Ein Jahr unterwegs, kaum zu fassen aber die Zeit vergeht so schnell. Auf philosophische Auswüchse habe ich an einem Montag Abend keine Lust, was soll ich sagen: Unfassbar was man in einem Jahr alles erleben kann! Thailand, versteckte Bergdörfer und viel Kultur, entspannte TukTuk Fahrer in Laos, krasse Gegensätze in Kambodscha, tolle Strände, unfassbare Landschaften in Neuseeland, ein riesen Haufen interessanter Leute und Gespräche überall. Nun gut, im Moment ist hier Standard mit Arbeit und Co. angesagt, dennoch ist alles anders und ich kann nur jedem empfehlen mal raus zu gehen, raus aus dem gewohnten, raus in unser aller Welt. Nach einem Jahr hat sich mein Blick auf die Dinge doch geändert, aber es ist schwer zu beschreiben und in Worte zu fassen. Ich, bin Ich, aber es sind die vielen Eindrücke, die ich nie gewonnen hätte, oder die Dinge, über die ich einfach nie nachgedacht hätte. Bisher war die Reise jeden Aufwand wert! Die Heimat ist so fern und doch wäre ich gern mal wieder dort. Dennoch, die Suche geht weiter und ich freue mich drauf: Let'z bring it on, bring it on, BRING IT ON!! Love you all!! Montag, 4. Oktober 2010
One year on the way!
Ein Jahr unterwegs, kaum zu fassen aber die Zeit vergeht so schnell. Auf philosophische Auswüchse habe ich an einem Montag Abend keine Lust, was soll ich sagen: Unfassbar was man in einem Jahr alles erleben kann! Thailand, versteckte Bergdörfer und viel Kultur, entspannte TukTuk Fahrer in Laos, krasse Gegensätze in Kambodscha, tolle Strände, unfassbare Landschaften in Neuseeland, ein riesen Haufen interessanter Leute und Gespräche überall. Nun gut, im Moment ist hier Standard mit Arbeit und Co. angesagt, dennoch ist alles anders und ich kann nur jedem empfehlen mal raus zu gehen, raus aus dem gewohnten, raus in unser aller Welt. Nach einem Jahr hat sich mein Blick auf die Dinge doch geändert, aber es ist schwer zu beschreiben und in Worte zu fassen. Ich, bin Ich, aber es sind die vielen Eindrücke, die ich nie gewonnen hätte, oder die Dinge, über die ich einfach nie nachgedacht hätte. Bisher war die Reise jeden Aufwand wert! Die Heimat ist so fern und doch wäre ich gern mal wieder dort. Dennoch, die Suche geht weiter und ich freue mich drauf: Let'z bring it on, bring it on, BRING IT ON!! Love you all!! Dienstag, 21. September 2010
Das Beben und ein Haufen Schnee
Wir können das so recht nicht glauben, hier sieht alles normal aus, keine aufgerissenen Strassen, keine riesen Risse oder sonstiges, alles scheint OK. Es ist Wochenende, der Winter liegt in den letzten Zügen und ich will wirklich nochmal auf den Berg. Wir wissen es nicht besser, setzen uns gegen 5:45 Uhr ins Auto und fahren los. Roundhill liegt am Lake Tekapo und ist vorallem wegen den Ausblicken interessant. Hier gibt’s planierte Pisten, einen Ankerlift und einen netten Snowpark. Außerdem steht hier mit 1.4km Länge das längste Rope Tow Neuseelands. Das Wetter ist gut und wir haben einen super Tag den wir mit Slacklinen am See ausklingen lassen. Am Abend in Tekapo Village erreichen uns haufenweise SMS und es wird klar, dass das Erdbeben doch einiges an Schaden gelassen hat.
