rock da world!!

Donnerstag, 4. November 2010

Etwas merkwürdig ist es schon.

Wie Ihr wisst, hab ich mit einem weiteren Trip nach Süd-Ost-Asien schon geliebäugelt. Nachdem Tanja, meine Schwester, inzwischen einen Flug von Darvin nach Singapore hat, mein Pap und Petra einen Flug nach Thailand, stehen die ersten Stopps schon fest. Nach Flügen habe ich schon ab und zu gekuckt, aber immer noch nichts gebucht.

Diesmal ist alles anders. Auf der einen Seite hab ich von Arbeit erst mal wieder genug und freue mich auf die freie Zeit. Auf der anderen Seite, bin ich hier echt heimisch geworden. Wie schon oft erwähnt, find ich Christchurch ziemlich cool. Es ist natürlich auch einfach ganz NZ oder zumindest dass, was ich gesehen und kennen gelernt habe – I love this place!

Die letzten Tage habe ich Pow auf Vordermann gebracht, geputzt, gesaugt und gewaschen. Das komplette Camping Equipment und die ganzen Tools sind sortiert. Pow is ready for the next adventure! Ok, ok, ok, evtl. braucht es mal einen neuen Motor, aber nett sieht er aus und sogar eine neue WOF („TÜV“) hat er bekommen. Die neuen Bremsbeläge vorne soll der nächste machen.

Zu sortieren und packen gibt es noch einiges: Ein Paket, dass erst mal hier bei Freunden bleibt und ggf. nach Australien geschickt werden kann, ein Paket nach Deutschland und mein Rucksack. Mal sehn wie ich das mache, diesmal muss auf jeden Fall meine Slackline und auch das Kletterzeug da rein.

Wie Ihr schon mitbekommt, gibt’s doch einiges zu organisieren. Es ist erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht! Echt komisch wie es sich anfühlt, dass hier gelebte vorerst wieder aufzugeben. Durch meinen Job, habe ich hier schnell wurzeln geschlagen und kann aus dem vollen schöpfen. Sicher hätten mir ein paar mehr Wochen in den Bergen auch gefallen, aber es ist wie es ist und ich bin sehr zufrieden wie sich hier bisher alles ausgegangen ist.

So sitze ich abends manchmal hier zuhaus und überlege und frage mich einmal wieder: „Was tust Du eigentlich?“. Wenn ich aber dann lang genug darüber nachdenke, will ich einfach wissen was als nächstes kommt und wie es weiter geht. Im Grunde will ich ja auch weiter, aber man wird doch faul und fühlt sich erst mal wieder wohl in dem gewohnten.

Bis vor kurzem wusste ich gar nicht so recht wo ich eigentlich hin will, Süd-Ost-Asien ist auf jeden Fall eine super Idee dachte ich, aber so richtig konkret wurde das bis vor kurzem nicht. Erst mal aus der Arbeit und aus Christchurch raus, weg von der Arbeit, so viel anders wie daheim ist es dann hier auch wieder nicht, 40 Stunden sind 40 Stunden. Daheim war der Fokus dennoch so viel klarer: Einfach weg kommen, reisen und raus aus Deutschland! Hier ist dasselbe wie Daheim, doch anders und NZ an sich, geht mir nicht auf den Sack, im Gegenteil gäbe es noch viel zu sehen und zu erleben.

Wie auch immer, es geht weiter und ich lass euch wissen was passiert. Tanja, Petra, Pap, ich sehe euch mit Cocktail in der Hand am Strand! Jetzt braucht es erstmal dringend einen Flug!! Aufgehts, letz move!!

Montag, 4. Oktober 2010

One year on the way!

Ein Jahr unterwegs, kaum zu fassen aber die Zeit vergeht so schnell. Auf philosophische Auswüchse habe ich an einem Montag Abend keine Lust, was soll ich sagen: Unfassbar was man in einem Jahr alles erleben kann! Thailand, versteckte Bergdörfer und viel Kultur, entspannte TukTuk Fahrer in Laos, krasse Gegensätze in Kambodscha, tolle Strände, unfassbare Landschaften in Neuseeland, ein riesen Haufen interessanter Leute und Gespräche überall. Nun gut, im Moment ist hier Standard mit Arbeit und Co. angesagt, dennoch ist alles anders und ich kann nur jedem empfehlen mal raus zu gehen, raus aus dem gewohnten, raus in unser aller Welt. Nach einem Jahr hat sich mein Blick auf die Dinge doch geändert, aber es ist schwer zu beschreiben und in Worte zu fassen. Ich, bin Ich, aber es sind die vielen Eindrücke, die ich nie gewonnen hätte, oder die Dinge, über die ich einfach nie nachgedacht hätte. Bisher war die Reise jeden Aufwand wert! Die Heimat ist so fern und doch wäre ich gern mal wieder dort. Dennoch, die Suche geht weiter und ich freue mich drauf: Let'z bring it on, bring it on, BRING IT ON!! Love you all!!