Sonntag morgen sieht das Wetter nicht sehr gut aus. Dobson hat wegen Wind geschlossen aber Fox Peak ist auf. Wir sind spät dran, aber nachdem wir jetzt schon hier sind, können wir uns Fox zumindest ansehen. Die 15km Access Road sind wohl das härteste was ich meinem lieben POW bisher angetan habe. Die letzten paar hundert Meter sind noch vereist und der Abhang ist nicht weit. Mit Puls 180 und ordentlich Adrenalin im Blut parken wir am Carpark. Es ist nichts los, als ich aussteige kommt ein älterer Herr zu mir. Er ist vom Skifield und meint, sie wollten eigentlich gerade schließen, aber wenn wir fahren wollen, macht er halt nochmal auf und wir fahren eine Runde. Nachdem Xavier sich die Kohle für die Ski in Fairley gespart hat, mach ich mich für ein paar Runs los. In kurzer Zeit lerne ich alle Angestellten dort kennen und wir machen uns auf, zu einer Rundtour durchs Gebiet. Letzten Endes schaffen wir es nur bis zum dritten Tow Rope, der Wind ist von da an einfach zu stark. Die Aussicht von hier oben ist der pure Wahnsinn und wir hängen anschließend noch eine ganze Zeit am Carpark ab.
In Chch, lassen sich Sonntags Abend im Dunkel der Nacht kaum Schäden ausmachen. In den Nachrichten sehen wir dann aber doch ziemlich krasse Bilder. Auch nach zwei Wochen, werden hier noch Gebäude geprüft und gelbe oder rote Sticker an Häuser geklebt. Schwere Schäden haben sich aber auf einzelne Stadtteile konzentriert und so hab ich hier in Addington Glück gehabt. In der Firma hatten wir auch ein riesen Schwein, lediglich ein Server, ist aus dem RAC gefallen. Dennoch, der Schaden in Chch ist erheblich, vorallem viele alte Gebäude haben ordentlich gelitten. Nach einigen Tagen gewöhnt man sich fast an die Nachbeben und schläft schon auch mal durch ein Beben der Stärke 5. Es fühlt sich komisch an und man kann es fast nicht glauben, alles bebt. Bilder habt Ihr ja bestimmt auch gesehen, gibt’s auch hier : "Christchurch earthquake - your photos".
Eine Woche nach dem Beben checken wir
Temple Basin, ein legendäres Clubfield am Arthurs Pass. Trotz Regen, geben wir uns die 500hm Aufstieg ab dem Carpark, zum Glück können wir das Gepäck an einer Materialseilbahn abgeben. Nach einer Stunde erreichen wir die Hütten, es regnet und nur ein Lift hat offen. Der Schnee ist so nass, dass ich mich fast aufs Tail meines Boards setzen muss, um nicht vornüber zu fliegen. Nach drei Stunden boarden im Regen, machen wir uns wieder auf, an den Abstieg. Trotzdem eine sau fette Action und ein toller Tag.
Letzte Woche Dienstag oder Mittwoch wartet ganz NZ gespannt auf einen der größten Stürme unseres Planeten: http://www.nzherald.co.nz/nz/news/. Natürlich hatten wir auf Schnee gehofft, so wies aber aussah war an Snowbaorden wegen Sturm nicht zu denken. Samstag Morgen machen wir uns eigentlich auf an die WestCoast, um die 8m hohen Wellen zu sehen. Nachdem Broken River aber offen hat, behalten wir uns die Westküste für den späten Nachmittag auf. In Broken River gehören wir zu den ersten im Hang und finden Powder satt. Einige Stunden später stehe ich mit Bernhard und Xavier vor den Pancake Rocks an der West Coast. Das Ganze Wochenende wird zum Selbstläufer und einfach der Hammer. Powder, Sonne, Wolken, Sturm, Schnee, Regen, Meer, Palmen, Regenwald, Berge, Schneeketten..........
So geht hier auch eine Woche nach der anderen ins Land. Das ist erst mal wieder ein Anfang würde ich meinen, hoffe ich komm die Tage nochmal zum schreiben. Checkt die wahnsinns Bilder! Ansonsten lasst es euch gut gehen und genießt die Zeit, außerdem nicht vergessen:
Life is to short to be taken serious!
Samstag, 18. September 2010
Craigieburn and Broken River Trip - Nachschlag!!
Mittwoch, 1. September 2010
Craigieburn and Broken River Trip
Urlaub raus und so geht’s erst am 07.08. los. Da in der letzten Arbeitswoche ordentlich was los ist, steht am Samstag erst mal Packen und Einkaufen an. Der grobe Plan ist, sich mit Manu am Craigiburn Shelter zu treffen, Handyempfang hat man hier ja nirgends. Nachdem alles im Auto verstaut ist, ist mein Zimmer hier fast leer, ich ziehe wirklich wieder in meinen Van. Die ganze Woche war es noch gut warm, seit heute ist es zum Glück kälter und in den Bergen soll's auch Neuschnee geben. Für Sonntag ist super schlechtes Wetter vorrausgesagt und so werde ich mich erst Abends mit Manu treffen. Sonntag Morgen werden noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft und am Nachmittag geht’s Richtung Arthurs Pass. Schon kurz nach Chch, weist mich eine Anzeigetafel auf die Notwendigkeit von Schneeketten ab Springfield (ca. 70km von Chch) hin. Genau so habe ich mir das vorgestellt: WINTER!! Kurz vor dem Porters Pass, es liegt schon ein wenig Matsch-Schnee auf der Strasse, ist eine Art Verkehrsko
ntrolle, es wird nach Schneeketten gefragt und über die Strasstenbedingungen informiert. Trotz Sommerreifen schaffe ich den Porters Pass aber ohne Ketten und überhaupt ist die Strasse frei. An Castle Hill mach ich ein kurzes Foto bevors zum Craigieburn Valley und zum Treffpunkt weiter geht. Manu steht schon mit seinem Van am Shelter und wir freuen uns gemeinsam über den frischen Schnee. Der Schnee der hier fällt ist noch schwer und Nass, auch der Boden ist nicht wirklich gefroren. Manu kocht Dinner und wir hängen den Abend in Manu's Van ab. Für morgen hoffen wir aufs Beste und auf den ersten Run in Broken River. Es ist Kalt und ich, der ein außergewöhnlich gut beheiztes Kiwihaus gewohnt ist, hofft insgeheim auch, dass der Schlafsack warm genug ist.Die Nacht ist nicht so kalt wie gedacht, als ich am morgen auf mein Thermometer schau, hat es gerade einmal -2 Grad. Die Schlechtwetterfront ist weitergezogen
und so bereiten wir uns auf den ersten Schneetag vor. Die Club Fileds sind kleine Skigebiete die sich auf Privat Grund befinden. Es gibt keine asphaltierten Zufahrten und die so genannten „Access Roads“ bewältigt man besser mit einem 4WD. Manu hat gestern einen kleinen Erkundungsrundgang gemacht und möchte seinem Van die Access Road auf keinen Fall antun. Wir machens wie sichs gehört, lassen unsere Karren stehen und Hitchhiken auf den Berg.Vom Carpark geht’s mit dem inclinator, sowas wie ner Gondel auf Schienen nach oben, 6 Pers. Max. Am Ticketoffice, kaufe ich mir auf die schnelle doch noch einen „Glove Cover“. Von dort bis zum ersten Rope ist es noch ein gutes Stück zu laufen. Am Rope, bekomme ich eine
kurze Einweisung ins Rope Tow'en, wirklich kranker Scheiss und scary wie die Sau. Im ersten Moment hört sich das ja alles easy an. Man hat also seinen Klettergurt oder ähnliches um die Hüfte und befestigt daran den sogenannten „Nutcracker“. Man, stellt sich ans Rope, bereitet den Nutcracker zum greifen vor und greift mit der anderen Hand das Rope, deshalb auch der Glove cover. Wenn man Rope-Geschwindigkeit erreicht hat, schließt man den Nutcracker und sieht zu, dass man alles andere vor dem ersten „Pully“, also vor der ersten Umlenkrolle sortiert bekommt. Hier haben Leute schon Finger verloren. Das Rope ist schneller als viele Ankerlifte und bis zum ersten Pully ist es nicht sehr weit, erst nach ein paar Versuchen komme ich das erste Rope Tow hoch. Das Basin ist schon ein wenig verspurt, aber nachdem nicht viele Leute unterwegs sind, ist noch genügend Powder übrig.Die Clubfields sind schon was besonderes, der Wanker Filter, also das Rope Tow, verhindert überfüllte Hänge. Planierte Pisten gibt es keine und
überhaupt sieht ein Clubfield eher aus, wie wenn jemand das notwendigste irgendwie, mit billigsten Mitteln, in und an den Berg bekommen hat, um nach einem Run, wieder einigermaßen flott auf den Berg zu kommen. Entspannung gibt’s an einem Rope Tow nicht und so ist man, mehr oder weniger, non-stop am boarden. Die Hütte in Broken River ist super cool, die Küche kann von jedem genutzt werden, es gibt kostenlos Tee, ein Sandwichmaker und sogar ein Grill steht der Allgemeinheit zur Verfügung. Abends Trampen wir die 6km Access Road bis zu unserem Home Shelter.Das beste Mittel gegen Kälte ist
Bewegung, so sammeln wir Feuerholz und wechseln uns beim Sägen ab. Der Shelter ist fast zu allen Seiten offen, die Feuerstelle ist riesen groß und der Kamin zieht die ganze Hitze einfach weg, man muss sich echt nah ans Feuer setzen um ein wenig Wärme abzubekommen. Immerhin können wir die Handschuhe trocken. Das Trocknen von Kleidung ist ein Thema und die beste Möglichkeit ist einfach, alles anzubehalten bis es trocken ist.Nach zwei Tagen Broken River geht’s den ersten Tag nach Craigieburn, ein anderes Clubfield gleich im nächsten Becken, an der gleichen Bergkette. Wir Hitchhiken also wieder und kommen so easy ins Gebiet. Craigieburn,
wird unser Favourite, die drei Rope Tows kommen alle hintereinander und am Gipfel ist nach einer entspannten Hangquerung laufen angesagt. Passt uns aber besser als das ewige Gequere in Broken River. Überhaupt, da die Gebiete meist an den Berg-Schattenseiten in einem halbkreisrunden Becken liegen, ist nach der langen Rope Tow fahrt Queren angesagt, bevor es in die Hänge geht. In Craigieburn rocken wir die erste wahnsinns Rinne. Fast 600hm vertical drop, Start durch einen gut 40Grad steilen, felsversetzten „Shoot“ und dann ist Powdern angesagt. Nach der Abfahrt geht’s zu Fuß, 20 Minuten die Access Road hoch zur Rope Tow Talstation, drei mal Rope Tow Action, queren und nochmal laufen, bevor die nächste Rinne dran glauben muss.Rein zufällig treffen wir am Donnerstag
Sam am Berg. Wir beide kennen Ihn und seine Freundin aus Motueka. Die Beiden haben Ihre Base in Springfield und wir sind eingeladen dort doch einfach mal vorbei zu schauen. An diesem Abend rocken wir zu dritt die Access Road, es liegt einfach zu viel Schnee um schon am CarPark in ein Auto einzusteigen. Natürlich super blöde Action was das Material angeht. Den Spaß lassen wir uns aber nicht nehmen und so geht’s, schneller als die Autos die Strasse runter. Bremsen kann man, will man wegen der vielen Steine aber nicht, ein Kratzer bleibt nicht aus und fast 20cm bis auf den Holzkern machen Boardpflege in den nächsten Tagen notwendig.Freitag morgen regnet es in Strömen bei +5 Grad. Boarden ist für den Tag gegessen und wir machen uns im Shelter gemütlich Frühstück. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen kommt es uns fast warm vor, -8 Grad beim aufstehen ist eine andere Sache. Am Frühen Nachmittag machen wir uns nach Springfield auf, besuchen Sam und Loreta. Außerdem müssen wir unsere Vorräte auffrischen, beim Blick auf die Preise überlege ich aber schon, ob es nicht besser wäre bis nach Chch zu fahren. In Sam's Workshop werden die gröbsten Kratzer gefüllt und die Bretter gewachst. Für mich geht’s an diesem Tag noch nach Chch.
Samstag morgen frage ich mich was ich hier eigentlich soll, wasch meine Wäsche, kaufe ein, setz mich ins Auto und fahre wieder los. Das Wetter ist gut und es ist ziemlich warm. Der ganze Schnee ist dahin, die Skifields sehen vom Tal aus, bitter aus und wir fragen uns ob an Snowboarden überhaupt noch zu denken ist.
Sonntags schauen Loreta und Sam vorbei und wir fahren gemeinsam zum bouldern nach Caslte Hill. Die nächsten Tage warten wir auf besseres Wetter, auf Kälte, Schnee und dicke Flocken. Wir verbringen die Zeit mit Slacklinen und checken noch zwei andere Shelter aus.Als es uns am Mittwoch wieder auf den
Berg zieht, ist das Wetter echt beschissen. Es liegt etwas nasser Neuschnee und es regnet fast. Es hat super wenig Schnee und so habe ich Porters die ganze Zeit hier noch nicht gesehen. Trotzdem rocken wir ein wenig über die Kicker und machen das Beste draus. Am Donnerstag wieder Frühlingshaft und wir fahren erst gar nicht zu
den Skifields hoch. Freitag raffen wir uns auf und werden in Craigieburn mit Powder Runs überrascht, machen an diesem Tag noch den Hike nach Broken River und finden eine super Line. Samstag kann ich nicht anders und mach nochmal los, Manu hat leider nur nen mid week pass und verbringt den Tag mit slacklinen. Am Abend wird’s im Shelter voll und es ist richtig busy. Wir treffen auch ein Haufen alter Bekannter der letzten Abende wieder. Bevor die ganzen Kletter Freaks aus Castle Hill mit Ihren Boulder Matten kommen, machen wir uns aber auf zum Howden Shelter, einfach viel entspannter dort.Was eine super fette Zeit! Für zwei Wochen wieder in meinem Van zu wohnen, ein riesen Spaß, die ganze Zeit draussen zu sein, 4 Jahreszeiten Schneeverhältnisse und ein Haufen netter Leute.
Seit einer Woche steht jetzt wieder Arbeit an, soweit alles schon in Ordnung, vorallem weil ich inzwischen weiß, dass es im November oder Dezember mit dem Traveln weiter geht. Zumindest habe ich in der Arbeit schon mal bescheid gesagt und so stellt sich jetzt eigentlich nur noch die Frage: Wo geht’s hin?
Dienstag, 27. Juli 2010
An Spätzle Hobel a bissal Mehl, Eier und an Käs
Spatzn. Fettes merci erst mal an Peter, Jörg, Def, Gabi - und Gruß an alle. Ein Spätzle Hobel plus Zubehör! Sicher schadet auch in der Ferne nicht, dass richtige Handwerkszeug. Das Päckchen überrascht mich letzte Woche Montags in der Arbeit, was hab ich mich gefreut. Die Hardware sieht nobel aus und dazu noch diese schicken Ruth Pretty Teetowls. High class travel equipment!Wie auch immer, es soll wohl Leute geben die meinen ich
kann keine Spätzle machen. Damit Ihr mal alle einen Platz habt, den Ihr kennt und wo steht wie man Käs Spatzen macht, gibt’s hier jetzt das Rezept:500g Mehl
5 Eier
bissal Wasser
bissal Salz
ein, zwei Zwiebeln
300g Kas oder mehr

Mehl, Eier und Wasser zu am zähflüssign Teig zam rührn. Obacht gebn, des soll jah nich klumpn.
Derweilen hat jemand anders scho an grossen Topf mit Wasser aufgesetzt, die Zwiebln gschnitten und an Käs griebn.
Wenn das Wasser kocht, einfach Teig in den Hobel geben und los geht’s. Wenn die Spätzle oben schwimmen, san die
eigentlich fertig. Abfischen und in a große Schuessl gebn, Kas drueber und in Ofen oder'd Micro nei, raus nehmen wenns guad ausschaugt.Zwiebl in a Pfann oder am Topf schee anglasen und über die fertign Spatzen geben.
Tip für nachm Essen, an Schnaps und jemand anders der abspuelt.
Immerhin drei Ankerlifte haben die, für die Clubfields ist das eine riesen Sache. Der Snowpark kann sich jetzt schon sehen lassen und wird wohl noch richtig fett. Der Schnee ist gar nicht schlecht und es ist wenig los. Samstag mieses Wetter, aber Nachmittags um drei reissts endlich auf und wir haben noch eine wahnsinns Aussicht!! Sonntag wie ein Traum.
Am Donnerstag hab ich mir Jib da Foundry, einen kleinen Jib Contest auf dem Uni Gelände angeschaut. Nettes Set-Up und ein Haufen Schneeverrückter. Nachdem ich seit letztem Mittwoch Bereitschaft habe, geht’s am Wochenende trotz 30cm Neuschnee aber nicht aufn Berg. Samstag und Sonntag wird statt dessen, die frisch aus DE eingetroffene, Slackline gerockt.
POW, meine alte Karre, ist wieder voll da. Mit neuer WOF (TÜV), vier nagelneuen Reifen und neuer Windschutzscheibe. Hatte lang überlegt was ich machen soll, aber wenn er hält wars die Kohle wert. Neue Karre ist ja auch immer wie ein neuer Lottoschein und wie die Kiwis so schön sagen: „The devils you know“. Sogar Schneeketten hab ich mir gekauft, hier gibt’s ja keine Winterreifen. Ausser der Scheibe und den Reifen ohne jegliches Profil wurde noch beanstandet, dass POW mit sieben Sitzen eingetragen ist und nicht mit Zwei, also soll ich die Sitze wieder rein machen oder das umtragen lassen. Dazu muss ich zu einer anderen Werkstatt und dort siehts viel TÜV mäßiger aus. Auf jeden Fall muss der gute Mann einen Blick in mein Auto werfen. Zu dem, ganzen losen Ausbau sagt er aber zum Glück nix, ich soll halt blos nix oben auflegen sondern alles unten drunter verstauen. Bei uns daheim unvorstellbar, außerdem muss ich Ihm versprechen, dass ich die Sicherheits Gurte hinten raus mache, irgendeine Vorschrift. Das Umtragen ist kein Problem und so ist Pow seit zwei Wochen ein Camper und kein Auto mehr.
So, jetzt ma sehn, wie sich der Urlaub angeht und was der Winter in Neuseeland kann. Rockt on Leutz und lasst euch die Spatzen schmecken.

Dienstag, 13. Juli 2010
What are you going to do with you life?
Anyway, es ist an der Zeit, dass ich mal das wichtigste nieder schreibe. Was mir die letzte Zeit so alles durch den Kopf ging bekomme ich hier doch nicht unter und das ist wohl auch der Grund warum Ihr auf diesen Post so lange warten musstet.
Es ist viel passiert und doch, ist gar nicht so viel passiert. Wie gesagt hab ich nach der Woche Boon Street wieder nach Unterkunft Ausschau gehalten und mich am Sonntag, auch weil ich einfach gelangweilt war von der Wohnungssuche, für die Kipling Street entschieden. Das war praktisch nach meiner zweiten Woche bei der Startup Ltd. und ich konnte an diesem Sonntag auch gleich einziehen.
Gar nicht so einfach,
weil ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll und worauf ich eigentlich hinaus will. Vielleicht fange ich einfach mal mit den dicken Brocken an. Am Dienstag den 08.06.2010 habe ich meine Kündigung, an meinen lieben Arbeitgeber in der Heimat, in die Post geschmissen, geht sich in erster Linie zeitlich nicht aus (Foto nachgestellt, denn eigentlich war es an einem regnerischen Tag). An dieser Stelle, herzlichst leibe Grüße an die Kollegen – You all ROCK!!Es geht für mich nicht um einen Job, eine Karriere, einen unbezahlten Urlaub oder nur ums reisen, in erster Linie geht’s hier um mich. Wenn ich das hier jetzt nicht durchziehe, war die Zeit zwar toll aber irgendwie doch auch fürn Arsch!! Der aktuelle Plan sieht vor, hier in Neuseeland ein paar Urlaubswochen im Schnee zu verbringen und bei Startup Ltd. noch bis in den europäischen Winter rein zu arbeiten. Der grobe Plan geht noch etwas weiter, aber man weiß aktuell einfach nicht was sich wie ausgeht und desto länger ich hier bleibe, desto mehr gefällts hier eigentlich.
Christchurch, 300.000 Einwohner die größte Stadt auf der Südinsel. Canterbury Peninsula, ein Kletter und Bike Eldorado nicht einmal 10km vom Stadtkern entfernt. Brighton Beach 10km, Sumner Beach 20km, Berge zum Snowboarden 100km und das abgesehn von allen anderen wahnsinns Plätzen auf der Südinsel. Es besteht Suchtgefahr! Arbeits und auch Resident Visa sind zum greifen nah, man informiert sich tatsächlich und macht sich seine Gedanken.
Dennoch, irgendwie steht fest, dass es weiter gehen muss. Nach gut neun Monaten unterwegs weiß ich zwar immer mehr was ich nicht will, aber auch noch nicht was eigentlich anstehen soll. Ein grober Plan wäre nicht schlecht, dass sagt mir zumindest mein Gewissen, ob er wirklich notwendig ist, wird aber auch in Frage gestellt. Jetzt hatte ich ein Jahr lang diese tolle Sicherheit, ende Juni 2009 hab ich den unbezahlten Urlaub genehmigt bekommen und nun geht’s dahin, ans eingemachte, jetzt geht’s erst richtig los!
Sicher geht mir die Heimat ab, meine Familie, meine Freunde und Dude's! So wie ich das hier erlebe, weiß ich aber auch, dass die mir wichtigen, immer da sind für mich. Daheim is echt schön, das muss man schon auch mal gesagt haben, ich komm echt aus einer super schönen Ecke. Dennoch, wenn ich an die morgendliche S-Bahn fahrt denke, die ich mit Armin und Flo immer genossen habe, aber dann eben auch an all diese mies gelaunten Gesichter denke, dann weiß ich auch was ich nicht vermisse. Es ist ja auch so:
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
ich vor einiger Zeit schon geschrieben, find ich eigentlich ganz treffend und brauch auch gar nicht viel mehr zu sagen. Ein paar Wochen nehm ich mir noch um raus zu finden ob ich nicht doch einfach hier bleibe. Am Samstag Snowboarden und am Sonntag klettern im T-Shirt, ist schon ein Hit. So wies ausschaut, hab ich ab dem 02. August drei Wochen Urlaub und wer sich kurzentschlossen in den Flieger setzt, ist zu feinsten Powder Sessions herzlichst willkommen.In diesem Sinne – Rock da World!
Jaaaa, und doch denk ich an euch und vermiss euch alle!!!
Montag, 14. Juni 2010
31 Jahre Gotschsonsan

Bis kurz vor Schluss konnte ich mich nicht für die richtige Geburtstags-Action entscheiden und so hab ich kurzerhand eine kleine Hausparty angezettelt. Kein Vergleich mit der riesen Fete vom letzten Jahr, aber trotzdem ein super toller internationaler Abend der Spitzenklasse mit ordentlich zu trinken und zu lachen.
Ansonsten ziehen die Wochen grade flott ins Land. Viel Arbeit und in der durch die Arbeit begrenzten Freizeit gibt’s Leute zu treffen, Actions zu starten und man kümmert sich um das alltägliche, im Grunde fast wie zuhaus. Nachdem letzten Post bin ich kurzerhand in die Kipling Street gezogen und auch wenn die City weiter ist als ich eigentlich wollte gefällts mir ganz gut. Vorallem ist es warm im Haus, was für ein Kiwi Haus nicht die Regel ist, ich hab ganz nette Flatmates und mein Zimmer ist ordentlich.
Soweit erst mal eine kurze Zusammenfassung, bei diesem Post geht’s in erster Linie um das super tolle Bild das Ihr oben sehen könnt, dickes Bussi an meine liebe Schwester – YOU ROCK!
Nachdem ich im Grunde kaum Lust zum Blog schreiben hab, ende ich hier, ich kann euch aber sagen es bleibt spannend und der nächste Post kommt bestimmt.
YOU ALL ROCK!! Bis dahin lasst es euch gut gehen und genießt die Tage!


